Antonio Santorio

Wie der Putsch gegen die traditionelle Liturgie geplant und durchgeführt wurde. Abläufe und Akteure

zu Alfredus: Ich meine damit: "die Art, wie die traditionelle Liturgie in den Jahrhunderten zuvor gefeiert wurde" mußte geändert werden. Die tridentinische Liturgie in Text und Handlung ist ewig und unantastbar.
Nämlich:
Die Trennung von heiligem Priester-Altargeschehen und den anwesenden Gläubigen konnte so nicht weitergehen. Die Gläubigen mußten zu einer verstehenden Teilnahme an jedem Detail der Messe geführt werden. Einem geistigen Mitbeten, einer geistigen Teilnahme. Im Sinne von Dom Guéranger und Dom Wolter.

Antonio Santorio

Wie der Putsch gegen die traditionelle Liturgie geplant und durchgeführt wurde. Abläufe und Akteure

Zu Aquila: Ich habe die neue Ostervigil, die unter Papst Pius XII. eingeführt wurde, hier beschrieben:
Die traditionelle Weihe der Osterkerze
Sie finden unter der Darstellung der tridentinischen Ostervigil immer parallel die neue, die von Pius XII. eingeführt wurde.
Neben der generellen Zerstörung des Ablaufs und des erhabenen religiösen Gehalts der tridentinischen Ostervigil und ihrer Gebete, finden Sie bei der neuen Weihe der Osterkerze nach Pius XII. geradezu Schockierendes: die rituellen Messerschnitte in den Corpus der reinen weißen Osterkerze, der ja Sinnbild der reinen Auferstehungsleibes Christi ist. Das Schneideritual wird von rituellen Worten begleitet. Das Ritual geschieht außerhalb des Kirchenschiffes= außerhalb der Kirche.
In meinem Aufsatz finden Sie dieses Ritual ab Seite 14/15ff und vor allem ab Seite 20/21 ff dargestellt; wie gesagt – immer als Fußnote zur alten tridentinischen Liturgie: Die traditionelle Weihe der Osterkerze

Antonio Santorio

Die Fehler, Unwahrheiten, verzerrten Darstellungen, bewußten Auslassungen und Anfeindungen gegen die …

@Immanuel Kant Ja. Eine wichtige Frage.
Was kann man tun? Wie kann man die Mariologie verteidigen?
Was wurde bisher getan: Er erscheinen viele Artikel, die beweisen, daß der Titel der Miterlöserin schon berechtigt ist. Damit Papst Leo und das Dikasterium ihre Meinung ändern.
Aber: Das wissen der Papst und der Präfekt doch alles. Das steht in den (guten) Dogmatiken offiziell drin. Und wenn sie es nicht wussten, sagen es ihnen ihre Experten im Dikasterium. Der Titel der Miterlöserin ist inhaltlich berechtigt.
Das Problem ist, daß sie einer anderen Agenda verpflichtet sind. Und das ist ein Problem.
Was Sie vorschlagen, ist interessant.

Antonio Santorio

Die Fehler, Unwahrheiten, verzerrten Darstellungen, bewußten Auslassungen und Anfeindungen gegen die …

