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Bischof Fellay erklärt die Bischofsweihen im Juli

Am Sonntag sprach Bischof Bernard Fellay von der Priesterbruderschaft St. Pius X. in seiner Predigt im amerikanischen Priesterseminar über seine Erfahrungen im Umgang mit dem Vatikan und die bevorstehenden Bischofsweihen am 1. Juli. Die wichtigsten Punkte.

Überleben, nicht Schisma

- Die Bruderschaft weiht auch dann Bischöfe, wenn Rom 'nein' sagt - wohl wissend, dass Anschuldigungen des 'Schismas' und der 'Exkommunikation' folgen werden.

- Die Bruderschaft handelt, um zu überleben: Sie hat das Recht, den Glauben und die Sakramente zu bewahren.

Krise in der Kirche: Der Ausnahmezustand

- Ein solcher Akt kann nicht verstanden werden, ohne eine große Krise in der Kirche anzuerkennen, die auch als Ausnahmezustand oder Notlage bezeichnet wird.

- Die Mission der Kirche ist kein ökologischer Aktivismus: "Wir sind nicht hier, um die Bäume zu retten, sondern die Seelen".

- Segnungen und der Zugang zu den Sakramenten werden auf diejenigen ausgedehnt, die objektiv in Sünde leben, was der Lehre Christi widerspricht.

Anerkennung der päpstlichen Autorität - ABER

- Die Bruderschaft erkennt den Papst uneingeschränkt als höchste Autorität auf Erden an und bekräftigt, dass niemand über den Heiligen Stuhl urteilen darf.

- Aber Rom verlangt die Akzeptanz von Lehren und Praktiken, die der Kirche schaden, und aus diesem Grund kann die Bruderschaft dem nicht nachkommen.

- Die päpstliche Autorität ist nicht absolut und muss der Wahrheit verpflichtet bleiben. Der Papst kann das Gewissen nicht binden, wenn die Autorität gegen diesen Zweck eingesetzt wird.

Widersprüchliche Aussagen der römischen Behörden

- Seit dem Jahr 2000 wird der Dialog mit den römischen Behörden fortgesetzt, aber er ist von ständigen Widersprüchen geprägt: eine Behörde bejaht die Bruderschaft, eine andere verurteilt sie.

- Papst Franziskus sagte persönlich zu Bischof Fellay: "Sie sind katholisch, ich verurteile Sie nicht". Monate später erklärte Kardinal Müller die Bruderschaft für schismatisch und für exkommunizierungswürdig.

- In einem anderen Fall erklärte die Kongregation für die Ordensleute einen Priester für exkommuniziert, weil er der Bruderschaft beigetreten war, woraufhin die Kongregation für die Glaubenslehre zugab, dass das Urteil ungültig sei. Monsignore Pozzo erklärte: "Nicht alles, was aus Rom kommt, kommt vom Papst."

AI-Übersetzung
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jenö

Eine Stellungnahme zu diesem Thema von M.Matt aus den USA STATE of EMERGENCY: Is the Society of St. Pius X …

