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Das vatikanische Kassationsgericht entscheidet darüber, ob der Staatswanwalt Alessandro Diddi den Berufungsprozess gegen Monsignore Angelo Becciu weiterhin vertreten darf. Die Entscheidung ist von zentraler Bedeutung, da Diddi in den vergangenen Tagen mehr als 3.000 geheime Chatnachrichten offengelegt hat. Diese belegen Kontakte mit Personen wie Giuseppina Chaouqui, Dis Geneviève Ciferri und weiteren Beteiligten, in denen offenbar gezielt Beweismaterial gegen Becciu vorbereitet wurde. Auf zahlreiche Beobachter, darunter Geraldina Boni, wirkt dies wie eine unfaire Prozessführung.
Die Entscheidung liegt bei den Kardinälen Kevin Farrell, Matteo Zuppi und Ángel Fernández Artime sowie bei den Richterinnen Chiara Minelli und Patrizia Piccialli. Papst Prevost hat bereits erklärt, dass er sich in das Verfahren nicht einmischen werde.
Zusätzlich wird die Lage dadurch verkompliziert, dass Richter Giuseppe Pignatone aufgrund früherer Vorwürfe im Zusammenhang mit mutmaßlichen Mafia-Kontakten unter besonderer Beobachtung steht. Eine mögliche Entscheidung gegen Diddi wäre ein weiterer schwerer Rückschlag für den gesamten Prozess und könnte das Vertrauen in die Transparenz der vatikanischen Justiz weiter untergraben.

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