de.news

FSSPX bittet Leo XIV. um "Bewahrung der derzeitigen Ausnahmesituation"

Im vergangenen Sommer schrieb Pater Davide Pagliarani, der Obere der Priesterbruderschaft St. Pius X., an den Heiligen Vater und bat um eine Audienz, wie er am 5. Februar auf Fsspx.news mitteilte.
Nachdem er keine Antwort erhalten hatte, schrieb er ein paar Monate später einen weiteren Brief: "Ich erwähnte unsere lehrmäßigen Meinungsverschiedenheiten, aber auch unseren aufrichtigen Wunsch, der katholischen Kirche unermüdlich zu dienen, denn wir sind Diener der Kirche trotz unseres kanonisch nicht anerkannten Status."
Im Januar erhielt er eine Antwort von Kardinal Tucho Fernández: "Leider berücksichtigt er unseren Vorschlag in keiner Weise und bietet auch nichts an, was auf unsere Bitten eingeht", kommentiert Pagliarani und verrät, was sein Vorschlag beinhaltet hatte. Er hatte den Heiligen Stuhl gebeten, "vorübergehend in unserer Ausnahmesituation bleiben zu dürfen".
"Mir scheint, dass ein solcher Vorschlag sowohl realistisch als auch vernünftig ist und vom Heiligen Vater gebilligt …Mehr

512,2K
Alfredus .

Die Exkommunikation von Erzbischof Lefebvre ist total ungültig, so wie auch die Weihe an das unbefleckte Herz Mariens in Fatima ... ! Warum ? Weil die das getan haben, haben nicht wie das Konzil auch, nicht den Hl. Geist auf ihrer Seite ! Der Hl. Geist vereint, heiligt und gibt das Leben und das alles hat die Piusbruderschaft . Wer den Weg des Konzls sieht, kann erkennen, dass die Kirche uneins, zerstreut und dabei immer neue unfruchtbare Blüten treibt und somit belanglos wird und ist . Oft meint man die Stimme von Kardinal Lehmann zu hören : ... Luther hat Recht gehabt ... ? Deshalb wird auch Papst Leo XIV. an dieser verfahrenen und Unrecht-Situation nichts ändern ... !

BRIEF SEINER HEILIGKEIT PAPST BENEDIKT XVI.
AN DIE BISCHÖFE DER KATHOLISCHEN KIRCHE
IN SACHEN AUFHEBUNG DER EXKOMMUNIKATION
DER VIER VON ERZBISCHOF LEFEBVRE GEWEIHTEN BISCHÖFE

Liebe Mitbrüder im bischöflichen Dienst!
Die Aufhebung der Exkommunikation für die vier von Erzbischof Lefebvre im Jahr 1988 ohne Mandat des Heiligen Stuhls geweihten Bischöfe hat innerhalb und außerhalb der katholischen Kirche aus vielfältigen Gründen zu einer Auseinandersetzung von einer Heftigkeit geführt, wie wir sie seit langem nicht mehr erlebt haben. Viele Bischöfe fühlten sich ratlos vor einem Ereignis, das unerwartet gekommen und kaum positiv in die Fragen und Aufgaben der Kirche von heute einzuordnen war. Auch wenn viele Hirten und Gläubige den Versöhnungswillen des Papstes grundsätzlich positiv zu werten bereit waren, so stand dagegen doch die Frage nach der Angemessenheit einer solchen Gebärde angesichts der wirklichen Dringlichkeiten gläubigen Lebens in unserer Zeit. Verschiedene Gruppierungen hingegen beschuldigten den Papst ganz offen, hinter das Konzil zurückgehen zu wollen: eine Lawine von Protesten setzte sich in Bewegung, deren Bitterkeit Verletzungen sichtbar machte, die über den Augenblick hinausreichen. So fühle ich mich gedrängt, an Euch, liebe Mitbrüder, ein klärendes Wort zu richten, das helfen soll, die Absichten zu verstehen, die mich und die zuständigen Organe des Heiligen Stuhls bei diesem Schritt geleitet haben. Ich hoffe, auf diese Weise zum Frieden in der Kirche beizutragen.
Eine für mich nicht vorhersehbare Panne bestand darin, daß die Aufhebung der Exkommunikation überlagert wurde von dem Fall Williamson. Der leise Gestus der Barmherzigkeit gegenüber vier gültig, aber nicht rechtmäßig geweihten Bischöfen erschien plötzlich als etwas ganz anderes: als Absage an die christlich-jüdische Versöhnung, als Rücknahme dessen, was das Konzil in dieser Sache zum Weg der Kirche erklärt hat. Aus einer Einladung zur Versöhnung mit einer sich abspaltenden kirchlichen Gruppe war auf diese Weise das Umgekehrte geworden: ein scheinbarer Rückweg hinter alle Schritte der Versöhnung von Christen und Juden, die seit dem Konzil gegangen wurden und die mitzugehen und weiterzubringen von Anfang an ein Ziel meiner persönlichen theologischen Arbeit gewesen war. Daß diese Überlagerung zweier gegensätzlicher Vorgänge eingetreten ist und den Frieden zwischen Christen und Juden wie auch den Frieden in der Kirche für einen Augenblick gestört hat, kann ich nur zutiefst bedauern. Ich höre, daß aufmerksames Verfolgen der im Internet zugänglichen Nachrichten es ermöglicht hätte, rechtzeitig von dem Problem Kenntnis zu erhalten. Ich lerne daraus, daß wir beim Heiligen Stuhl auf diese Nachrichtenquelle in Zukunft aufmerksamer achten müssen. Betrübt hat mich, daß auch Katholiken, die es eigentlich besser wissen konnten, mit sprungbereiter Feindseligkeit auf mich einschlagen zu müssen glaubten. Um so mehr danke ich den jüdischen Freunden, die geholfen haben, das Mißverständnis schnell aus der Welt zu schaffen und die Atmosphäre der Freundschaft und des Vertrauens wiederherzustellen, die – wie zur Zeit von Papst Johannes Paul II. – auch während der ganzen Zeit meines Pontifikats bestanden hatte und gottlob weiter besteht.
Eine weitere Panne, die ich ehrlich bedaure, besteht darin, daß Grenze und Reichweite der Maßnahme vom 21.1.2009 bei der Veröffentlichung des Vorgangs nicht klar genug dargestellt worden sind. Die Exkommunikation trifft Personen, nicht Institutionen. Bischofsweihe ohne päpstlichen Auftrag bedeutet die Gefahr eines Schismas, weil sie die Einheit des Bischofskollegiums mit dem Papst in Frage stellt. Die Kirche muß deshalb mit der härtesten Strafe, der Exkommunikation, reagieren, und zwar, um die so Bestraften zur Reue und in die Einheit zurückzurufen. 20 Jahre nach den Weihen ist dieses Ziel leider noch immer nicht erreicht worden. Die Rücknahme der Exkommunikation dient dem gleichen Ziel wie die Strafe selbst: noch einmal die vier Bischöfe zur Rückkehr einzuladen. Diese Geste war möglich, nachdem die Betroffenen ihre grundsätzliche Anerkennung des Papstes und seiner Hirtengewalt ausgesprochen hatten, wenn auch mit Vorbehalten, was den Gehorsam gegen seine Lehrautorität und gegen die des Konzils betrifft. Damit komme ich zur Unterscheidung von Person und Institution zurück. Die Lösung der Exkommunikation war eine Maßnahme im Bereich der kirchlichen Disziplin: Die Personen wurden von der Gewissenslast der schwersten Kirchenstrafe befreit. Von dieser disziplinären Ebene ist der doktrinelle Bereich zu unterscheiden. Daß die Bruderschaft Pius’ X. keine kanonische Stellung in der Kirche hat, beruht nicht eigentlich auf disziplinären, sondern auf doktrinellen Gründen. Solange die Bruderschaft keine kanonische Stellung in der Kirche hat, solange üben auch ihre Amtsträger keine rechtmäßigen Ämter in der Kirche aus. Es ist also zu unterscheiden zwischen der die Personen als Personen betreffenden disziplinären Ebene und der doktrinellen Ebene, bei der Amt und Institution in Frage stehen. Um es noch einmal zu sagen: Solange die doktrinellen Fragen nicht geklärt sind, hat die Bruderschaft keinen kanonischen Status in der Kirche und solange üben ihre Amtsträger, auch wenn sie von der Kirchenstrafe frei sind, keine Ämter rechtmäßig in der Kirche aus.
Angesichts dieser Situation beabsichtige ich, die Päpstliche Kommission "Ecclesia Dei", die seit 1988 für diejenigen Gemeinschaften und Personen zuständig ist, die von der Bruderschaft Pius’ X. oder ähnlichen Gruppierungen kommend in die volle Gemeinschaft mit dem Papst zurückkehren wollen, in Zukunft mit der Glaubenskongregation zu verbinden. Damit soll deutlich werden, daß die jetzt zu behandelnden Probleme wesentlich doktrineller Natur sind, vor allem die Annahme des II. Vatikanischen Konzils und des nachkonziliaren Lehramts der Päpste betreffen. Die kollegialen Organe, mit denen die Kongregation die anfallenden Fragen bearbeitet (besonders die regelmäßige Kardinalsversammlung an den Mittwochen und die ein- bis zweijährige Vollversammlung), garantieren die Einbeziehung der Präfekten verschiedener römischer Kongregationen und des weltweiten Episkopats in die zu fällenden Entscheidungen. Man kann die Lehrautorität der Kirche nicht im Jahr 1962 einfrieren – das muß der Bruderschaft ganz klar sein. Aber manchen von denen, die sich als große Verteidiger des Konzils hervortun, muß auch in Erinnerung gerufen werden, daß das II. Vaticanum die ganze Lehrgeschichte der Kirche in sich trägt. Wer ihm gehorsam sein will, muß den Glauben der Jahrhunderte annehmen und darf nicht die Wurzeln abschneiden, von denen der Baum lebt.
Ich hoffe, liebe Mitbrüder, daß damit die positive Bedeutung wie auch die Grenze der Maßnahme vom 21.1.2009 geklärt ist. Aber nun bleibt die Frage: War das notwendig? War das wirklich eine Priorität? Gibt es nicht sehr viel Wichtigeres? Natürlich gibt es Wichtigeres und Vordringlicheres. Ich denke, daß ich die Prioritäten des Pontifikats in meinen Reden zu dessen Anfang deutlich gemacht habe. Das damals Gesagte bleibt unverändert meine Leitlinie. Die erste Priorität für den Petrusnachfolger hat der Herr im Abendmahlssaal unmißverständlich fixiert: „Du aber stärke deine Brüder" (Lk 22, 32). Petrus selber hat in seinem ersten Brief diese Priorität neu formuliert: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die in euch ist" (1 Petr 3, 15). In unserer Zeit, in der der Glaube in weiten Teilen der Welt zu verlöschen droht wie eine Flamme, die keine Nahrung mehr findet, ist die allererste Priorität, Gott gegenwärtig zu machen in dieser Welt und den Menschen den Zugang zu Gott zu öffnen. Nicht zu irgendeinem Gott, sondern zu dem Gott, der am Sinai gesprochen hat; zu dem Gott, dessen Gesicht wir in der Liebe bis zum Ende (Joh 13, 1) - im gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus erkennen. Das eigentliche Problem unserer Geschichtsstunde ist es, daß Gott aus dem Horizont der Menschen verschwindet und daß mit dem Erlöschen des von Gott kommenden Lichts Orientierungslosigkeit in die Menschheit hereinbricht, deren zerstörerische Wirkungen wir immer mehr zu sehen bekommen.
Die Menschen zu Gott, dem in der Bibel sprechenden Gott zu führen, ist die oberste und grundlegende Priorität der Kirche und des Petrusnachfolgers in dieser Zeit. Aus ihr ergibt sich dann von selbst, daß es uns um die Einheit der Glaubenden gehen muß. Denn ihr Streit, ihr innerer Widerspruch, stellt die Rede von Gott in Frage. Daher ist das Mühen um das gemeinsame Glaubenszeugnis der Christen – um die Ökumene – in der obersten Priorität mit eingeschlossen. Dazu kommt die Notwendigkeit, daß alle, die an Gott glauben, miteinander den Frieden suchen, versuchen einander näher zu werden, um so in der Unterschiedenheit ihres Gottesbildes doch gemeinsam auf die Quelle des Lichts zuzugehen – der interreligiöse Dialog. Wer Gott als Liebe bis ans Ende verkündigt, muß das Zeugnis der Liebe geben: den Leidenden in Liebe zugewandt sein, Haß und Feindschaft abwehren - die soziale Dimension des christlichen Glaubens, von der ich in der Enzyklika Deus caritas est gesprochen habe.
Wenn also das Ringen um den Glauben, um die Hoffnung und um die Liebe in der Welt die wahre Priorität für die Kirche in dieser Stunde (und in unterschiedlichen Formen immer) darstellt, so gehören doch auch die kleinen und mittleren Versöhnungen mit dazu. Daß die leise Gebärde einer hingehaltenen Hand zu einem großen Lärm und gerade so zum Gegenteil von Versöhnung geworden ist, müssen wir zur Kenntnis nehmen. Aber nun frage ich doch: War und ist es wirklich verkehrt, auch hier dem Bruder entgegenzugehen, „der etwas gegen dich hat" und Versöhnung zu versuchen (vgl. Mt 5, 23f)? Muß nicht auch die zivile Gesellschaft versuchen, Radikalisierungen zuvorzukommen, ihre möglichen Träger - wenn irgend möglich - zurückzubinden in die großen gestaltenden Kräfte des gesellschaftlichen Lebens, um Abkapselung und all ihre Folgen zu vermeiden? Kann es ganz falsch sein, sich um die Lösung von Verkrampfungen und Verengungen zu bemühen und dem Raum zu geben, was sich an Positivem findet und sich ins Ganze einfügen läßt? Ich habe selbst in den Jahren nach 1988 erlebt, wie sich durch die Heimkehr von vorher von Rom sich abtrennenden Gemeinschaften dort das innere Klima verändert hat; wie die Heimkehr in die große, weite und gemeinsame Kirche Einseitigkeiten überwand und Verkrampfungen löste, so daß nun daraus positive Kräfte für das Ganze wurden. Kann uns eine Gemeinschaft ganz gleichgültig sein, in der es 491 Priester, 215 Seminaristen, 6 Seminare, 88 Schulen, 2 Universitäts-Institute, 117 Brüder und 164 Schwestern gibt? Sollen wir sie wirklich beruhigt von der Kirche wegtreiben lassen? Ich denke zum Beispiel an die 491 Priester. Das Geflecht ihrer Motivationen können wir nicht kennen. Aber ich denke, daß sie sich nicht für das Priestertum entschieden hätten, wenn nicht neben manchem Schiefen oder Kranken die Liebe zu Christus da gewesen wäre und der Wille, ihn und mit ihm den lebendigen Gott zu verkünden. Sollen wir sie einfach als Vertreter einer radikalen Randgruppe aus der Suche nach Versöhnung und Einheit ausschalten? Was wird dann werden?
Gewiß, wir haben seit langem und wieder beim gegebenen Anlaß viele Mißtöne von Vertretern dieser Gemeinschaft gehört – Hochmut und Besserwisserei, Fixierung in Einseitigkeiten hinein usw. Dabei muß ich der Wahrheit wegen anfügen, daß ich auch eine Reihe bewegender Zeugnisse der Dankbarkeit empfangen habe, in denen eine Öffnung der Herzen spürbar wurde. Aber sollte die Großkirche nicht auch großmütig sein können im Wissen um den langen Atem, den sie hat; im Wissen um die Verheißung, die ihr gegeben ist? Sollten wir nicht wie rechte Erzieher manches Ungute auch überhören können und ruhig aus der Enge herauszuführen uns mühen? Und müssen wir nicht zugeben, daß auch aus kirchlichen Kreisen Mißtönendes gekommen ist? Manchmal hat man den Eindruck, daß unsere Gesellschaft wenigstens eine Gruppe benötigt, der gegenüber es keine Toleranz zu geben braucht; auf die man ruhig mit Haß losgehen darf. Und wer sie anzurühren wagte – in diesem Fall der Papst -, ging auch selber des Rechts auf Toleranz verlustig und durfte ohne Scheu und Zurückhaltung ebenfalls mit Haß bedacht werden.
Liebe Mitbrüder, in den Tagen, in denen mir in den Sinn kam, diesen Brief zu schreiben, ergab es sich zufällig, daß ich im Priesterseminar zu Rom die Stelle aus Gal 5, 13 – 15 auslegen und kommentieren mußte. Ich war überrascht, wie direkt sie von der Gegenwart dieser Stunde redet: „Nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe! Das ganze Gesetz wird in dem einen Wort zusammengefaßt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! Wenn ihr einander beißt und zerreißt, dann gebt acht, daß ihr euch nicht gegenseitig umbringt." Ich war immer geneigt, diesen Satz als eine der rhetorischen Übertreibungen anzusehen, die es gelegentlich beim heiligen Paulus gibt. In gewisser Hinsicht mag er dies auch sein. Aber leider gibt es das „Beißen und Zerreißen" auch heute in der Kirche als Ausdruck einer schlecht verstandenen Freiheit. Ist es verwunderlich, daß wir auch nicht besser sind als die Galater? Daß uns mindestens die gleichen Versuchungen bedrohen? Daß wir den rechten Gebrauch der Freiheit immer neu lernen müssen? Und daß wir immer neu die oberste Priorität lernen müssen: die Liebe? An dem Tag, an dem ich darüber im Priesterseminar zu reden hatte, wurde in Rom das Fest der Madonna della Fiducia – unserer Lieben Frau vom Vertrauen – begangen. In der Tat – Maria lehrt uns das Vertrauen. Sie führt uns zum Sohn, dem wir alle vertrauen dürfen. Er wird uns leiten – auch in turbulenten Zeiten. So möchte ich am Schluß all den vielen Bischöfen von Herzen danken, die mir in dieser Zeit bewegende Zeichen des Vertrauens und der Zuneigung, vor allem aber ihr Gebet geschenkt haben. Dieser Dank gilt auch allen Gläubigen, die mir in dieser Zeit ihre unveränderte Treue zum Nachfolger des heiligen Petrus bezeugt haben. Der Herr behüte uns alle und führe uns auf den Weg des Friedens. Das ist ein Wunsch, der spontan aus meinem Herzen aufsteigt, gerade jetzt zu Beginn der Fastenzeit, einer liturgischen Zeit, die der inneren Läuterung besonders förderlich ist und die uns alle einlädt, mit neuer Hoffnung auf das leuchtende Ziel des Osterfestes zu schauen.
Mit einem besonderen Apostolischen Segen verbleibe ich
im Herrn Euer
BENEDICTUS PP. XVI
Aus dem Vatikan, am 10. März 2009
© Copyright 2009 - Libreria Editrice Vaticana
Copyright © Dikasterium für Kommunikation
Der Heilige Stuhl