Franz Xaver

Interessanter Beitrag von Josef Jung
"Am 2. Februar 2026 erklärte der Generalobere der Priesterbruderschaft St. Pius X., Davide Pagliarani, die Bruderschaft beabsichtige, am 1. Juli 2026 Bischöfe zu weihen. Die öffentliche Reaktion auf diese Ankündigung war, wie zu erwarten, ambivalent: Es gab wahlweise, Zustimmung, scharfe Kritik und Warnungen vor „verbotenen Weihen“ sowie der wiederholte Appell, es müsse doch noch zu einer Einigung mit Rom kommen.
Die Reaktionen bleiben jedoch unzureichend, solange sie sich ausschließlich auf kirchenrechtliche Fragen konzentrieren. Die eigentliche Tragweite dieser Ankündigung erschließt sich erst, wenn man sie im Licht einer weit tiefergehenden Krise betrachtet, deren Ursprung nicht in disziplinären Unregelmäßigkeiten liegt, sondern in einer grundlegenden theologischen Neuorientierung der Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil.
Das Zweite Vatikanische Konzil
Die Auseinandersetzung zwischen der Piusbruderschaft und Rom ist im Kern keine Frage der Liturgie oder des Gehorsams, sondern eine Frage der Lehre. In der Tradition sieht man im Zweiten Vatikanischen Konzil nicht lediglich eine pastorale Aktualisierung, sondern einen Bruch, bei dem zentrale Lehren der Kirche angetastet wurden.
Besonders kritisch beurteilt werden drei Themenfelder: die Lehre von der Kollegialität der Bischöfe, der Ökumenismus und die Religionsfreiheit. Während das nachkonziliare kirchliche Lehramt diese Punkte als legitime Entfaltung der Tradition darstellt, sieht die Tradition hierin einen Bruch mit der bisherigen Lehre, wie sie etwa in vorkonziliaren Enzykliken, Konzilsbeschlüssen und dem überlieferten Kirchenverständnis formuliert war.
Das Konzil führte ebenfalls eine neue zweideutige Sprache ein, die sich bewusst von der bisherigen lehramtlichen Klarheit unterschied. Genau hierin liegt ein weiteres Problem: Wo zuvor präzise Unterscheidungen zwischen Wahrheit und Irrtum, Kirche und Welt, Glaube und Unglaube getroffen wurden, trat nun eine offene, dialogische Sprache, die zwar pastoral anschlussfähig sein wollte, aber zugleich die Eindeutigkeit der Lehre untergräbt.
Ist also das Schisma längst Realität? Dann allerdings nicht primär auf Seiten der Tradition, sondern auf Seiten der Amtskirche selbst, als ein Schisma mit der eigenen Überlieferung.
Die Religionsfreiheit
Besonders deutlich zeigt sich diese Spannung in der Erklärung Dignitatis humanae (1965). Während die Kirche zuvor gelehrt hatte, dass der Staat eine objektive Pflicht gegenüber der wahren Religion habe und der Irrtum keine Rechte besitzen könne, spricht das Konzilsdokument von einem natürlichen Recht des Menschen auf religiöse Freiheit. Wie lässt sich dies anders verstehen als ein unauflösbarer Widerspruch zu früheren lehramtlichen Aussagen? Dies gilt umso mehr, wenn man die Enzyklika Quanta cura und den Syllabus errorum (1864) Papst Pius’ IX. zum Vergleich heranzieht.
In der Praxis zeigt sich, dass das verkündete Recht auf Religionsfreiheit dazu geführt hat, dass der Anspruch der Kirche auf Wahrheit relativiert und durch eine faktische Akzeptanz aller Religionen ersetzt wurde. Mission wurde durch Dialog ersetzt, Bekehrung durch gegenseitige Anerkennung. Die Folgen dieser Entwicklung zeigen sich bis heute in interreligiösen Veranstaltungen, ökumenischen Gebeten und einer zunehmend unklaren Verkündigung des Alleinvertretungsanspruchs Christi.
Eng mit diesen Entwicklungen verbunden ist die Liturgiereform, die unter Paul VI. umgesetzt wurde. Die 1969 promulgierte Neue Messe sollte das liturgische Leben erneuern, die aktive Teilnahme der Gläubigen fördern und ökumenische Hürden abbauen. Eine Analyse der Texte zeigt, dass diese Reform den Opfercharakter der Messe abgeschwächt, die sakrale Distanz verringert und die Liturgie in eine stärker gemeinschaftsbezogene Feier verwandelt wurde.
Aber es wurde nicht nur eine Liturgiereform durchgeführt. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurden alle sieben Sakramente liturgisch neu herausgegeben. Der Grad der Textänderung ist sehr unterschiedlich. Unter Paul VI. entstanden neue Ordo-Bücher für jedes Sakrament. Während sich der Text für die Priesterweihe kaum geändert hat, hat sich der Text für die Bischofsweihe stark geändert.
Zwei unterschiedliche Kirchenbilder
Der Eindruck entsteht, dass es seit dem Konzil zwei Kirchenbilder gibt. Zum einen das traditionelle Bild, wie es vor dem Konzil schon war: Man versteht die Kirche als übernatürliche Heilsanstalt, klar abgegrenzt von der Welt, mit eindeutigem Wahrheitsanspruch. Auf der anderen Seite steht das neue Kirchenverständnis des Konzils, das dialogisch-demokratisch, humanistisch, ökumenisch, inklusiv und weltzugewandt ist.
In der kirchlichen Tradition bilden Liturgie, Sakramentenpraxis und Lehre eine unauflösliche Einheit. Die ausschließliche Feier der überlieferten Messe bringt ein Glaubensverständnis zum Ausdruck, in dem Gott und nicht der Mensch im Zentrum steht. Die kniende Mundkommunion ist dabei Ausdruck der realen Gegenwart Christi in der Eucharistie und der Haltung ehrfürchtiger Annahme der göttlichen Gnade. Die in der Tradition nach wie vor stattfindende häufige Beichte vor der Messe ist folgerichtig, da der würdige Kommunionempfang die Versöhnung mit Gott voraussetzt und das Bewusstsein für Sünde, Umkehr und Gnade wachhält.
Maßgeblich für das traditionelle Kirchenverständnis ist das Dogma, das auf dem Konzil von Florenz feierlich formuliert wurde: Extra Ecclesiam nulla salus – außerhalb der Kirche kein Heil. Dieses Dogma wird in der überlieferten Lehre nicht als bloße Negativformel verstanden, sondern als positive Aussage über die von Gott gesetzte Heilsordnung. Christus hat eine sichtbare Kirche gestiftet, und zwar die katholische Kirche. Der Mensch ist daher nicht lediglich zu einer inneren Glaubenshaltung berufen, sondern zur Eingliederung in diese Kirche, die der mystische Leib Christi ist.
Aus dieser Lehre folgt zwingend der missionarische Auftrag der Kirche. Die Verkündigung des Evangeliums zielt nicht primär auf Dialog oder religiöse Koexistenz, sondern auf die Bekehrung des Menschen zu Christus und seine Eingliederung in die Kirche. Diese Pflicht zur Mission ist dabei ausdrücklich nicht als äußere Zwangsausübung zu verstehen, sondern als ernsthafte Aussage über die Wahrheit und das Heil. Wird dieses Dogma relativiert oder umgedeutet, verliert auch der Missionsauftrag seine innere Notwendigkeit und wird durch soziale Arbeit ersetzt.
