Der Hl. Apostel Matthäus ist unser Zeuge, Jesus Christus im Dialog mit dem Hl. Petrus: "Selig bist du, Simon, Sohn des Jonas; denn nicht Fleisch und Blut haben dir dies offenbart (dass Jesus der Messias ist, der Sohn des lebendigen Gottes), sondern mein Vater, der im Himmel ist. Und ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen - und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen!"
Wenn man sich die aktuelle Kirchenkrise - mit ihren unzähligen Irrtümern, Häresien und massenweiser Apostasie - ansieht; dann mag man glauben, diese Zusage gelte nicht mehr. Die Kirche selbst scheint sich regelrecht "abschaffen" zu wollen, vielleicht, weil man eine neue, ganz andere Kirche hochziehen will. Oder einen neuen Glauben, der sowieso schon zunehmend Sichtbarkeit erlangt. Alles redet von der "Zeitenwende", ein Gerede, pardon Wort, welches gar zum "Wort des Jahres" gekürt wurde. Die Kirche hat inzwischen gar zwei Petrusse - oder doch nicht? Ob Papst Benedikts Rücktritt nur vom jobgleichen Amt erfolgte oder mehr oder weniger - die Verwirrung ist groß. "Wer ist Papst?" fragt gar katholisches.info.
Dort ist die Rede von Franziskus, einem schlechten aber anerkannten Papst. Das gibt es inzwischen: Selbst ein Papst kann Verwirrung stiften, und dies offensichtlich mit Vergnügen. Das ist ohne Frage böse. Und auch in die Kirche sei, so sagte es einer seiner Vorgänger, der Rauch Satans eingedrungen. Die Kirche als übler Abgrund? Seit dem hoffnungsvollem Konzil geht es weiter bergab, von der alten Kirche scheint nichts übrig zu bleiben. Die Kirche ist gefallen, abgestürzt.
Doch gerade die ausgesprochene Verheißung Christi, dass die Pforten der Hölle sie nicht überwinden werden, macht denknotwendig zwingend klar, dass eine solche Situation eintreten muss. Dieser Verheißung trauen, heißt auch, wissen, dass es einmal genau so aussehen wird, als geschähe eben dies: Die Pforten der Hölle verschlingen die Kirche. Das passiert.
Der Mensch, zumal der Gläubige, wird sehen und denken, dass es um die Kirche geschehen ist. Aus und vorbei, Zeitenwende, so ist das halt. Ohne diesen Anschein hätte die Verheißung Jesu gar keinen Sinn. Die Entwicklung ist nach menschlichem Ermessen unumkehrbar, die deutsche Synode sagt es - und Papst Franziskus sagt das. Erst jetzt entfaltet sich der Sinn der Verheißung, die alles dieses Tun Lügen straft:
Es ist Seine Kirche. Sein auf ewig.