„Einige befremdliche Äußerungen deutscher Bischöfe anlässlich der Wahlen in Bund, Ländern und Kommunen bedürfen der Klarstellung aus theologischer Sicht.“ Von Gerhard Card. Müller, Rom
Rom (kath.net) Einige befremdliche Äußerungen deutscher Bischöfe anlässlich der Wahlen in Bund, Ländern und Kommunen bedürfen der Klarstellung aus theologischer Sicht.
Es ist daran zu erinnern, dass die Apostel und ihre Nachfolger im Bischofs- und Priesteramt von Jesus eingesetzt sind um in der Kraft den Heiligen Geistes allen Menschen das Evangelium vom universalen Heilswillen Gottes zu verkünden, die Sünder zur Umkehr zu berufen und ihnen in der Taufe und den anderen Sakramenten das neue Leben in Gottes Gnade zu vermitteln.
Sie dürfen also keineswegs ihre geistliche Vollmacht in dem legitimen Kampf um die Mehrheit der Wählerstimmen in einem demokratischen Rechtsstaat, wie es die Bundesrepublik Deutschland gemäß ihrer Verfassung ohne Zweifel ist, zu Gunsten oder zu Ungunsten einer einzelnen politischen Partei in die Waagschale werfen.
Das wäre Missbrauch der geistlichen Autorität zu politischen Zwecken....Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität