Wird Leo XIV. am 1. Juli 2026 den katholischen Glauben "exkommunizieren"?
1. In der Ich-Form wie „Ich bekenne“ oder „Ich lehne ab“ beweisen FSSPX und die bald unerlaubt weihenden Bischöfe ihre Katholizität.
Insofern ist der Text ein Flehen an Papst und Kardinäle, doch die Feststellung einer Exkommunikation nach den Bischofsweihen zu unterlassen.
2. Dieses Glaubesbekenntnis lässt die weltkirchliche Notlage erkennen, die Irrtümer unf Defizite in der Verkündigung, etwa über die Letzten Dinge wie Hölle und Fegefeuer, wodurch Canon 1323 Nr. 4 CIC greift und unerlaubte Bischofsweihen rechtfertigt.
3. Zugleich bringt diese umfassende Darlegung „zur Erleuchtung der Seelen“, wie sie von sich sagt, den katholischen Glauben gegen Irrtümer der Konzilszeit, Nachkonzilszeit sowie Papst Leo's XIV. in Stellung.
Insofern und dank des ehrfürchtigen Begleitschreibens ist der Text eine sogenannte brüderliche Zurechtweisung (correctio fraterna).
Sollte der Heilige Vater dennoch wegen der Bischofsweihen die Tatstrafe der Exkommunikation feststellen lassen, dann würde er nicht nur das Kirchenrecht missachten, das mindestens mit Canon 1323 Nr. 7 CIC die Tatstrafe der Exkommunikation ausschließt, da die FSSPX gutwillig eine entschuldigende Notlage annimmt.
Sondern Leo XIV. würde nach dem bewegenden, wahren, die kirchliche Not wendenden Bekenntnis der FSSPX mit dieser Exkommunikation den katholischen Glauben „exkommunizieren“.
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wendet sich feierlich gegen so vieles, das der Heilige Vater Papst Leo XIV., dem sie zugleich Ehrfurcht und Anhänglichkeit bekundet, lehrt:
- die Umdeutung von Wundern zu Gleichnissen für moralisches Handeln
- das Streben nach einer gerechten und friedlichen Welt ohne Bekehrung der Menschen zu Jesus Christus
- die Forderung nach rein säkularen Staaten
- die Behauptung, falsche Religionen seien als solche gottgewollte Wege in den Himmel
- die ökumenisch motivierte Leugnung von Mariens tätigem Wirken
- die Förderung homosexueller Lebensweise und die Entschuldigung des Ehebruchs
- das Unverständnis für die überlieferte Liturgie und für Kritik an der neuen
Von daher darf man annehmen, dass sich Papst Leo XIV. durch das katholische Glaubensbekenntnis der FSSPX unmittelbar angegriffen, seine Überzeugungen fundamental in Frage gestellt fühlt.
Eine Exkommunikation wäre seine Gegenwehr statt „synodalen“ ("gemeinsam forschenden") Austausches.
Hier einige Zusammenfassungen und Zitate aus
„Katholisches Glaubensbekenntnis der Priesterbruderschaft St. Pius X. zur Erleuchtung der Seelen angesichts der modernen Irrtümer“ vom 24. Juni 2025. dem Fest des hl. Johannes des Täufers, der für die eheliche Treue zwischen Mann und Frau gestorben ist:
(Link zum Original: fsspx.de/…s/documents/katholisches_glaubensbekenn… )
AUSLEGUNG DER BIBEL
Nr. 16: Die Auslegung der Heiligen Schrift muss Übernatürliches gelten lassen, darf es nicht wegrationalisieren.
ERLÖSUNG
Nr. 40: Die Erlösung verdankt sich Christi freiwilligem Kreuzestod und besteht nicht in der Würde des Menschen, in menschlicher Moral oder politischer Befreiung.
HEILIGE MARIA
Nr. 50/51: Die allerseligste Jungfrau Maria hat mit Jesus Christus gelitten und ist darum „Miterlöserin“ und „universale Mittlerin“. Ihre Bedeutung mit Blick auf ökumenischen Dialog zu schmälern, ist empörend.
ANDERE RELIGIONEN
Nr. 60: Niemand kann ohne Christus und die Kirche in den Himmel kommen. Wenn Menschen außerhalb der sichtbaren Kirche in den Himmel kommen, dann nicht durch, sondern trotz ihrer falschen Religion und durch ein Zusammenspiel von übernatürlichem Gnadenerweis und Annahme dieser Gnade.
62. Die anderen Religionen sind nicht von Gott erleuchtet und kein vorgesehener Weg zur Erlösung. Verzerrt und bruchstückweise können in ihnen Wahrheiten zu bemerken sein, und die Anhänger anderer Religiösen können natürliche Wahrheiten besitzen. Die Gottesdienste anderer Religionen sind mit Irrtümern vermischt und darum vom Bösen.
BISCHOFSKOLLEGIUM
Nr. 77: Das Bischofskollegium der katholischen Weltkirche ist keine ständige Einrichtung, sondern fungiert nur bei einem außerordentlichen Konzil und das auch nur zusammen mit dem Papst und unter ihm.
MORAL
Nr. 90: Es gibt ein natürliches Sittengesetz, das von der menschlichen Vernunft erkannt wird.
Nr. 91: Es gibt Verhaltensweisen, die in sich schlecht sind und darum nie gerechtfertigt werden können, zum Beispiel Empfängnisverhütung, Abtreibung und Euthanasie.
Nr. 92/93: Ehebrecherische und widernatürliche Verbindungen können nicht gesegnet werden und hindern den Zugang zu den Sakramenten.
SOZIALES KÖNIGTUM CHRISTI
Nr. 96-100: In Familie, gesellschaftlichen Einrichtungen und Staaten muss im Einklang mit Gottes Vorgaben gehandelt und Jesus Christus als die Mensch gewordene zweite göttliche Person der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, der uns mit seinem Blut erlöst hat, anerkannt werden.
