Klaus Elmar Müller

Verheißt Ostern ewiges Leben bei Gott? Zur Osterbotschaft Leo's XIV.

In seiner Botschaft am OSTERSONNTAG bekannte der Heilige Vater Leo XIV., dass Jesus für die Sünden der Welt am Kreuz starb und wahrhaft auferstanden ist. Er zitierte die Ostersequenz mit dem Wort vom "Zweikampf zwischen Tod und Leben" und lenkte schnell ins Moralische: "Ostern ist ein Sieg: der Sieg des Lebens über den Tod, des Lichts über die Finsternis, der Liebe über den Hass", und so habe Christus "uns alle, und mit uns auch die Schöpfung, von der Herrschaft des Bösen befreit."

Meint Leo XIV. alle auf dem Petersplatz Anwesenden oder alle Menschen?

Die Auferstehung scheint für den Papst ein Prozess zu sein:
"Die Kraft, mit der Christus auferstanden ist, ist vollkommen gewaltfrei. Sie gleicht der Kraft eines Weizenkorns, das, nachdem es in die Erde fällt und stirbt, wächst, sich einen Weg durch die Schollen bahnt, keimt und zu einer goldenen Ähre wird."
Von da aus findet der Papst zu seiner Anti-Kriegs-Botschaft, die in den Medien gerühmt wird.

Am OSTERMONTAG sagt der Heilige Vater beim öffentlichen Mittagsgebert (Angelus beziehungsweise "Regina coeli"):
„Die Verzweiflung des Todes ist im Namen Jesu für immer besiegt“.
Es geht Leo XIV. aber nicht um das individuelle Weiterleben der menschlichen Seele nach dem Tod und nicht um unser aller Auferstehung am Jüngsten Tag, auch wenn er diese Aspekte nicht leugnet. Aber er spricht über anderes:
Der auferstandene Christus wirke aktuell in der Geschichte, erlöse sie zu einer guten Zukunft.

Die Osterbotschaft wende sich an „die vom Krieg geplagten Völker, an die wegen ihres Glaubens verfolgten Christen, an die Kinder, denen der Zugang zu Bildung verwehrt bleibt“ und sei fähig, „der Hoffnung eine neue Stimme zu verleihen, die sonst durch die Hände der Gewalttätigen erstickt wird“.

Die Rede der Frauen vom Auferstandenen und die Gegenrede der Wächter vom gestohlenen Leichnam sind für den Papst zwei Sichtweisen über die abstrakte allgemeine Vorherrschaft des einen oder des anderen Prinzips, des Todes oder des Lebens, der Hoffnung oder der Verzweiflung.
Eine nützliche Botschaft auch für Humanisten und Atheisten, die sich guten Willens um eine bessere Zukunft mühen möchten.

Beide Ansprachen erwecken doch den Eindruck, Auferstehung bedeute eine bessere irdische Zukunft.
Die Furcht jedes Menschen vor der individuellen Vernichtung im persönlichen physischen Sterben und die Aussicht auf ein ewiges individuelles Leben im Jenseits bei Christus hat für Papst Leo XIV. in seinen Osterpredigten keine wirkliche Bedeutung.


Leo XIV. am Ostersonntag bei kath.net: Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum …
Leo XIV. am Ostermontag bei kath.net: : Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum …
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Christine Juhre

Hoffentlich finden sie und alle, die den Papst ständig richten einmal selbst einen gnädigen Richter. Sie verletzen mit ihrer geframten Sichtweise viele Menschen guten Willens. Suchenden helfen sie in keinster Weise durch die Art ihrer "Zeugnisse". Wie viele Interessenten würden sie als Firmenmitarbeiter für ihr Produkt gewinnen? Wie zufrieden wäre ihr Chef mit so einer Promotion?

Bethlehem 2014

@Christine Juhre Da verschmeißen Sie aber so einiges - und werden sehr ungerecht. Ich möchte Sie freundlich bitten, Ihre Worte noch einmal zu überdenken!
Wer hat hier den Papst "gerichet"? Es geht darum, einige seiner Taten zu benennen, die katholisch nicht mehr zu decken sind.
Suchenden wird sicherlich nicht damit geholfen, wenn man ihnen diese Gefahren nicht aufdeckte.
Es geht auch in der Kirche nicht um Produktmarketing, sondern um Wahrheit - gepaart mit Liebe. Liebe kann auch bedeuten, daß man andere verletzt. Schon die alten Griechen wußten, daß prinzipiell nur derjenige verletzlich ist, der liebt. Und auch die Wahrheit ist durchaus nicht immer "angenehm".

