Ein Kirchenhistoriker erzählt Zölibats-Geschichte(n) – Ausgewählte Thesen Hubert Wolfs im Faktencheck – Dominikus Kraschl
Lesedauer etwa 38 Minuten. Ausgewählte Thesen Hubert Wolfs im Faktencheck Dieser Beitrag erschien ursprünglich in: Forum katholische Theologie Jg. 40 (4/2024), S. 298-313 Ausgewählte Thesen Hubert Wolfs im Faktencheck Rom, Oktober 2019. Unter dem Vorsitz von Papst Franziskus tagt die Bischofssynode der Länder der Amazonasregion. Kurz genannt: Amazonassynode. Für viele Teilnehmer und Beobachter ist eine Frage von zentraler Bedeutung: Wird der Papst einen regionalen Dispens vom Pflichtzölibat gewähren? Wird er den Bischöfen im Amazonasgebiet die Erlaubnis erteilen, erprobte Männer (sog. viri probati) zu Priestern zu weihen? Im Hinblick auf die Synode veröffentlichte der bekannte Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf ein Buch mit dem Titel „Zölibat. 16 Thesen“. Wolfs Thesen lassen sich als historische Streifzüge zur Entstehung und Entwicklung der Zölibatsdisziplin lesen; vor allem präsentieren sie sich als „starkes Plädoyer“ für die Aufgabe der etablierten Zölibatsdisziplin.[1] Auf …