Pius XII: Veränderung der Liturgie wird Mode
Eine Mentalität der “Änderung der Liturgie" entwickelte sich unter Pius X (+1914) und wurde von Pius XII (+1958) fortgesetzt, erklärte Caminante-Wanderer.Blogspot.com (5. August).
Pius XII. nahm viele mehr oder weniger notwendige liturgische Änderungen vor:
- Das Motu proprio In quotidianis precibus (1945) gab die lateinische Vulgata-Übersetzung der Psalmen des Heiligen Hieronymus auf und übernahm den klassischen lateinischen Stil Psalterium pianum, eine Übersetzung des Jesuitenpaters Augustin Bea (+1968).
- Er führte 1946 den außerordentlichen Firmspender ein.
- Die Apostolische Konstitution Sacramentum ordinis (1948) erklärte, dass die Handauflegung der einzige wesentliche Ritus der Priesterweihe sei, obwohl mittelalterliche Theologen die Überreichung von Patene und Kelch als den wesentlichen Ritus ansahen. Außerdem änderte er den Ritus der Firmung.
- Er änderte die Rubriken des Breviers und des Messbuchs (1955).
- Er führte die Landessprache in einigen Teilen der Liturgie ein: …Mehr
Viele dieser pianischen Erlasse waren richtig, vor allem SAcramentum Ordinis.
Man nennt obige art und Weise zu referieren "das Kind mit dem Bad ausschütten".
Meines Wissens gibt es einige Weihe-Riten, wo Kelch und Patene nicht dem Weihe-Kandidaten übergeben werden, Da wäre dann die Weihe gemäß den genannten mittelalterlichen Theologen ungültig.
@DrMartinBachmaier
Vor allem Thomas von Aquin scheint ein Gerätist gewesen zu sein.
Es ist aber (heute) offensichtlich, dass das Sakrament im Körperkontakt zustandekommt und nicht durch einen akzidentellen Gegenstand.
Wenn dem so wäre, könnte man ja einen Kelch einer frau in die Hand drücken und sie würde "die Messe lesen".
Die Petrus-Bruderschaft hat von Rom erwirkt, die Karwochenliturgie wieder wie vor Pius XII. feiern zu dürfen, und macht das auch so. Und als ich mal meinte, diese Änderungen seien so schlimm auch nicht - ich meinte im Vergleich zu späteren Änderungen wie dem Novus Ordo -, wurde ich schroff zurechtgewiesen. Übrigens geschieht da einiges schon versus populum. Der Laie nimmt wohl vor allem das Spektakel des Osterfeuers wahr, das immerhin in Freising schon mal die Fenster der Dombibiliothek zersprengte.
Ebenso aber wurde ich zur Vorsicht gemahnt, die Änderungen unter Pius XII. Pius XII. zuzuordnen. Da ziehen andere Kräfte im Hintergrund die Fäden. Das dürfte ebenso bei der Enzyklika Mediator Dei der Fall gewesen sein, die ja Bugnini als Freibrief zur Liturgie-Änderung gesehen haben soll. Prinzipiell hat aber ein Papst das Recht, an der Liturgie was zu ändern ("zumzuflicken"). Gregor der Große hatte gar zum Hochgebet die Passage "diesque nostros in tua pace disponas" ("ordne unsere Tage in deinem Frieden") hinzugefügt. Da braucht man also gar nicht zu Pius X. zu gehen, der doch das Hochgebet unverändert ließ.
Liturgische Änderungen können schon mal gut sein, wie etwa die unter Pius X. Die unter Pius XII. waren es nicht, fragt sich aber, inwieweit sie auf ihn zurückgehen. Hinsichtlich des Kalenders kann ich mir noch vorstellen, dass das Fest "Josef der Arbeiter" am 1. Mai von ihm stammt, nicht aber, dass er das Fest Joseph Schutzpatron der Kirche (Mittwoch nach dem 2. Sonntag nach Ostern) abgeschafft hat; dennoch ist es abgeschafft.