Dieser Gegensatz prägt heute das kirchliche Leben in vielen Ländern, besonders deutlich in Deutschland. LGBTQ-Symbolik, moraltheologische Neuinterpretationen und kirchliche Reformprozesse wie der Synodale Weg verstärken den Eindruck, dass sich die Kirche zunehmend linken Gesellschaftsordnungen unterwirft, statt die Gesellschaft aus dem Glauben heraus aufzubauen. Besonders im ökumenischen und interreligiösen Bereich tritt an die Stelle des traditionellen Bekehrungsauftrags eine Sprache der Anerkennung, Gleichwertigkeit und Koexistenz, in der konfessionelle und religiöse Unterschiede als nachrangig erscheinen. Damit gerät das Dogma Extra Ecclesiam nulla salus faktisch außer Gebrauch: Nicht mehr die Eingliederung in die Kirche als notwendiger Heilsweg steht im Zentrum, sondern dialogische Offenheit und religiöser Pluralismus. In diesem Kontext treten klassische Glaubensinhalte wie Erbsünde, Gericht, Hölle, Askese und Weltverachtung in den Hintergrund oder werden offen problematisiert, da sie dem Ziel einer möglichst konfliktfreien ökumenischen und interreligiösen Verständigung widersprechen. Der Anspruch der Kirche, alleinige Hüterin der geoffenbarten Wahrheit zu sein, wird in der Praxis aufgegeben.
Die Rolle der Konzilstheologen
Diese Entwicklung ist nicht das Ergebnis einzelner Fehlentscheidungen, sondern das Resultat einer theologischen Strömung, die bereits während des Konzils wirksam war. Auch Joseph Ratzinger gehörte zu den jungen Theologen, die eine Erneuerung der kirchlichen Sprache und Denkformen befürworteten. Zwar bemühte er sich später als Papst, die Konzilstexte im Sinne einer „Hermeneutik der Reform“ zu deuten, doch diese Reform ist durch ihre Widersprüche nahezu unmöglich. Die kirchliche Realität zeigt, dass diese Hermeneutik faktisch gescheitert ist. Ratzingers Grundproblem scheint seine Unklarheit zu sein. Er schreibt deutlich in einer Weise, die von der Dialektik Georg Wilhelm Friedrich Hegel geprägt ist. Statt Dinge klar festzulegen, arbeitet er oft mit Spannungen und Gegensätzen, die er bewusst offenlässt. Das zeigt sich auch in Einführung in das Christentum. Man liest viel über verschiedene philosophische Ansichten und Positionen, aber es bleibt unklar, wie es jetzt wirklich ist.
Unklar und in einer neuen Sprache äußerte sich auch Johannes Paul II. Einerseits hielt er an moraltheologischen Positionen fest, andererseits förderte er interreligiöse Begegnungen und eine Anthropologie, die von traditioneller Seite als personalistisch und subjektivistisch kritisiert wird. Theologen wie Wolfgang Dörrmann argumentieren, dass der Papst als Philosophieprofessor mit der „philosophia perennis“ gebrochen und sich der Phänomenologie und Existenzphilosophie zugewandt habe. Am Ende weiß man nicht, was genau geglaubt wird oder geglaubt werden soll. Es bleibt alles in einer gefährlichen Zweideutigkeit, die sowohl konservative als als progressive Strömungen in ihrem Sinne auslegen.
Das Ergebnis dieser Entwicklungen ist eine Verwirrung. Daraus folgt eine Schwächung des Glaubens und ein Glaubensverlust. Kirchenaustritte, Priestermangel und die Marginalisierung des katholischen Glaubens sind keine zufälligen Phänomene, sondern Symptome einer neuen unklaren Theologie. Was wir heute vorfinden, gleicht einem verwüsteten Weinberg, einer geistlichen Dürre. Die Krise hat ein historisches Ausmaß erreicht. Noch nie hat es einen so großen Glaubensabfall gegeben. Erzbischof Marcel Lefebvre sprach bereits in den 1970er Jahren davon, dass Rom dabei sei, den Glauben zu verlieren. Die Aussage an sich ist skandalös. Aber das macht sie nicht unwahr.
Kritik entzündet sich auch am Pontifikat Papst Leos XIV. Vor allem dort, wo es zentrale Entscheidungen der unmittelbaren Vorgänger fortführt. Erstens wurde die Linie des interreligiösen Dialogs ausdrücklich bekräftigt, einschließlich der positiven Bezugnahme auf Dokumente wie die Erklärung von Abu Dhabi (2019), deren Aussage zur religiösen Vielfalt ein Traditionsbruch ist. Zweitens bleibt die durch Traditionis custodes (2021) eingeführte Einschränkung der überlieferten Liturgie in Kraft. Drittens wurde auch im ökumenischen Bereich an einer Sprache festgehalten, die seit den römisch-anglikanischen Dialogen des späten 20. Jahrhunderts den „gemeinsamen Glauben der Getauften“ betont, ohne eine lehramtliche Klärung der fortbestehenden dogmatischen Gegensätze vorzunehmen.
Was in letzter Zeit die meiste Kritik verursachte, war die lehrmäßige Note Mater populi fidelis („Mutter des gläubigen Volkes“, 2025), die von Papst Leo XIV. approbiert wurde. Darin wird Zweifel an den traditionellen marianischen Lehren gesät, besonders in Bezug auf die Muttergottes als Miterlöserin.
Symptome einer Glaubens-Apokalypse
Vor diesem Hintergrund erscheinen die angekündigten Bischofsweihen nicht als Akt der Provokation, sondern als Ausdruck eines existenziellen Selbstverständnisses: der Überzeugung, dass der überlieferte Glaube nur durch außergewöhnliche Maßnahmen bewahrt werden könne. Niemand kann leugnen, dass ein solcher Schritt kirchenrechtlich problematisch ist. Doch ebenso wenig lässt sich leugnen, dass die Situation, die zu solchen Schritten führt, selbst eine kirchliche Ausnahmelage darstellt.
Die geplanten Weihen sind daher nicht Ursache, sondern Symptom einer Krise, die weit über die Piusbruderschaft hinausreicht. Sie verweisen auf eine Kirche, die innerlich zerrissen ist, auf unversöhnliche Gegensätze im Verständnis von Glaube, Kirche und Welt.
Was bleibt, ist die nüchterne Erkenntnis, dass es für diese Krise keine einfache menschliche Lösung gibt. In einer Zeit, in der kirchliche Autorität und Glaubensgewissheit gleichermaßen erodieren, bleibt dem Einzelnen vor allem die Rückbindung an die Schrift und die Tradition, an die alten Katechismen und Lehrbücher und an Priester, die den Glauben unverändert und unverkürzt verkünden.
Wenn die Rettung kommt, wenn die Krise wirklich überwunden wird, dann nicht durch Strukturen oder Reformprozesse, sondern durch ein Eingreifen Gottes."
Quelle: Unversöhnliche Gegensätze

