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Vorschlag zur Heilung der FSSPX Wunde. Von Prof. Josef Maria Seifert
1.. Kurzgeschichte des Vorgefallenen:
Am 30. Juni 1988 weihte Erzbischof Marcel Lefebvre in Écône ohne päpstliches Mandat vier Bischöfe:
Bernard Fellay
Bernard Tissier de Mallerais
Richard Williamson
Alfonso de Galarreta
Nach dem damaligen Kirchenrecht zogen sich nur die unmittelbar an der unerlaubten Bischofsweihe Beteiligten die Exkommunikation latae sententiae zu:
Erzbischof Lefebvre,
der mitkonsekrierende brasilianische Bischof Antônio de Castro Mayer,
sowie die vier neu geweihten Bischöfe.
Nicht exkommuniziert wurden: die Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X (FSSPX).
Ihre Seminaristen,
Priester, Ordensfrauen und Laien, die die Gottesdienste der Bruderschaft besuchten oder sie unterstützten.
Die Bruderschaft befand sich zwar in einem kanonisch irregulären Zustand, aber ihre Mitglieder waren nicht pauschal exkommuniziert. Das hat Papst Benedikt XVI. 2009 ausdrücklich nochmals hervorgehoben: Die Exkommunikation …Mehr

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Carlus teilt das
1908
Heribert Nuhn

Der Vatikan spielt mit seiner Glaubwürdigkeit. Wer so windig argumentiert wie es Rom jetzt macht, hat später Schwierigkieten mit der Akzeptanz von künftigen Ex-Cathedra-Entscheidungen.

Diejenigen, die die Dogmen des Ersten Vatikanums betreffend den Papst immer noch ablehnen, empfehle ich deren Lektüre, damit sie wissen, was Katholiken glauben, denn das Erste Vatikanum hat darüber bereits endgültig entschieden: Pius IX.: Pastor Aeternus. Erste dogmatische …

ein zeitzeuge

Für mich jedenfalls bestehen keine Zweifel an der Geltung, Rechtmäßigkeit und Wirksamkeit der dogmatischen Konstitution pastor aeternus, vertrete aber die Ansicht, dass diese, wenngleich sie die höchste Autorität und unter bestimmten Bedingungen definiert, einem Papst - wie ich bereits mehrfach ausgeführt habe - durchaus Grenzen setzt.
So gilt die Unfehlbarkeit nur unter eng definierten Voraussetzungen.
Der Papst ist nach Pastor aeternus nur dann unfehlbar, wenn er:
a) als Hirte und Lehrer aller Christen handelt,
b) endgültig eine Lehre über Glauben oder Sitten festlegt, und
c) diese von der ganzen Kirche verbindlich festgehalten werden soll (eine sogenannte ex cathedra-Entscheidung).
Das bedeutet: Nicht jede Predigt, Ansprache, Enzyklika oder persönliche Meinung eines Papstes ist unfehlbar.
Ein Papst kann keine neue Offenbarung schaffen. Pastor aeternus sagt ausdrücklich, dass dem Papst der Heilige Geist nicht gegeben ist, damit er neue Lehren offenbart, sondern damit er das überlieferte Glaubensgut treu bewahrt und auslegt. Seine Aufgabe ist also an die Apostolische Überlieferung gebunden.
Die Unfehlbarkeit betrifft ausschließlich Fragen des Glaubens und der Sitten. Politische, wissenschaftliche, historische oder praktische Entscheidungen fallen nicht unter dieses Charisma.
Ein Papst ist an die göttliche Offenbarung gebunden. Er kann weder die Bibel noch die verbindliche Glaubensüberlieferung beliebig verändern. Seine Autorität dient nach dem Konzil der Bewahrung des Glaubens, nicht seiner Neuerfindung.
Vollständig klar ist für mich, dass pastor aeternus keine Grenze in dem Sinn enthält, dass ein anderes kirchliches Organ über dem Papst stünde. Im Gegenteil: Das Dokument erklärt, dass der Papst die höchste, volle und unmittelbare Jurisdiktionsgewalt über die ganze Kirche besitzt und dass gegen seine endgültigen Entscheidungen keine Berufung an ein Konzil möglich ist.
Es ist eine offenkundige Tatsache, dass pastor aeternus unterschiedlich interpretiert wird: Aus der Sicht des Glaubens und der Tradition definiert die Konstitution allerdings einen starken Primat des Papstes, begrenzt ihn aber durch die Bindung an Offenbarung und die engen Voraussetzungen der Unfehlbarkeit.
Kritiker – etwa aus der orthodoxen oder protestantischen Tradition sowie manche Historiker – sehen die institutionellen Kontrollmechanismen als zu schwach an, weil das Dokument keine übergeordnete kirchliche Instanz vorsieht.
Daraus resultiert, dass pastor aeternus dem Papst sehrwohl inhaltliche und sachliche Grenzen (Bindung an Offenbarung, Tradition sowie Glaubens- und Sittenlehre und die Voraussetzungen für ex cathedra-Entscheidungen) setzt, aber keine institutionelle Grenze durch eine höhere kirchliche Autorität.
Und nun die Frage zur Erweiterung meines Horizontes und Verständnisses: Welche konkrete Ausführungen der FSSPX stellt diese sich gegen die Inhalte der dogmatischen Konstitution pastor aeternus?

