„Katholisch bleiben ohne Kirchensteuer“ – Piusbruderschaft probt Aufstand gegen Kirchensteuersystem (Stuttgart) Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ruft Deutschlands Katholiken auf, das Kirchensteuersystem zu sprengen. Das Motto lautet: Austritt aus dem Kirchensteuersystem zum Wohl der Kirche. Die Bruderschaft greift damit einen Anstoß von Papst Benedikt XVI. auf, der zum Abschluß seines Deutschland-Besuchs im September 2011 von der deutschen Kirche eine „Entweltlichung“ gefordert hatte. Beobachter waren sich einig darin, daß das Kirchenoberhaupt damit vor allem das deutsche Kirchensteuersystem meinte. In der Bundesrepublik Deutschland wird die Kirchensteuer vom Staat eingehoben. Wer sie nicht bezahlt, gilt als exkommuniziert und aus der Kirche ausgeschlossen. So zumindest die Lesart der deutschen Bischöfe. Eine Situation, wie sie weltweit sonst in keinem Land anzutreffen ist. Im Vatikan sieht man die Sache ganz anders. Gegen diese Verquickung von Kirchenzugehörigkeit und Geldzahlung …
Die Frage sollte ja eher lauten, darf ich mich noch Katholik nennen, wenn ich über das Kirchensteuersystem mithelfe die Kirche Gottes unseres Herrn von ihnen heraus zu zerstören??? Siehe hierzu auch das von PB XVI approbierte Schreiben des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, hier Actus formalis defectionis ab Ecclesia catholica Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
1. Im Kampf gegen das Unkatholische in der derzeitigen Kirche möchte ich nicht auf die Sakramentenspendung der FSSPX eingeengt sein. Manche Reise lässt sich nicht nach Prioraten planen. 2. Zudem: Die angebliche Kampagne der FSSPX in dieser Sache liegt 14 Jahre zurück. Hat es seitdem immer mehr oder deutlich weniger Pastoralreferenten gegeben, ist die Kirche seitdem katholischer geworden? 3. Die sogenannte Kirchn-"Steuer" ist derartig niedrig, dass mein Verzicht, sie zu zahlen, eine Pastoralkonferenz um ein paar Chipstüten brächte.
@Klaus Elmar Müller Richtig. Aber gezählt werden nicht Groschen sondern Austritte. Es geht schlicht um den Denkzettel. Falls überhaupt gedacht wird, bei einigen Auslegungen der Schrift habe ich allerdings meine Bedenken.
Fragen an die FSSPX: Kann ich zu Beichte und Kommunion außerhalb der FSSPX gehen, wenn ich aus der öffentlich-rechtlichen "Kirchensteuergemeinschaft" ausgetreten bin (und der Priester das weiß)?
Die Kirchensteuer ist ein gerechter Mitgliedsbeitrag. Er heißt "Steuer", weil er vom Staat gegen Entgeld eingezogen wird, so dass sich die Kirche ein eigenes teures Einziehungssystem spart. Die Kirchensteuer beträgt wenige Prozent von der Lohnsteuer und finanziert zum Beispiel Behindertenwerkstätten. Wer die Bischöfe ärgern will, müsste mutig all seine Steuern an den Staat verweigern, der Pfarrer und Bischöfe aus dem allgemeinen Steuertopf aller, auch atheistischer Bürger bezahlt. Benedikt XVI. hat es nicht fertiggebracht, die Exkommunikation für den Austritt aus der öffentlich-rechtlich verfassten ("Kirchensteuer"-)Kirche aufzuheben.
Ich lasse lieber eine ungerechte Exkommunikation über mich ergehen, als an der modernistischen Zerstörung der Kirche mitzuwirken. Anstatt die Kirchenzerstörung der Modernisten durch den Kirchensteuerbeitrag zu finanzieren, finanziere ich lieber die gesunden Teile der Kirche durch Spenden. Wenn ich den Erhalt einer Werkstätte oder eines Kirchengebäudes unterstützen wollte, würde ich eigens dafür spenden.