Klaus Elmar Müller

Das oben erwähnte Konzilsthema "Religionsfreiheit" eignet sich nicht zur Begründung von Bischofsweihen. Hier gibt es nämlich zwei Fragen: 1. Hat das Konzil die aktuelle Situation säkularer Staaten vorausgesetzt und wollte keine grundsätzliche Aussage für vergangene katholische Mehrheiten und Monarchien machen? 2. Bedeutet der Verzicht auf Zwang in religiösen Dingen, der Verzicht also auf staatliche Zwangskonversion nicht auch den Verzicht darauf, die Ausübung falscher Religionen staatlich behindern zu wollen? Gefängnis für öffentliche Teilnahme am protestantischen Kirchentag? Will Gott das, weil er nur die Wahrheit wollen kann und keine Verführung zur Unwahrheit? Mir scheint eine Analogie zu einem anderen Fall möglich, wo der hl. Thomas von Aquin sagt: Gott will, dass Verbrecher bestraft werden, aber er will auch, dass die Ehefrau ihren verbrecherischen Gatten treu vor der Polizei versteckt. Die natürliche Neigung zu Gott erzeugt das Gefühl von Heiligkeit auch, wenn dieser Neigung in falscher Weise nachgegangen wird. Darum auch erzeugt die staatliche Verfolgung ausgeübter falscher Religionen eine Märtyrermentalität und verstärkt die innere Überzeugung der Anhänger falscher Religionen, ist also inopportun.

Franz Xaver

Fragen an a.t.m: (Natur)Religionen gab es schon vor Jesu Geburt. Haben Sie die Freiheit, sich für den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs gegen ihn bzw für andere zu entscheiden? Und wenn ja, wäre das nicht ein persönlicher Akt einer Religionsfreiheit? Wo, bitte, steht in der göttlichen Offenbarung, dass die Lehre Christi mit Gewalt zu verbreiten sei?

Franz Xaver

Weichen Sie nicht aus, beantworten Sie die Fragen!
Und nun zu Ihrer Frage: Na, selbst verständlich glaube ich: „Der eine Christus nämlich ist Mittler und Weg zum Heil, der in seinem Leib, der die Kirche ist, uns gegenwärtig wird; indem er aber selbst mit ausdrücklichen Worten die Notwendigkeit des Glaubens und der Taufe betont hat (vgl. Mk 16,16; Joh 3,5), hat er zugleich die Notwendigkeit der Kirche, in die die Menschen durch die Taufe wie durch eine Türe eintreten, bekräftigt. Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die sehr wohl wissen, dass die katholische Kirche von Gott durch Christus als eine notwendige gegründet wurde, jedoch nicht in sie eintreten oder in ihr ausharren wollten.“ (DH 4136)

3 weitere Kommentare von Franz Xaver
Franz Xaver

Nur so zum Verständnis: Sie, a.t.m, dürfen also alle anderen Religionen und Weltanschauungen auf der Basis des Satzes "außerhalb der Kirche kein Heil" verbieten, dh gewaltsam unterdrücken und die Menschen, die nicht in der katholischen Kirche sind, ablehnen, ausgrenzen, einsperren und töten? Hat Ihnen das Gott gesagt?

Franz Xaver

Sie zeigen zu Recht eminente gesellschaftliche, kulturelle und, ja auch religiöse Probleme, und vor allem für jene Menschen auf, die an der göttlichen Offenbarung und am Glauben und Tradition der katholischen Kirche festhalten und ein Martyrium auf sich zu nehmen bereit sind, dennoch verstehe ich nicht, dass Sie einfachen Fragen des Glaubens ausweichen.
Mein Verständnis von "Religionsfreiheit" deck sich mit dem, was Kardinal Müller einmal so ausgedrückt hat:
" Ziel seines Schöpfungswillens ist die Ausrichtung des Wahrheitsstrebens und des Tuns des Guten auf Gott selbst als Urheber und Inbegriff des Wahren und des Guten. Allerdings gibt es nicht zwei Wahrheiten, weil die Wahrheit aufgrund ihrer absoluten Verwirklichung in dem einen Gott ontologisch und logisch unteilbar ist. Die Offenbarungswahrheit kann nicht mit dem natürlichen Licht des Verstandes bewiesen oder widerlegt werden, aber sie widerspricht ihr auch nicht, wenn die natur- und geisteswissenchaftlichen Erkenntnisse ideologiefrei präsentiert werden.
Der Grund für die Nicht-Beweisbarkeit der Glaubensartikel durch die natürliche Vernunft liegt nicht in einem Mangel der menschlichen Erkenntniskraft, sondern in der Natur des Glaubens selbst. Dadurch gibt Gott uns die Freiheit, seiner Selbstoffenbarung zuzustimmen in Freiheit. Ohne den freien Willen könnte der Glaube sein Ziel nicht erreichen. die Einheit mit Gott in der Liebe. Denn Erkennen ist Angleichung an das Erkannte und Liebe die Vereinigung mit dem Geleibten. Das ist der letze Grund für die innere und äußere Unerzwingbarkeit des Glaubens, weil Zwang und Liebe sich abstoßen. Zwar gelangen wir im Glauben zur Gewissheit, die Wahrheit von Gott empfangen zu haben, der nicht täuscht noch täuschen will. "Doch bewegt dieser Glaube nicht auf dem Wege der Erkenntniskraft, sondern eher auf dem Wege des Willens; weswegen er nicht macht, dass wir sehen, was wir glauben, noch erzwingt er Zustimmung; sondern er macht, dass wir freien Willens zustimmen."

