Papst zur Liturgiereform: Innere Beteiligung der Messe mit äußerer Aktivität verwechselt
(gloria.tv/ vatican.va) Zum Abschluss des eucharistischen Kongresses in Dublin sandte Papst Benedikt XVI. an die Teilnehmer eine Videobotschaft.
Liebe Brüder und Schwestern,
mit großer Liebe im Herrn grüße ich euch alle, die ihr euch in Dublin zum Fünfzigsten Internationalen Eucharistischen Kongreß versammelt habt, besonders Kardinal Brady, Erzbischof Martin, den Klerus, die Ordensleute und die gläubigen Laien Irlands sowie euch alle, die ihr von weither gekommen seid, um die irische Kirche mit eurer Gegenwart und euren Gebeten zu unterstützen.
Das Thema des Kongresses – Gemeinschaft mit Christus und miteinander – läßt uns über die Kirche als Mysterium der Gemeinschaft mit dem Herrn und mit allen Gliedern seines Leibes nachdenken. Von frühester Zeit an war der Begriff der koinonia oder communio ein Herzstück im Selbstverständnis der Kirche, im Verständnis ihrer Beziehung zu Christus, ihrem Gründer …Mehr
@Conde: Aber sie läßt sich auch nicht von dem Inhaber trennen, der in der Nachfolge Petri steht. Dies wird leider von einigen "Traditionalisten" getan, wie man es häufig in diesem Forum erlebt. Zur Treue zur Kirche gehört auch die Loyalität gegenüber dem Papst und den Hirten unserer Kirche, nicht nur einem Amt gegenüber. Einige wollen päpstlicher als der Pspst sein, vergessen aber, dass sie nicht dieses Amt innehaben.
@Hans 03: Selbstverständlich war Petrus ein Mensch, das habe ich ja nicht bezweifelt.
Christus hat nicht Johannes das Amt übertragen. Dafür hat er ein Evangelium geschrieben, was meines Erachtens ziemlich hoch anzusehen ist. Vielleicht hat Christus gerade Petrus das Amt übertragen um seine Treue zu prüfen? Vergessen wir nicht, dass Petrus angesichts der Christenverfolgungen in Rom fliehen wollte und letztendlich zurückgekehrt ist, um das größte Opfer für Jesus Christus zu bringen: Das Martyrium.
Also kommt es immer darauf an, mit welchem Blickwinkel man argumentiert. Vieles kann man auslegen. Ob es nun richtig ist oder falsch, das sei dahingestellt. Aber wir haben eine Überlieferung (Tradition) und sie ist NICHT von der Kirche zu trennen. Wenn man sie trennt wird es beliebig, wie z.B. bei Luther und fällt damit in den Bereich der Häresie (Wahl, Anschauung)
@Conde: Petrus war ganz und gar Mensch, und seine Nachfolgern sind es ebenso. Also handelt es Menschen, wenn es sich auch nicht um ALLE Menschen handelt. Bemerkenswert ist auch in diesem Zusammenhang, dass Christus nicht seinen "Lieblingsjünger", der an seiner Brust lag (Johannes) dieses Amt übertrug sondern Petrus, der ihn dreimal verraten hatte.
Ich schreibe dies nicht, um Streit zu entfachen, sondern um den Leuten ins Gewissen zu rufen, die den Papst ständig widersprechen und ihn infrage stellen, dass Christus auf diesen Papst, der im Amt ist, seine Kirche gründet und nicht auf irgendeine von ihnen losgelöste Tradition-
@Hans 03: Christus hat seinen Jüngern, ganz konkret dem heiligen Petrus die Schlüssel zum Himmelreich gegeben. Also nicht DEN Menschen.
Die Sakramente, die von den Priestern, den Nachfolgern der Apostel, erteilt werden, sind der Schlüssel ins Himmelreich.
Ich sehe nur, dass in unserer gegenwärtigen Lage einige Sakramente der katholischen Kirche nicht mehr ins Gewicht fallen (Beichte, Ehe, das Altarsakrament, etc.). Im deutschen Sprachraum sind die meisten Sakramente "nicht mehr zeitgemäß". Sehen sie volle Beichtstühle in ihren Gemeinden? Sehen sie noch funktionierende Ehen?