"Joseph der Arbeiter" - ein Versuch, dem Nationalsozialismus den Zahn zu ziehen. "Mediator Dei": Lob für die vom Papst bereits vorgefundene Liturgische Bewegung (die m.E. nachweisbar die Liturgie der Bevölkerung näher brachte, was aber letztlich Historiker beurteilen mögen), Warnung vor liturgie-reformerischem Fortschreiten und Übertreiben (für heute wichtig und von Paul VI. leider missachtet!) und drittens die Forderung nach echtem inneren Vollzug der Liturgie gegenüber bloßer Äußerlichkeit (diese Forderung galt für jene glückliche Epoche, in der die Liturgie als Kulturgut auch für Menschen selbstverständlich war, die innerlich dem christlichen Glauben ferner standen, rechtfertigt folglich nicht die liturgische Zerstörungswut der Konzilszeit. Pius XII. ging von einer äußerlich sehr entfalteten Liturgie aus, behauptete keineswegs, eine Reduzierung äußerlicher Entfaltung führe zu mehr Innerlichkeit! Die Forderung aus "Mediator Dei" nach religiösem inneren Mitvollzug der Liturgie gilt heute wieder, wo der liturgische Bauhaus-Stil als solcher gefeiert, und noch mehr, wo die neue äußerliche Leere mit vielen äußeren Elementen aus Showbühne, Politik und Karneval ausgefüllt wird.
Ich halte es für müßig, bei Lehramtsdokumenten eines Papstes nach anderen Autoren oder Einflußnahmen zu suchen. Schließlich haben sie Ihre Autorität nur durch die Verkündigung durch den Papst, ansonsten sind sie Theologenmeinung.
Diese Argumentation ist auch eine Form sich die Lehramtsäußerungen auszusuchen, die einem passen.
Ob Papst Pius XII. einen wirklichen Fehler in der Liturgie gemacht hat, wird von einem späteren katholischen Papst beurteilt und, falls angebracht, korrigiert.
Pius XII.: Retter von 800.000 Juden, Verkünder eines Mariendogmas, Freund der Deutschen, warnte Roosevelt vor Hitler, war Feind der Nazis, sah in Hitler den Antichrist, bekämpfte Kommunismus und Liberalismus, Verteidiger der Europäischen Kultur, Mystiker im Zusammenhang mit dem Mariendogma, trug in Würde die Tiara und nutzte die Sedia Gestatoria zur Ehre seines Stellvertreteramtes. Und er sorgte dafür, dass die Osternachtliturgie auch vom katholischen Volk als Zentrum des Kirchenjahres erlebt wurde.
So war er, der engelgleiche Papst. Was soll man noch mehr über ihn sagen. er war ein mystisch begabter Papst. Vor seinem Tode erschien ihm Christus, vor der verkündigung des Mariendogmas wurde er gewürdigt, die Visionen des Sonnenwunders von Fatima zu schauen. 3 mal.
Wer ein katholisches Herz hat, der staunt vor Ehrfurcht vor diesem Stellvertreter Gottes.
Wer Pius XII. nicht liebt, wen liebt er dann überhaupt. Etwa die Kirche? Hier wird herumgemeckert über einen heiligmäßigen Papst von Leuten, die erst einmal ihre eigenen Werke herzeigen sollten, die sie für die Kirche vollbracht haben. Da sieht es dann wohl sehr mager aus. Und wer ist denn ohne Fehler? Pius XII. war ein sehr demütiger Papst, der sich für die Kirche verzehrt hat. Wer kann sich anmaßen, ihn mit beleidigenden Worten herunterzumachen?Ein Katholik hat Ehrfurcht vor einem Heiligen. Seine Fehler darf er demütig und bescheiden anbringen und Verbesserungsvorschläge machen. Das was die Besserwissenden schrieben ist schlichtweg kein Benehmen.