Unter der Voraussetzung, dass viele Gläubige, Halbgläubige und die "intellektuellen unter seinen Verächtern", die vom historischen Christentum im "Westen" herkommen, die eigentliche Natur des Glaubensaktes nicht kennen und mit vollziehen und somit das Christentum sowohl in seiner Annahme als auch in seiner Ablehnung "verweltlichen", trifft das Stimmungsbild durchaus zu, das Stefan Högel bietet:
"In der modernen pluralistischen Gesellschaft, in der jeder frei ist über seine religiöse Orientierung selbst zu bestimmen oder es auch sein zu lassen, hat sich ein Jahrmarkt der Religionen gebildet, in dem jeder nach Belieben aussuchen kann, was ihm gefällt. Der aufgeklärte Mensch bestimmt selbst, woran er glauben möchte, und genau dabei gerät die christliche Religion ins Hintertreffen, und die katholische Kirche erst recht. Der Grund ist ebenso einfach wie fatal: Mit dem christlichen bzw. katholischen Glauben werden kaum noch religiöse oder andre existentiell wichtige Positionen verbunden, die dem Menschen die ganze Wirklichkeit vermittelt und so für Interesse sorgen könnten. Im Gegenteil: Das Christentum gilt weithin als unaufgeklärtes Relikt, das sich heute unzeitgemäßen Dogmen, überkommener Sexualmoral und zahlreichen Skandalen erschöpft. Die Kirche erscheint vielen als bürokratischer Apparat, der sich in die Lebensführung des Einzelnen einmischt und ihn bevormundet, ihm aber längst kein spirituellen Einsichten und Hoffnungen mehr vermitteln kann. Dass die sozialen und humanitären Aufgaben der Kirche auch heute noch mehrheitlich geschätzt werden, ist da ein schwacher Trost."
Diese treffende Beobachtung der reservierten bis ratlosen Stellung vieler "moderner" Christen zur eigenen Kirche, bedarf allerdings einer Ergänzung und Korrektur. Denn es kann ja nicht die von kirchlichen und staatlichen Autoritäten verordnete Fremdbestimmung des Glaubens sein oder sein soziologisch-kulturell vorgegebene Selbstverständlichkeit, die die Gläubigen im Bekenntnis des Glaubens an den drei-einen Gott vereint. Nur unter Berücksichtigung der Religionsfreiheit als natürlichem Grundrecht kann der Glaube als freier Akt der Zustimmung in Gnade zum geoffenbarten Wort Gottes und folglich die Eingliederung des Glaubenden in den Leib Christi mittels der Taufe ein personaler Akt sein -im Unterschied zu einer konventionellen Zughörigkeit zu einer Tradition und einem soziologisch greifbaren Verband.
Schon der bedeutende Kirchenschriftsteller Tertullian sagt zu Beginn des 3. Jahrhunderts: "Christus nannte sich die Wahrheit, nicht die Gewohnheit."
Die religiöse Sozialisation kann, wen sie gelingt, eine wertvolle Hilfe sein. Sie ersetzt aber nicht den freien und personalen Akt des Glaubens. Und wie viele Millionen Christen lebten außerhalb des "christlichen Europa" in der Diaspora in einer nicht-christlichen oder feindlichen Kultur. Erbe einer verblassenden christentümlichen Zivilisation zu sein, wird zur untragbaren Last, wenn sie sich nur auf Werte bezieht, die aufgrund des persönlichen Unglaubens ihren Grund und ihre Mitte in der Person Christi verloren haben."

Franz Xaver

Putzig, ich bitte jemanden, mir nicht unwesentliche Fragen zur "Religionsfreiheit" zu beantworten, und was macht der? Er schreibt, dass es ihm um "Verarschen" geht.

Francesco 95
a.t.m

Der größte Fehler ist es Kleriker und Episkopaten der aus dem Unseligen VK II hervorgekrochenen AFTERKIRCHE (also die innerkirchlichen Irrlehrer und Wölfe in Schafskleidern die im Sinne des des Widersacher Gottes unseres Herrn Wüten), mit Klerikern und Episkopaten der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche Gottes unseres Herrn (die eben im Sinne Gottes unseres Herrn und seiner Kirche Wirken) zu vergleichen und diese auf die gleiche Stufe zu stellen. Und eines ist sehr gut zu erkennen und es gilt leider für alle VK II und Nach VK II Päpste "Der Fisch beginnt beim Kopf zu stinken".
Und auch für das Kirchenrecht gilt das Wort Gottes unseres Herrn:
Apostelgeschichte 5. 29 Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Sprich wer einen Gott dem Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche Ungehorsam leistenden Gehorsam folgt, der ist selber Gott dem Herrn und seiner Kirche Ungehorsam.
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Hector de Linares

@Francesco 95, danke für diese wirklich gelungene Satire! Ich werde sie in meinem Freundeskreis verbreiten, schallendes Gelächter ist garantiert.