Christine Juhre

Zwei Ausschnitte von den zahlreichen ähnlich klingenden Berichten aus der "gottlosen" Mainstream Presse
Ostertraditionen in Rom: Papst Leo setzt sich von seinem Amtsvorgänger ab„…….Papst Leo XIV. hat bei seinen Predigten und Ansprachen zu Ostern zwar ausdrücklich und mehrfach Bezug auf seinen Amtsvorgänger Franziskus genommen, sich aber liturgisch abermals erkennbar von diesem distanziert. In seiner Osterpredigt ….…zitierte Leo am Sonntag seinen Vorgänger mit der Klage über die „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ und forderte die Menschen auf, sich nicht an die Gewalt zu gewöhnen. ( vorbildlich objektiv! Anmkg. Von mir)
„Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! (Hallo! Bestimmte Blogger auf Gloria tv, Anm- von mir, auch Antwort für Bethlehem 2014) Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden!“, sagte der Papst bei strahlendem Sonnenschein vor gut 40.000 Gläubigen. Der Petersplatz war mit 70.000 Blumen aus den Niederlanden geschmückt. …..
„……. Bei den Feiern zum ersten Osterfest ... trug Leo in fast schon jugendlicher Vitalität das leichte Holzkreuz auf allen 14 Stationen des traditionellen Kreuzwegs am Kolosseum. Die Kreuzwegprozession, zu der sich 30.000 Gläubige um das Kolosseum versammelt hatten, erinnert an den letzten Gang Christi durch Jerusalem hinauf zur Kreuzigungsstätte Golgatha….
Auch bei der Fußwaschung an Gründonnerstag kehrte Leo zu einer Tradition zurück, die Franziskus unterbrochen hatte. In der Lateranbasilika in Rom wusch Leo zwölf Priestern, von welchen er elf im vergangenen Jahr selbst geweiht hatte, die Füße……Franziskus hatte die rituelle Fußwaschung nicht wie gewohnt in einem Gotteshaus an geweihten Männern vollzogen, sondern in Haftanstalten an Gefangenen beiderlei Geschlechts und verschiedener Bekenntnisse.
Mit der bewussten Rückkehr zu Traditionen, namentlich am höchsten Fest der Christenheit, bringt Leo XIV. seine Achtung ( Vorbild für verbiesterte, verknöcherte Miesmacher auf Gloria tv, Anmkg. von mir)für die bewährten Institutionen und Liturgien der Weltkirche zum Ausdruck. Die hatte sein Vorgänger Franziskus als Zeichen der Verknöcherung gebrandmarkt und mit vielen davon gebrochen. Ausschnitte aus FAZ
Jubel bei Ostermesse in Rom: Papst Leo XIV. nimmt alte Tradition wieder auf ab

Papst Leo XIV. verbindet in seinem ersten Osterfest Rückbesinnung auf
Traditionen mit aktuellen Friedensbotschaften. Liturgisch kehrt er zu
klassischen

Ritualen zurück, während er inhaltlich die globale Verantwortung der Kirche b
betont und die Gläubigen zu Mitgefühl, Gebet und aktiver Friedensarbeit aufr
ruft. (express)
Jubel an Ostern auf der ganzen Welt. Das katholische Oberhaupt geht voraus.
Unser amtierender Heiliger Vater, Papst Leo XIV, mit bürgerlichem Namen Robert Prevost, wie ihn die ÖRR ehrfurchtsvoll und sachlich richtig bezeichnen ist ein mitreißendes Vorbild in seiner "seine Achtung für die bewährten Institutionen und Liturgien der Weltkirche". So hören ihm Getaufte und Ungetaufte zu.
Mancher vermeintlich frommer Profi kann von ihm lernen wie man alle Geschöpfe Gottes in ihrer Gottebenbildlichkeit behandelt.

Bethlehem 2014

Lieber @Klaus Elmar Müller! Bei allen Differenzen, die wir mitunter haben:
das haben Sie sehr aufmerksam beobachtet und sehr differenziert dargestellt. Danke!