Mitnichten!
Also ist eine Missionierung dieses Kontinentes bitter nötig. Denn wenige werden ins Himmelreich kommen, so wie es der Herr auch gesagt hat.
Montag der 11. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Cyprian (um 200 - 258), Bischof von Karthago und Märtyrer
Die Wohltaten der Geduld, 15-16; SC 291
«Ich sage euch, leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand»
„Ertragt einander in Liebe, bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält“ (Eph 4,2). Einheit und Frieden können nicht aufrecht erhalten werden, wenn Brüder einander nicht durch gegenseitige Unterstützung Mut machen und dank der Geduld das Band des guten Einvernehmens bewahren...
Dem, der einem etwas Böses antut, nicht nur siebenundsiebzigmal, sondern absolut immer vergeben; seine Feinde lieben; für seine Gegner und Verfolger beten (Mt 5,39.44; 18,22) – wie soll man das können, wenn man nicht in der Geduld und in dem Wohlwohlen feststeht? Das sehen wir bei Stephanus...: er forderte keineswegs Rache, sondern betete für seine Henker um Vergebung und schrie: „Herr, rechen ihnen diese Sünde nicht an“ (Apg 7,60). So handelte der erste Märtyrer Christi... Er verkündete nicht nur das Leiden Christi, sondern tat es ihm gleich an Geduld und Sanftheit.
Was ist über Zorn, Zwietracht und Rivalität zu sagen? Dafür ist in einem Christen kein Platz! In seinem Herzen soll die Geduld wohnen, dann findet sich in ihm keines dieser Übel... Der Apostel Paulus hat uns hierzu ermahnt: „Beleidigt nicht den Heiligen Geist Gottes... Jede Art von Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei und Lästerung verbannt aus eurer Mitte“ (Eph 4,30-31). Wenn der Christ den Verirrungen und Angriffen unserer gefallenen Natur entkommt wie einem wütenden Meer, und wenn er in Christi Hafen festmacht, wo Friede und Ruhe herrschen, dann darf er in seinem Herzen weder Wut noch Zank dulden. Er darf nicht Böses mit Bösem vergelten (Röm 12,17) und keinen Hass in sich zulassen.
Hans 03: Genau aus diesen Grunde wird ja den Papst also den Nachfolger Petri und dem Stellvertreter Gottes unseres Herrn so erfolgreich Ungehorsam entgegengebracht. Siehe "Für viele" , die Weigerung zumindest der deutschsprachigen Kirche schwersten liturgischen Missbrauch abzustellen, oder sein Vorbild die Heilige Kommunion nur mehr kniend in den Mund zu spenden nicht nachgeahmt, usw. usw. .
Weil eben nicht mehr auf seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI gehorcht wird, es wird nur mehr diskutiert, gremiert, geschwafelt aber nicht mehr gehandelt und wenn dann vielfach nur mehr im Ungehorsam. Das natürlich seine Heiligkeit nicht alles persönllich wissen kann und auf alles persönlich regieren kann ist bekannt, aber genau dazu hat er ja die Dikasterien, aber vermutlich werden viele derjenigen die in diesen wirken, seine Heiligkeit in Stich lassen.
Gott zum Gruße
auch hier frag ich mich, inwiefern sich die Leute, die hier kommentieren noch überhaupt katholisch wähnen. Schließlich ist es der Nachfolger Petri, der seine Gedanke äußert. Christus hat keiner Tradition, sondern Menschen die Schlüssel der Kirche überreicht.
Die Fehler die gemacht werden, werden in der Postkonzilaren Kirche nur mehr aufgezeigt und vieleicht eventuell angeprangert (und das bitte auch noch groß medial um ja den Feinden Gottes unseres Herrn und der Kirche in die Hände zu arbeiten) , aber wirklich unternommen wird nichts dagegen, und das ist das wahre Übel in der heutigen Zeit.
Und wie es scheint ist das gültige Kirchenrecht zumindest im deutschsprachigen Raum nur mehr Todes Recht (außer es geht ums Geld) und daher wird es nicht mehr oder nur mehr von wenigen wahrlich katholischen Hirten angewandt.
