Jesus Christus: eindeutig kein Pazifist
Verpflichtet das Evangelium uns Christen wirklich zum Pazifismus?
Jesus Christus sagt zu Petrus, der Seine Gefangennahme mutig mit dem Schwert verhindern wollte und auf einen Häscher einschlug, ihm nur das Ohr abhieb: "Wer zum Schwert greift, kommt durch das Schwert um" (Matthäusevangelium, Kapitel 26, Vers 52). Lehrt Jesus damit den Pazifismus? Der Evangelist Lukas berichtet in seinem 22. Kapitel von Jesu gegenteiligen Aussagen:
"36 Da sagte er (Jesus) zu ihnen: Jetzt aber soll der, der einen Geldbeutel hat, ihn mitnehmen und ebenso die Tasche. Wer dies nicht hat, soll seinen Mantel verkaufen und sich ein Schwert kaufen. 37 Denn ich sage euch: An mir muss sich erfüllen, was geschrieben steht: Er wurde zu den Gesetzlosen gerechnet. Denn alles, was über mich gesagt ist, geht in Erfüllung. 38 Da sagten sie: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er erwiderte: Genug davon!"
Die Übersetzung "Genug davon" ist eine Interpretation in Richtung Pazifismus. Im griechischen Original steht nur "hikanon estin"("genug ist")/"es ist genug".
Ganz klar lehnt Jesus Christus die Bewaffnung seiner Jünger nicht ab, ja forderte dazu auf.
Sein Befehl an Petrus, nicht weiter zuzuschlagen, und Seine Warnung, durch das Schwert umzukommen, galt dem Schutz des ersten Papstes, der nicht im Kampf fallen sollte.
Und Jesus führt weiter aus, dass Petrus alleine nichts ausrichten kann, sondern Gottvater ein Engelheer schicken müsste und das tun dürfte:
"53Oder glaubst du nicht, mein Vater würde mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schicken, wenn ich ihn darum bitte? 54Wie würden dann aber die Schriften erfüllt, dass es so geschehen muss?" (Kapitel 26 bei Matthäus.)
Laut Markusevangelium, Kapitel 11, Verse 15-19 hat
Jesus Christus Gewalt gegen Sachen und Personen ausgeübt, als Er im Tempel die Verkaufsstände umstieß und Händler wie Käufer hinaustrieb. Sein heiliger Zorn hatte einen gerechten Grund: Der Tempel schien ihm entweiht, als wäre er eine Höhle, wo Räuber ihre Schätze sammeln.
Es gibt auch gerechte Gründe, Krieg zu führen. Das lehrt der Kirchenvater St. Augustinus, dessen Orden Papst Leo XIV. doch angehört! Ein gerechter Grund sei, einen Völkermord zu beenden (1).
Iran plant seit je einen Völkermord, will Israel vernichten.
Präventiv darf man folglich der Schaffung einer Atombombe zuvorkommen.
Jesus Christus sprach mit großer Selbstverständlichkeit vom Krieg, als er das Gleichnis von zwei Kriegsherren brachte, deren einer zwischen Waffenarsenal und Diplomatie abwägen muss (Lukasevangelium, Kapitel 14, Verse 31 und 32).
Der Apostel Paulus erwähnt unkritisch den Soldaten und vergleicht ihn mit dem Christen: „Keiner, der in den Krieg zieht, lässt sich in Alltagsgeschäfte verwickeln, denn er will, dass sein Heerführer mit ihm zufrieden ist.“
(2. Brief an Timotheus. Kapitel 2, Vers 4).
In Seiner Bergpredigt preist Jesus Christus unter anderen die Friedensstifter selig (Matthäusevangelium, Kapitel 8):
“8 Selig, die rein sind im Herzen; / denn sie werden Gott schauen. 9 Selig, die Frieden stiften; / denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. 10 Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; / denn ihnen gehört das Himmelreich.“
Reinen Herzens sind im Iran gewiss die für Christus und das Evangelium ungerecht verfolgten Christen. Krieg gegen die Unterdrücker kann aus erstarrtem Stillhalten, Friedhofsfrieden, zu lebendigem Frieden führen, kann echten „Frieden stiften“.
Jesus sagt nicht: Selig, die den Leidenden tatenlos zuschauen.
Klar ist aber auch laut St. Augustinus: Ein Krieg darf den Gegner nicht auslöschen wollen (1). Trump erklärte, die iranische Zivilisation auslöschen zu wollen (wobei das von Mullahs terrorisierte Land in mehrere Zivilisationen aufgeteilt ist). Der Heilige Vater sah das nicht als Rhetorik, sondern nahm die Äußerung ernst und tadelte sie mit Recht.
Trumps Ärger über Leo's XIV. Position in der Kriegs- und Migrationsfrage ist nachvollziehbar. Auch in seiner USA-kritschen Haltung ist Leo XIV. treuer Nachfolger von Papst Franziskus.
Dass sich der amerikanische Präsident darob zu Jesus Christus stilisiert, der einem Kranken heilend die Hände auflegt, ist eine Gotteslästerung, die ein Psychologe einem flapsigen Jugendlichen verzeihen würde.
Das Bild zeigt einen Kreuzritter, die in Jesu Zeichen und nicht ihrem eigenen kämpften.
(1) Zusammenfassend: Augustins Lehre vom „Gerechten Krieg“ - …
Mit Blick auf die Völkermorde nach dem Zweiten Weltkrieg: Gerechter Krieg - gerechter Friede