Die Heuchelei jener, die in der angekündigten Bischofsweihe von Priestern der FSSPX ohne Mandat des Papstes einen Akt des Schismas erkennen wollen, ist - abgesehen von den bestehenden kanonischen Notstandsbestimmungen - in Ansehung dessen, dass Papst Franziskus ein Geheimabkommen mit dem Kommunistischen Staat China abgeschlossen hat, mit dem der Vatikan alle vorgenommenen und vorzunehmenden Bischofsernennungen und Bischofsweihen durch das kommunistische Regime bestätigt, unerträglich und erweist sowohl eine ungerechte Ungleichbehandlung und die Zerstörungswut von Glauben und Tradition der katholischen Kirche - einfach unfassbar. Dazu auch der nachstehende Beitrag.
"China und die Kirche: Zwei Jahrhunderte der Beziehungen

Es ist das Ende eines langen Prozesses, gleichzeitig aber auch der Anfang einer neuen Phase: Das vorläufige Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China ist Teil einer langen Geschichte. Ein Gastbeitrag.
China und Heiliger Stuhl: Provisorisches Abkommen über Bischofsernennungen
22/09/2018
Abkommen mit China: „Wir brauchen nun Einheit und Vertrauen“

P Federico Lombardi - Rom
Nach dem ersten Opiumkrieg (1839-1842) wurde im Zusammenhang mit der Schwäche des chinesischen Reiches und der Bekräftigung der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Hegemonie der Westmächte in China mit den sogenannten „Ungleichen Verträgen“ das französische Protektorat über die Missionen der katholischen Kirche gegründet, das sowohl ausländische als auch einheimische Katholiken betraf. Die Verbindung mit Frankreich (für Katholiken und ähnlich mit anderen Nationen für andere christliche Konfessionen) stärkte in einem Großteil der chinesischen Gesellschaft die Idee des Christentums als ausländische Religion und leistete folglich fremdenfeindlichen Hass auf Christen Vorschub.
Eine ausländische Religion?
Der Heilige Stuhl seinerseits war sich der Notwendigkeit bewusst, einen einheimischen Klerus auszubilden, und ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann man, über das Thema der Beziehungen zu China zu diskutieren. Während des Pontifikats von Papst Leo XIII. wurde auf chinesische Initiative hin im Jahre 1886 versucht, „freundschaftliche Beziehungen" aufzubauen. Aber der Papst verzichtete auf die Entsendung eines Nuntius, auch wegen des Widerstands der französischen Regierung und der Angst vor negativen Reaktionen der französischen Katholiken.
Es wurde jedoch immer deutlicher, dass das französische Protektorat die Kirche prägte. Die fremdenfeindliche Reaktion der Boxer-Revolution 1900-1901, bei der etwa dreißigtausend Katholiken getötet wurden, zeigte einerseits die Schutzbedürftigkeit angesichts der Unzuverlässigkeit der damaligen chinesischen Regierung, bestätigte aber andererseits, dass die westlichen Protektorate das Christentum vielen Chinesen verhasst machten.
Im Jahr 1912 endete schließlich das Reich und die Republik China entstand.
Änderung in der Einstellung zu Mission
Das Pontifikat von Benedikt XV. zeigte damals große Weitsicht in Bezug auf das Thema der Missionen und ein klares Bewusstsein für die Notwendigkeit, die Prägungen der Kirche in der Kolonialzeit zu überwinden. In dieser Hinsicht stellte China einen entscheidenden Ort dar: Das Christentum sollte nicht mehr als ausländische Religion wahrgenommen werden. Das apostolische Schreiben Maximum illud vom 30. November 1919, das als Magna-Charta des neuen Verlaufs der Missionen gilt, wurde vor allem auf der Grundlage der chinesischen Erfahrung ausgearbeitet.
Beijing nahm seine Initiative für diplomatische Beziehungen zum Heiligen Stuhl wieder auf. Rom reagierte positiv und wollte sein Recht bekräftigen, diese auch bei den nichtchristlichen Nationen einzuführen. Doch Frankreich stellte sich quer und übte diesmal auf Beijing Druck aus (nicht mehr auf den Heiligen Stuhl, mit dem es in dieser Zeit die diplomatischen Beziehungen unterbrochen hatte, die 1921 wieder aufgenommen werden), so dass die Initiative verschoben werden musste.
Erste Abgesandte
Papst Pius XI. führte mit großer Entschlossenheit die Linie seines Vorgängers fort. 1922 entsandte er Monsignore Celso Costantini als ersten apostolischen Delegierten nach China. Er befreite sich von allem europäischen Schutz, richtete 1924 den Rat von Shanghai (eine Art erstes chinesisches Konzil, Anm.) aus und bereitete die ersten Weihen von sechs chinesischen Bischöfen vor, die Pius XI. am 28. Oktober 1926 persönlich in Rom durchführte, um seinen Wunsch nach einer Ortskirche in China deutlich zu machen. Costantini unternahm auch mehrere Versuche, diplomatische Beziehungen aufzubauen, aber diese blieben erfolglos, und 1933 kehrte er nach Rom zurück, wo er Sekretär der Propaganda Fide wurde. Diese Zeit brachte einen großen Fortschritt bei der Inkulturation und führte 1939 zur endgültigen und offiziellen Beendigung der Kontroverse über die chinesischen Riten, die in früheren Jahrhunderten die Angelegenheiten der katholischen Kirche im Land so stark belastet hatte.
Die politische Situation in China durchlief in dieser Zeit starke Turbulenzen (japanische Invasion, Aufstieg der Kommunistischen Partei, interner Konflikt) und schließlich brach der Zweite Weltkrieg aus. Aber auch das Pontifikat von Pius XII. blieb der Linie seiner Vorgänger treu, was die Kirche in China und die diplomatischen Beziehungen zur Republik China betraf. 1942 erfolgte die endgültige Abschaffung der „Ungleichen Verträge“ und damit des französischen Protektorats. Im selben Jahr wurden diplomatische Beziehungen zwischen China und dem Heiligen Stuhl angekündigt. Nach dem Ende des Weltkriegs, Anfang 1946, bekam die Kirche ihren ersten chinesischen Kardinal, den Ordensmann Thomas Tien Ken-sin. Ebenfalls 1946 wurde die bischöfliche Hierarchie in China gegründet, entsprechend der Struktur, die noch im Päpstlichen Jahrbuch angegeben ist, und 20 Erzdiözesen, 85 Diözesen und 34 apostolische Präfekturen umfasste.
Festland oder Taiwan?
1946 wurde Monsignore Antonio Riberi als Vertreter des Heiligen Stuhls bei der nationalistischen Regierung von Chiang Kai-shek in Nanjing akkreditiert. Als das neue Regime 1949 die Macht übernahm, zog der päpstliche Vertreter nicht mit der früheren Regierung nach Taiwan, sondern blieb auf dem Kontinent und lud ausländische Missionare zum Bleiben ein.
Mao Zedong übernahm die Macht und die Volksrepublik China wurde gegründet. Am 1. Juli 1949 verurteilte das Heilige Uffizium (Vorläufer der Glaubenskongregation) den Kommunismus: Gemeint war vor allem die Situation in Europa, aber die Verurteilung war von allgemeinem Wert und stellte damit die Position der Kirche in Bezug auf die Ideologie des neuen Regimes dar. In den ersten Jahren der neuen Republik entwickelt sich die Situation des Landes sehr komplex: Koreakrieg, Bodenreform, Fünfjahresplan.
Was das religiöse Thema betrifft, so wurde 1950 die Bewegung für die Reform der drei Autonomien (also Selbstverwaltung, finanzielle Selbstversorgung, Selbstverbreitung) ins Leben gerufen, mit einiger Zustimmung unter Protestanten, aber nicht unter Katholiken. Im Januar 1951 wurde das Büro für religiöse Angelegenheiten eingerichtet. Nach einer heftigen Pressekampagne wurde Riberi am 5. September 1951 gezwungen, das Land zu verlassen. Auch ausländische katholische Missionare wurden zwischen 1951 und 1954 fast vollständig vertrieben.
Kommunismus
Pius XII. antwortete mit seinem apostolischen Schreiben Cupimus imprimis (1952) auf die Bewegung der drei Autonomien. Diese scheiterte in der Tat in Bezug auf die katholische Kirche, und eine neue antiimperialistische Bewegung der Liebe zum Land und zur Religion wurde ins Leben gerufen. Mit der Enzyklika Ad Sinarum gentem (1954) verurteilte Pius XII. die „patriotische Bewegung“ in jeglicher Form; sie stellte im Vergleich zum vorherigen Dokument eine explizitere und artikulierte Ablehnung dar.
1955 wurden der Bischof von Shanghai, Ignatius Gong Pinmei, und viele andere verhaftet. Gleichzeitig stimmten andere Katholiken zu, sich einzugliedern und am politischen Leben teilzunehmen. In den Jahren 1956-1957 startete Mao Zedong die Hundert-Blumen-Bewegung, um das Verhältnis zwischen Macht und Massen zu verbessern. Dies brachte auch die Freilassung inhaftierter Katholiken und eine kurzfristige Verbesserung des Klimas für religiöse Bewegungen mit sich. In diesem Zusammenhang wurde 1957 die Patriotische Vereinigung der chinesischen Katholiken gegründet und die ersten bischöflichen Weihen ohne päpstliches Mandat durchgeführt. Damit beginnt der so genannte „offizielle Katholizismus". Bis Oktober 1958 wurden mehr als 20 Bischöfe auf diese Weise geweiht. Mit der Enzyklika Ad apostolorum principis (1958) erkannte Pius XII. den Patriotismus der chinesischen Katholiken zwar an, lehnte aber die Patriotische Vereinigung ab. Was die Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat betraf, so wurde deutlich gemacht, dass sie unrechtmäßig, aber gültig seien.
Kein Schisma
Johannes XXIII. sprach in den ersten Tagen seines Pontifikats unter Bezugnahme auf die chinesische Situation von „Schisma", aber seine Haltung änderte sich bald. Zwischen Ende 1958 und Anfang 1960 führte eine vertiefte Reflexion zu der Überzeugung, dass man nicht von einem „Schisma" sprechen sollte, da es seitens der chinesischen Geistlichkeit keinen schismatischen Willen gab.
Der chinesische Kontext 1959-1960 war wieder von Komplexität geprägt: Der „Große Sprung nach vorn“, der 1958 von Mao eingeleitet wurde, scheiterte – Mao gab in der Folge die Präsidentschaft ab; es gab den Aufstand in Tibet; ein Bruch zwischen China und der Sowjetunion entstand und die anti-amerikanische politische Linie wurde verstärkt. 1960 fand ein öffentlicher Prozess gegen die Bischöfe Gong Pinmei (zu lebenslanger Haft verurteilt) und James Edward Walsh (ein amerikanischer Missionar, der als einziger ausländischer Bischof in China verblieben war) statt. Im Januar 1962 bestand die Patriotische Vereinigung auf ihrem zweiten Kongress in sehr harten Tönen auf einer von Rom völlig unabhängigen Kirche. Johannes XXIII. dachte darüber nach, die chinesischen Bischöfe der Volksrepublik zum Konzil einzuladen, aber er verzichtete darauf. An der Arbeit des Zweiten Vatikanischen Konzils haben stattdessen 60 vom chinesischen Festland vertriebene Bischöfe teilgenommen, von denen 49 Ausländer waren.
Kirche Chinas und Konzil
Das Pontifikat von Paul VI. fällt zu einem großen Teil mit den dramatischen Jahren der Kulturrevolution und mit der Zeit zusammen, in der die westlichen Länder und die Organisation der Vereinten Nationen die Volksrepublik China und nicht mehr Taiwan (Republik China) anerkannten; der Heiligen Stuhl blieb aber weiterhin bei seiner Anerkennung Taiwans. 1970, während seiner großen Reise nach Asien und Ozeanien, besuchte Paul VI. Hongkong, der erste und einzige Papst, der das chinesische Festland erreichte.
1966 startete Mao Zedong die Kulturrevolution. Diese bedingte das Verbot aller religiösen Aktivitäten, die Schließung aller Gotteshäuser und das Verbot der Religionsausübung. Auch die Mitglieder der Patriotischen Vereinigungen sollten schwer betroffen sein. Am 9. September 1976 starb Mao. Infolge kam es zur Verhaftung und dem Prozess gegen die so genannte „Bande der Vier“ und die Kulturrevolution endete.
Reformen
Der Beginn des Pontifikats von Johannes Paul II. im Jahr 1978 fiel praktisch mit dem Aufstieg und den Reformen von Deng Xiaoping zusammen. Im Jahr 1979 gab es erste Anzeichen einer Öffnung im religiösen Bereich. Im Jahr 1980 wurden in verschiedenen Städten einige Kirchen wiedereröffnet. Das Büro für religiöse Angelegenheiten wurde wieder eingerichtet, ebenso wie die fünf patriotischen religiösen Vereinigungen, die ihre nationalen Kongresse abhielten. Der dritte dieser Kongresse war derjenige der Patriotischen Katholischen Vereinigung, gefolgt von einer Konferenz ihrer Vertreter. Auf dieser wurde ein Kollegium chinesischer Bischöfe bestimmt, das von Rom nie anerkannt wurde. In den frühen achtziger Jahren wurden internierte Bischöfe und Priester befreit.
Am 18. Februar 1981 richtete Johannes Paul II. aus Manila einen Gruß an alle Katholiken in China. Aber im Juni wurden im Zusammenhang mit der Anerkennung Deng Yimings als Erzbischof von Kanton Vorwürfe der Einmischung gegen den Vatikan laut. Der Bischof von Baoding weihte drei Bischöfe, ohne den Heiligen Stuhl einzubeziehen. Kardinal Angelo Rossi, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, ermächtigte am 12. Dezember 1981 die chinesischen Bischöfe, die „legitim und treu zum Heiligen Stuhl“ stünden, andere Bischöfe zu weihen, wenn nötig auch ohne vorherige Zustimmung Roms. Dieses Privileg (das bereits in der Vergangenheit europäischen Ländern unter dem kommunistischen Regime gewährt wurde) führte jedoch zu Missbrauch und die Gegensätze zwischen „illegal“ und „offiziell" oder „patriotisch" verschärften sich weiter.
Komplexe Kontakte
1982, auf dem zwölften Kongress der Kommunistischen Partei, wurde das Dokument Nr. 19 über die Kontrolle der fünf offiziell anerkannten Religionen (Buddhismus, Taoismus, Islam, Protestantismus, Katholizismus) verabschiedet. Artikel 36 der neuen Verfassung besagte, dass „keine religiöse Realität in China vom Ausland aus kontrolliert werden darf". Im selben Jahr wurden jedoch verschiedene Aktivitäten der Kirche wiederaufgenommen. Der Jesuit Aloysius Jin Luxian konnte das Seminar in Sheshan wieder eröffnen, nachdem die Kirche drei Jahrzehnte lang keine Ausbildungsmöglichkeiten hatte. So wurden am Ende des Jahrzehnts etwa zweihundert neue Priester geweiht. Verschiedene beschlagnahmte Besitztümer wurden zurückgegeben und Klöster, Wohltätigkeits- und Bildungsaktivitäten nach und nach eröffnet.
Auch die Kontakte zur Kirche in China durch Bischofskonferenzen und katholische Institutionen in anderen Ländern verstärkten sich. Da es aber Unklarheiten und Spannungen in den Beziehungen zur Patriotischen Vereinigung und ihren Mitgliedern gab, verschickte 1988 Kardinal Tomko, der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Richtlinien (die Acht Punkte) über die Beziehungen mit der „Untergrundkirche" und der „patriotischen Kirche“, die sehr heftig diskutiert werden, an alle westlichen Bischofskonferenzen.
Immer noch Misstrauen
Seit 1989, mit den Ereignissen auf dem Platz des Himmlischen Friedens und der Krise des Kommunismus in Europa, wuchs das chinesische Misstrauen gegenüber Johannes Paul II., der inzwischen Gong Pinmei zum Kardinal ernannt hatte. Dieser hatte sich seit 1988 aus gesundheitlichen Motiven in den Vereinigten Staaten aufgehalten. Auch in den 90er Jahren setzte sich die herkömmliche Regierungslinie einer Religionspolitik der Kontrolle fort.
Nach dem Ende der Kulturrevolution baten jedoch viele „patriotische“ Bischöfe auf vertraulichem Wege Rom um Anerkennung und erhielten diese auch. Die Auffassung einer möglichen „schismatischen“ Kirche wurde damit endgültig begraben. Im Januar 2007 sollte das Abschlusskommuniqué einer Versammlung der Chinakommission im Vatikan wörtlich sagen, dass „fast alle Bischöfe und Priester in Gemeinschaft mit Rom sind“. Dies verdeutlichte eine äußerst wichtige Veränderung der Situation, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hatte. In der Kirche in China waren die von der Regierung anerkannten und zugleich in Gemeinschaft mit Rom stehenden Persönlichkeiten wie der Bischof von Shanghai, Aloysius Jin Luxian, hervorzuheben.
Neue Schwierigkeiten
Im Jahr 2000 traten neue Schwierigkeiten in den Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und dem Heiligen Stuhl auf, vor allem in Hinblick auf die Weihe neuer illegitimer Bischöfe in China und die Heiligsprechung von 120 chinesischen Märtyrern der Boxer-Revolution ausgerechnet am 1. Oktober, dem nationalen Fest der Volksrepublik, in Rom. Johannes Paul II. war sehr engagiert dabei, diese Schwierigkeiten zu überwinden, insbesondere mit einer Botschaft anlässlich einer Konferenz über Matteo Ricci (24. Oktober 2001), die große Resonanz erfuhr. Der Papst wandte sich an China, die Chinesen und ihre Behörden mit der ausgestreckten Hand der Freundschaft und Wertschätzung und der Anerkennung auch der „Irrtümer und Grenzen der Vergangenheit", die in sehr starken Worten ausgedrückt wurden: „Für all das bitte ich um Vergebung und Verständnis von all denen, die sich durch diese Art Handlungen der Christen in irgendeiner Weise verletzt fühlten“, und in der ausdrücklichen Hoffnung, „bald konkrete Wege der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China eingerichtet zu sehen".
Im Jahr 2005 trat eine neue Verordnung für religiöse Angelegenheiten in Kraft, vor allem aber ist die würdigende Erklärung des Außenministeriums von Beijing anlässlich des Todes von Johannes Paul II. zu beachten, der eine Wiederaufnahme der direkten Kontakte folgte.
Bischofsweihen
Trotz der Kontakte entstanden neue Spannungen, und 2006 wurden „illegale" Bischofsweihen wiederholt, auf die der Heilige Stuhl reagierte. Die Kontakte erkalteten. Am 27. Mai 2007 wurde dann der wichtige Brief Benedikts XVI. „an die Bischöfe, Priester, Geweihten und Laien der Katholischen Kirche in der Volksrepublik China" veröffentlicht, der reich an pastoralen Vorschlägen ist. Der Papst bestand auf der Einheit der Kirche, schaffte alle Sondererlaubnisse ab (z.B. für die „heimliche" Bischofsordination) und hoffte auf den Dialog mit den Regierungsbehörden.
Am 7. Mai 2008 fand im Vatikan, in der Audienzhalle, ein außergewöhnliches Konzert des China Philharmonic Orchestra of Beijing mit dem Chor der Shanghai Opera für Benedikt XVI. statt. Es ist ein bedeutender Moment der so genannten Kulturdiplomatie, zu der auch andere Initiativen gehören, wie historische und künstlerische Ausstellungen (im Vatikan und in China) und die gegenseitige Teilnahme von Experten an Konferenzen wissenschaftlicher oder kultureller Art. Während jedoch seit einigen Jahren mit Zustimmung Roms Bischofsweihen stattgefunden hatten, fanden zwischen 2010 und 2011 wieder einige illegale Weihen statt, auf die der Heilige Stuhl schließlich am 16. Juli 2011 mit einer ausgesprochen scharfen Erklärung reagierte.
Ein neues Klima
Seit Beginn seines Pontifikats hat Papst Franziskus dem chinesischen Volk immer wieder lebendige und herzliche Aufmerksamkeit geschenkt und zur Schaffung eines neuen und entspannteren Klimas beigetragen, das eine effektive Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Heiligem Stuhl und den chinesischen Behörden ermöglichte. Klare Zeichen dieses neuen Klimas war die Genehmigung für das päpstliche Flugzeug während der Reise nach Korea, chinesisches Territorium zu überfliegen, und die Botschaften des Papstes an den chinesischen Präsidenten (14. und 18. August 2014). Hervorzuheben ist auch das Interview mit Papst Franziskus, das am 2. Februar 2016 in der „Asia Times“ veröffentlicht wurde und in der der Papst sich voller Wertschätzung für das chinesische Volk und die chinesische Kultur äußert.
In den vergangenen Jahren haben sich die Kontakte vervielfacht und die Kommunikationskanäle sind stabiler und effektiver geworden. Einige chinesische Presseorgane und das Außenministerium selbst veröffentlichten mehrmals zustimmende Erklärungen zu Papst Franziskus, sowohl anlässlich von Auslandsreisen als auch als Kommentar zu päpstlichen Erklärungen.
Der Rest beherrscht dieser Tage die Schlagzeilen.
Pater Federico Lombardi war lange Jahre lang Pressesprecher des Vatikans und damit direkter Beobachter der Entwicklungen."