Der weltanschaulich neutrale Staat ist ungerecht gegenüber Gott und gegenüber den Völkern, weil er sie der Willkür erbsündiger Menschen überlässt.
Nr. 104: „Ich räume ein, dass der Irrtum in bestimmten Fällen toleriert werden kann, um größeres Unheil abzuwenden oder das übergeordnete Gut des bürgerlichen Friedens zu wahren. Doch ich bekräftige, dass er an sich kein moralisches Recht besitzt, in gleicher Weise wie die Wahrheit verteidigt oder gefördert zu werden, und erst recht nicht, im Namen einer falschen Gewissensfreiheit jeglicher Einschränkung entzogen zu sein.“
DIE MENSCHENWÜRDE
Nr. 105: Jeder Mensch besitzt eine seinsmäßige Würde, die zu achten ist.
Diese zum Menschsein gehörende Würde ist aber nicht unabhängig von der moralischen Würde, die durch die Wahl von Wahr und Falsch sowie Gut und Böse bestimmt wird.
Die rechtmäßige Autorität darf Menschen bestrafen, die schwerwiegend dem Gemeinwohl schaden.
LITURGIE
„119. Ich bekenne, dass die Messe ein Opfer im wahrsten Sinne des Wortes ist. Sie ist nicht nur ein Gedächtnis des Abendmahls oder der Passion. Wenn sie von einem ordnungsgemäß geweihten Priester zelebriert wird, stellt sie sakramental das einmalige Opfer von Golgatha dar und erneuert es auf unblutige Weise, ohne es dabei zu vervielfachen. Das Opfer ist dasselbe, der Hauptpriester ist derselbe, nur die Art der Darbringung unterscheidet sich.
125. Ich lehne daher jede liturgische Reform oder Praxis ab, die durch Unterlassung, lehrmäßige Zweideutigkeit oder praktische Ausrichtung der Häresie Vorschub leistet, den Glauben schwächt, von der auf dem Konzil von Trient formulierten katholischen Lehre über die Messe abweicht oder die Gläubigen von der Gott gebührenden Anbetung abbringt. Der öffentliche Gottesdienst der Kirche muss den katholischen Glauben unmissverständlich zum Ausdruck bringen.
126. Schließlich bin ich überzeugt, dass die katholische Erneuerung der Völker zwangsläufig über die Wiederherstellung des Gottesdienstes durch die traditionelle Liturgie aller Zeiten erfolgt. Dort, wo die Messe als das wahre Opfer Christi gefeiert wird, erleben der Glaube, die Frömmigkeit, das Leben in der Gnade, die christlichen Familien, die Berufungen und die Sehnsucht nach den ewigen Gütern eine Wiedergeburt.“
„DIE LETZTEN DINGE UND DIE CHRISTLICHE HOFFNUNG“
„137. Ich vertraue auf die unendliche Barmherzigkeit Gottes: Es gibt keine Sünde, die er nicht vergeben könnte, und kein Elend, das er nicht lindern wollte. Aber ich lehne diese Barmherzigkeit ohne Gerechtigkeit, die der neue Humanismus predigt, entschieden ab – die Barmherzigkeit eines Gottes, der die Sünde nicht bestraft, niemanden verurteilt und keine Bekehrung verlangt, sondern vielmehr die Sünde rechtfertigt statt den Sünder.“
Nr. 138: Es gibt eine ewige Hölle für in der Todsünde Gestorbene.
Nr. 139: Jene im Fegefeuer, die in der Gnade, aber teilweise noch ungeläutert starben, bedürfen der kirchlichen Fürbitte.
Nr. 140: Es ist ein Mangel an Nächstenliebe, den Gläubigen die Wahrheiten von Hölle und Fegefeuer zu verschweigen.
GEGENWÄRTIGE KIRCHENKRISE
Nr. 143/144: Die Kirche wird immer bestehen bleiben, aber ist auch Phasen der Erschütterung ausgesetzt.
Nr.145: „Ich stelle insbesondere fest, dass die modernen Irrlehren eine gewaltige Bedrohung für die gesamte katholische Ordnung darstellen und dass ihr Eindringen in das Leben der Kirche im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils und der nachkonziliaren Reformen eine Krise von außergewöhnlicher Schwere ausgelöst hat (…)
146. Die gegenwärtige Krise lässt sich daher nicht auf einen bloßen Konflikt der Empfindungen, liturgischen Vorlieben oder pastoralen Entscheidungen reduzieren. Sie berührt die Grundlagen des Glaubens und der Moral, des Priestertums und des Gottesdienstes, der Kirche und des Königtums Christi selbst.
148. Deshalb reicht es heute nicht mehr aus, die katholischen Wahrheiten nur allgemein zu bekräftigen, ohne gleichzeitig die Irrtümer anzuprangern, die versuchen, sie zu verfälschen. Die Nächstenliebe gegenüber den Seelen erfordert die Klarheit der ganzen Wahrheit, ohne jegliche Zweideutigkeit.
149. Diese Krise kann nur durch die Wiederherstellung aller Dinge in Jesus Christus überwunden werden, durch die Rückkehr zum Glauben, zum Leben in der Gnade, zum Gottesdienst und zum Streben nach Heiligkeit.
150. Unter diesen schmerzlichen Umständen kann ich – ohne über irgendjemanden zu urteilen oder mir die Autorität der Kirche anzumaßen – nicht umhin, den Glauben zu bekennen, dessen Bekenntnis geschwächt wird; an die Tradition zu erinnern, die verbannt wird; die Moral zu verteidigen, die Liturgie zu bewahren und die Rechte Christi zu verkünden.“