Adventsgedanken einfacher Katholiken
Wenn Ihr erlaubt, so möchte ich Euch einladen, mit anderen Katholiken,Eure Gedanken zur heiligen Adventszeit zu teilen.
Denn gerade, weil die Welt, die sich aus freien Willen dem Bösen
überantwortet hat, wie es scheint , in einer Weise tobt, wie noch nie zuvor.
Sollten Wir da nicht mit unseren einfachen Gedanken, dem
etwas entgegen setzen ?
Wie klein ist doch das Licht in mir
Doch Sehnsucht läßt mich schreiten zu Deinem Lichte Herr.
Schwachheit und Schuld auch in mir trage,
aber trotzdem nicht ängstlich verzage.
Da Du mein Herr und König aus Lieb `Deine Mutter
als Mutter gabest.
Oh liebste Mutter mein, laß mich armen Sünder
auf Ewig Dein Kindlein sein,
Denn schrecken mich Dunkelheit und Stürme
nicht.
Verzeiht, aber ist Euch schon aufgefallen, dass, so scheint es, Wir nicht einmal mehr in der Lage sind bei einer, im Grunde, ganz einfachen Anregung, die nicht zum Diskutieren anregen soll. Doch nur Eins tun nämlich diskutieren ? Also, weshalb suchen Wir nur, beinahe schon so verzweifelt, nach den berühmten Haar in der Suppe ? Denn bedeutet es etwa nicht mehr "Euch einladen, mit anderen Katholiken,Eure Gedanken zur heiligen Adventszeit zu teilen" , dass jemand einfach nur seine Gedanken schreibt und es so stehen gelassen wird, ohne Lang und Breit darüber Diskutieren zu müssen ? Ferner sind Gedanken, die sich eben keine fremde Person macht, sondern ein User aus diesem Forum weniger wert, weniger anregent ? Oder ist es nicht auch erbaulich, so zu erfahren, dass noch jemand anders gedanklich im gleichen Boot, wie man selbst, sitzt ? Oder, da kaum ein Glaubensweg des Einen und des Anderen identisch sind unterschiedliche Betrachungsweisen lesen zu dürfen ? Denn ja, wir teilen den gleichen Glauben, aber sind doch durch unterschiedliche Gnaden, Gaben und Wesen völlig unterschiedlich in der Betrachung, oder nicht ? Deshalb bitte ich Euch, weniger diskutieren, mehr Euch tasächlich mit Euren eigenen Gedanken zum Advent einzubringen, auch wenn dann, möglicherweise die Maske, die viele für die Welt tragen, fallen sollte. Denn nicht das Drumherum ist das Wichtige, sondern nur Ihr ganz persönlich mit Euren Gedanken.
Möge uns das innere Licht der GNADE GOTTES die Dunkelheit erleuchten und uns auf den Weg des Friedens führen.
Der Text von Iris Macke, den @elisabethvonthüringen unten veröffentlicht hat, zeigt gut, wie wir die Perspektive wechseln können und sollen!
Eigentlich haben wir als Christen mit dem Glauben an die Menschwerdung Gottes und an Seine erlösende Gnade diesen Perspektivwechsel ja schon vollzogen.
Im Glauben sehen wir die ganze Wirklichkeit in einem neuen Licht, im Lichte Gottes und Seiner Liebe!
Daran will uns auch der Advent immer wieder neu erinnern. Wir sollen uns bereit machen, dass Gottes Licht auch in uns und durch uns immer wieder neu die Welt hell machen kann!
Insofern ist der Advent auch eine Zeit, die zu Umkehr und Buße anregen soll (Advent ist drum eigentlich auch eine kirchliche Fastenzeit). Wir sollen Abstand von allem gewinnen, was uns von Christus abhält, und uns neu mit der Freude über Sein Kommen erfüllen lassen!
Die besinnliche Stille ist im Alltag oft nicht leicht zu erreichen! Aber dennoch können wir immer und überall die stille Verbindung mit Jesus Christus suchen und pflegen!
So können wir wie Maria die Freude über die Menschwerdung Gottes erfahren und mit anderen teilen!
Um der ursprünglichen Intention von @Melchiades gerecht zu bleiben...
Dieses Lied lehrte uns die Großtante Ende der 50-er Jahre...und damit lernten wir, uns auf Weihnachten vorzubereiten und uns zu freuen. Jetzt kommt die heilig' Weihnachtszeit
Jetzt kommt die heilig Weihnachtszeit, jetzt seids nur alle still, / was Gott der Herr für uns bereit, ist ohne Maß und Ziel. / Der Himmel, der verschlossen war / ja schon vieltausend Jahr, / was die Propheten weisgsagt ham, des werd jetzt wirklich wahr.
Gott sprach zum Engel Gabriel: Gib acht auf meine Wort. Dass du dich nicht mehr lang verweilst, mach dich vom Himmel fort. Nach Nazareth musst eilen g'schwind, bring Maria die Botschaft hin: Grüß sie mir, tausend Gnaden voll, dass sie Mutter werden soll.
Wir sangen dieses Lied dann auch mit anderen Kindern in adventlichen Gottesdiensten, bis ein fortgeschrittener "Geistlicher" kam, und meinte, das Lied sei "liturgisch sehr gewagt" und es durch zeitgeistlichere Lieder ersetzte. Der "liturgische"(Glaubens-)Erfolg wurde dadurch aber nicht besser...
Das Gebet finde ich hervorragend, möchte aber zu bedenken geben, dass die Begriffe "die Welt" und die "Menschheit" völlig fehl am Platze sind, weil immer nur Individuen von der Liebe, Barmherzigkeit und auch Gerechtigkeit erfasst sind und die genannten abstrakten Sammelbegriffe sowohl böse als auch gute Menschen umfassen.