Seltsame Ausführunge über den Zusammenhang von Aufhebung des Schismas gegen die Fsspx und den Juden/jüd. Reaktionen - kann das jmd. erklären?

"Bewahrung der derzeitigen Ausnahmesituation" beinhaltet die flehentliche Bitte, nicht in die Konzilskirche eintreten zu müssen. Das ist zum Schutz der eigenen Reinheit absolut unerlässlich. Insofern ist der Notstand heute noch unendlich grösser als 1988. Das verstehen die meisten nicht, sie denken wir sind doch die Kirche, wir haben einen Papst, es gibt doch gar keinen Notstand. Dass die Kirche nicht mehr die Kirche ist und dass die Erlösung der Menschheit ausser Kraft gesetzt wurde, verstehen die meisten nicht. Deshalb ist es so wichtig, dass die Bruderschaft die katholische Kirche in ihrer unverfälschten Reinheit und Authentizität fortsetzt.

Immanuel Kant, mit Verlaub, aber widersprechen Sie sich da nicht, wenn Sie einerseits behaupten, die Kirche sei nicht mehr die Kirche, und andererseits es sei so wichtig, dass die Bruderschaft die katholische Kirche ... fortsetze? Ich meine: Die Katholische Kirche ist immer noch das von Jesus Christus mit Ewigkeitsgarantie ausgestattete, gestiftete Heilswerk, und zwar ungeachtet der Tatsache, dass - offensichtlich, um den wahren Glauben der Kinder Gottes zu prüfen - mit Zulassung Gottes Falotten (oberste) Leitungs- und Lehrfunktionen besetzt haben. Ich bin zudem davon überzeugt, dass Gott seinen Kindern alle Gnadenmittel in die Hand und ins Herz gegeben hat, um im Glauben standhaft zu bleiben, den Falotten Widerstand entgegenzubringen und an der Reinigung der Kirche mitzuwirken. Deswegen verwerfe ich zB auch nicht samt und sonders die beiden Vatikanischen Konzilien, bin mir aber da und dort deren Fehlerhaftigkeit und Korrekturbedürftigkeit gewiss.

Boni

Man muss sich das mal überlegen. Da erklärt dieser Generalobere der Welt: "Wir wollen doch nur Seelen retten, deshalb müssen wir Bischöfe weihen". Das besagt doch nichts anderes,,als dass der Novus Ordo keine Seelen rettet. Sonst ergäbe diese Begründung keinen Sinn. Wenn aber der Novus Ordo salutologisch unfruchtbar ist, ist er nicht Teil der alleinseligmachenden Kirche, sondern Kennzeichen einer Afterkirche. Mit dieser aber sollte die Bruderschaft keinen Frieden anstreben.

Boni, meinen Sie, dass der Novus Ordo den vollständigen Glauben und Tradition der katholischen Kirche abbildet? Ich meine das nicht. Ich meine aber auch nicht, dass der gesamte Novus Ordo pfui, für den "After" und zu verdammen ist, bin mir aber sehr wohl bewusst, dass mit ihm eine Tür geöffnet und ein bequemer Weg in die Spaltung, Lauheit, den Sündenverlust, die Blasphemie, Häresie und Apostasie eröffnet worden ist. Und zuletzt zur Info: Ich bevorzuge das missale romanum und alle liturgischen Regelungen in der Fassung 1962.

Boni

Mein Punkt ist, dass man so etwas Schwerwiegendes wie eine potentielle schismatische Bischofsweihe nicht einfach so lapidar begründen kann, wie es dieser Generalobere tut. Wenn die Bischofsweihe so wichtig ist, dass man nicht anders als ohne sie "Seelen retten" könnte, dann ist die Novus-Ordo-Kirche kein Ort des Heils und also auch kein Ort der Verhandlung über die Bischofsweihe. Man darf sich dann von ihr gar keine Genehmigung erbitten.

Die Frage einer erlaubten Bischofsweihe ist keine eines Novus Ordo, sondern des Kirchenrechtes und - wenn Sie im Hinblick auf die Bedeutung des Geheimvertrages zwischen dem Staate China mit dem (abtrünnigen) Papst Franziskus so wollen - eine Frage der gerechten, gleichen Behandlung gleicher Sachverhalte. Papst Franziskus hat damit nachträglich und auch künftig Bischofsernennungen und -Weihen durch den kommunistischen Staat bestätigt, und das ist wohl ein teuflischer Witz, wenn man weiß, dass die kommunistische Ideologie sich dem Kampf gegen die katholische Kirche verschrieben, das auch praktiziert hat und auch noch praktiziert. Zur kanonistischen Möglichkeit einer Bischofsweihe durch die Bruderschaft FSSPX gehe ich gar nicht ein.

Boni

Eben. Jemanden um Erlaubnis zu bitten, der teuflische Witze macht, muss die eigene Anhängerschaft verstören. Hätte der Generalobere gesagt, wir müssen diese Bischofsweihe durchführen, weil in Rom nur noch teuflische Witze gemacht werden, wäre das eine viel stärkere Begründung als diese lapidare Begründung mit der Seelenrettung, @Franz Xaver

Boni, das Argument "teuflischer Witz" stammt originär von mir und bezieht sich auf die kirchenrechtlichen und geheimvertraglichen (verdammenswerten) Gegebenheiten, die der ehemalige Papst mit dem kommunistischen Regime geschaffen hat. Das Argument mit dem "Seelenheil" halte ich dennoch für stärker, und offen gestanden, ich könnte mir durchaus vorstellen, dass auch Gläubige, die bislang noch keine Berührungspunkte und Beziehungen zur FSSPX - so wie ich etwa - pflegen, sich mit ihnen solidarisierten könnten.

