Die Freiheit der Kirche ist das grundlegende Prinzip in den Beziehungen zwischen der Kirche und den öffentlichen Gewalten sowie der gesamten bürgerlichen Ordnung. In der menschlichen Gesellschaft und angesichts einer jeden öffentlichen Gewalt erhebt die Kirche Anspruch auf Freiheit als geistliche, von Christus dem Herrn gestiftete Autorität, die kraft göttlichen Auftrags die Pflicht hat, in die ganze Welt zu gehen, um das Evangelium allen Geschöpfen zu verkündigen (Dignitatis humanae 13) www.kreuzgang.org/search.php
Ich will nichts schönreden, aber die Laienpredigt ist nur während der hl. Messe verboten. Nichtsdestotrotz ist es schlimm genug, was da im Hohen Dom zu Köln veranstaltet wird.
Heiraten mit 63 Jahren, nachdem er seit vielen Jahren in einer heimlichen Beziehung gelebt hat und seit 37 Jahren als Priester tätig war ... ob er so wirklich glücklich werden wird?
@niclaas „Beruhigung des Problems“ Welchen Problems? Was kann denn so schwerwiegend sein, dass man eine reguläre Abtwahl aussetzen bzw. verschieben muss? Und was soll unter einem Administrator anders oder besser laufen als unter einem regulären neuen Abt? Warum geht man mit diesem Problem nicht transparenter um und kommuniziert diese Dinge einfach offen nach draußen?
So ganz verstehe ich das nicht: Handelt es sich beim dem Rücktritt jetzt um einen „normalen“ Vorgang oder nicht? Wenn gesundheitliche Probleme ausschlaggebend sind, mag das verständlich sein, aber hätte Abt Maximilian nicht noch die wenigen Monate bis zum regulären Ende seiner zweiten Amtszeit im kommenden Februar seinen Dienst tun und dann ankündigen können, dass er für eine dritte Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht? Und warum soll jetzt ein Administrator für drei Jahre gewählt werden und kein regulärer Abt als Nachfolger? Ist das nicht ungewöhnlich lange für eine Abtei dieser Größe? Dass mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten noch nie an einer Abtwahl teilgenommen habe, kann doch kein hinreichender Grund für diese Interimslösung sein. In den nächsten drei Jahren wird die Zahl der Wahlberechtigten, die noch nie an einer Abtwahl teilgenommen haben, vielleicht sogar noch größer sein als heute. Oder steht der Rücktritt doch in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Apostolischen Visitation? Hier gibt es jetzt viel Raum für Spekulationen, die leicht hätten vermieden werden können.
Der Punkt ist folgender: Die jüngste architektonische Umgestaltung der Kathedrale hat die Feier der traditionellen lateinischen Messe strukturell und praktisch unmöglich gemacht. Das ist evident. Wenn Kardinal Woelki Recht hat und die „Schönheit und Würde“ des Novus Ordo Missae dem tridentinischen Ritus in keiner Weise nachsteht, müsste sich das auch in der Praxis zeigen. St. Hedwig müsste sich auch nach der „beeindruckenden“ Umgestaltung strukturell und praktisch für den überlieferten Ritus, für den sie ja ursprünglich gebaut wurde, genauso gut eignen wie für den Novus Ordo Missae. Das tut sie aber nicht. Und da liegt das Problem, dass Kardinal Woelki offenbar nicht sieht.
Theoretisch und theologisch besitzt der Novus Ordo Missae tatsächlich dieselbe Würde wie der überlieferte Ritus, da in ihm dasselbe Messopfer gefeiert wird. In der Praxis hängt die Schönheit und Würde des Novus Ordo jedoch stark von der konkreten Umsetzung, der Ehrfurcht des Zelebranten, der musikalischen Gestaltung und vieler anderer Umstände ab.
Dass Regensburg die einzige deutsche Diözese ist, die von Rom eine Dispens für die Feier der überlieferten Liturgie in Pfarrkirchen erhalten hat, stimmt so nicht ganz. Auch im Erzbistum Freiburg können alte Messen aufgrund einer kirchenrechtlichen Sonderkonstellation in Pfarrkirchen gefeiert werden. In der aktuellen Liste der Messorte von „Pro Missa Tridentina“ sind diese Pfarrkirchen allerdings nicht aufgeführt. Es ist also mehr als fraglich, ob dort überhaupt noch regelmäige alte Messen gefeiert werden. Genehmigungen für "Alte Messe" in Pfarrkirchen …
@Klaus Elmar Müller „An die Übernatürlichkeit der Erscheinungen dort zu glauben, steht den Gläubigen dort frei.“ Natürlich muss niemand an Erscheinungen glauben. Ich muss auch nicht an Lourdes oder Fatima glauben. Es ist aber Aufgabe der Kirche, den übernatürlichen Charakter von Erscheinung zu prüfen und dann entweder zu bestätigen oder zu verwerfen.
