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Russischer Geheimdienst bezeichnet griechischen Patriarchen Bartholomäus als "Antichrist"

Der russische Auslandsgeheimdienst hat den griechischen Patriarchen Bartholomäus I. von Konstantinopel in seltener öffentlicher Form angegriffen. Ihm wird vorgeworfen, die orthodoxe Einheit zu untergraben und mit westlichen Geheimdiensten zu kooperieren.

Die Erklärung wurde auf der offiziellen Website des Sluschba Wneschnei Raswedki (SVR), einem Nachfolger des KGB, veröffentlicht. Sie markiert eine scharfe Eskalation in dem seit langem schwelenden Konflikt zwischen Moskau und Konstantinopel.

In einer theologischen Sprache, die für einen staatlichen Geheimdienst ohne modernen Präzedenzfall ist, bezeichnete der SVR Bartholomäus als "Antichrist in einer Soutane" und beschuldigte ihn, die Spaltung der weltweiten Orthodoxie absichtlich zu fördern.

Die Agentur behauptete, der Patriarch wolle die russisch-orthodoxe Kirche schwächen, indem er historisch mit Moskau verbundene Gerichtsbarkeiten auflöst und durch Strukturen ersetzt, die vom Ökumenischen Patriarchat in Konstantinopel abhängig sind.

Hintergrund der Anschuldigung ist Bartholomäus' Entscheidung von 2019, der orthodoxen Kirche der Ukraine die Autokephalie zu gewähren. Mit diesem Schritt wurden Millionen von Gläubigen der Jurisdiktion Moskaus entzogen.

Laut der russischen Erklärung konzentriert sich Konstantinopel nun auf die orthodoxen Gemeinden in Litauen, Lettland und Estland. Die SVR behauptet, dass Priester und Gläubige ermutigt werden, die mit Moskau verbundenen Kirchen zugunsten neuer kirchlicher Strukturen unter der Autorität des Ökumenischen Patriarchats zu verlassen.

Eine weitere Front ist Bartholomäus' angebliche Absicht, die Autokephalie der montenegrinischen orthodoxen Kirche anzuerkennen.

Ein solcher Schritt, so argumentiert die SVR, würde die serbisch-orthodoxe Kirche schwächen, einen traditionellen Verbündeten Moskaus und eine wichtige religiöse Kraft auf dem Balkan.

Zu den politisch brisantesten Elementen der SVR-Erklärung gehört die Behauptung, Bartholomäus habe Kontakte zu den Geheimdiensten des Vereinigten Königreichs.

Zu Sowjetzeiten war die russisch-orthodoxe Hierarchie dafür berüchtigt, von KGB-Agenten infiltriert zu sein.

Außerdem: In einem Gespräch mit Tucker Carlson im Februar 2024 hat Präsident Putin ausdrücklich bestritten, dass Gott im Weltgeschehen am Werk ist. Er fügte hinzu: "Ich bin der Meinung, dass die Entwicklung der Weltgemeinschaft in Übereinstimmung mit inhärenten Gesetzen, d.h. natürlichen 'Prozessen' erfolgt." Diese nicht-providentielle, quasi-materialistische Ansicht ist natürlich keine christliche Antwort.

Bild: Bartholomeos I. © wikicommons CC BY-SA, AI-Übersetzung

01:49
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Die WeltGeschichte wird aber n.b. auch nicht von GOTT alleine gemacht.
Die Geschichte ist an sich in der Tat nur berechenbares weil menschliches, allzumenschliches Getriebe&Geschiebe - mit gelegentlich auftretenden unberechenbaren Ein-fällen und Ein-flüssen von außen.

Hildegard von Bingen sagt sinngemäß: Gott bestimmt die Richtung der Schiffe im Weltgeschehen, die eben ein wenig mehr links oder rechts fahren.

