Klaus Elmar Müller
LEO'S XIV. PONTIFIKAT DENKT MENSCHENWÜRDE UND KATHOLIZITÄT ZU SELEKTIV

Ein an der Scholastik des hl. Thomas von Aquin orientierter Philosoph und Theologe (zur Person siehe unten) bemisst in einem Vortrag auf dem als „rechtskonservativ“ eingestuften Radiosender Kontrafunk vom 13. September 2026 Audimax: David Berger – Papst Leo XIV. zwischen … das Pontifikat Papst Leo's XIV. an dessen eigenem Anspruch, die Achtung der Menschenwürde zu fördern, und an dem, was Katholizität bedeutet, kommt dabei zu einem ernüchternden Ergebnis

1. Zwar habe der Papst die Würde des Menschen betont und vor deren Schleifung durch eine den natürlichen Menschen überwältigende Technik hellsichtig gewarnt.
Aber, so die Quintessenz des Vortrags am Schluss, bleibe Leo XIV. zu sehr im Weltlichen. Die Erbsünde dürfe nicht übersehen werden, weshalb das Christentum „nicht zuerst den Menschen“ verkündige, sondern „den Erlöser des Menschen“. Damit stellt der Redner den Titel von „Magnifica Humanitas“/“Die großartige Menschheit“ infrage.

2. Der Papst übersehe, dass es bei der Liturgie auch darum gehe, wie die Kirche sich selber versteht, ob sie der Tradition treu bleibe. Gegen die überlieferte Messform und etwa die FSSPX gehe Rom disziplinarisch entschlossen vor, nicht aber gegen die vielen Abweichungen vom überlieferten Glauben sogar bei Bischöfen. Das sei eine „Asymnetrie“.

3. Mit dem Dokument „Mater populi fidelis“ ziehe der Papst traditionelle Aussagen über Maria zurück, weil sie im ökumenischen Dialog missverständlich wären. Doch, so der Redner, die Kirche müsse schwierige Lehren erklären, statt sie zu beseitigen.
Maria wirke an Christi Erlösungswerk mit und sei darum Miterlöserin in einzigartiger Weise.
„Wer die Menschenwürde verteidigt, muss auch die höchste einzigartige Würde Mariens verteidigen.“

4. Im Dialog mit dem Islam erscheine Jesus Christus zu sehr als ein Religionsstifter unter vielen. Zudem werde die aktuelle islamische Christenverfolgung übersehen.
Der Papst inszeniere mediengerecht seine Ablehnung jedweder Remigration, doch was er übersehe: Wer das Abendland zu zerstören helfe, zerstöre den Rahmen, in dem sich Menschenwürde überhaupt erst entfalten könne.

5. In seiner ersten Enzyklika lehne Leo XIV. die Lehre vom gerechten Krieg ab. Begründung sei, dass die modernen Waffen zu viel Zerstörung anrichten würden.
Doch gerade die überlieferte Lehre vom gerechten Krieg fordere als eine der mehreren Bedingungen, dass die angwandten Kriegsmittel verhältnismäßig sein müssten. Folglich sei nicht diese Lehre abzulehnen, sondern müssten die modernen Waffen an ihr geprüft werden.

Der Autor und zuglech Vortragende ist Prof. Dr. Dr. David Berger, der zeitweilig in Rom lehrte und dessen Lebensweg einen gewissen "Zick-Zack-Kurs" aufweist, nachzulesen bei Wikipedia.
Er betreibt den Blogg „Philosophia perennis“, ein Titel, der auf die "immer gültige Philosophie" der Scholastik anspielt..
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Christine Juhre

Danke Klaus Elmar Müller für die objektive, sachliche Berichterstattung über Klaus Bergers Vortrag, eine (mutige) Rehabilitation angesichts der Schmähungen auf diesem Blog.

Danke für die Werbung für "rechtsradikalen" Kontrafunk: das kann nur was Gutes sein

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