Boni

Die Frage, wie sich die Unterstützung entwickelt, wenn man diese Verwirrspiele spielt, ist eine politische Erwägung und sollte für die Bruderschaft bei Bischofsweihen unmaßgeblich sein. "Wir müssen weihen, weil niemand da ist, den wir um Erlaubnis bitten könnten", wäre eine starke Aussage. Seelen retten zu müssen, ist eine Allerweltsausrede. @Franz Xaver

Boni

Da draußen tobt ein Kirchenkrieg und die Bruderschaft sucht Frieden mit dem Feind der Kirche. Das ist schlimmer als Appeasement, es ist falscher Irenismus.

Vates

Man sollte nicht vergessen, daß in dem für Juni 2026 geplanten Konsistorium die Liturgiefrage behandelt werden soll, die im Januarkonsistorium "aus Zeitgründen" ausgelassen worden war. Vielleicht hat die FSSPX gerade deshalb für ihre "geplanten Bischofsweihen" den 1.7.26 ausgewählt.... .

Das ist so, wie wenn man die Schlange um Erlaubnis bitten würde. Ich finde das nur noch lächerlich! Sollen sie doch ihren Sonderstatus einfach leben und nicht dauernd Kontakt mit denen aufnehmen!

Diese Ansicht teile ich nicht. Mit Recht kommt es der Priesterbruderschaft St. Pius X. darauf an, mit Nachdruck klarzumachen, dass sie keine Parallelhierarchie anstrebt, was ja auch der Status ihrer Bischöfe zeigt, da sie nur Weihbischöfe sind. Deshalb ist es gut und notwendig, dass sie im Kontakt mit dem modernen Rom bleibt, aber auf der Hut ist, dass sie von dem Gift des modernen Roms nicht angesteckt wird. HH Pater Pagliarani geht offenbar den richtigen Weg.
Meiner Meinung nach ist es in theologischer Hinsicht das Wichtigste, nachzuweisen, dass die Neue Messe nicht nur in dieser und jener Hinsicht weniger gut als die überlieferte ist, sondern, dass sie in mehr als einer Hinsicht in sich schlecht ist. Um das zu erkennen, ist es erforderlich, sich eingehend mit der Pascha-Mysterium Theologie auseinandersetzen, was die Liturgiekonstitution erkennen lässt, die über 10-mal beteuert, dass das Pascha-Mysterium ihr Wesen bestimmt.

@Rückkehr-Ökumene Ach was, merken Sie denn nicht, dass Rom mittlerweile okkulte oder esoterische Hexenwege geht? Die Theorie, dass man mit Rom reden müsste, um es zu bekehren, ist aus mehreren Gründen ein spiritueller Fehler. Außerdem steht es in der Bibel, dass man solche Gespräche mit Glaubensfremden nicht führen soll. Das war also schon immer ein Fehler! Nicht das Gespräch bringt es, sondern das Vorbild. Man soll selber den richtigen Weg vorleben. 2 konkrete Gründe, dass man nicht mit Rom reden soll, sind also:
1.) Weil man sich selber in Gefahr bringen könnte, da Rom die größere Truppe ist.
2.) Weil man prinzipiell nicht mit dem Bösen redet und Gespräche führt. (Und es ist nunmal so, dass sich Rom ganz bewusst einem bösen Weg verschrieben hat)
Vergessen Sie die Theorie, dass Rom noch sowas wie Katholische Kirche sei. Es ist bereits eine Sekte, die sich bewusst in immer mehr Bereichen vom katholischen Glauben verabschiedet hat.

michael7

@Rückkehr-Ökumene : Durch Ihre Aussage: "Deshalb ist es gut und notwendig, dass sie" (die Piusbruderschaft) "auf der Hut ist, dass sie von dem Gift des modernen Roms nicht angesteckt wird" belegen Sie selbst, dass das "moderne Rom" sich vom Papstamt (Hirtenamt) der Kirche getrennt hat!

Nein, Sie sollten unterscheiden können zwischen falschen Lehren und dem Amt, denn falsche Lehren sind bei Amtsträgern möglich und leider auch wirklich.

@Rückkehr-Ökumene So dermaßen falsche Lehren sind bei echten Amtsträgern eindeutig NICHT möglich. Das ist Augenwischerei. Nach der Theorie könnte ja auch Kurmit der Frosch in Rom regieren und Sie würden immer noch behaupten, es sei ein echter Amtsträger.

Fahrer von Ars Wie sie wissen hat die Kirche kein Kriterium dafür angegeben, wenn ein Papst sein Amt verliert. Wenn also jemand behauptet, dass er sein Amt verloren hätte, dann hat diese Person entweder selbst ein Kriterium dafür aufgestellt oder sie hat es von einer anderen Person unternommen. Über ein solches selbstgebasteltes Kriterium werde ich nicht diskutieren, auch dann nicht, wenn ich durch eine absurde Unterstellung, wie es Ihr Kurmit Frosch Beispiel ist, dazu verlockt werden sollte.

@Rückkehr-Ökumene Die Bulle Papst Pauls IV., Cum ex apostolatus officio, hat es festgelegt, wann ein Papst kein Papst ist:
Die Wahl eines Häretikers ist ungültig.
Demnach ist der Stuhl Petri aktuell eindeutig vakant. Dies ist seit Franziskus ganz ganz eindeutig feststellbar ohne wenn und aber, ohne drum und num (für Anderssprachige).

michael7

@Rückkehr-Ökumene :
Die Treue zum katholischen Glauben ist notwendig, damit man jemand als wahren Katholiken bezeichnen und ansehen kann, und die Treue zum überlieferten katholischen Glauben ist notwendig, damit man jemand als wahren Hirten der Kirche Jesu Christi erkennen und bezeichnen kann!
Dies ist kein "selbstgebasteltes Kriterium", sondern notwendiges Erkennungsmerkmal für die rechtmäßige Ausübung von Hirtengewalt in der katholischen Kirche. Anders würde sich das Amt in der Kirche von einem bloßes Sekten-Führertum, z.B. der Wachturm-Gesellschaft (Zeugen Jehovas) oder anderer Guru-Sekten, nicht mehr wesentlich unterscheiden.

Josefa Menendez

Was haben Wölfe (Prevost+Tucho+Roche) mit Schafen (FSSPX) gemeinsam? Prevost steht im Widerspruch zu der katholischen überlieferten Lehre Christi. Er dient nur seinen politischen Interessen. Mit süßen Reden und Schmeicheleien verführt er die Sodomiten, die Heiden/Häretiker und die Blinden. Erwartet Hochw. Pater Pagliarani wirklich Zustimmung von Prevost? Echt jetzt? Von einem, der die Miterlöserin skrupellos erniedrigt? -
Quellen: Kardinäle erhielten im Konsistorium ein Dokument gegen den römischen Ritus - Bericht
Kardinäle erhielten im Konsistorium ein Dokument Es ist eine starke Verteidigung von Traditionis Custodes. Kardinal Roches Papier gegen die Messe im … Manipulative Argumente und Missbrauch von Macht und Autorität Bischof Athanasius Schneider zu Kardinal Roches … Das liturgische Dokument von Roche ist … Prevost befördert andauernd Feinde der TLM: Leo XIV. beendet alle Messen im römischen Ritus … Leo XIV. behält Kardinal Roche, der die … US-Bischof schließt florierende lateinische … Leo XIV. befördert einen Feind des römischen … Von Leo XIV. befördert - Bischof beendet zwei … Bester Freund von Leo XIV: "Keine Chance, dass …

Die Einhaltung des depositum fidei findet im Überlieferten Ritus vollkommene Entsprechung.

Boni

Möglicherweise ist die Bruderschaft die AfD unter den Glaubensgemeinschaften. Sie sammelt die Unzufriedenen, damit sie besser beherrscht werden können. Echter Widerstand gegen Glaubenszerstörer sieht irgendwie anders aus.

So, so, meinen Sie also.

prince0357

Die FSSPX hat mit einer eventuellen medialen Exkommunikation bzgl der angekündigten Bischofsweihen kein Problem, da sie sich nur auf jene in China berufen braucht.
Die dortigen "illegitimen" aber gültigen Weihen wurden bis dato seitens Rom immer anerkannt.

prince0357, eine illegitime Weihe ist niemals gültig.

Andreas von Rinn

@Franz Xaver Da habe Sie nicht recht, 1988 waren die Bischofsweihen auch illegitim und doch gültig.

Nein, Andreas, auch Sie verwechseln das was entscheidendes: die Weihen sakramental gültig (legitim), jedoch mangels Antrages durch den Papst verboten (illegal/unerlaubt) und zogen nach Canon 1387 CIC wegen „Amtsanmaßung und Verletzung der Amtspflicht“ die Exkommunikation als Tatstrafe nach sich.

prince0357

Es geht um die Legitimität des Sakramentes in der apostolischen Sukzession. Deswegen sind auch die unerlaubt geweihten Bischöfe Chinas trotz allem sakramental legitim.

Ja, eh klar, aber sie sind eben kanonisch illegal, allerdings von Papst Franziskus toleriert bzw pauschaliter vertraglich genehmigt, anstatt festzustellen, dass alle Akteure infolge Verwirklichung der Tatbestände des Schisma eo ipso Exkommunizierte sind. ME ein typisches Merkmal für einen falschen Propheten (Antipapst) auf dem Stuhl Petri: Gleiches selektiv ungleich behandeln. Da bin ich mal gespannt, ob der aktuelle Papst denselben abtrünnigen Weg gehen oder etwas ändern wird.

prince0357

Und was ist mit China?

Was ist mit China? Der Falott auf dem Stuhle Petri hat mit einem geheimen Vertrag alle durch den chinesischen Staat erfolgten Bischofsernennungen und -weihen legalisiert, dh im kirchenrechtlichen Sinn für gültig erklärt.

M.RAPHAEL

Das Prevost Rumpelstilzchen will die ganze Welt in ein sodomitisches Paradies verwandeln:
youtube.com/watch?v=WMarmMZzrBY
Dennoch halten ihn viele für den Heiligen Vater und die Vat.2 Konzilskirche für die Heilige Katholische Kirche, weil sie in ihrer Gier nach gesellschaftlicher Macht und Anerkennung ein Schutzkollektiv wollen, das sie vor Demut, Hingabe, Selbstaufopferung, Keuschheit, Verzicht und Gehorsam regelrecht schützt. Die Konzilskatholiken sind Selbstvergötzer. Sie sind der Hochmut selbst.
Die Heilige Kirche ist nur dort, wo der Heilige Geist ist. Er, der Geist der himmlischen Liebe, gewährleistet die übernatürliche Gnade nur denen, die Gott demütigst lieben und Ihm gehorchen wollen.
Wenn die Heilige Kirche die wahre Braut Christi und sein Fleisch und Blut ist, dann ist die Vat.2 Kirche eine böse Infiltration. Sie ist quasi das harte, menschengemachte Kreuzesholz in Rom, auf dem sie den Herrn und Seine Kirche nach wie vor schändet. Das nimmt der Herr ernst. Er will nicht die Kreuzigung, aber Er erduldet sie, um das Böse für immer zu überwinden (in den Erscheinungen in La Salette hängt Er nach wie vor lebendig am Kreuz um den Hals der Muttergottes). Niemals bedeutet Seine Anerkennung des menschengemachten Papst Leo XIV und der satanischen V2 Konzilskirche die Bejahung ihrer menschlichen Bosheit, bzw. ein feiges Radfahren oder eine Anbiederung. Es geht nur nicht anders. Alle seine Kinder folgen Ihm in die Schändung.
Das ist der Grund, warum die Priesterbruderschaft jetzt in Rom diese Gespräche führen muss. Eine schismatisch „perfekte“ Idealkirche kann es nicht geben. Die Heilige Katholische Kirche ist und bleibt römisch. So wie das Kreuz zum Herrn gehört, ist Rom untrennbar mit der Heiligen Kirche verbunden. Die Wahrheit wird niemals verraten.

Bei diesem "Papst" weiss man, was man nicht hat.

@M.RAPHAEL
Sie scheinen psychische Probleme zu haben, oder?

Boni

Interessant.

a.t.m

Die FSSPX setzt eben in die Tat um:
Lukas 5. 31 Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Nur mit Bischofsweihen können die Piusbrüder ihre Unabhängigkeit bewahren. Plötzlich gibt es ein Gespräch. Sonst gibts wieder nur ein Hinhalten und wenn der letzte Bischof verstorben ist, erhalten sie nicht einmal mehr die Telefonummer des Vatikan.

Boni

Immer wieder den Wolf zu bitten, sich als guter Hirte zu verstellen, sieht irgendwie nach bizarrer Affenliebe aus. Leidet die Bruderschaft unter einem Stockholm-Syndrom?

Ihr erkennt doch Leo als Papst an oder nicht? Also haltet euch an CIC752
Can. 752 — Nicht Glaubenszustimmung, wohl aber religiöser Verstandes und Willensgehorsam ist einer Lehre entgegenzubringen, die der Papst oder das Bischofskollegium in Glaubens- oder Sittenfragen verkündigen, wann immer sie ihr authentisches Lehramt ausüben, auch wenn sie diese Lehre nicht definitiv als verpflichtend zu verkünden beabsichtigen; die Gläubigen müssen also sorgsam meiden, was ihr nicht entspricht.

Sowohl die Piusbruderschaft als auch @Boni sind faktisch Sedisvakantisten, denn beide lehnen den päpstlichen Universalprimat konkludent ab. Das ist die Realität der Häresie.

Franz Xaver

Na ja, Erich Christian Fastenmeier, ich bin weder Mitglied der FSSPX noch deren Verteidiger noch dem User Boni, den ich für ein Mitglied oder Bewunderer der MDM-SEKTE halte, zugetan, aber Ihr Kommentar lässt mich daran zweifeln, dass Sie den Unterschied zwischen Amt und Inhaber und die kanonische Rechtslage, insbesondere in Bezug auf die im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Erfüllung schismatischer Tatbestandsmerkmale bestehender Notstandsbestimmungen (Rechtfertigungsgründe) kennen.

Boni

@Franz Xaver
Ich würde ja vielleicht gerne beitreten, aber wer oder was ist denn die "MDM-Sekte"?