Vor Gott gehe ich auf die Knie. Ich nehme nur die Mundkommunion, wo dies nicht möglich ist, bleibe ich weg. Ich will in die Kirche um an die Hl. Messe teilnehmen zu wollen und muss ein "Formular" ausfüllen? Mein Text auf diese Zettel lautet: "Gott kennt mich!" Nicht mehr und nicht weniger. Aber so hoffe ich, das die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zur Kirche geht und mit Gott spricht. Und wenn es nur die Frage ist: "Wer war das!" Ich habe die Möglichkeit gehabt mit den Papst zu sprechen. Ich habe es abgelehnt. Auf die Frage warum nicht, gab ich zur Antwort: Wenn ich mit mit meinem Chef sprechen möchte - spreche ich nicht beim Pförtner/in vor! Ich kann zu Gott zur jeder Zeit frei und ehrlich sprechen. Was das schöne daran ist: Ich kann Gott nie enttäuschen, ist es doch Gott der meinen Weg bereits kennt!
es wäre besser für verstorbene päpste zu beten, da die armen seelen lange zu büssen haben, besonders die ärmste verlassenste priesterseele-
was die machen, oder taten müssen sie vor Gott verantworten, genau wie wir-
der teifi lacht sich nur schlapp wenn wir streiten
und freut sich
Vor Pius XII. verweigerten Katholiken die Karfreitagliturgie aus Protest gegen den protestantischen Feiertag und ebenso die "Osternacht"-Liturgie am unpraktischen Karsamstagmorgen. Versteht man nun das Anliegen von Pius XII.? Zwar habe auch ich Einwände (die Osterkerze draußen zu entzünden statt mit einer Triangel im Chorraum sowie die physische Schwierigkeit, Osternacht und Hochamt mitzufeiern). Aber der Novus Ordo Missae ist keine logische Folgerung aus diesen Reformen, noch weniger das Verbot des alten Ritus. Sonst hätten Bacci und Ottaviani mit ihrer dogmatischen Kritik am Novus Ordo gar nicht Recht, sondern Paul VI. hätte nur etwas übertrieben bei dem, was er für pastoral hielt. @nujaas Nachschlag @Oenipontanus
... und die Non mußte am Vormittag gebetet werden, sogar die Vesper - wegen des Nüchternheitsgebotes: Rubrik vor dem I. Fastensonntag: "Hodie et deinceps usque ad Sabbatum sanctum, exceptis diebus Dominicis, Vesperae dicuntur ante comestionem, etiam in Festis."
Oh - das kann jeder Abt im Kloster durchaus festsetzen! - Moraltheologen schrieben damals sogar mit Grammzahl und Uhrzeit vor, wann und was zu essen sei!
Ich will ja gar nichts Böses über Pius XII schreiben und seine Verdienste, die er durchaus hatte schmälern, @Eugenia-Sarto . Aber haben Sie sich seine Reform der Karwoche und Osterlitugie wirklich einmal angesehen? Nicht umsonst gab es Anträge, die unreformierte Liturgie feiern zu dürfen.
Ich habe hier ja schon des Öfteren Nachgefragt, was wurde im RITUS von Papst PIUS XII geändert, sprich weggelassen oder wurde nur hinzugefügt?
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
@a.t.m. Die Osternachtfeier wurde vom Karsamstagmorgen in die Osternacht verlegt. Die Osterkerze wird nun draußen am Feuer entzündet (könnte als Naturkult missverstanden werden), früher entzündete man eine Triangel (Dreifachkerze, Trinitätssymbol) draußen an und trug sie zur Osterkerze in den Chorraum; vor allem wurden die 12 Lesungen auf fünf reduziert (dafür bin ich dankbar, bin ja kein Mönch). Für Kinder wichtig: Pius XII. verkürzte das Fasten vor der hl. Kommunion auf drei Stunden.
Das Volk hat ihn geliebt, denn er, Papst Pius XII. handelte aus großer Gottes- und Nächstenliebe. youtube.com/watch?v=TZTl59mmNEI
Allein die große Friedensarbeit des Papstes Pius XII. während des Naziregimes hat in aller Welt größte Wertschätzung für diesen wunderbaren Papst hervorgerufen. Lesen Sie dazu einmal das Buch: "Papst Pius XII." von Konstantin Prinz von Bayern, Christiana Verlag.
Ein weiterer Kommentar von Eugenia-Sarto
Auf dem heiligmäßigen Papst Pius XII. so herumzuhacken ohne Respekt und Hochachtung, ohne Dankbarkeit für seine heroischen Werke, die unaufzählbar scheinen, ohne Dankbarkeit, daß Gott der Welt diesen wunderbaren Papst geschenkt hatte, ohne Liebe so zu reden, das ist eine sehr freche und hochmütige Art von Leuten, die keine Ahnung haben vom Wert eines solchen Papstes. Gott wird die Größe von Papst Pius XII. schon noch deutlich allen Beleidigern aufzeigen.