Francesco 95
a.t.m

So wie es im Brief von Schwester Lucia† an seine Eminenz Carlo Kardinal Caffarra† beschrieben wurde:
Der Endkampf zwischen dem Herrn und dem Reich Satans wird über die Familie und die Ehe stattfinden. Haben Sie keine Angst, denn jeder, der für die Heiligkeit der Ehe und der Familie wirkt, wird immer und auf jede nur erdenkliche Weise bekämpft und angefeindet werden, weil das der entscheidende Punkt ist.
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Vates

Nach Abschluß eines immer wahrscheinlicher werdenden "Deals", der aber m.E. die "Verfinsterung der Kirche" (La Salette) nicht beenden, sondern eher verschärften dürfte, hätte Kard. Burke keinen Grund mehr, die von Eb Lefebvres Positionen semantisch abgerückte FSSPX weiterhin "schismatisch" zu nennen!
Aber wer will dann darüber richten, ob der +WB Williamson mit seinem Vorgehen nach seinem Ausschluß Recht oder Unrecht hatte?

Josefa Menendez

Erzbischof Lefebvre antwortete auf Kardinal Ratzingers Druck: „Emminenz, nicht wir gründen eine Parallelkirche, da wir die Kirche aller Zeiten fortsetzen. Sie machen eine solche, indem sie die „Konzilskirche“ erfunden haben. Kardinal Benelli hat sie die „Konzilskirche“ genannt. Sie haben eine neue Kirche erfunden, nicht wir, sie haben einen neuen Katechismus gemacht, neue Sakramente, eine neue Messe, eine neue Liturgie, nicht wir. Wir fahren fort das zu tun, was schon immer getan wurde. Es sind nicht wir, die eine neue Kirche konstruieren“.

Francesco 95

*Konzilskirche*
Oft hört man von bestimmten Katholiken den Ausdruck „Konzilskirche" Sie behaupten, dass seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil eine andere Kirche entstanden sei, die schismatisch sei und eine andere Religion darstelle. Aber da frage ich mich: Warum erkennen sie dann einen Papst einer angeblich anderen Kirche oder Religion als ihren eigenen an? Warum zelebrieren sie die Messen in Einheit mit ihm? Und warum verteidigen sie krampfhaft sein Amt gegenüber Sedisvakantisten? Das wäre so, als würde ich die Päpste der Palmerianer als meine eigenen anerkennen, das ergibt absolut keinen Sinn. Haben wir also seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil einen Papst und zwei Kirchen? Oder zwei Päpste und zwei Kirchen? Wo hätte der Papst der sogenannten Konzilskirche seinen Hauptsitz? Oder haben wir überhaupt keine Kirche mehr? Doch die entscheidende Frage lautet: Wer wäre dann ihr Papst und wo ist er? Das wäre Häresie, denn Gott hat nur eine Kirche gegründet. Und mit dem Begriff Konzilskirche behauptet man indirekt, auch wenn sie es selbst nicht merken, dass die Pforten der Hölle die Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil überwältigt hätten und das wäre Gotteslästerung. Entweder glauben sie wie die Pius-Sedisvakantisten, an eine Kirche ohne Jesus oder an einen Jesus ohne Macht, der die Kontrolle über seine Kirche durch einen rechtmäßigen Papst verloren hat. Und nein: Es gibt keinen „Tradi-", „Neocon-"oder „linken" Papst. Wer solche Begriffe verwendet, spricht selbst in schismatischer Denkweise, denn das sind schismatische Kategorien. Der Papst ist nicht Vertreter einer kirchlichen Partei oder Strömung. Was die Gläubigen angeht. Unkraut und Weizen wachsen im selben Feld zusammen und nicht getrennt (Matthäus 13,24-30). Die Krise (Freimaurerei) hat zwar nicht mit Bergoglio begonnen, aber durch und mit St. Gallen-Mafia Mitglied, Usurpator, Freimaurer Bergoglio den Stuhl Petri erobert. Es wurde eine falsche Interpretation der Konzils-Dokumente verbreitet (Predigt, Papst Benedikt XVI., 14.02.2013) und faktisch ein „Konzil außerhalb des Konzils" geschaffen - ein mediales Konzil. Ein Papst wird laut Katechismus 892 vom Heiligen Geist assistiert - nicht nur bei Ex-cathedra-Entscheidungen, sondern auch im authentischen Lehramt. Deshalb schuldet man ihm Gehorsam (CIC.752). Man bietet doch dem rechtmäßigen Papst nicht die Stirn wie ein Martin Luther. Was sind das für Aussagen? Die verbreitete Behauptung, man müsse dem Papst ausschließlich bei Ex-cathedra-Aussagen gehorchen, ist selbst eine Irrlehre. Denn wozu bräuchte man dann überhaupt noch das Papsttum? In diesem Fall könnte man das Papstamt gleich abschaffen oder den Papst nur noch bei Bedarf anrufen: „Hey, wir brauchen wieder ein Dogma, kannst du kurz vorbeikommen?" Der Papst kann privat häretische Äußerungen tätigen - das bestreitet niemand. Gerade das zeigt jedoch, dass Franziskus/Leo kirchenrechtlich niemals Papst war. Denn wäre er es gewesen, wäre ich der Erste, der Fiducia Supplicans, Mater Populi fidelis und Amoris Laetitia verteidigt hätte, da sie dann zum authentischen Lehramt gehört hätten und unter der Assistenz des Heiligen Geistes verfasst worden wären.

Francesco 95
jenö

Kardinal Ratzinger als Präfekt der Kongregation des Glaubens und der Lehre betrachtete die Piusbruderschaft schismatisch zu sein. Später als Papst Benedikt XVI. hat er seine Meinung geändert und in 2007 hat er die Exkommunikation der Pius - Bischöfe aufgehoben, er hat nämlich begriffen, dass die Wahrheit kann nicht exkommuniziert werden.