Salzburger

@Ursula Sankt Geschichte ist in sich Scheitern und folglich menschlich. Aber mit EinBrüchen des GOeTTlich-Ewigen ins Menschlich-Vergängliche (mehr in die Seele als ins Materielle); und einer ProVidenz, welche bereits am Anfang alles voraussah.

Ursula Sankt shares this

Der russische Auslandsgeheimdienst und das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel liefern sich einen scharfen Streit um die orthodoxe Kirche. Der Geheimdienst beschimpft Patriarch Bartholomaios I. als „Antichristen“ und wirft ihm vor, die orthodoxe Kirche zu spalten. Nach der Ukraine wolle er nun auch im Baltikum die russische Orthodoxie verdrängen, wobei er angeblich von britischen Geheimdiensten unterstützt werde.

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martin

Das stimmt auch. Bartholomäus wurde von der Clinton Foundation mit etlichen Millionen bestochen um diese umkanonische NEUE ukrainische Kirche anzuerkennen. Klar steckt da der CIA oder jetzt auch der MI6 dahinter.
was gibt es besseres als ein Land zu spalten und Unruhe zu stiften

Die Antwort Putins zu der Frage, ob er Gottes Hand in den Geschehnissen der Welt sieht, is die Antwort eines Areligioesen Menschen. Sicherlich nicht ueberraschend.

Vor ein paar Jahren habe ich mehere Wochen in einem orthodoxen Kloster mitgelebt. Dabei haben mir die Mönche erzählt, dass die meisten Mönche auf dem Athos den Ökumenischen Patriarchen ablehnen, weil er ein Freimaurer sei.
Dies sei seit Atatürk so und belaste das Verhältnis zwischen Kirche und Staat in der Region..
Ich sehe die Freimaurerei zwar nicht als große Bedrohung, aber viele Tradis und auch orthodoxe Christen sehen das anders...

M J J Sie reden wirr

M J J

Ich denke nicht

Sie haben keine Beweise worüber Sie hier lästern

M J J

Worüber läster ich denn?

@M J J
Immerhin kennen Sie das Problem. Sie sollten eben einmal versuchen zu denken. Oben habe Sie selbst bekannt, dass Sie nicht denken. Daran müssten Sie arbeiten, dann würden Sie nicht nur Regierungspropaganda verbreiten. Offensichtlich bemerken Sie das nicht einmal...

M J J

@Erich Christian Fastenmeier Ich denke nicht, dass Sie das beurteilen könnten. Scheinen auch nicht die hellste Glühbirne am Leuchter zu sein

@M J J
Erwarten Sie dass ich auf Ihr Niveau herunterkomme?
Wenn Sie sich Ihren obigen Satz anschauen, sollten Sie selbst bemerken, welchen Unsinn Sie geschrieben haben.

so ein Quatsch!

M J J

Wo sind denn jetzt die Russlandliebhaber aus diesem Forum?

@M J J Also: ich bin ja ein Rußlandliebhaber, weil ich mich bemühe, alle Menschen, alle Nationen zu lieben. Es kann gar keinen Christ geben, der sich nicht darum bemühte. Aber diese Liebe darf natürlich nicht blind sein. Ich weiß also, was Sie meinen und in dem Sinn bin ich natürlich kein Rußlandliebhaber.

Mich stört die ewige Hetze gegen Russland hier schon etwas, aber die Systemlinge müssen das eben tun..

M J J

Welche Hetze? Putinanbeter

@Erich Christian Fastenmeier Um Ihrer Mathematik mal etwas auf die Sprünge zu helfen: auf diesem Portal gibt's sicherlich mehr Putin-Freunde als "Rußlandhetzer"!

@Bethlehem 2014
Das ist Ihre Meinung, die Sie aber gerne haben können, Sie "Putin-Freund"!

@Erich Christian Fastenmeier Weder bin ich ein "Putin-Freund", noch ein "Rußlandhetzer".
Ich verbitte mir derart primitive Qualitikationen bzgl. meiner Person!