Klaus Elmar Müller

Warum Leo XIV. die FSSPX loswerden will

Das kurze Zufalls-Interview in Castel Gandolfo am 16. Juni 2026 gewährt einen Blick in Leo's XIV. Inneres und seinen Plan zur Veränderung der katholischen Kirche:
1. Wie sehr der Papst die Priesterbruderschaft St. Pius X. verachtet, ergibt sich schon daraus, dass er sich öffentlich zu ihr nur infolge einer zufälligen Journalistenfrage geäußert hat.
2. Leo XIV. erklärte, einen Appell an die FSSPX zu erwägen. Sicher ist er sich also keineswegs, ob dies gut und sinnvoll wäre und er es tun wird. Eine Herzensangelegenheit ist ihm die Sache also nicht. Und was sein Satz ausschließt: ein Gespräch des Hirten mit jenen Schafen, an denen ihm doch liegen sollte.
Mit der FSSPX in „Gemeinschaft leben“, wie er die Kircheneinheit beschreibt, heißt für ihn nur: von oben an sie zu appellieren, falls überhaupt.
3. Er nennt die zu erwartenden Bischofsweihen einen „schmerzhaften Punkt“, weil Spaltungen in der Christenheit immer schmerzhaft seien. Also sinngemäß: Derlei kommt kirchenhistorisch immer mal …Mehr

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Libertas Ecclesiae

„Wir müssen voranschreiten.“ – ohne Rücksicht auf Verluste. Unaufhaltsam. Aber wohin geht die Reise?
Mit fällt dazu das bekannte Zitat von Mark Twain ein:
„Als wir unser Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen.“

Copertino

Eine sehr treffende Analyse, Klaus Elmar Müller. Vielen Dank!

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Alfredus .

@Carlus Niemand hat ernsthaft angenommen, dass Leo XIV. die Exkommunikation durch Johannes Paul II. zurück nehmen würde ... ! ? Wie alle Konzils-Päpste hat er den Auftrag, die Kirche und den Glauben zu verändern ! Benedikt XVI. war nahe daran, die FSSPX in die Arme zu schließen, aber wegen Johannes Paul II. tat er es dann doch nicht . So wird das Leiden der Pius-Brüder an der Kirche weiter gehen, bis Gott selber es ändern wird ... !

Carlus teilt das

Wenn Leo XIV. die Piusbruderschaft außerhalb der Kirche sieht, dann betrachtet er zwangsläufig alle Heiligen der Kirche, mit Ausnahme der Heiligen der Nachäfferkirche Besetzter Raum, als außerhalb der Kirche befindliche Personen. Aich der Stifter der Kirche unser Herr und Gott, sowie dessen Mutter die selige Jungfrau und Gottesmutter Maria befinden sich außerhalb der Kirche.
Ach Leo von welch einem Geist lässt du dich jagen?

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Hallo Tschüss

Schrecklich, diese Falschheit von Prevost
Denkt er nicht, daß er auch eines Tages vor dem Richterstuhl Gottes steht??

Gisela Mueller

Prevost will "eines Tages" mit Bergoglio vereint die Pachamama anbeten, da ist es ihm egal, wo! Da gibt es dann auch das goldene Kalb und viele schöne Schlangen.

Boni

Das Unlogische bei dieser Religion ist ja die asymmetrische Anwendung der religiösen Toleranz. Man erklärt die einstmals verschiedenen Religionen für Teile eines synkretistischen Pantheon und erklärt sich selbst zur multireligiösen Plattform, exkludiert von dieser Plattform, shadowbanned und entmonetarisiert willkürlich jene, die man einfach nicht leiden kann. Damit ist diese Religion nicht mehr nur objektiv keine Offenbarungsreligion, sondern auch subjektiv, denn diesen asymmetrischen Umgang mit den verschiedenen Religionen hat ja kein Gott offenbart, sondern sie folgt menschlichem Macht- und Geltungskalkül.

Michele Indietrista

Sicher ist, dass eine Entscheidung, die analog zu 1988 verläuft, nicht die selbe Wirkung hat wie 1988, weil es damals um ein Novum ging, während wir jetzt den Präzedenzfall von 2009 haben. Die Exkommunikation ist auf keinen Fall eine zwingende Folge. Es ist eine allenfalls kirchenrechtlich mögliche Konsequenz, die aber auch aufgehoben werden kann, sonst wäre sie nicht schon einmal aufgehoben worden.
Das bedeutet, dass der Papst eine gänzlich neue Entscheidung trifft: zum Beispiel eine Entscheidung gegen die FSSPX, für die er dann persönlich hinstehen muss. Er kann dann nicht sagen, das sei doch logisch oder zwingend. Das "Vorwärts gehen" bekommt dadurch einen ganz anderen Klang. Es ist kein gemeinsames Vorwärtsgehen, es zieht gewisse Interpretationen des Konzils und anderer Texte zwingend nach sich.
Die Spreu wird vom Weizen unterscheidbar sein.