Die Welt dem Bösen überantwortet ... ? So ist es und keiner kann das bestreiten ! Seit wann nimmt das Böse immer mehr zu ? Vor dem Konzil war der Glaube sehr stark und die Kirchen voll . Dann kam das Konzil und nach der ersten Euphorie, die Ernüchterung ! Natürlich hatte das viel Gründe, aber die meisten kamen aus dem Inneren der Kirche . Anbetung und Andacht wurden niedrig gehalten und durch eine übertriebene Ökumene verwässert. So leerten sich nach und nach die Priesterseminare und damit die Kirchen ! Mit den Weltjugendtagen wollte man für den Glauben begeistern, aber es waren nur Volksfeste mit vielen Sakrilegien. Die Konzilspäpste haben das gesehen, aber nichts bis auf Benedikt XVI. dagegen unternommen. Eine weitere Tatsache ist, dass seit dem Konzil wenig oder nichts für den Priesternachwuchs getan und geworben wurde, im Gegenteil, schon damals gab es eine Bewegung gegen das Weihepriestertum. Von Anfang an standen die Laien und die Laien-Organisationen im Mittelpunkt. Schritt für Schritt ging es weiter und so konnte sich auch in der Kirche das Böse ausdehnen und fand mit der Ehrung einer heidnischen Göttin " Pachamama " ihren und vorläufigen Höhepunkt ... !
Werter alfredus ,
geht es in der heiligen Adventszeit nicht auch darum, dass wir, jeder Einzelne von uns, sich besinnt, was er ist oder nicht ist ? Ob er noch auf dem Weg des Glaubens ist ? Oder vom Wege abgekommen ? Ob er auf den Weg zurück gelangen will oder nicht ?Und ist der Beginn einer Änderung, nicht immer der, der bei einem Selbst anfängt ?
Nein, ich meine es nicht böse oder mache Ihnen Vorhaltungen , weil mir dies nicht zu steht. Doch möchte ich Sie fragen : " Wenn man nur noch dass sieht, was alle sehen und sich nur noch darüber ereifert ; Wo bleibt da noch Zeit für die Stille, die äußere und innere ? Wo die Zeit sich gar so zu betrachten, wie der Herr einen sieht ? Wo die Zeit zu erkennen im Glauben einem Kinde gleich zu werden und sich bewußt zu machen, dass man auch selber, wie das Volk Israel nach den Untaten am Berge Sinai durch die Wüste zu irren hat, um dann geläuter an die Krippe, in dem unser Heiland und Erlöser liegt, treten zu können. Ist dies nicht auch Advent ?
Denn der Rauch des Bösen hat sich leider schon weit vor dem Vatikanum II, durch Priester in die Kirche eingeschlichen und auch bei den Katholiken durch Glaubensmüdigkeit, Lauheit usw. . Selbst das Nachlaufen dessen, was so weltlich ist und gegen den Glauben steht, ist bei weiten gar nicht so neu, wie man denken könnte. Denn, wenn sie vom heiligen Bischof Augustinus das Büchlein " Bekenntnisse ( Confessiones) gelesen haben ; werden möglicherweise auch Sie denken : " Wie konnte der heilige Augustinus von Hippo nur so genau unsere heutige Zeit, den traurigen Zustand der Christenheit beschreiben ?"
Es gibt in der Tat nun etliche Familien/Leute in meinem Umfeld, die die Flucht nach Ägypten bereits im Advent antreten; und die Ruhe in paradiesischen Baderegionen am Roten Meer genießen. "Man kann auch dort Stille und Einkehr finden, wenn man will"...ein viel gehörtes Argument!
Heute Morgen bekam ich von einer Verwandten eine nette Mail zum Beginn der Adventszeit. Aber die Adventsregeln, die sie schreibt, sind mir gar zu dürftig. Sie schreibt: Kerzen anzünden, Kekse backen, Kekse naschen, bunten Schal tragen, Christkindlmarkt besuchen, Punsch trinken, Ausschlafen, Filme schauen, Geschenke kaufen, Besuche machen.
Wie traurig wäre die Adventszeit, wenn wir uns auf diese Sachen beschränken würden.
Advent heißt für mich eher: Wachet auf, macht euch bereit!!!
@Elista Dieses "Wachet auf, macht Euch bereit" hängt nun mir wiederum zum Halse heraus. Woraus erwachen? Wozu bereit machen? Mit dem heutigen Glaubenswissen/verständnis bleiben das leere Floskeln...Meine Erfahrung: Man spult den Advent genau so ab, wie die übrigen Jahreszeiten...
Ich bekam nun diese "Gedanken"...sind nicht neu!!!
Perspektivwechsel
von Iris Macke
Advent heißt Warten
Nein, die Wahrheit ist
Dass der Advent nur laut und schrill ist
Ich glaube nicht
Dass ich in diesen Wochen zur Ruhe kommen kann
Dass ich den Weg nach innen finde
Dass ich mich ausrichten kann auf das, was kommt
Es ist doch so
Dass die Zeit rast
Ich weigere mich zu glauben
Dass etwas Größeres in meine Welt hineinscheint
Dass ich mit anderen Augen sehen kann
Es ist doch ganz klar
Dass Gott fehlt
Ich kann unmöglich glauben
Nichts wird sich verändern
Es wäre gelogen, würde ich sagen:
Gott kommt auf die Erde!
Und nun lies den Text von unten nach oben!