@Mile Christi
Da gebe ich Ihnen Recht und sehe das grundsätzlich auch so.
Dennoch muß man sehen, daß der Angriff, der hier gegen die Gottesmutter erfolgt, kein einfacher ist. Ich gebe zwei Beispiele:
1. Es wurde mit Papst Leos XIV. neuer Mariologie ganz real eine Spaltung erzeugt: Kirchlich ist es ja so: Die Lehrsätze der neuen Mariologie von Papst Leo XIV. und dem Dikasterium für die Glaubenslehre sind für die Gläubigen und die Geistlichen verbindlich. Sie sind verpflichtet, das zu glauben. Sie sind also verpflichtet zu glauben, daß die Würden der Mutter Gottes wie Mittlerin der Gnaden nicht real sind (nicht „essentiell“ sagt Leo) sondern von Volk und Sohn erfundene „Liebesbekundungen zur Mutter“. In Wirklichkeit hätten wir es nicht mit der Mittlerin der Gnaden zu tun, sondern einer Frau Maria, die auch Mutter ist.
Damit wurde ein gewaltiges Zerstörungswerk verursacht. Die Spaltung. Was sollen die Priester und Gläubigen nun tun? Vom Glauben abfallen oder von der Mutter Gottes?
Und dazu noch:
2. Gegen Ende des Lehrschreibens (mit Absicht gegen Ende), das die meisten nicht mehr lesen oder nicht mehr so genau, kommt der Höhepunkt des Angriffs: Papst Leo XIV. legt die Bedingungen fest, unter denen allein eine Beteiligung an der Gnadenspendung durch Gott für die Gottesmutter erlaubt wird. Eine Ungeheuerlichkeit, die die meisten gar nicht mehr gelesen haben. Ich habe das ja am Ende meines Artikels dargestellt. Diese Bedingungen sind:
la contribución dispositiva de María donde sí puede pensarse en una acción en la que ella aporta algo propio en cuanto «pueda disponer de algún modo» a otros.“
„…der disponierende (bereitmachende) Beitrag Marias, wobei man an eine Handlung denken kann, bei der sie etwas von sich selbst einbringt, insofern sie »die anderen in gewisser Weise (dazu disponieren) bereitmachen kann« (op. cit, 65 c) - bereitmachen für das höhere Wirken der Gnade Gottes. (… ist im Artikel erläutert.)
Das heißt: Es ist ihr kirchenrechtlich so gut wie unmöglich, Gnaden zu spenden. Wenn sie es doch tut, dann hat sie widerrechtlich, gegen das Gesetz der Kirche gehandelt. Kann man da einfach sagen, das macht nichts? – Natürlich nicht.
Wenn das Gesetz der Kirche auch für die Gottesmutter gelten sollte, ist die Gottesmutter dann kirchenrechtlich eine Gesetzesbrecherin? In den Augen der Gläubigen und Priester: ja; denn für sie gilt die Kirchenlehre. Es sei denn, sie sind abgefallen.
Fazit: Die Falle ist teuflisch gut konstruiert! Und die neue Mariologie ist ein Schlag im Krieg gegen die Mutter Gottes, der seit langem sehr gut personell und inhaltlich vorbereitet wurde.

Antonio Santorio

Die traditionelle Weihe der Osterkerze

Hier der traditionelle Weihespruch der Osterkerze lateinisch-deutsch

Antonio Santorio

Die traditionelle Chrisam-Weihe in den Kathedralkirchen

Der Einzug des Öles in der Chrisam-Messe im Petersdom: Beeindruckende Bilder und Hymnus :
Hymnus - O Redemptor Sume Carmen
youtube.com/watch?v=6E4CeOuLNFE

Antonio Santorio

„Neuheidnische Grundeinstellung“: Regensburger Domvikar kritisiert Feuerbestattung

Danke für den Beitrag. Georg Schwager spricht hier tatsächlich ein sehr wichtiges Thema an: „Für einen Christen sei es „maßgebend, ob es sich um eine genuin christliche Bestattungsform handelt oder nicht“. Die Form des Verbrennens sei „keine genuin christliche Bestattungsform“, so Schwager. “ „Neuheidnische Grundeinstellung“: Regensburger …

Antonio Santorio

Das «Liturgische Jahr » von Erzabt Dom Prosper Guéranger - unser Wegbegleiter durch das Jahr dringender …

Ja. Man sollte sich aber nicht entmutigen lassen, denn das Liturgische Jahr ist ein wirklicher geistiger Schatz.
Gut dran sind natürlich diejenigen, die es auf original Französisch lesen können: Man erhält alle 15 Bände im aktuellen Verlagsprogramm der Editions Saint-Rémi zu günstigen Preisen. Dort findet man auch den Überblick über die 15 Bände. https:// L'ANNEE LITURGIQUE
Es bietet sich auch die englische Übersetzung an: The Liturgical Year . Alles recht bezahlbar.
Was die deutsche Übersetzung angeht, da haben Sie recht.
Da haben wir echt eine Lücke an einer ganz wichtigen Stelle.
Das wäre eigentlich ein schönes Projekt für einen deutschen Verlag, der sich für die traditionelle Liturgie engagiert.