Labre

"WENN DER HIMMEL BLASS WIRD ..." Überlegungen zum Zölibat, Teil 4, v. Kaplan A. Betschart

Ehelosigkeit als Charisma
Diese Überlegungen machen deutlich, dass die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen ein Charisma, eine Gnadengabe ist. Die Kirche, wie Sie wissen, macht die Erteilung der Priesterweihe grundsätzlich vom Zölibat abhängig. Damit zeigt sie, dass sie nur solche als Amtsträger will, die diese besondere Gnadengabe des Heiligen Geistes empfangen haben und auch selber danach streben. Aber man darf nicht vergessen: Ein Charisma ist nicht etwas, das man einfach hat oder eben nicht hat; man kann und muss auch um Charismen beten. Und wenn ich um etwas beten möchte, muss ich das, worum ich beten will, auch selber wünschen, bejahen und wollen. Wenn die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen und auch ihre Verbindung mit dem Amt von vielen kaum mehr als Wert erkannt wird, dann wird wohl auch nicht mehr darum gebetet und dann kann diese Gnadengabe auch nicht mehr wachsen und gedeihen.
Ferner gilt es zu beachten: Eine Gnadengabe hat man nicht einfach unverlierbar in festem …Mehr

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alfredus

Ein guter informativer und belehrender Beitrag über den Zölibat ! Was nutzt er, wenn er nicht von denen gelesen wird, die den Zölibat abschaffen wollen ? Der Trend und der Zeitgeist haben nicht nur allen den Verstand verdreht, sondern der Wert des Zölibat, um des Himmelreiches Willen, wird nicht mehr erfasst. So kommt es, dass viele Kleriker den Zölibat ablehnen und praktisch nicht halten. Früher hätte so mancher Christ die Hand für die Priester wegen dem Zölibat ins Feuer gelegt, heute würde man sich in vielen Fällen die Hand verbrennen. 👍 😲 🤨

Seidenspinner

Diese Ausführungen sind angesichts der bevorstehenden Amazonas-Synoden-Katastrophe ungemein bedeutsam.

HerzMariae

Dieses Bewussstsein, dass der Klerikerzölibat apostolische Tradition ist, setzt sich fort bei den Päpsten Siricius (384-399), Innozenz I. (401-417), Leo d. Große (440-461), Gregor d. Große (590-604) oder Kirchenväter wie Hieronymus, Augustinus u. a.