Aber nicht an ihren Worten werden wir sie erkennen, sondern:
Matthäus 7. 15 – 20
Warnung vor falschen Propheten. Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie kommen in Schafskleidern zu euch, innen aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man etwa von Dornenbüschen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; ein schlechter Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte tragen und ein schlechter Baum keine guten Früchte tragen. Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird ausgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also sollt ihr sie erkennen.
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen
Dieser Kurs ist in meinen Augen ziemlich undurchsichtig und verworren. Nicht wenig von dieser Verworrenheit haben ihm seine Vorgänger eingebrockt, deren Kurse zwar manchmal eindeutiger (zumindest die von Paul VI. und Johannes XXIII.) waren, aber eben auch in eine falsche Richtung führten. Bei Johannes Paul II. haben wir bereits eine tiefere Verworrenheit im Kurs. Auf der einen Seite geht er überdeutlichst in die falsche Richtung (Islam, Heiden, Assisi, Häretiker, Marcial Maciel), auf der anderen Seite steht er in moralischen und marianischen Fragen felsenfest. Wenn Benedikt da eine dreifache Kontinuität (Vorgänger, Konzil, Tradition) herausarbeiten kann, dann gelingt ihm die Quadratur des Kreises. Die gelingt ihm natürlich nicht, deswegen ist sein Kurs noch wesentlich verworrener, wenn er auch in die richtige Richtung hin zur Tradition zu führen scheint.
Nur meine zwei Cent...
Man muss viel mit Intelligenz allein ist hier nicht weiter zu kommen. Die Päpste brauchten immer Gebet und auch heute braucht unser Papst - vielleicht mehr denn je - das Gebet.
Als Kardinal hat Joseph Ratzinger noch selbst gesagt, dass an der Stelle des Gewordenen und Gewachsenen (tridentinischer Ritus) das platte Produkt (NOM) getreten ist. Ein außergewöhnlich hartes Urteil über eine Liturgiereform. Das war also eine Kritik am NOM an sich, so musste man es verstehen. Ein Plattes Produkt, das ein paar Leute unter der Fuchtel von Protestanten an einem Tisch zusammenbasteln, ist ja nicht gerade ein rühmliches Bild für eine Liturgiereform. Von würdig ganz zu schweigen.
Doch heute kritisiert er als Papst nur mehr die teilweise falsche Umsetzung oder die Missverständnisse. Gleichzeitig gibt er die alte Messe wieder frei, obwohl diese angeblich nie verboten war, zelebriert aber seit Jahren keine einzige alte Messe in der Öffentlichkeit.
Da kann man gar nicht 1 + 1 zusammenzählen, weil aus der 1 mal eine 2 und dann wieder eine 1 wird.
ja, die Zelebration der Hl. Messe durch den Hl. Vater in der ao Form wäre sehr wünschenswert.
In dieser Form ist es nämlich so, dass die durch den Papst zelebrierte Messe das Ideal ist, an dem sich die durch Bischöfe und Priester zelebrierte Messe orientiert. Beim NOM gehts genau aus der anderen Richtung.
Iacobus - nicht einmal sondern immer, sonst bleibt er weiterhin unglaubwürdig.
Ausserdem übersteigt es mein Fassungsvermögen die NOM-Liturgie als "normal" zu bezeichnen, wenn man die 42-jährigen Missbräuche in Betracht zieht
meint
Hermannus Contractus
JA! Es wäre ein Segen wenn der Papst sich dazu durchringen würde zumindest ein mal öffentlich den "außerordentlichen Ritus" zu zelebrieren.
Alles, was unser Papst über die Liturgie sagt, wäre eindringlicher, wenn er sich durchringen könnte,ein Zeichen zu setzen und die "missa tridentina" zu zelebrieren, ist doch in ihr all dies verwirklicht - einschließlich die Mundkommunion, wie er sie spendet Wir warten sehnsüchtig darauf und fragen, welche Kräfte ihn daran hindern.
genau so ist es...aber in einer welt,in der es nur auf "außenwirkung" anzukommen scheint,muss "innenwirkung" erst wieder neu eingeübt und verstanden werden..
"aktive" Beteiligung an der Heiligen Messe ist
eben NICHT äußere Aktivität, sondern
die innere Einkehr zu Jesus Christus.
Möge hier die wahre Liturgiereform stattfinden.