Bitte, lesen Sie, bringen Sie sachliche Kritik an und schreiben Sie mir, ob ich Sie zu Unrecht zu dieser Sekte, die unter Kirchenbann steht, dazugezählt habe, damit ich mich in aller Form und Höflichkeit entschuldigen kann.
Hier ein Auszug aus meinen vielen Beiträge und Kommentaren, die Sie, Boni, sich auch aus dem Archiv von Gloria TV herunterladen können:
"Ein Fake, das bereits unter dem Kirchenbann stehende "Buch der Wahrheit"
Vorweg ein Hinweis vor dem Weiterlesen für Leser, die von dem Vorhandensein von Phänomenen, wie sie – vor allem in nicht kirchlich anerkannten - Privatoffenbarungen, zB im sogenannten „Buch der Wahrheit“, ausgesprochen und angedeutet werden, bisher noch nicht berührt wurden. Ihnen sei gesagt, dass sie auf den folgenden Seiten möglicherweise mit allerhand für sie Befremdendem konfrontiert werden können. Diesfalls verzichten Sie besser auf das Lesen des Nachstehenden sowie - im Speziellen - der Botschaften im „Buch der Wahrheit“ (ursprünglich gecovert mit „666“ und benannt als „Die Warnung“ - verfasst und herausgegeben von einer irischen PR-Fachfrau, die sich als „letzte Endzeit-Prophetin“ und zugleich als von Gott gesendeter „Endzeitengel“ (im folgenden: MDM) bezeichnet, allerdings schon seit mehr als 10 Jahren wieder aus der „Propheten-Szene verabschiedet hat) und lesen stattdessen gleich im Buch von Albrecht Weber mit dem Titel „Garabandal, Der Zeigefinger Gottes“, wenn Sie sich Informationen betreffend das in der Göttlichen Offenbarung angekündigte Endzeitgeschehen verschaffen wollen. Ich möchte aber niemanden vom Weiterlesen abhalten, denn, und das gilt für die Fan-Gemeinde der irischen „Botschaftsüberbringerin“ wie auch für Katholiken, die diese Botschaften noch nicht kennen, da wird mE erkennbar, wie der Widersacher/Diabolus/Luzifer/Satan/Antichrist seine Strategien zur Verführung, Verwirrung und zum Abfall möglichst vieler Seelen anlegt.
Dass ich von den unzähligen Endzeit-Botschaften gerade einige wenige von der irischen PR-Fachfrau und Unternehmerin, die neben der Herausgabe von Botschaften „Sakramentalien“ und „ein Pseudo-Buß-Sakramentes“ aggressiv propagiert und verkauft, herausgreife, ist neben dort offenkundig erkennbaren sprachlichen, logischen, theologischen, dogmatischen und kanonischen Widersprüchen, auch dem Umstand geschuldet, dass dort auch einige Male (in insgesamt 1335 Botschaften) zum Beweis der „Göttlichkeit und Wahrhaftigkeit ihrer Botschaften 7 Mal Garabandal angeführt wird. An dieser Stelle sei gleich einmal klargestellt, dass eine Anerkennung von Botschaften durch eine zuständige kirchliche Autorität keinen Beweis dafür abgibt, dass sie wahr sind vom Himmel kommen und, echt sind, sondern es wird eben lediglich festgestellt, dass darin im Sinne eines nihil obstat nichts gefunden wurde, was der Heiligen Schrift oder dem Glauben und der Tradition – nach katholischem Verständnis sind das die Quellen ihrer Glaubenswahrheiten – im Widerspruch steht. Jesus Christus, der echte, der die Wahrheit, der Weg und das Leben ist, hat selbst jede Abänderung, Ergänzung oder Aufhebung des Neuen Testamentes ein für alle Mal – sogar unter Strafe - verboten und eindringlich vor dem verstärkten Auftreten von falschen Propheten, falschen Botschaften und Messiassen sowie Verführung, und das ganz besonders in der „Endzeit“ vor seinem Wiederkommen gewarnt und zur Standhaftigkeit und zum Festhalten im Glauben und Tradition ermahnt.
Wie aber sind nun diese „Botschaften und Handlungen, behauptete Sakramentalien und das papierene totale Buß-, Absolutions- und Ablassgebet“ der PR-Fachfrau im Lichte Garabandals von einem dem Glauben und Tradition der Katholischen Kirche verbundenen Gläubigen zu sehen? Treffen darauf die insbesondere aus den aus Garabandal ableitbaren Erkenntnisse und Kriterien für eine „Falschprophetie“ und einen „falschen Messias“ zu? Gerade dafür sind mE die nachstehenden, aus dem Buch „Der Zeigefinger Gottes“ - konkret jene aus den auf Seiten 193 ff - entnommenen Kriterien unerlässlich und wertvoll; mögen sie eine im katholischen Sinn taugliche Hilfestellung geben, die Fallstricke des Teufels, vor allem in den im „Buch der Wahrheit“ enthaltenen Botschaften, aber auch in anderen zuverlässig zu erkennen und sich danach in Treue zur Katholischen Kirche zu orientieren und zu verhalten.
Ich stehe aber, um Missverständnissen und Angriffen aus der Reihe der sogenannten „Restarmee“ und vermeintlichen „Heiligen der Letzten Tage“ vorzubeugen, auch nicht mitzuteilen an, dass ich sprachliche, grammatikalische Korrekturen und Ergänzungen im von Albrecht Weber entliehenen Text, mE einem profunden Kenner der Geschehnisse in Garabandal, vorgenommen habe, die jedoch samt und sonders keinesfalls inhaltliche, sinnentstellende Veränderungen bedeuten, wie zB die Änderung von „daß“ auf „dass“ sowie Anfügungen, Ergänzungen und Zitate aus dem „Buch der Wahrheit“ hinzugefügt habe. Mir war und ist wichtig, dass alle Gläubigen, aber auch noch fernstehende, allerdings am Katholischen Glauben Interessierte die Vorgehensweise des Widersachers klar durchschauen können; und nur das zählt – und da wäre noch etwas: Ich ziehe daraus – im Gegensatz zur MDM, die sich finanziell saniert und Konkurse und zwangsweise Versteigerung ihrer Villa in Malahide abgewendet hat – keine finanziellen Vorteile, sondern handle mir Fluch und Verwünschungen aus dieser Ecke ein.
Ich denke, die nachstehenden Ausführungen sind Summa summarum dafür geradezu prädestiniert. Sollte ich in irgendeinem Punkt irren, so darf ich um entsprechende Informationen und allfällige Richtigstellungen (natürlich ernsthafte, auf andere kann ich dankend verzichten) bitten.
Wie geht der Widersacher Gottes nun vor, worauf ist aus der Sicht des Autors des Buches „Der Fingerzeig Gottes“ zu achten?
Zuerst entstellt der Widersacher/Diabolus/falsche Prophet/falsche Messias die Kirche und ihre Glieder durch die von ihm inspirierten Schachzüge mit vordergründig scheinbar besseren Entwicklungen und Verhaltensweisen, und dann will er den auf Botschaften Hörenden den Geschmack an der so entstellten Kirche verderben. Das geschieht gewöhnlich so, dass er sie durch mannigfache Seher und Botschaften dann mit harter Kritik an dieser veränderten Kirche gegen sie und die vermeintlichen Verantwortlichen aufzubringen versucht.
Können wir diesbezüglich etwas aus den Botschaften der irischen PR-Fachfrau entnehmen? Ja, das ganz bestimmt, und zwar: In ihren Botschaften schreibt sie ihrem „Jesus“ mit Datum 7.6.2011 folgendes zu: „Es ist wichtig, dass Meine Anhänger gegenüber jedem neuen Papst, der auftreten mag, auf der Hut sind, weil er nicht von Gott sein wird.“ Das bedeutet, dass Papst Benedikt XVI der letzte „wahre Papst“ sei - einige Mitglieder ihrer Restarmee behaupten sogar, er sei nicht gestorben, sondern in den Himmel entrückt, von wo er die Kirche noch immer leite. Alle, die nach ihm kommen, seien demnach keine „wahren Päpste“ mehr. Sein(e) Nachfolger wird (werden) also gegen den Willen Gottes auf dem Stuhl Petri Platz nehmen“. Das hieße, dass alle Nachfolger von Papst Benedikt XVI Schismatiker oder „Gegenpäpste“ seien. Damit wird – genaugenommen - zum Ungehorsam gegen das Papsttum aufgerufen, und widerspricht dies außerdem dem Wort Jesu Christi: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“ (Mt 16,18-19). Abgesehen davon, dass auch nach Garabandal und mit dem umstrittenen Pontifikat Bergoglios die Kirche nicht zu existieren aufhört, wird Papst Benedikt XVI nach den Papstweissagungen des Hl. Malachias, die sehr große Anerkennung aufgrund ihrer Treffsicherheit genießen, als der (möglicherweise) vorletzte Papst angeführt. Über den letzten Papst aber wird geschrieben: „Während der letzten (bzw. äußerst großen) Verfolgung der heiligen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Siebenhügelstadt zerstört werden und der furchtbare Richter wird sein Volk richten. Ende.“ Hier ist also doch die Rede von einem weiteren „wahren Papst“, „Petrus, ein Römer“, der die Schafe weiden wird in der Bedrängnis der letzten Zeit. Ob es noch weitere Päpste zwischen Papst Benedikt XVI und dem letzten Papst Petrus II., geben wird, sagt die Malachias-Botschaft aber nicht deutlich aus.
Feststeht aber: Papst Benedikt XVI kann nicht der letzte „wahre Papst“ sein. Die Warnung will aber das Vertrauen der Gläubigen in alle folgenden Oberhirten ruinieren.
Ein derartiger Aufruf zum Ungehorsam gegen das Papsttum könnte durchaus darauf hindeuten, dass bei diesen Botschaften nicht bloß menschliche monetäre Interessen dahinterstehen. Hier und auch nach dem Folgenden darf (und muss) zumindest ein diabolischer Einfluss angedacht werden.
Der MDM-Jesus gab am 6.06.2011 von sich: „Die Schlüssel Roms werden jetzt Gott, dem Allmächtigen Vater, zurückgegeben werden.“
Wie bitte, die Schlüssel Roms werden jetzt Gott zurückgegeben? Das bedeutet doch nichts anderes, als dass Gott die Autorität des Papstamtes aufgegeben habe. Und zwar schon 2011, also noch während des aufrechten Pontifikates Papst Benedikt XVI, der von der Restarmee als wahrer Papst bezeichnet wird. Was soll dieser Unfug! Gott selbst habe demnach seinen Papst, den Felsen, auf den die Kirche gebaut ist (Mt 16,18) verlassen; wegen der Bedeutung noch einmal: gerade dem Papst soll die „Schlüsselgewalt“ entzogen worden sein, der als der letzte wahre Papst angesprochen wird? Wenn aber das Fundament der Kirche von Gott verlassen ist, dann ist auch die Kirche als Ganze nicht mehr als Kirche Christi anzusehen, denn ein Haus ist nur so gut, wie ihr Fundament (Lk 6,48-49). Samt diesen „Schlüsseln Roms“ wird somit letztlich jede Befugnis zur Spendung der Sakramente aufgehoben. Beichte (Mt 18,18) oder Eucharistie bleiben ab sofort wirkungslos. Da ist kein Christus mehr im eucharistischen Brot! Da ist kein Christus mehr im Beichtstuhl! Damit erklärt sich auch das diabolisches, weil häretische „totale Absolutions- und Ablassgebet“ der irischen Seherin als Ersatz für die Ohrenbeichte. Zwar wird von ihr und ihrer Fan-Gemeinde darauf hingewiesen, dass Christen nach wie vor einen Priester zur Sündenvergebung aufsuchen müssten, gleichzeitig vermittelt sie in durchsichtiger Weise eine Ablehnung katholischer Priester. Dies bringt sie unter anderem auch mit den sinngemäßen Worten, „Christen müssen nach wie vor einen Priester aufsuchen, wenn sie denn einen finden“, zum Ausdruck. Dass diese Neuschaffung eines „Sakramentes“ und Abänderung der Göttlichen Offenbarung und der von Jesus gestifteten Sakramente diabolischer Natur ist, ist wohl offensichtlich. Katholiken erkennen die Kirche als den mystischen Leib Christi, den Gott nicht verlassen wird, sondern vielmehr als Braut heimführt in Sein Reich. Er traute sich die Kirche auf ewig an um den Brautpreis der Gerechtigkeit, um den Preist des geschlachteten Lammes, Christus selbst (Hos 2,21). Christus hat uns außerdem gesagt, dass Er bei uns bleibt bis ans Ende der Welt. (Mt 28,20).
Der „MDM-Jesus“ diktiert am 16.11.2010 weiters: „Meinen Kardinälen sage Ich: In welch luftige Höhen seid ihr gestiegen, dass ihr die Sakramente oder die Wahrheit Meiner Lehre vergessen habt, um Meine Herde zu führen. Kommt jetzt herunter und folgt Meiner Führung. Lasst euch nicht von der Unwahrheit ablenken, welche von der Menschheit Besitz ergriffen hat, noch zu Meiner Verleugnung hinreißen.“
Hiermit wird ein pauschales Urteil gegen alle Kardinäle ausgesprochen. Alle Kardinäle sollen die Sakramente oder die Wahrheit der Lehre Christi vergessen haben? Derartige Kritik fördert nur den Ungehorsam in der sogenannten „Basis“. Diese darf sich nun berechtigt fühlen, „denen da oben zu sagen, wo es lang geht.“
Der „Jesus“ diktiert am 31.08.2011 auch: „Alle Religionen, alle Glaubensbekenntnisse, [...] werden jetzt auf das Licht der Wahrheit reagieren. Sie sind alle so kostbar in den Augen meines Ewigen Vaters“, am 21.11.2010, „An Meine Kirchen auf der ganzen Welt, hört Meinen Ruf. […] Alle Wege führen zu Gott, dem Schöpfer der Menschheit“ und am 20.12.2010, „Unabhängig davon, auf welchem Weg ihr Gott folgt oder ob ihr an Mich, Seinen geliebten Sohn, glaubt, steht zusammen als eine Einheit“.
Mit „Alle Religionen sind so kostbar in den Augen des Ewigen Vaters“ wird ausgedrückt, dass es Gott Vater egal sei, welcher Religion man angehöre. Es wird behauptet, dass nicht der Glaube an Christus rettet, sondern ohne Einschränkung auch jeder andere beliebige Weg. Die Kirche Christi sei nicht die einzig wahre, von Gott selbst gegründete Religion, sondern nur eine unter vielen wertvollen Religionen und die Katholische Kirche ist eine unter vielen netten, von Gott gegründeten Kirchen. Selbstverständlich ist jede Seele, gleich welcher Religion, Gott unendlich kostbar und ein Mensch, der Christus nicht bekennt, ist deshalb nicht verloren. Die Barmherzigkeit Gottes macht sicherlich nicht an den Grenzen der röm.-kath. Kirche halt (so die Hl. Edith Stein). Aber Religionen und Glaubensbekenntnisse an sich, die Irrtümer beinhalten, können Gott in diesem Sinne nicht „gleich kostbar“ oder „gleichwertig“ wie das Bekenntnis zu Christus sein. Nur durch Christus, der der eine und einzige Weg ist, gelangen wir zu Gott Vater (Joh 14,6), und nicht durch „alle Wege“ (was im Übrigen Gedankengut der New-Age-Bewegungen und -Sekten ist). Es ist eben nicht egal, auf welchem Weg wir Gott folgen und ob wir an den Sohn, Christus Jesus, glauben. Denn Johannes schreibt: „Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht.“ (1.Joh 5,12).
Der „Jesus“ diktierte am 12. 11.2010, „… Es muss – gemeint ist das „Buch der Wahrheit“, auch „Die Warnung“ - umfangreich, mächtig und von Millionen gefragt sein, ebenso wie die Bibel“, am 18.03.2011, „Achte diese sehr Heilige Schrift“ und am 13.10.2011, „Meine innig geliebte Tochter, Ich muss dich über die Notwendigkeit informieren, darauf zu verzichten, Mein Heiligstes Wort zu verteidigen“.