Den Gehalt eines Pontifikats stöbert man nicht durch Vergleiche von Übersetzungen auf. @Oenipontanus @Eugenia-Sarto
Inhalte sind alle enthalten in der einen Tugend - der Liebe- die alle anderen Tugenden einschließt. Ihre rationalen Überlegungen reichen nicht an dieses hohe Gut heran. Nur bei dem Liebenden wohnt die Weisheit. Lesen Sie das mal nach.
Oh - da kennt sich aber einer gar nicht gut aus!
Pius XII. hat keineswegs die Vulgata-Version der Psalmen "aufgegeben", wie da frech behauptet wird, sondern nur eine neue, korrektere Psalmenübersetzung zur Möglichkeit geboten. Das ist etwas ganz anderes.
Auch ist der Pianische Psalter nicht in "klassischem" Latein verfaßt, sondern in (korrektem) Kirchenlatein, dem Rest der Vulgata angepaßt. Wer klassisches Latein in der Schule gelehrt bekam, kann das leicht prüfen.
Jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dieser Materie befaßt hat, weiß das auch.
Hier soll aber anscheindend das ruhmreiche Andenken eines heiligemäßigen Papstes in den Dreck gezogen werden: PFUI!
Und: die Römische Kirche hat die Priesterweihen der sog. "Orthodoxen" nie als ungültig betrachtet. Mehrere "orthodoxe" Weiheriten haben aber gar keine Übergabe der Gefäße.
Man hat unter Pius XII. nach einem übereinstimmenden Ritus gesucht, der in allen als gültig erachteten Weiheriten vorhanden ist. Das war ausschließlich die Handauflegung. Übrigens wird auch gerade sie in der Hl. Schrift erwähnt: "Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteilgeworden ist!" 2 Tim. 1, 6 - Damit wird wohl kaum die Firmung gemeint gewesen sein!
Auch stimmt es nicht, daß Pius XII. die Landessprache in die Liturgie "einführte".
Es gab sie schon spätestens seit Kyrill und Methodius.
Übrigens war die Landessprache schon durch das Konzil von Trient auch im Römischen Ritus vorgeschrieben (!), nämlich beim Ehesakrament.
Pius XII. hat lediglich in Teilen des Rituale der Landessprache einen weiteren Raum gewährt.
Das hatte allerdings in Deutschland auch schon unter Leo XIII. begonnen.
Und was "Mediator Dei" betrifft: KOMISCH! - Die Liturgische Bewegung hat diese Enzyklika als "Schuß vor den Bug" empfunden; z. B. "Altar nicht in Tischform" usw.
@Bethlehem 2014: Danke für die kenntnisreiche Widerlegung kleinkarierter Anwürfe gegen Pius XII.!
Komisch. Bei meinen Hebräisch-Studien kam da ein ganz anderes Ergebnis heraus. Übrigens auch im Lateinischen und Griechischen. -
War es nicht vielmehr so: gerade, weil der Klerus damals in den alten Sprachen so bewandert war, merkte man nach der Brevierreform Pius X. die großen Mängel des Gallicanum? Zuvor betete man doch nahezu täglich dieselben Psalmen (die mit nur geringer Textverderbnis). Hatte nicht schon Pius X. eine Überarbeitung des Psaltertextes in Aussicht gestellt? - In allen modernen Landessprachen erschienen neue Psalmenübersetzungen - wieso ausgerechnet nicht in der Muttersprache der Kirche? Vergleichen Sie doch einmal den lateinischen Text des Gallicanum mit einem deutschen, der in den 20-er und 30-er Jahren danebengesetzt wurde: Sie werden ganze Verse überhaupt nicht wiedererkennnen! - Wieso war die Bereitschaft im Klerus denn so groß, sich ein "neues" Brevier anzuschaffen, trotz den hohen Kosten, wohlbemerkt: nach dem Krieg? Und: Hatte man nicht schon nach dem Tridentinum um eine neue Psalterübersetzung gebeten? Borromäus? Bellarmin?