Teilweise ist das Themaverfehlung, denn es geht nicht um Unfehlbarkeit, wie irrigerweise annehmen. Das verstehen Sie offensichtlich nicht. Allein hier die Unfehlbarkeit anzusprechen, zeugt davon, dass Sie den Text von Pastor Aeternus nicht kennen oder nicht verstehen. 😉 😇 😎

miracleworker

Ist ja alles hochachtenswert durchdacht von Prof. Seifert - jedoch: die "Kirche" hat sich nicht nur administrativ (!) in ihrer Glaubwürdigkeit und im Abbruch mit der Tradition seit FP und Leo dramatisch häretisiert; somit empfiehlt sich geradezu zur Wahrung der Katholizität beruhend auf den beien Säulen Schrift und Tradition eine jurisdiktonelle Ablösung von Rom. Die Chronolgie einer Dialogverweigerung von Seiten des Vatikan lässt den sehr gut gemeinten Schritt von Prof. Seifert für illusorisch erscheinen.

Klaus Elmar Müller

Eine jurisdiktionelle Lösung von Rom wäre ja dann wirklich ein Schisma. Die Tragik ist, dass es schlechte Päpste gibt, hin und wieder mal in der Kirchengeschichte. Man muss sie kritisieren, ohne die Rechtmäßigkeit ihrer Amtsinhaberschaft zu bestreiten. Gerade ihr Amt treibt die Gläubigen dazu , ihre Lehren, auch die falschen, genau und hinterfragend in den Blick zu nehmen.

miracleworker

Leider kann man nicht umhin, gerade auch die Rechtmäßigkeit der Amtsinhaberschaft zu prüfen - wer kann es, wer tut es, wem steht es zu . . .

Katrin Kaufmann

Das Problem ist nicht nur die Liturgie, sondern eine systematische Verwirrung in Lehre und Moral. Ich habe noch nie erlebt, dass diese ehemaligen „Ecclesia Dei“-Leute auch nur den geringsten Zweifel an all diesen progressiven Verzerrungen in der Kirche geäußert hätten. Sie geben sich mit der lateinischen Messe zufrieden, und das war’s. So funktioniert das aber nicht.

Eccleia Dei war allerdings nur für überlieferte Liturgie zuständig und daher konnten deren Mitarbeiter keine allgemeine Kritik an den Zuständen der Kirche betreiben. Das sollten Sie bitte beachten, sonst schreiben Sie nur allgemeines Blabla.

a.t.m

Die ehemaligen Mitglieder der Ecclesia Dei Gemeinschaft stehen unter der Knute der Ortsbischöfe, die diese mit Entzug der Messbefugnis, Kirchen und Kapellen oder Verweigerung der Priesterweihen drohen, sobald sie im Sinne Gottes unseres Herrn und seiner Kirche Stellung, wie gegenüber der häretisch schismatischen "pfarrerinitiative" hier "Sie vertreten nicht mehr den Glauben der Kirche" beziehen.
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

a.t.m

Also im Grunde genommen fordert der Professor nichts anderes als eine Täter Opfer Umkehr vor. Stelle mir vor wie ein Schwer Verletztes Opfer verklagt wird, weil sich der Täter bei diesen Angriff das Handgelenk gebrochen hat.
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Edeljuwel

Vorschlag absolut nicht akzeptabel, weil ein Schuldbekenntnis nicht der Wahrheit entspricht!!! Die FSSPX. hat keine "Schuld" zu bekennen vielmehr ist das Heldenmut!!!!!!!!!!!!!!!!