Eugenia-Sarto

Gut gesagt. So ist es.

RellümKath

Gut gesagt, auch wenn jenö im Text der amerikanischen Grammatik huldigt.

Francesco 95

„Die Exkommunikation trifft Personen, nicht Institutionen.
Bischofsweihe ohne papstlichen Auftrag bedeutet die Gefahr eines Schismas, weil sie die Einheit des Bischofskollegiums mit dem Papst in Frage stellt." - Papst Benedikt XVI., 10.03.2009

Francesco 95

Dr hat die Exkommunikation entfernt, damir die Bischöfe zur Reue kommen, zurück zur Einheit.

jenö

Eine echte Einheit des Bischofskollegiums kann nur in der Wahrheit erreicht werden. Eine Scheineinheit unter Druck würde der Kirche schaden und hätte den Verrat am Mystischen Leib Christi zur Folge.

Bethlehem 2014

@jenö zu Ihrer Meinung oben: das glaube ich so nicht! - Ratzinger hat (privat) zu einem Piusbruder gesagt, daß er Lefebvre damals sehr gut verstehen konnte und an seiner Stelle wahrscheinlich genauso (!) gehandelt hätte. Es waren andere Kardinäle und Johannes Paul II, die auch Ratzinger in den Rücken gefallen sind. Ratzinger und Lefebvre waren sich sehr schnell einig. Das durfte offensichtlich nicht sein...

jenö

Der Vatikanist Roberto de Mattei in seinem Buch über das 2. Vatikanische Konzil schreibt, dass Joseph Rratzinger der sich als Sekretär des Kölner Erzbischofs Frings an der Ausarbeitung der Konzilsdokumente zusammen mit Erzbischof Lefebvre aktiv beteiligt hat befürwortete im Widerspruch zu Lefebvre die Novus Ordo Liturgie und später als Papst bestand auf der Akzeptanz des 2. Vatikanums durch die Priesterbruderschaft Pius X.

Klaus Elmar Müller

Übersetzungsfehler: "Fraternity Society" heißt "Bruderschaft", nicht "Gesellschaft der Brüderlichkeit".

Eugenia-Sarto

Kardinal Müller sollte sich gut überlegen, was er da gesagt hat (...später erklärte Kardinal Müller die Gesellschaft für schismatisch und für exkommunizierungswürdig.) Er muß mal umdenken, es geht jetzt um die ganze Kirche. Die Modernisten werden aussterben, die Tradition wird erblühen, wenn wir alle mitwirken.

Bethlehem 2014

Ja; das wäre durchaus denkbar, auch, wenn es dann noch Jahrzehnte dauern wird. Es kann allerdings auch alles auf einmal ganz schnell gehen. Siehe Deutsche Wiedervereinigung.
Dann wäre Lefebvre mit seinem Vorschlag vor Paul VI, die Gläubigen doch "mit den Füßen" abstimmen zu lassen, ob sie die alte oder die neue Messe wollen, zum Ziel gelangt. Wenn auch erst Jahrzehnte später.
Möge Gott sich aller erbarmen, die in der Zwischenzeit leben und sterben mußten.

Eugenia-Sarto

In der Not wird das Denken klar. Das haben Sie gut gemacht, werte Piusbruderschaft. sicher ist der Text gut überlegt und miteinander beraten worden.
Ich bin sehr froh darüber und kann nur mein volles Ja dazu sagen. Es geht um das Überleben. Im Krieg an der Front hat jeder Soldat seine Handlungen selbst zu verantworten, wenn es um alles geht.
In der Tradition und allen ihren Gemeinschaften geht es darum, die katholische Lehre rein und wahr, ganz nach der Überlieferung der Apostel und, der Heiligen Schrift, den früheren Konzilien zu bewahren, zu leben und zu verteidigen mit Liebe und Kraft.
Das verlangen die Gläubigen, die treuen Priester, das braucht auch der Papst, damit er sehen kann, wer in der Wahrheit ist. Ihm in seinem schweren Amt beizustehen ist wichtig, auch, mit ihm Geduld zu haben, denn um ihn herum ist das Unkraut, das der böse Feind gesät hat. Gott segne Sie und gebe Ihnen Kraft und Klugheit.

Eugenia-Sarto

Was macht denn die Petrusbruderschaft in der Notlage um die katholische Tradition? Sie feiern auch die überlieferte Messe, lehren die wahre Lehre, spenden die Sakramente, haben guten Nachwuchs. Ich wünschte ihnen, daß sie sich zu einer großen traditionellen Gemeinschaft zusammen schliessen, damit die Tradition an Bedeutung gewinnt. es darf ja in Einzelfragen mal verschiedene Meinungen geben, die die theologische Lehre im Grunde nicht verletzen.

Francesco 95
Bethlehem 2014

@Eugenia-Sarto Da übersehen Sie leider, daß die Petrusbruderschaft die neue Messe, die neuen Sakramente, die Handkommunion, die Ökumene usw. längst akzeptiert haben! Manche von ihnen verteidigen sogar die moderne Sicht der Religionsfreiheit mit großer Vehemenz. Die Petrusbruderschaft verletzt somit die überlieferte theologische Lehre ganz eindeutig.
Das ist bei den Pius-Brüdern ganz anders!

