Der Glaube ist keine rein verstandesmäßige Buchstabenschablone, sondern Gnade. Zum sog. Sedisvakantismus
Der Glaube ist keine rein verstandesmäßige Buchstabenscha-blone, sondern Gnade. Zum sog. Sedisvakantismus
Der Glaube ist eine bei der Taufe eingegossene theol. Tugend,
eine übernatürliche Gnade, die durch zuvorkommende und helfende Gnaden des Heiligen Geistes angewandt werden will.
St. Thomas v. Aquin schreibt: „die Gewissheit durch das göttliche
Licht ist größer als die Gewissheit durch das Licht der natürlichen
Vernunft“ (Vgl. KKK 157)
Trotzdem beobachtet man in der theologischen Diskussion
immer wieder, dass nur vom Verstand her argumentiert wird.
Ich spiele v.a. auf die sog. Sedisvakantisten an. Sie scheinen
nicht nur gewiefte Kenner theologischer Schriften zu sein,
sondern leider viel zu oft spitzfindige Argumentierer innerhalb
ihres fleißig angeeigneten Gedankensystems, das sie wie eine
Schablone über alles drüber legen, v.a. über die lehramtlichen
Schriften der Nach-Vat.II-…Mehr
@Heilwasser: Vielleicht sollten Sie sich mal überlegen:
1. Wem hilft es, wenn Sie den "Verstand" bekämpfen und ihrerseits nur auf "mystische Offenbarungen" setzen?
Auch die Seher müssen wir doch mit unserem Verstand prüfen und ihre Botschaft mit Verstand verstehen können?
Und Ihren Artikel sollen wir doch mit "Verstand" lesen?
Wenn Sie auf den Verstand verzichten wollen, dann behaupten Sie nur. Dann ist aber ein vernünftiger Austausch von Gedanken nicht möglich!?
2. Haben Sie es gar nicht bemerkt: Wieso dürfen Sie selbst Bergoglio (mit oder ohne Verstandesleistung?) nicht als Papst anerkennen, und andere Katholiken des Abfalls vom Glauben und der Trennung von der wahren Kirche beschuldigen, wenn diese es beklagen, dass der Herde schon länger ein wahrer Hirte fehlt, der sie als wirklicher Stellvertreter Christi leitet (schon seit Jahrzehnten werden Irrlehren verkündet oder zugelassen, werden seit Joh.Paul II. Heiden aufgefordert, ihre Götter anzurufen, wird Allah und der dreifaltige Gott als derselbe Gott bezeichnet, wird die überlieferte Liturgie und der überlieferte Glaube verfolgt und aus den Kirchen regelrecht ausgeschlossen usw.).
"Fehler" verzeichen die Katholiken gerne. Aber Hirten können doch wohl nur diejenigen sein, welche die Herde auch richtig im Auftrag Christi und nicht gegen Ihn führen?
Ich denke, wir sollten uns auf die wirkliche Not der Kirche heute konzentrieren und in diesem Sinn auch beten!
Auch dazu brauchen wir Verstand! Der Verstand ist eine der sieben Gaben des Heiligen Geistes!
@michael7
Ich habe das mit dem Verstand sehr pointiert dargestellt, sonst wird nicht klar, wo der Fehler der Sedisvakantisten liegt. Den Verstand sollte man in der Tat gut gebrauchen, nämlich auch dafür, die himmlischen Botschaften anzunehmen. Aber die Sedis benutzen den Verstand ja dauernd, um die himmlischen Botschaften abzuwerten oder sie nicht zu berücksichtigen und somit wird ihnen der Verstand zum Stolperstein. Meine Argumentation geht einzig und allein davon aus, dass himmlische Botschaften die sedisvakantistische Strömung nicht gut heißen und meine Argumentation soll das stützen und verständlich machen. So rum ist meine Vorgehensweise. Dass Fr. ein falscher Prophet ist und ein falscher Papst, sagen uns wiederum viele himmlische Botschaften, aber wenn man ihnen nicht glauben will, kann ich auch nicht helfen. Beten wir um den Verstand als Gabe des Heiligen Geistes. Etwas anderes hilft da nicht.
Den Verstand sollte man zunächst benutzen, um festzustellen, ob es sich überhaupt um himmlische Botschaften handelt, Offenbarung geht zwar über Vernunft hinaus, ist aber nicht widervernünftg noch widerspricht sie der biblischen Offenbarung oder der Tradition der Kirche zu der ihre Dogmatik durchaus gehört.
"Spitzfindig" ist vielleicht auch dieser Artikel, der so tut, als ob Katholiken sich "von der Kirche trennen" würden, wenn sie von "Hirten" fordern, sich auch wie Stellvertreter Christi benehmen und mit Seiner Stimme sprechen müssen, damit sie von der Herde als Hirten erkannt und anerkannt werden können!
Lieber @michael7, man kann nicht immer nur den Päpsten alles
in die Schuhe schieben. Es gibt einen konkreten Namen für das
Unheil in der Kirche: FM. Die sind's. Es hilft, wenn man sich einmal
in die schwierige Situation der Päpste hineinversetzt. Das Leidens-
mysterium geht gerade davon nicht aus: Vom Perfektionismus.
Perfekt wird man nicht, wenn man alles perfekt verstanden hat und
am Stuhl Petri alles perfekt erwartet, sondern wenn man das Leid
erträgt. Es gibt auch Leid, das dadurch entsteht, dass das Lehramt
nicht mehr die Fülle der Wahrheit repräsentiert. Und doch ist
noch viel Wahrheit vorhanden. Freilich ist das für Traditionalisten
ein Anstoß, aber man muss es auch mal aushalten können, nicht
immer nur die Verstandesschablone "häretisch oder nicht" drüber
legen. Es gibt auch noch was dazwischen und die Liebe kann das
aushalten, oder ? (Selbstverständlich ist Fr. bei mir immer ausge-
klammert.)
@michael7 Katholiken dürfen den Papst aufmerksam machen, aber die Anerkennung dürfen sie nicht verweigern. (Jedenfalls nicht bis einschließlich Benedikt XVI.) Daraus ergeben sich nämlich schädliche Konsequenzen, v.a. das dauernde "gegen-die-Päpste-argumentieren" anstatt "mit den Päpsten und zu ihrer Hilfe". Das ist durchaus ein Unterschied.