Nun eigentlich hat wie es die Tradition zelebriert dies unter Papst Pius V., begonnen welcher das Heilige Messopfer fest setzte, dies als Dogma. Unter Pius X wurden bereits Änderungen vorgenommen.....
"Er führte.." - er änderte" - "er führte..." Jetzt, weil man nach Traditionis Custodes endlich zugeben müsste, sich an sämtlichen Konzilssektenführern viel zu nah und viel zu lange erwärmt zu haben, sich von ihren Irrtümern hat vereinnahmen und in ihre Sekte hat einverleiben lassen, jetzt, wo man zugeben müsste, zu ihren unausstehlichen Lastern und ihrem Glaubensabfall fortwährend geschwiegen zu haben, beginnt man nun das große Ablenkungsmanöver und fällt über den heiligmäßigen Papst Pius XII. her.
Für dieses Anschwärzen kann niemand Beweise erbringen, was nun wirklich von Seiner Heiligkeit veranlasst wurde oder aber wer in dem letzten Lebensjahrzehnt des großen Papstes bereits die Hand im Spiel und Satan bereits Einzug gehalten hatte, denn für ihn gab es schon lange Komplizen im VATIKAN!
Nach einer gewissen Schreckensbotschaft, die ihm anvertraut wurde, und sich im Vatikan abspielte, wurde Pius XII. ernstlich krank, doch noch einige Schockerfahrungen folgten. Nur langsam erholte er sich. Darüber hinaus wurde sein Tod und seine letzten Lebenstage in alle Welt wie hohnlachend in den Äther geschickt. Das lässt daraus schließen, von welcher Tücke er zu seinen Lebzeiten bereits umgeben war.
@Oenipontanus: "...ein schräges Licht auf Pius XII."? Der Retter von 800.000 Juden, der Verkünder von Mariens leiblicher Aufnahme in den Himmel verträgt einige "schräge Lichter" und leuchtet dadurch nur noch heller. Ob die Osternachtreform gut war oder eher nicht, im Zeichen einer in Jahrzehnten angeschwollenen Liturgischen Bewegung, steht dahin, aber sie gibt inhaltlich keinen Vorwand für den Ordo Missae Pauls VI. und das Liturgiechaos der Gegenwart.
@Oenipontanus, es ging Ihnen doch auch ganz deutlich um die Persönlichkeit Pius' XII., der in "schrägem Licht" stehe - das sagt man von halbseidenen Ganoven. Zu Ihrer sachlichen These: Mein Onkel war Messdiener in der Osternachtliturgie, die am Karsamstagmorgen gefeiert wurde, und bedauerte, dass keine Gläubigen dabei waren; das hat sich durch Pius XII. geändert. Übrigens könnten Sie auch die deutschen Messtexte in der Hand der Gläubigen, die heute noch den Schott zur Tridentinischen Messe mitbringen, als "Schritt hin auf den NOM" deuten. Die deutende Rückschau kirchenhistorischer Zusammenhänge muss von Schuldzuweisungen ("schräges Licht") getrennt werden.
Keine dieser liturgischen Änderungen war notwendig oder sinnvoll.
Die Kirche stünde heute besser da ohne Volksgesang, ohne Schott, ohne Wiederholung von Lesung und Evangelium in Landessprache, ohne Laien-Ministranten, dafür mit Lettnern, mit Kommumionspendung für Laien nur an Ostern, etc.
@Lutrina das sehe ich genauso. Warum man immer am Herzstück der Kirche herumbasteln muss, das verstehe ich nicht.
Bitte dann auch Dom Gueranger (+ 1875 in Solesmes) in die Liste der "Liturgieschänder" aufnehmen, der meinte, den überlieferten Gregorianischen Gesang reformieren zu müssen: Schon das war keine Haltung der Demut! Man könnte sagen: Mit dem bei Traditionalisten hochgeschätzten Gueranger fing das Unglück an.
Richtig, aber Pius X. hat das Ganze kirchenamtlich umgesetzt... Das Papsttum ist eben durch das Erste Vatikanum substantiell verändert worden, sodass die Päpste seither ein völlig anderes Papsttum praktizieren als vor dem Ersten Vatikanum...