Die Kirche betrachtet die Bibel mit der Geheimen Offenbarung des Johannes als abgeschlossen, weshalb eben kein neues Buch geschrieben werden kann, was der Bibel hinzugefügt werden könnte, oder was dem Menschen zu seinem Heil notwendig wäre.
Die Schriften von vormals „TheWarning mit den Cover 666“, nachmals „Buch der Wahrheit“ werden hier auf den gleichen Rang wie die Heilige Schrift erhoben, ja sogar auf dieselbe Ebene mit „dem Heiligsten Wort“. Es wird angedeutet, dass die Botschaften eine wichtige, unbedingt notwendige Ergänzung zur Bibel seien. Anders ausgedrückt: Ohne die Kenntnis dieser Botschaften ist man sowieso chancenlos verloren. Die Kirche aber sagt deutlich, dass die Bibel mit der Geheimen Offenbarung des Johannes abgeschlossen ist (KKK 66). Die Behauptung, diese Botschaften wären genauso wichtig wie die Bibel, ist somit diabolischer Unsinn. Die Kirche legt sogar dar, dass nicht einmal anerkannte Privatoffenbarungen „Glaubensgut“ sind (KKK 67). Außerdem wird mit „muss von Millionen gefragt sein“ deutlich, dass es den Machern dieses Werkes um wirtschaftlichen Absatz und Profit geht; wie bekannt ist, hat die PR-Frau mit den Erlösen aus den Verkäufen Kredite auf ihre in Malahide stehende Villa berichtigt und so einen Konkurs abgewendet – oder es geht eben um beides: lukrative Geschäfte und dämonische Glaubensmanipulation (Vgl. dazu auch die Botschaft vom 6.02.2011, in der diese Botschaften als „heilige Schrift“ bezeichnet werden. Am 7.10.2011 wurde diktiert, „Viele Meiner Kinder haben die Heilige Bibel nicht gelesen und kennen auch nicht alle Meine Lehren“, am 8.10.2011 (im Bezug auf falsche Seher) „Denn irgendwo in eurem Inneren werdet ihr merken, dass Meine Lehren und die Wahrheit, die in der Heiligen Bibel enthalten ist, verfälscht worden sind. So raffiniert sind diese Unwahrheiten, dass nur diejenigen mit wahrer Kenntnis der Heiligen Schriften im Stande sein werden, sie zu entdecken.“
Es ist zwar richtig und heilsnotwendig, dass wir mehr die Bibel lesen sollen, aber, seit wann gibt es mehrere Lehren? Oder mehrere Heilige Schriften? Christus hat nur eine Lehre gepredigt. Er hat uns ein einziges und einfaches Gebot hinterlassen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst“ (Lk 10,27). Wenn nun jemand von der Liebe des Herrn angezogen und in dieser Liebe lebt, dann wird Christus dieser Seele alles mitteilen, was für sie notwendig ist; selbst wenn wir die Bibel nur unzureichend kennen. Er wird uns zeigen, was Ihm gefällt und was sein Wille ist. Durch das Walten des Hl. Geistes wird der Mensch erkennen, was er zu tun hat, und was nicht. Tatsächlich ist es nicht notwendig, die Heilige Schrift bis ins kleinste Detail zu kennen, denn dann hätte niemand eine Chance in den Himmel zu kommen. Praktisch kein einziger Mensch kann von sich behaupten, er wüsste alles, und verstünde alles, was Gott in der Bibel niedergelegt hat.
Zugleich betont der „MDM-Jesus“ aber auch, dass man dem Papst die Treue zu halten habe und viel für ihn beten müsse. Er hält die Menschen sogar an, lange und unzählig viele Gebete zu verrichten, um seine Identität und seine schlechten Absichten mit frommen Einsprechungen zu verschleiern. Nicht selten verwendet er den Begriff der „Kreuzzugsgebete“. Zudem verbindet er diese Forderungen mit Androhungen schlimmer Ereignisse (zB, dass viele Menschen bei der „Warnung“ und „Seelenschau“, noch bevor sie die Gelegenheit zur Umkehr oder Bekehrung erhielten, auch keine Barmherzigkeit von Jesus erfahren dürften, sondern tot umfallen würden), die einfach nur einschüchtern sollen, um dem Gesagten zu mehr Glaubwürdigkeit durch Angst zu verhelfen. Daran erkennt man ein weiteres sicheres Zeichen, dass der Widersacher bei Botschaften und mystischen Prophezeiungen als Urheber am Werk ist. Er schränkt die von Gott gegebene Freiheit der Entscheidung und Möglichkeit der Bekehrung ein, indem er anzudrohen versucht, dass wir verloren gehen, wenn wir seinen Forderungen nicht nachkommen, oder auch dieser veränderten Kirche weiter folgen und ihr treu bleiben. Zugleich werden diejenigen als Erwählte angesprochen, die sich seinen auf diese Weise geoffenbarten Botschaften öffnen und sie zu befolgen bereit sind. Mit dem „Buch der Wahrhei“ wird zB auch suggeriert, dass „Jesus“, wenn die Restarmee treu missioniere und auf mehrere Millionen anwachse, neben denjenigen, die im Buch des Lebens stehen, ihren (geworbenen) Millionen noch Milliarden Seelen zufügen werde (sich!).
In anderen, vom Diabolus ausgehenden Erscheinungen versucht dieser, uns in seinen Botschaften einzureden, dass wir viel für dieses oder jenes, ja sogar für den Papst, wie eben schon gesagt, beten müssen, was ja im Grunde richtig ist und von vielen Katholiken zu wenig praktiziert wird. Er sagt das doch nur, um uns hinsichtlich seiner Person zu täuschen. Er droht uns Unheil an, wenn wir diesen Forderungen nicht nachkommen, kurzum er macht Angst. Dabei werden oft religiöse Übungen in solchem Übermaß verlangt, dass es unmöglich wird, der täglichen Pflichterfüllung überhaupt nachzukommen (ehemalige Mitglieder der Restarmee können davon Zeugnis geben). Mitunter werden uns anstatt der Gebete der Kirche abgeänderte Formen derselben angeboten, die bei genauerem Hinsehen Leugnungen und vor allem Weglassungen oder Abänderungen elementarer Glaubenswahrheiten enthalten. Auch an dieser Stelle sei an das „totale Absolutions- und Ablassgebet“, das über mehrere Tage zu rezitieren ist und die Ohrenbeichte ersetzen und ewiges Heil vermitteln soll, erinnert.
Maria, die Mutter Gottes und Erlösers hat überall dort, wo sie in den vergangenen Jahrhunderten erschienen ist, stets die Gebete der Kirche empfohlen und dazu zu beten aufgerufen, wie die Kirche betet. Auch dafür gibt es in Garabandal ein anschauliches Beispiel. Die Kinder hatten sich aus großer Verehrung der Erscheinung gegenüber angewöhnt, beim „Ave Maria" zu beten: „Heilige Maria Mutter Gottes, und unsere Mutter, bitte für uns Sünder. . .``. Maria ermahnte Sie daraufhin, dass sie das wohl für sich selbst still so beten dürften, wenn es aber andere Leute hören können, wünschte sie, dass sie so beten sollen, wie die Kirche betet, - ohne das „und unsere Mutter".
Wie hatte doch die Heilige Jungfrau in Garabandal noch gesagt?: „Ich verlange nichts Außergewöhnliches, (Übertriebenes) von euch, aber ich wünschte, dass ihr euer Leben würdig wie Menschen lebt und Eure tägliche Pflicht treu erfüllt, dabei aber Gott, den Allmächtigen Vater, den ihm gebührenden Platz einräumt."
Das ist es, was auch die Kirche von uns verlangt, dort wo sie noch die unverkürzte Lehre verkündet, und was uns im Evangelium als Voraussetzung zur Erlangung des ewigen Heils vor Augen gestellt und aufgetragen wird: Die treue Erfüllung unserer täglichen Pflicht, verbunden mit der Anbetung Gottes in beständiger Dankbarkeit Ihm gegenüber. Übermäßige religiöse Übungen dürfen uns nicht von der getreuen täglichen Pflichterfüllung trennen, die eine unbedingte Voraussetzung für ein Leben mit Gott ist.
Wir können heute feststellen, dass es eine gut funktionierende und in dieser Zeit oft zu beobachtende Taktik des Widersachers Gottes gibt, um das Volk der Getreuen zu zerstreuen. Dabei kann beobachtet werden, dass Satan seine Taktik ständig ändert und anpasst an die religiösen Erwartungen der im Grunde genommen enttäuschten „Frommen" in der Kirche, die oft führungslos geworden sind. Die heiligsten Dinge macht er durch den Inhalt seinen geoffenbarten Botschaften zum Gegenstand oft hasserfüllter Streitgespräche und sät damit Unfrieden im Volke Gottes. Bedenken wir nur, wie ehrfurchtslos manchmal über die Art der Spendung der heiligen Kommunion gestritten wird. Bei seinen Erscheinungen gibt er sogar Jesus oder Maria, und ja auch, Gott Vater zu sein, oder ein Engel, der er ja zweifellos einmal war, und er erscheint in diesen Gestalten an vielen Orten und vollbringt sogar große Wunder und auch Heilungen. Davor hat uns aber Jesus selbst im Evangelium gewarnt, mit der Weissagung vor den falschen Propheten und falschen Christussen. Das muss für uns ein Maßstab und eine gesicherte Warnung zugleich sein - nachzulesen bei Markus 13,21-23, oder bei Matthaus 24, 23-26, ebenso bei Lukas 21,8.
Der Leser merke auf bei diesen Texten und sehe sie vor dem Hintergrund der Abläufe unserer akuten Gegenwart, nicht ohne dabei inständig den Heiligen Geist anzurufen, mit der Bitte um Erleuchtung. So hat Maria es auch in Garabandal empfohlen, ... „denn ihr geht in einer Zeit solch großer Verwirrung, dass ihr sogar vielen von euren Priestern (auch guten) keinen Glauben mehr schenken könnt. Wenn ihr nicht mehr aus noch ein wisst, dann besucht Jesus im Tabernakel und bittet uns um Erleuchtung. Wir (Jesus und ich, seine Mutter) werden euch Erleuchtung geben, damit ihr erkennen könnt, was wahr ist". Es wird nicht etwa gesagt, dass wir uns dann nach Botschaften richten sollen, die uns von irgendwelchen Sehern gegeben werden; auch nicht, dass wir Seher und sogenannte Begnadete befragen sollen, um Antworten zu bekommen. Dieses hierbei klar zu erkennen ist außerordentlich wichtig und ist geeignet dazu einen Schutzschild vor Fehlinformation zu bilden.
Satan befiehlt den Menschen, die ihm an Orten seiner Regie durch den Mund sogenannter „Begnadeter" zuhören, fromme Übungen zu verrichten und übertrieben viel zu beten, damit man denken soll: Es wird da viel gebetet, das kann doch nicht schlecht sein. Die so verkündeten frommen Übungen werden über die normale Pflichterfüllung gestellt und werden zu einer Art Abhängigkeit unter ängstlichem Zwang. Nicht selten entsteht daraus ein religiöser Wahn und eine in fanatische Formen führende falsche Frömmigkeit. Auch dadurch versucht er die opferbereiten Menschen aus dem Innenraum der Kirche zu ziehen, indem er eigene Gebetshäuser verlangt, in denen man sich zum Gebet und zur Ausübung religiöser Handlungen versammeln soll. In Wahrheit aber sind solche Verhaltensweisen (Die Übersetzung von Dr. Hermann Menge ist hier sehr zu empfehlen, da Menge wichtige Textergänzungen und Erklärungen zum besseren Verständnis anführt und auch die Verweisstellen zu den verwandten Texten bei den Propheten des Alten Bundes nennt) kein Kriterium, sondern nur ein Vorwand, der uns den klaren Blick trüben soll.
Ein Kriterium aber ist auch, inwieweit Botschaften mit dem Evangelium übereinstimmen und mit dem Auftrag Jesu an seine Jünger, der sie, und das müssen wir erkennen, mit Vollmacht zur Entscheidung ausgestattet und ihnen die Macht übertragen hat, Sünden zu vergeben; eine Vergebung durch bloßes Rezitieren eines „totalen Absolutions- und Ablassgebetes während mehrerer Tage hindurch“, wie das mit dem „Buch der Wahrheit“ verkündet und damit ein von Jesus Christus gegebenes Sakrament abgeändert bzw aufgehoben wird, steht im klaren Widerspruch zum Evangelium und kommt gewiss vom Widersacher.
Petrus und dem ihm übertragenen Amt hat er dabei „die Schlüssel für den Himmel" anvertraut, und er hat die Apostel und ihre Nachfolger zu Teilhabern seines ewigen Priestertums gemacht. Angesichts dieser Vollmacht bleibt es allein der Kirche vorbehalten, zu entscheiden darüber, ob ein mystisches Geschehen im übernatürlichen Sinne echt ist oder nicht. Jesus hält sich gebunden an die Entscheidungen der Nachfolger der Apostel, die die Führung der Kirche bilden. Dafür gibt es in der Geschichte der Mystik zahlreiche Beispiele, die diese Vollmacht bestätigen. Nicht zuletzt bei Erscheinungen der Muttergottes, wie etwa in Lourdes, als sie, von Bernadette mach ihrem Namen gefragt, sich mit dem Titel vorstellte, den ihr die Kirche kurz zuvor verliehen hatte: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis." Ebenso geschah es auch in Garabandal, nachdem sie Papst PAUL VI. auf dem Konzil zur Mutter der Kirche erhob, sagte sie unmittelbar danach zu den Seherkindern: „Meine Kinder hört auf mich. Ich, Eure Mutter,1iebe euch!"
Bedenken wir also stets, dass uns der Diabolus mit tausend Wahrheiten verblüffen kann und uns bezüglich der übernatürlichen Echtheit eines mystischen Ereignisses in Sicherheit zu wiegen versucht. Er kommt uns mit den süßesten mystischen Schmeicheleien entgegen und verblüfft mit auffälligen „Wundern" sogar ernsthafte Leute.
Nicht selten ruft er in diesen durch hochtrabende Worte das Bewusstsein einer besonderen Erwählung hervor, das in jedem Falle zu geistlichem Stolz und Hochmut führen kann. Er spricht von Licht, oder er sagt, dass er bzw. sie, wenn er sich als Jungfrau Maria ausgibt, Licht zu bringen vom Allmächtigen. Das allein deutet schon darauf hin, dass Satan es ist, denn vor dem Fall war er Luzifer, was Lichtbringer heißt. In der NEW-AGE-Bewegung wird Luzifer verehrt und diese Verehrung wird mit der dreisten Lüge zu rechtfertigen versucht, dass man Luzifer vor dem Fall meine und ehre, als er noch Lichtbringer vor dem Throne Gottes war, nicht nach dem Fall, als er Satan wurde. Sogar so etwas findet unter den von Satan verblendeten Menschen noch Anklang, die sich sogar für religiös halten und nicht selten Aktivitäten mit „frommen Leuten" führen.