@Pazzo 2 Wenn in Medju alles auf Lügen beruht und die Erscheinungen nachweislich nicht echt sind, müsste das Glaubensdikasterium für „Constat de non supernaturalitate“ plädieren (kein übernatürlicher Ursprung) und Wallfahrten verbieten. Statt dessen lässt man seit 45 Jahren alles gewähren, erteilt ein „Nihil obstat“ („Es steht nichts entgegen“) und lässt die Frage der Echtheit unbeantwortet. Das führt bei einigen Publikationen, welche der Verbreitung der „mutmaßlichen Botschaften“ (Kardinal Fernández) dienen, zu kuriosen und völlig inkohärenten Formulierungen: Die Verbreitung der Botschaften geschehe „mit kirchlicher Erlaubnis“, „ohne einem Urteil der Kirche vorgreifen zu wollen“. Nach dem Satz vom ausgeschlossenen Dritten („Tertium non datur“) können die Erscheinungen von Medju nur echt oder unecht sein. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.
Gab es außer dem Ruini-Bericht nicht auch viele andere wissenschaftliche Untersuchungen, auf die man sich hätte berufen können? Und wie sieht es aktuell aus, nach 45 Jahren? Heute stehen uns beispielsweise so viele medizinische und psychologische Untersuchungsmethoden zur Verfügung wie nie zuvor in der Geschichte. Und nach wie vor gibt es kein eindeutiges Ergebnis. Man erteilt das "Nihil obstat" und kreiert "pastorale Lösungen" für die Vielzahl der Pilger, die eigentlich entscheidende Frage, ob die Erscheinungen nun echt sind oder eben nicht, klammert man einfach aus. Das ist absolut inköhärent. Wie ernsthaft hatte man sich dagegen in der Vergangenheit um eine gerechte und seriöse Urteilsfindung bemüht, etwa bei den kirchlich bestätigten Erscheinungen von Lourdes, La Salette, Fatima, Banneux oder Beauraing.
Weißer Kollar auf weißem Zivilhemd – dieser neue Look vieler Amtskirchenvertreter ist weder Fisch noch Fleisch und offenbart eine große Stilunsicherheit. Durch diese Kombination kommt es zu einer optischen Camouflage: Der traditionelle Kontrast der weißen „Kalkleiste“ auf schwarzem Grund wird komplett aufgelöst, sodass das Kollar visuell fast auf dem weißen Untergrund verschwindet. Das Ergebnis ist eine zerrissene, paradoxe Botschaft. Einerseits bleibt der Anspruch bestehen, als klerikale Autorität erkennbar zu sein; andererseits zeigt sich der Wunsch, sich im modernen Zivilgewand der Institution zu entziehen. Dieser ästhetische Bruch wirkt unentschlossen – weder ganz weltlich noch vollends geistlich. Man stelle sich einen Vorstandsvorsitzenden auf einer Hauptversammlung vor Aktionären vor: Er trägt zwar eine Krawatte, diese hat aber exakt dieselbe Farbe und dasselbe Muster wie sein Hemd, um bloß nicht zu formell zu wirken. Das Signal an die Aktionäre wäre fatal.
Ist das der Bischof auf dem Bild? Römisches Kolar auf weißem Hemd, das beißt sich visuell, es scheint aber der neue Look dieser Amtskirchengeneration zu sein. Er vermittelt eher Stilunsicherheit denn Authentizität. Echte Amtskleidung ist es jedenfalls nicht.
Wenn ich mein Kind für das neue Schuljahr in Ruppichteroth anmelden würde, wäre ich dann auch exkommuniziert? Das St.-Theresien-Gymnasium unterrichtet nach den offiziellen Lehrplänen des Landes Nordrhein-Westfalen. Als staatlich anerkanntes privates Gymnasium entspricht der Unterricht dem der öffentlichen Schulen. Alle Abschlüsse, einschließlich des Abiturs, sind staatlich anerkannt. Aber die Teilnahme an einem Schulgottesdienst müsste nach offizieller Lesart zur Exkommunikation führen. Übrigens verfügt die Petrusbruderschaft im deutschsprachigen Raum meines Wissens über keine Internate, Schulen, Kindergärten oder Exerzitienhäuser, obwohl sie in voller Einheit mit Rom steht. Warum eigentlich nicht?
Pater Bernhard Gerstle ist nicht mehr deutscher Disktriktsoberer der Petrusbruderschaft, wie in dem Artikel fälschlicherweise behauptet wird, sondern seit 2021 Pater Stefan Dreher. Wie dem auch sei, interessant ist, dass beide Bruderschaften, die mit X und die ohne X, eine ähnliche Organisationsstruktur haben und ihre Apostolate in Distrikte gliedern.
@Erzherzog Eugen Na na, die ehemaligen Ecclesia-Dei-Institute verkörpern durchaus authentischen Glaubenssinn und sind unter den gegebenen Umständen sehr erfolgreich. 25 Priesterweihen allein bei der Petrusbruderschaft in diesem Jahr sprechen schon für sich. Sie hängen halt leider zwischen allen Seilen, rechtlich zwar anerkannt, aber trotzdem kirchenpolitisch machtlos.