Wenn Sie die dogmatischen Grundlagen des Papsttums und ich meine nicht die Unfehlbarkeit kennen würden, wäre Ihnen klar, dass Sie Unsinn geschrieben haben. Das Erste Vatikanum gilt weiterhin und der Primat ist dem Wortlaut nach nicht eingeschränkt (für die einfach gestrickten Tradis: Die Unfehlbarkeit und nur sie ist nach Pastor Aeternus begrenzt, nicht jedoch der Primat).
Hier nachlesbar: katholischglauben.info/…us-ix-constitutio-dogmat-…

Bethlehem 2014

Sie haben offensichtlich immer noch nicht verstanden, daß das Primat des Papstes zwar unbegrenzt ist, aber nicht unfehlbar. Lesen Sie doch bitte einfach mal bei Athanasius Schneider nach. Der kann Ihnen gern Nachhilfeunterricht geben.

Klaus Elmar Müller

Schuldbekenntnis der FSSPX für den vermeintlichen Angriff auf die Autorität des Papstes?
Schuldbekenntnis des Papstes für seine Angriffe auf Glaube und Sitten!

Tatsächlich wäre das ein möglicher Weg, um die Probleme zu lösen. Allerdings sind die Fronten inzwischen so verhärtet, dass das unrealistisch ist.
Die Ablehnung des jeweils aktuellen Papstes hat sich bei Piusbruderschaft inzwischen schon so verfestigt, dass das Schisma dauerhaft bestehen bleiben wird.
Menschlich geht das sicher nicht und theologisch darf man große Zweifel haben.

Gast6

Man hat in all den Verhandlungen nie Minimal- und Maximalforderungen definiert.

Gamaliel

Ein absurder Vorschlag. Er verkennt sowohl die Sachlage, wie auch die Position der FSSPX. Wenn jemand ein Schuldbekenntnis abzulegen hat, dann die Vertreter der Konzilskirche für ihren Verrrat am depositum fidei und die ungerechte Behandlung der FSSPX.

Pfr. Name Name

Völlig unrealistischer Vorschlag. Wenn Rom wollte, wenn die FSSPX wollte, dann wäre es anders geschehen.

miracleworker

"wollte" - ja, allerdings: der Wille wäre der Weg gewesen! Gott grüße Papst Benedikt XVI !

Christine Juhre

Soviel "Experten!!!!
" P.Kilian in einer Sühnemesse für die große Wunde, die die Piusbrüder der Heiligen Katholischen Kirche zugefügt haben: "Sie haben getan, was die Spötter Christus am Kreuz angetan haben: "Steig herab vom Kreuz!!!!!" Ich (Christine) gehöre mit Überzeugung der Heiligen Katholischen Kirche an, die das Kreuz mit seinem Herrn trägt, das die "Synodalen", "Priesterinnen", Homoaffinen und nun auch die FSSPX ler ihr (IHM) aufladen.
Begründung mit Auszügen aus Mark Mallett, Eingroßes Schisma?
Denn das Recht, Bischöfe zu weihen, steht allein dem Apostolischen Stuhl zu, wie das Konzil von Trient erklärt; es kann sich kein Bischof oder Metropolit anmaßen, ohne dass Uns dazu verpflichtet, sowohl diejenigen, die weihen, als auch diejenigen, die geweiht werden, für schismatisch zu erklären und damit ihre zukünftigen Handlungen für ungültig zu erklären. —PAPST PIUS VI. Charitas (13. April 1791), Nr. 10
Das Konzil von Trient war deutlich direkter:
…diejenigen, die sich aus eigener Unbesonnenheit die Bischofsweihe anmaßen, sind Sie sind keine Diener der Kirche, sondern sollen als Diebe und Räuber angesehen werden, die nicht durch die Tür eingetreten —Sitzung 23, Kap. 4
Die Grundlage für die Rebellion
Ähnlich wie Martin Luther versteht sich die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) als Bollwerk des katholischen Glaubens und als die alleinige wahre Kirche. Um es mit den Worten von Erzbischof Lefebvre selbst zu sagen:
"Nicht wir befinden uns im Schisma, sondern die Konzilskirche…
Diese Aussage ist lediglich ein formaler Beweis dafür, dass Lefebvre den Glauben an Christus und seine auf dem Felsen Petrus erbaute Kirche verloren hatte."
DAS MACHE ICH NICHT MIT!