Sind diese zumeist gut meinenden und religiös interessierten Menschen erst einmal von solcher Abwerbungs- und Ablenkungsmystik angelockt, verfallen sie in einen nebulösen Zustand der Kritiklosigkeit, wenn sie nur erkennen, dass da oder dort gut und viel gebetet wird, sich eine gute religiöse Praxis einstellt und sich in den Zeugnissen der Seher Wahrheiten erkennen lassen, die dem Glauben zumindest gefühlsmäßig nicht entgegenstehen. Dazu kommen zumeist Erlebnisse, die unter einer übersteigerten Sehnsucht nach mystischen Erlebnissen für bestätigende Phänomene der eigenen Vorstellungen gehalten werden, auch wenn sich etwa Tränen an Statuen und Bildern bilden, oder wenn sich unerklärliche Düfte verbreiten, Lichtzeichen zu erkennen sind und wenn sich sogar angebliche und auch tatsachliche Heilungen einstellen. Auch Stigmatisationen ruft der Widersacher Gottes in unserer Zeit hervor und versucht damit das gläubige Volk und die Kirche zu täuschen. Dabei muss gesagt sein, dass wohlriechende Düfte, Tränen oder Blut und auch Lichtzeichen durchaus persönlich gewährte Gnaden sein können, die aber in sich keine Beweiskraft für deren Ursache besitzen. Der einzelne, der damit Beschenkte, weiß darauf zumeist wohl eine bessere Antwort zu geben wie der, der es zu überprüfen hat. Das kommt auch daher, dass der damit Beschenkte darum weiß, ob er sich im Zustand der Gnade, der Gewissensreinheit, befindet, um eines solchen Gnadenerweises würdig zu sein.
Auf jeden Fall sind es zumeist persönliche Geschenke, die zur Veröffentlichung als Grund außerordentlicher Bestätigung absolut ungeeignet sind. Wenn sie genannt werden, sollten sie lediglich als Begleitumstände bezeichnet und gedeutet werden, nicht aber als Kriterien. Sie sollten auch nicht als Bestätigung des Glaubens oder gar als dessen Voraussetzung oder als Grundlage zur Beurteilung anderer Phänomene betrachtet werden. Im Kollektiv wahrnehmbare und öffentlich vorhandene solche Zeichen bedürfen unbedingt der Bestätigung von der Kirche, um als solche angenommen zu werden. Ohne diese Legalisierung durch die Kirche deuten sie in öffentlich zugänglicher Form heutzutage eher auf eine Fälschung hin, die die Wundersucht mit einem Erlebnis befriedigt. Satan passt sich den Wünschen und Erwartungen der „frommen" Menschen an!
Es gibt keine sicheren Regeln, die uns zur allgemeinen Anwendung zur Verfügung stehen, um bei solchen Phänomenen unterscheiden zu können, ob es von Gott oder vom Teufel kommt, der die Kraft Gottes für seine Zwecke missbraucht. Die vorher genannten Kriterien lassen sich aber von jedermann leicht zur Unterscheidung der Geister anwenden, wenn sie mit dem Verstand und Vernunft unter Ausschaltung des Gefühls konsequent angewendet werden. Dabei ist unbedingt zu berücksichtigen: es gibt kein „sowohl als auch," es gibt nur das „entweder oder".
Es gibt keine Vermischung göttlicher mit satanischer Prophetie. Das würde ja bedeuten, dass sich Gott an den Täuschungen Satans beteiligt. So etwas ist absurd. Was es dagegen gerade heute sehr oft gibt, ist: die Nennung göttlicher und bereits bekannter Wahrheiten durch Satan, der damit seine Identität und seine darunter getarnten Lügen zur Irreführung geschickt verbirgt.
Hier einfügen Gott habe endlich den Termin festgesetzt
Ein weiteres: Es gibt keine Erscheinungen Gott Vaters, wie das in jüngster Zeit hier und dort und insbesondere auch im „Buch der Wahrheit“ aufzukommen scheint. Das ist eine lächerliche Maske Satans, mit der er heutzutage sogar eine Reihe bekannter Theologen zu narren versteht. „Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen" (Joh 6,46), oder zu Moses gesprochen: „Du kannst mein Angesicht nicht sehen; denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben" (Ex 33,20). Die Texte vom Dreifaltigkeitssonntag sollten jedem ernsthaft kritisch prüfenden Leser solch angeblicher Mystik die Augen öffnen, auch den Theologen. Darüber hinaus sei zu bedenken gegeben, dass ja die Menschwerdung Gottes dadurch zur absurden Tat gemacht wurde, wenn Gott Vater sich x-beliebigen Menschen, die dazu noch von sich sagen, davor kein religiöses Leben geführt zu haben, als Erscheinung offenbaren würde. So etwas deutet doch eher auf die Erfüllung der Voraussetzungen für das „Tätigwerden" Satans hin. An anderen Stellen dieses Buches wird hier und da auch noch von weiteren Kriterien gesprochen.
Wohl kennt die Kirche noch andere Maßstäbe, die zur Beurteilung solcher Vorkommnisse geeignet sind, die aber von Unkundigen und gewöhnlichen Laien zur Beurteilung nicht schlüssig herangezogen werden können. Dabei spielt auch das geistige und räumliche Umfeld solcher Phänomene eine wichtige Rolle. Deshalb ist es für die Kirche auch so schwer zu entscheiden, ob ein mystisches Geschehen im übernatürlichen Sinne, also von Gott kommend, oder nur im außernatürlichen Sinne und damit von Luzifer und seinen Dämonen vorgespielt, angesehen werden muss.
Es sei darum noch einmal betont, dass nicht das oder die Phänomene entscheidend sind für die Beurteilung, sondern in jedem zu beurteilenden Fall alle der Kirche zur Verfügung stehenden Kriterien positiv erfüllt sein müssen. Das ist unbedingt wichtig zu wissen und hilf uns, das lange Zögern mit einer kirchlichen Anerkennung solcher Begebenheiten in unserer von Täuschungen und Blendungen reichen Zeit besser zu verstehen. Es entschuldigt aber nicht das menschliche Versagen, das bei den Ereignissen von Garabandal von der vom damaligen Bischof eingesetzten Prüfungskommission offensichtlich zutage getreten ist, wie Dr. Morales es als Leiter dieser Kommission freimutig in seinem Vortrag bekannt hat. Auf der anderen Seite verpflichtet es Laien, die dazu berufen und fähig sind, die zuständigen Vertreter der Kirche unablässig um eine ordentliche Prüfung zu bitten.
Apropos kirchliche Anerkennung. Die irische PR-Fachfrau behauptet, dass die Mutter Gottes ihr am 16.12.2011 folgendes mitgeteilt habe: „Du bist die wahre Endzeitprophetin, und wirst vom Himmel geführt, um zu helfen, die Welt zu verwandeln.“ Die Seherin wird als die „wahre Endzeitprophetin“ bezeichnet, so als gäbe es nur eine einzige „Endzeitprophetin“. Das kann wohl so nicht richtig sein, denn schon vor ihr gab es zahlreiche Prophetien bzgl. der Endzeit. Vom Propheten Joel wissen wir: „Danach aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben und eure jungen Männer haben Visionen“ (Joel 3,1). Deshalb wird der Geist Gottes auch zukünftig durch Menschen sprechen, denn die Gabe der Prophetie kommt von Gott.
Ihr „Jesus“ diktierte dieser „Endzeitprophetin“, die im Laufe der angeblichen Eingebungen auch als „Endzeit-Engel“ angesprochen wird, am 12.11.2010, „…und du wurdest ausgewählt, diese Arbeit mit Mir zu tun. Es dauert drei Monate“ und am 9.07.2011, „Es ist nicht wichtig, ob die Kirche diese Botschaften anerkennt; denn die Zeit läuft davon. Meine geistlichen Diener werden viele, viele Jahre brauchen, um Meine Botschaften anzuerkennen. Also mache weiter“ und weiter am 7.11.2011, „Ohne dein Opfer könnte Ich Mein Versprechen nicht erfüllen, die Menschheit zu retten, so dass jeder Seele die Chance gewährt wird, dass ihr ihr rechtmäßiges Erbe zugutekommt.“
Die letzte „Endzeitprophetin“ ist im Mai 2015 von der Propheten-Szene abgetreten, sind seit der Veröffentlichung der Botschaft doch mehr als 3, in Wahrheit 48 Monate vergangen und das Versprechen, die „Menschheit“ zu retten, nicht eingelöst worden; ihr „Jesus“ scheint sich geirrt zu haben, die Zeit ihm davongelaufen zu sein. Zudem wird die Seherin zur notwendigen Miterlöserin gemacht, ja, sie bezeichnet sich selbst als "Mutter der Erlösung". Ohne sie könne Gott angeblich sein Versprechen, die Seelen zu erlösen, nicht erfüllen. Hier wird die Allmacht Gottes und die Erlösung durch Christus, unsern Herrn, in Frage gestellt und an einer zweifelhaften Seherin festgemacht.
Die Zeit läuft davon? Ist Er nicht Gott und kann Er die Zeit nicht nach seinem Willen und Gefallen verlängern und gestalten? Wirkt nicht Er selbst in seiner Kirche, weshalb Er diesen Anerkennungsprozess nicht beschleunigen könnte? (vgl. die Dauer – eigentlich Kürze – des Seligsprechungsprozesses von Pp. Johannes Paul II.) Dadurch aber, das „Jesus“ angeblich sagt „Es ist nicht wichtig, ob die Kirche diese Botschaften anerkennt“ sagt er in Wahrheit, dass das Urteil seiner Kirche irrelevant sei. Egal was Priester, Bischöfe und der Papst, das oberste Lehramt der Kirche, sagen, die Botschaften seien wahr. Bisher galt immer, dass die Kirche das oberste Lehramt besitzt. Christus hat die Kirche gegründet und jetzt soll er sagen, die Kirche sei nicht mehr notwendig? Die Botschaften unterminieren so wieder einmal die Autorität der Kirche und treiben einen Keil zwischen papsttreue und botschaftstreue Christen.
Es ist also nicht ausschlaggebend, ob Botschaften Wahrheiten enthalten, sondern ob sie keine Unwahrheiten und keine oberflächlichen Selbstverständlichkeiten enthalten. Oft ergießen sich diese „Wahrheiten" in Phrasen über die selbstverständliche Ehrerbietung Gott gegenüber, sie klingen hochtrabend und benutzen zum Schein eine gehobene Sprache, nicht selten im Imperativ, sprechen von den bekannten Pflichten eines jeden Christen und erweitern diese, oder sie klingen verniedlichend und sogar kindisch. Sie sprechen von den vernachlässigten Pflichten der Priester, von den Veränderungen, den veränderten Zuständen, von der dadurch entstandenen verminderten Ehrfurcht usw. In Wirklichkeit aber ist das der Frontbericht des Zerstörers, der, weil er der Vater der Lüge ist, damit seine eigenen Triumphe als Erfolgsmeldungen und oftmals, wenn diese prophetisch gesprochen sind, seine Pläne bekannt gibt. Man sollte deshalb nicht übersehen, dass diese Worte aus dem Munde des Fürsten der Finsternis und seiner Helfershelfer Heucheleien und zugleich Spott für den Allmächtigen Gott sind. Er klagt vor den Gläubigen und vor Gott diejenigen an, die er zuvor dazu verführt hat, diese schlechten Taten auszufuhren. Damit versucht er seine Identität zu verbergen und versucht den Menschen vorzutäuschen, dass Gott diese Klage ausspricht.
Jesus hat den Dämonen verboten zu sagen, wer Er ist, er hat ihnen verboten, über ihn und den Vater zu reden. Jesus hat den Verführer von sich gewiesen, als er ihn zu einem Zeugnis seiner göttlichen Kraft verführen wollte auf der Zinne des Tempels in Jerusalem. Er hat vor ihm gewarnt und vorhergesagt, dass er große Zeichen und Wunder tun wird, um die Guten irrezuführen. Aus diesem Grunde sollten wir uns auch niemals von den Worten Besessener beeindrucken lassen, wie das so oft zu beobachten ist, auch wenn in den Aussagen mit dem Hinweis gesprochen wird, dass diese Aussagen auf Anordnung Mariens, der hohen Frau, oder wie sie auch immer genannt werden mag, zustande kommen. Dämonen haben uns ebenso wenig etwas zu sagen, wie Jesus sie etwas sagen ließ, obwohl sie uns mit ihrem Wissen über uns und über die Zukunft verblüffen und neugierig machen können. Dabei ist es von besonderer Wichtigkeit zu wissen, dass Satan und seine Dämonen niemals den Erkenntnisstand der Wahrheit Gottes kennen. Sie haben eine teilweise Erkenntnis und vervollständigen dies den Menschen gegenüber mit den Absichten und Zielen, die sie im Aufstand gegen Gott verfolgen. Daraus ergibt sich, dass der intelligente Verführer unter offensichtliche Wahrheiten unauffällig Unwahrheiten mischt, die von den Betroffenen nicht erkannt werden, oder die für diese nicht nachprüfbar sind, die aber geeignet sind, diese Menschen in einen wesentlichen Irrtum zu führen, der das ewige Heil gefährdet. Verbunden sind solche mystischen Schmeicheleien oft mit beängstigenden Voraussagen oder spektakulären Enthüllungen, nicht selten unter Nennung konkreter Daten und Namen, wie etwa der in Garabandal prophezeiten Ereignisse, die dort von Maria wohlweislich verborgen wurden, wobei SIE den Seherkindern aufgetragen hat, darüber zu niemandem zu sprechen.
Es werden auch Voraussagen zumeist kurzfristiger Art gemacht, die, wenn sie nicht eintreffen, mit dem Argument erklärt werden, dass diese Ereignisse „weggebetet" und „abgesühnt" worden seien, also Erfolgserlebnisse vermitteln. Es wird vorgegaukelt, dass sie uns deshalb erspart geblieben sind, weil wir auf die Botschaften gehört und reagiert haben, die an diesen Orten und von diesen sogenannten Begnadeten vom Diabolus inszeniert worden waren. Die Maßstäbe für die Prophetie werden auf diese Weise schwammig gemacht und die Betroffenen werden auf diese Weise in ihrem Urteilsvermögen betäubt. Es entsteht dadurch der Eindruck, dass die Wahrheit Gottes und sein Wille zu einer Schaukelpolitik gegenüber den Menschen werden. Es wird uns damit vorgemogelt, dass wir gleichermaßen dem Allmächtigen Gott „in die Karten der Zukunft" schauen dürfen und dieses Wissen gleichsam eine Belohnung ist für das Interesse, das wir seinen, Satans, Erscheinungen gegenüber erbringen. Er befriedigt die Neugierde und schürt die Enttäuschung, indem er Zustande in der Kirche und in der Welt anklagt und sie als verwerflich bezeichnet, die auch in vielen treuen Betern Abscheu hervorrufen, obwohl er selbst ja deren Urheber ist. Das sind Schmeicheleien in den Ohren enttäuschter Menschen! Sie tun gut in den durch den Modernismus verletzten Herzen, die unter den unzähligen Profanierungen in der Kirche bis an die seelische Schmerzgrenze leiden! Es sind seelische Umarmungen für die durch verwässerte Pastoral Enttäuschten. Man will, wenn man sie endlich hört, nicht wahrhaben, dass es der Teufel ist, der das sagt, denn man argumentiert, dass der Teufel doch nicht gegen sich selbst sprechen könne. Genau das aber tut er, denn er ist der Vater der Lüge.
Wenn aber Satan diese Menschen auf solche Weise dazu bringt, mit Kritik und Abscheu die Kirche und deren Vertreter zu verachten, so erreicht er mit diesen Menschen sein Ziel, das Herz der Kirche zu treffen, das Jesus ist. Satan verwandelt die ursprünglich Getreuen der Kirche zu schmerzenden Eiterbeulen an seinem mystischen Leib, dieser Kirche. Ihre Gebete dringen schmerzvoll in Sein verwundetes Herz, weil sie durch Satan von den Menschen verlangt wurden und so, von diesen Menschen zwar ungewollt, zu Hohn und Spott werden für den gemarterten Herrn. Es ist vergleichbar mit der Menge der Juden, die damals nicht wissend was sie taten, „ans Kreuz mit ihm`` geschrien haben. Hüten wir uns davor und bleiben wir Jesus und seinem geheimnisvollen mystischen Leib, der die Kirche ist, treu, auch wenn dieser bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird. Beten wir in der Kirche und versuchen wir trotz Enttäuschung in den Gemeinden ein gutes Beispiel zu geben. Gehen wir nicht an all jene Orte, an denen in dieser Zeit vermehrt Wunder und angebliche Erscheinungen stattfinden. „Gehet nicht hin . . .``, hat Jesus gesagt. Glauben wir Ihm! Vertrauen wir seinem Wort!
