[LJ 45] Das Leben Jesu nach den vier Evangelisten
16. Der reiche Fischfang(Luk. 5, 4-11)
Als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: „Fahr hinaus auf die Tiefe des Sees, und werft eure Netze zum Fang aus!“ Simon entgegnete ihm: „Meister, die ganze Nacht hindurch haben wir uns abgemüht und nichts gefangen; jedoch auf dein Wort hin will ich das Netz auswerfen.“ Sie taten es und fingen eine große Menge Fische. Ihr Netz aber war am Zerreißen. Sie winkten darum den Gefährten, die in dem andern Schiffe waren, sie möchten kommen und ihnen helfen. Diese kamen, und sie füllten beide Schiffe, so dass dieselben anfingen zu sinken.
Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: „Herr, geh von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch!“ Staunen nämlich hatte ihn erfasst und alle, die bei ihm waren, über den Fischfang, den sie gemacht hatten, desgleichen aber auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons Gefährten waren.
Zu Simon aber sprach Jesus: „Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschenfischer sein!“
Sie führten nun ihre Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach. 1)
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1) Bei Matth. 4, 20. 22 und Mark. 1, 18. 20 heißt es, daß die Jünger schon bei der zweiten Berufung alles verließen und sich dem Heilande für immer anschlossen. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, daß dieser Anschluß erst nach dem Fischfange geschah, den jene Evangelisten nicht erzählen.
Der reiche Fischfang (Luk. 5, 4-11). Kirchenfenster von Lefevre in der Pfarrkirche St. Martin zu Wasserbillig/ Luxemburg. Foto von Günter Roland