"Wer stickt, sündigt nicht!"
"Wer stickt, sündigt nicht!" Dalmatik aus der Wiener Minoritenkirche, 1776 gestiftet. Textiles Handarbeiten gehörte nicht nur wesentlich zu den spezifischen Arbeiten in Frauenklöstern, es gehörte auch zum Ausbildungsprogramm von adeligen Mädchen und wurde von den Habsburger-Erzherzoginnen auf hohem Niveau gepflegt. Die Kaiserin, Mutter von 16 Kindern, hat immer auch gerne selbst mit ihren Töchtern gestickt. Dabei wurde dem Sticken auch ein hoher erzieherischer Wert zugesprochen. Es erforderte Dass Maria Theresia wirklich selbst, auch in ihrer Zeit als vielbeschäftigte Herrscherin, zusammen mit ihren Töchtern an Stickarbeiten gesessen ist, beweisen mehrere Briefstellen, die erhalten sind aus ihrer sehr umfangreichen familiären Korrespondenz. Es wurde zur höheren Ehre Gottes gut gearbeitet, man fertigte schöne Paramente für die würdige Feier der Heiligen Messe an. Maria Theresia ging jeden Tag in die Heilige Messe, die Messe war Mittelpunkt ihrer Innerlichkeit. In vielen Wiener Kirchen …