Maria hat durch St. Michael in Garabandal gesagt: „Dieses hier ist die letzte Warnung". Bedenken wir das, wenn wir von neuen Botschaften hören mit Prophezeiungen und Warnungen. Denken wir daran, dass wir von Maria daran erinnert wurden, dass wir uns nun in der von Jesus angekündigten Endzeit befinden. Deshalb ist es so wichtig, dass wir ernst nehmen, was Er uns für diese Zeit gesagt hat. Denken wir aber auch immer daran, dass Jesus mit seinem verklärten Leib auferstanden ist am dritten Tage und alle Verwüstung überwunden hat. Er wird auch nach dem äußeren Tod seines mystischen Leibes am dritten Tage auferstehen, der uns noch bevorsteht. Auch diesen äußeren Tod des mystischen Leibes, der Kirche, benutzt Satan in unseren Tagen in Botschaften, die uns ängstigen sollen. Er ruft uns deshalb darin sogar zum Gebet auf, genau wissend, dass seine Pläne in der Zulassung Gottes liegen und von den wenigen Getreuen ebenso wenig verhindert werden können durch ihre Gebete, wie die Kreuzigung Jesu von seinen Jüngern verhindert werden konnte. Doch nach der Reinigung wird durch die Auferstehung die Verwüstung unserer Tage überwunden sein, eine Verwüstung, die Satan jetzt in vielen angeblichen Botschaften des Himmels zu unserer Einschüchterung benützt, der er aber dann mit der von ihm abgelenkten Schar selber zum Opfer fallen wird. Er weiß das und deshalb zündet er jetzt überall auf der Welt Lampen vorgegaukelter Mystik an, und sehr viele fromme Menschen fallen darauf herein, weil sie in der an Zerfall leidenden Kirche heimatlos geworden sind, weil ihre geistlich ausgedörrten Gemüter sich nach der eingreifenden Hand Gottes sehnen.
Die Welt bedarf dieser Reinigung unbedingt, sie muss kommen vor der Auferstehung zum Reiche Gottes. Diese Auferstehung wird seine Wiederkunft sein und mit Ihm wird sein Reich kommen, „das Reich meines Vaters", um das wir im Vaterunser, durch Ihn angeleitet, immer beten. Beten wir aber zuvor für die Priester und für die Bisch6fe, wie Jesus für Petrus gebetet hat: „»Simon, Simon! wisse wohl: der Satan hat sich (von Gott) ausgebeten, Gewalt über euch zu erhalten, um euch zu sichten (eigentlich zu sieben = im Siebe zu schütteln), wie man Weizen siebt; ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht ausgehe (oder: ganz aufhöre); und du, wenn du dich einst bekehrt hast, stärke deine Brüder!« (Lk 22,31.32 nach Menge)". Denken wir daran, anstatt sie unentwegt nur zu kritisieren und anzuklagen, wie das der Verderber tut in seinen verlogenen sogenannten „Botschaften vom Himmel", in denen er sich als Jesus oder Maria ausgibt.
In Garabandal wurde in der zweiten Botschaft zwar auch gesagt: „Viele Kardinäle, Bischöfe und Priester gehen den Weg des Verderbens und ziehen viele Seelen mit sich". Es wurde aber nicht davon gesprochen, dass sie dieses oder jenes tun oder unterlassen sollen, das kraft ihrer Weihe und ihres Amtes von Jesus in ihren Entscheidungsbereich gelegt wurde. Sie wurden nicht konkret angeklagt, sondern die Tendenz ihrer Haltung, ihrer Entscheidungen, wurde bezeichnet. Es läge an ihnen, ihre Handlungen und sich selbst dem Evangelium nach zu überprüfen. Das ist ein bedeutsamer Unterschied, der ihnen die Freiheit der Entscheidung überlässt.
Angesichts der offensichtlichen Situation, dass sich in der Endzeit, die nach allem vorher Dargelegten diese Zeit ist, sich der mystische Leib der Kirche auf den Kreuzweg befindet, müssen wir uns fragen lassen, ob wir uns wie die meisten Jünger oder wie Maria und Johannes verhalten wollen. Die meisten Jünger haben sich in ohnmächtiger Ratlosigkeit von ihrem Meister entfernt, als er geschändet und gemartert wurde. Durch ihr Verhalten haben sie ihn gewissermaßen und sich selbst in ihrer Zugehörigkeit zu ihm verleugnet. Petrus tat das auch offen. Maria aber und Johannes, der Jünger, den der Herr besonders liebte, sind Ihm treu geblieben bis unter das Kreuz. Sie standen unter dem Kreuz! Sie blieben ihm treu!
Vertrauen wir dabei mehr auf die Jungfrau Maria, die Siegerin in allen Schlachten Gottes, die Satan den Kopf zertreten wird. Versuchen wir stattdessen Jesus umso mehr zu lieben, wenn immer wir solchen Zerfallserscheinungen in seiner heiligen Kirche begegnen. Bedenken wir dabei, dass das ja so kommen muss. Bedenken wir aber auch, dass wir das Schwert unseres Zornes über diese Zustände in der Scheide lassen müssen, um nicht wie Petrus vom Herrn ermahnt zu werden: „Stecke das Schwert in die Scheide! Soll ich den Kelch, den mir der Vater gegeben hat, nicht trinken?" (Joh 18,11).
Besuchen wir Jesus dann lieber beim Tabernakel, um ihn zu trösten und um ihm unseren Schmerz zur Sühne anzubieten. Dadurch werden auch wir getröstet, weil wir dann seine unmittelbare Nähe in der leidenden Liebe erfahren können. Gewiss ist das nicht leicht und kostet uns ein großes Maß an Überwindung, indem wir auf unseren Protest verzichten. Aber gerade darin liegt der Gewinn, denn damit verwirklichen wir die von uns von Ihm erwartete persönliche Entscheidung, die Entscheidung für den Willen Gottes. Auch die ehemaligen Seherkinder von Garabandal werden in diesen persönlichen Entscheidungsprozess hineingestellt, wie wir am Beispiel der letzten Vision Conchitas bei den Kiefern sehen können. Von ihr wissen wir, dass sie sich zum Beispiel konsequent gegen die angeblichen Erscheinungen und Botschaften von Bayside bei New York wendet, und das von Anfang an. Sie hat sich nicht täuschen lassen von den vielen wundersamen Neuigkeiten, die dort sogar auch die Sache von Garabandal betrafen, bis hin zu der für viele interessanten Aussage, dass Papst PAUL VI. einen Doppelgänger habe und er selbst in den Katakomben unter dem Petersdom gefangen gehalten werde. Ja sogar, dass er dort noch lebe und nur sein Doppelgänger gestorben sei. Selbst wenn das nur im Entferntesten mit der Wirklichkeit übereingestimmt haben sollte, so wurden Jesus und seine heilige Mutter niemals mit der Ausstreuung solcher Gerüchte umgehen, die das von IHM übertragene Ant, sowohl in der Person, als auch in der Institution verletzen, kompromittieren und in Frage stellen würde. Ein Absurdum also in sich selbst. Auch das war ein Angriff auf das Herz der Kirche, auf Jesus Christus, der in göttlicher Souveränität im Nachfolger Petri seinen Stellvertreter auf Erden bestimmt hat. Wie viele aber sind dem Verführer nur allein an diesem Ort und durch diese angeblichen Botschaften auf den Leim gegangen, der sie unter Ausnützung des Verblüffungseffektes von der absoluten Treue zum Papst und der heiligen Kirche abgehalten hat, ja, sie sogar gegen den Stellvertreter aufgebracht und seine Rechtmäßigkeit in Frage stellen ließ. Zugleich aber, und dahinter verbirgt sich eine doppelte Heuchelei des Verderbers, für den Papst und die Kirche beten und opfern ließ.
Wir sehen an diesem einen Beispiel, wie notwendig es ist, dass wir mystischem Geschehen in keinem Falle mit dem Gefühl, sondern mit dem klaren Verstand und Vernunft – neben der Freiheit eines der größten Geschenke - begegnen müssen, der uns unter Anrufung des Heiligen Geistes dazu befähigt, zu einer Unterscheidung der Geister zu kommen. Dazu sind wir getauft. Wenn wir uns dabei aber unsicher fühlen, so sollten wir uns unbedingt von solchen Dingen fernhalten und uns besinnen auf unsere von der Kirche aufgezeigten Pflichten. In diesem Zusammenhang sei auch noch gesagt, dass sich viele religiösen Übungen, bis hin zu unerlaubten liturgischen Handlungen, an diesen Orten satanischer Inszenierungen in beißenden Spott gegenüber dem Allmächtigen Gott verwandeln, weil sie nicht von Gott, sondern von Satan ausgelöst und organisiert wurden. Selbst wenn die Ausführenden dabei nur gute Absichten haben, so werden diese guten Absichten dadurch ungültig und zunichte gemacht, weil Satan es ist, der Gott damit verspottet. Sie fallen den von Jesus im Evangelium genannten nutzlosen religiösen Übungen und Werken zu, die er selbst wertlos nennt. An manchen Orten hat man oft den Eindruck, als ob die mystischen Phänomene zunehmen, je mehr gebetet wird und je mehr sich das Interesse auf diese Phänomene konzentriert. So belohnt der Affe Gottes die gut gemeinten Opfer und Gebete der neugierigen Menschen, die dort die Nähe Gottes suchen und stattdessen von Satan zum Hohn dem Allmächtigen Gott gegenüber missbraucht werden. Es werden heilige Symbole, wie Kreuze, Statuen, Bilder und weiteres aufgestellt und es wird diesen Gegenstanden durch süßliche Verehrung und religiöse Übertreibung oft zu einem mystizierenden Eigenleben verholfen. Bedenken wir dabei stets, dass viele von diesen Gegenständen, und auch religiösen Handlungen, nur dann zu unserem Heil wirken, wenn sie mit der Kirche verbunden sind und im Gehorsam die Legalität der Kirche besitzen. Ohne diese lebenswichtige Verbindung zur Gnadenquelle, die nur aus der Kirche sprudelt, werden sie zu Masken, hinter denen die Dämonen ihre Fratzen verbergen. Jesus sagte: „Seid nüchtern und wachsam!" Religiös nüchtern und wachsam mit dem Verstand, damit wir uns die Freiheit erhalten, uns für Gott oder aber auch gegen ihn entscheiden zu können, und damit wir unseren Glauben nicht abhängig machen von Wundern, die für unseren Verstand nicht erklärbar sind, aber nur zu ihrem Selbstzweck und nicht zu unserem Heil dienen; die außerdem auch dazu führen können, dass wir nach solchen sogenannten mystischen Zeichen süchtig werden und bei deren Ausbleiben das Vertrauen in Gott und seine unsichtbare Nähe verlieren. Wunderbares mystisch anmutendes Geschehen, das uns süchtig macht und damit den Glauben abhängig macht. Es wird nicht bemerkt, dass dadurch eine Abhängigkeit entsteht gegenüber Satan und seinen Werken, die er in unserer Zeit in religiösen Mogelpackungen geschickt verbirgt. Auf diese Weise kann er den Menschen auch den Glauben rauben, ja er macht sie sogar dadurch zu Gegnern Gottes durch die Enttäuschung. Versäumen wir nicht, unseren Blick immer wieder auf die schmerzhafte Erlösungstat Jesu Christi zu richten, und bedenken wir, dass wir IHM in nichts ähnlicher werden können, als im Leiden. Darum sind alle unsere Leiden die wertvollsten Geschenke zu unserem Heil, wenn wir fähig sind, sie Jesus aufzuopfern und unter sein Kreuz zu stellen. Denken wir auch immer wieder daran, dass die Nachfolge Jesu niemals ein bequemer Spaziergang sein kann. Wie auch Conchita bei der letzten Erscheinung, werden alle vor die Ungewissheit der Zukunft gestellt und vor das Wagnis des Glaubens, der uns eine klare und oft auch harte Entscheidung im Vertrauen auf Gott und unter Anwendung der Kraft unseres Verstandes abverlangt. Im Vertrauen auf den einen Herrn, der in seiner eucharistischen Gegenwart das Herz der Kirche ist und bei uns bleibt bis ans Ende der Tage, werden wir stets den richtigen Weg zu folgen imstande sein, auch wenn wir durch Fehltritte und Versuchungen mannigfacher Art gelegentlich zum Stolpern gebracht werden. Einzig entscheidend ist, dass wir Jesus lieben und ihm liebend zu dienen bereit sind. Starken wir dieses Herz der Kirche durch eine uneingeschränkte Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten Sakrament, beim Empfang, bei der Anbetung und wenn wir davon sprechen. Wir selbst, jeder einzelne, sind die Herzmedizin für das verwundete kranke Herz der Kirche. Vermeiden wir es, über die ehrfurchtslose Haltung anderer zu urteilen, vermeiden wir es auf andere mit dem Finger zu zeigen, wenn sie im Zustand eines geschwächten Glaubens zu ehrfurchtslosen Ansichten und Praktiken neigen. Beten wir lieber für sie! Das gilt ganz besonders gegenüber Priestern, denn sie haben Anteil am ewigen Hohenpriestertum Christi, und nur ER ist berechtigt über sie zu urteilen, auch wenn sie den Herrn in seinem königlichen Glanz durch ihr glaubensschwaches, durch die Anpassung an die Zustände in der Welt geprägtes Verhalten oftmals verdunkeln. Beten wir lieber für sie! Opfern wir den Schmerz auf, den wir angesichts ihres geschwächten Glaubens empfinden und klagen wir sie nicht an, denn sonst machen wir uns ungewollt zu Gehilfen des Anklägers vor Gott, der Satan ist. Versuchen wir sie zu lieben, wie Jesus dem verlorenen Schaf nachgeht und wie Maria diejenigen Kinder besonders liebt, die auf Abwegen sind. Geben wir stets nur das gute Beispiel, ohne zu provozieren und ohne unser eigenes Handeln als das bessere darzustellen. Das Beispiel allein soll wirken, und vor allem soll unser Verhalten anderen gegenüber wirken. Das Schlechte durch Liebe zu besiegen heißt: Gott in seiner grenzenlosen Liebe zu den Menschen zu verherrlichen."

Boni

Okay, sie brauchen nicht um Entschuldigung zu ersuchen. Offenbar habe ich ja den Eindruck erweckt, etwas mit diesem Mystik-Kram zu tun zu haben. Das ist für mich interessant, weil ich wirklich überhaupt nichts davon weiß und verstehe. Ich selbst würde meinen Glauben eher als knochentrocken bezeichnen (was das Gegenteil von "durch Schauungen beeinflusst" bedeutet), und damit natürlich auch höchst defizitär ...

Nun ja, Boni, ich hoffe doch sehr, dass neben Knochentrockenheit doch auch noch eine Mystik und ein Glauben an Offenbarung, Prophetie besteht; die Notwendigkeit und Schwierigkeit liegt wohl in der Unterscheidung zwischen göttlicher und somit wahrer und falscher und somit diabolischer Prophetie.

Boni

Beglaubigte Schauungen akzeptiere ich schon und finde solche auch spannend.