Eugenia-Sarto

Jetzt bin ich schockiert. daß sie soweit gehen würden, hätte ich nie gedacht. Ja, dann ist wohl nichts mehr zu erhoffen an eindeutiger Wendung zur ganzen heiligen Tradition

Bethlehem 2014

Tatsächlich halte ich die moderne Sicht der Religionsfreiheit für nicht mit dem katholischen Glauben vereinbar. Da stehe ich eigentlich voll und ganz in der katholischen Tradition...

a.t.m

Ja die FSSPX muss diese Bischöfe weihen, um nicht früher oder später und mit ihr die Heilige Opfermesse aller Zeiten (siehe Bulle "Quo primum" vom Heiligen Papst PIUS V) eliminiert zu werden. Aber eines bin ich mir auch sicher, sie wäre ja so und so von den Feinden Gottes unseres Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche angegriffen worden.
So aber kann sie weiterbestehen und viele Seelen vor der ewigen Verdammnis bewahren.
Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen

Eugenia-Sarto

So ist es. Diese Prüfung ist wichtig und heilsam für die Piusbruderschaft. Jetzt müssen Sie zeigen, daß sie wie ihr Gründer Starkmut in der Wahrheit haben. dann wird Gott sie auch beschützen und ihnen über alle Klippen helfen, die ihnen von den Modernisten etc gestellt werden. Möge Einmütigkeit jetzt alle erfassen.

Eugenia-Sarto

Die Zeit ist nun überreif, daß alle Priester und Bischöfe erkennen, um was es geht.
Es geht um das Überleben der Kirche, die nur in der katholischen Wahrheit überleben kann. Auch die katholischen Gläubigen haben die Pflicht, den Glauben zu verteidigen, wenn die Kirche in Not ist.
Macht Euch also alle auf und schreibt dem Papst, macht keinen Streit, das bringt nur Zerstörung, bleibt in der Liebe, bittet und fleht. Sagt deutlich, wofür Ihr lebt.
Helft dem Papst, der das Gute will und Mitstreiter und Berater braucht. Seht wie der Apostel Paulus es gemacht hat in seinen Briefen. Er hat gerungen um die jungen Gemeinden. Sie angefleht, der Lehre zu folgen. Er hat geopfert, gelitten, gebetet und sein Leben für Christus hingegeben.

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Eugenia-Sarto

Zitat Strickland "Ein echter Notfall – nicht in Gefühlen, sondern in Fakten bemessen. Ein Notfall, der sich im Schweigen äußert, wo Antworten nötig sind. In Toleranz, wo Korrektur nötig ist. In Hirten, die sich weigern, Wölfe beim Namen zu nennen, während diejenigen, die einfach nur die Herde beschützen wollen, als Problem gelten."

Eugenia-Sarto

Ist es bekannt, daß Papst Johannes XXIII. vor dem Konzil umfangreiche Texte für das Konzil vorbereiten liess, die sich treu an die überlieferte Lehre hielten? Bei Konzilsbeginn wurden dann diese Dokumente einfach von den revolutionären Konzilsteilnehmern beseitigt. das war ein gewaltiger Vernichtungsschlag. Hier ein kleiner Auszug aus diesen Dokumenten, die Roberto de Mattei veröffentlicht hat in seinem Buch "Das Zweite Vatikanische Konzil"
Kernpassagen des ursprünglichen Disziplinentwurfs (Schema Ciriaci)
1. Die Trennung von der Welt:
Der Kleriker darf nicht vergessen, dass er durch seine Weihe aus der Welt herausgehoben wurde. Er soll sich davor hüten, den Geist der Welt anzunehmen. Dies zeigt sich in der steten Verpflichtung zum Tragen der kirchlichen Kleidung (Soutane), die ein öffentliches Zeugnis für seine Weihe an Gott ist. Die Unterlassung der geistlichen Tracht wird als Verletzung der Disziplin betrachtet.
2. Die priesterliche Keuschheit und der Zölibat:
Das Dokument bekräftigt, dass der Zölibat kein bloßes Gesetz ist, sondern eine totale Ganzhingabe. Es warnt eindringlich davor, dass die "modernen psychologischen Theorien" den Zölibat untergraben könnten. Es fordert Priester auf, den Umgang mit Frauen streng auf das notwendige Maß zu beschränken und die traditionellen Ascetica (Fasten, Gebet, Selbstbeherrschung) zu pflegen.
3. Gehorsam gegenüber der Hierarchie:
Der Priester ist kein freier Mitarbeiter, sondern ein Werkzeug seines Bischofs. Das Schema verurteilt jede Form von "Demokratisierung" innerhalb der Kirche. Der Gehorsam muss demütig und ohne Murren geleistet werden, wie es der heiligen Tradition entspricht.
4. Verbot weltlicher Beschäftigungen:
Es wird ausdrücklich untersagt, dass Priester Berufe ergreifen, die dem geistlichen Stand fremd sind (z. B. politische Ämter, rein weltliche Geschäfte oder Berufe, die sie in eine Abhängigkeit von weltlichen Arbeitgebern bringen – eine klare Absage an die Bewegung der "Arbeiterpriester").
Kommentar:

Warum dieser Text "unter den Tisch fiel"
Roberto de Mattei beschreibt in seinem Buch, dass dieser Text von den progressiven Kräften (wie den Kardinälen Liénart und Frings) als "zu legalistisch", "unzeitgemäß" und "vorkonziliar" abgelehnt wurde.
Man warf dem Entwurf vor:
Dass er nur Verbote und keine positiven spirituellen Impulse enthalte.
Dass er die moderne Welt nur als Gefahr und nicht als Ort der Mission sehe.
In der Folge wurde dieser Entwurf in den Papierkorb geworfen und durch Texte ersetzt, die mehr auf den "Dialog mit der Welt" setzten. De Mattei sieht darin den Moment, in dem die Disziplinlosigkeit (die nachkonziliare Krise) ihren Anfang nahm.

Francesco 95