Benedikt XVI.: Franziskus im Einklang mit seiner Aufgabe
Manches am Stil von Papst Franziskus sei ungewöhnlich. Das sagte Prälat Georg Ratzinger (91) vor der „Passauer Neue Presse“. Aber: "Es ist seine Überzeugung, und es ist im Einklang mit seiner Aufgabe." Papst Benedikt XVI. teile diese Meinung, so sein Bruder. Benedikt XVI. lasse sich nicht als „Gegenpapst“ einspannen: "Da ist überhaupt nichts dran." Die Idee eines Gegenpapstes stamme aus Kreisen, die „Probleme“ mit Franziskus hätten: "Vielleicht stellen diese Leute sich vor, mein Bruder könnte eingreifen oder auf irgendeine Weise in kirchenpolitischen Belangen aktiv werden und eine Linie, mit denen die Betreffenden Probleme haben, korrigieren. Aber da täuschen sie sich."
Es gebe keinerlei Differenzen zwischen Franziskus und Benedikt. Das Verhältnis des Papstes und seines Vorgängers sei "sehr freundlich, kollegial und priesterlich".
Den Kritikern von Benedikt XVI. würde dessen klare Linie nicht behagen. Sie meinten, man „müsse jede …Mehr
elwand wrote: »»... Igor meint, da steht noch was... *transpirier* Tatsächlich... da steht noch was. Wer hätte das gedacht««
DrMartinBachmaier wrote: "Die Form des sog. Rücktritts zeigt eindeutig, dass es sich um eine Erpressung handelt, denn nicht nur das vermiedene Aussprechen des Rücktritts, sonderen vor allem das fast kindische Umgehen der termini technici (t.t.) im CIC zeigen dies sowas von eindeutig. Vor allem das "… [Mehr]"
elwand wrote: »Er hat "vigor" gesagt.
*grübel* 11:02«
Bis zum 17. April 1757 (!) existierte ein päpstlicher Bann gegen Werke, die ein heliozentrisches Weltbild vertraten. Erst zu diesem Zeitpunkt hob Benedikt XIV. diesen auf, nachdem man den Thesen Isaac Newtons nicht mehr widersprechen konnte/wollte. Die generelle Druckerlaubnis für Werke, in denen das heliozentrische Weltbild vertreten wurde, erfolgte dann erst 1822 durch die Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition, was wenig später durch Papst Pius VII. ratifiziert wurde.
@DrMartinBachmaier Zitat Wikipedia (de.wikipedia.org/wiki/Geozentrisches_Weltbild)
Auf Anraten des Kardinals Robert Bellarmin wurde im Auftrag des Papstes ein theologisches Gutachten eingeholt, das zu folgenden Ergebnissen kam:
„1. Die Sonne ist der Mittelpunkt der Welt und steht völlig unbeweglich im Raum. Kritik: Nach allgemeiner Auffassung ist dieser Satz philosophisch töricht und absurd, und formal ist er ketzerisch, insofern er der ausdrücklichen Meinung der Heiligen Schrift, wie sie an vielen Stellen aufscheint, widerspricht, und zwar ihrem Wortlaut an sich wie auch den anerkannten Auslegungen dieser Stellen und den Meinungen der Kirchenväter und der Theologie.
2. Die Erde ist weder der Mittelpunkt der Welt noch unbeweglich, sondern bewegt sich als ganze und befindet sich in einer täglichen Bewegung. Kritik: Alle sagen, für diesen Satz gelte in philosophischer Hinsicht das gleiche wie für den vorigen, und hinsichtlich der theologischen Wahrheit ist er zumindest glaubensmäßig irrig.“
– Päpstliches Gutachten 1616
@erdenpilger86: Verwechseln Sie da nicht die katholische mit der evangelischen Kirche? Letztere war es doch, die Keplers Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrennen wollte, weil dieser die elliptischen Bahnen der Planeten um die Sonne behauptete. Auf katholischer Seite war doch Papst Urban VIII. ein Förderer des zugegebenermaßen etwas rückständigen Galilei, der noch die althergebrachten kopernikanischen Kreisbahnen mit Epizyklen vertrat, von denen doch bereits Sacrobosco um 1250 wusste, was nie in der katholischen Kirche Schwierigkeiten bereitet hat, auch nicht, als Abschreiber Kopernikus diese Thesen Papst Paul III. widmete.
(Bei der Gelegenheit: Kopernikus, der fast alles von Sacrobosco abgeschrieben hat, war es auch, der die Erde zur Scheibe gemacht hat, eine Theorie, die nie allgemeine Lehre war, wusste doch bereits jeder Seefahrer, dass die Erde kugelrund war, da man den Mast eines Schiffes zuerst sah. Kopernikus zitierte damals einen Erdscheibentheoretiker: "Kirchenvater", besser gesagt Ketzer Laktantius; von diesem Zuschnitt seien alle Geozentriker. Und schon wurde gelehrt, im Mittelalter hätte man geglaubt, die Erde sei eine Scheibe, was jedoch falsch ist: siehe:
www.spiegel.de/…/0,1518,381627,0…
www.spiegel.de/…/0,1518,381627-2…
de.wikipedia.org/wiki/Flache_Erde
Gesellschaftsfähig wurde die Theorie von der Erdscheibe erst im 19. Jahrhundert mit der Flat Earth Society: de.wikipedia.org/wiki/Flat_Earth_Society)
Nur Pfau Galilei (von allen Wissenschaftskollegen als Pfau verschrien, der übrigens nicht einmal in der Lage war, seine von Kopernikus übernommenen Thesen in der Wissenschaftssprache Latein zu formulieren) machte Schwierigkeiten, weil er seine These (wozu auch gehört, dass die Sonne stillsteht, ein völlliger Quatsch nach heutigen Erkenntnissen) als "durchaus wahr" und nicht als Hypothese formulieren wollte, wie es der Hl. Kardinal Bellarmin hat gefordert, wofür er von den heutigen Wissenschaftstheoretikern bewundert wird. Im Wissenschaftsstreit Galilei versus Bellarmin anno 1609 sieht die heutige Wissenschaftstheorie zu 100% Kardinal Bellarmin als Sieger. Man frage etwa Prof. Wengenroth von der TU München. Inhalt des Streits war übrigens nicht, was sich um was dreht, sondern ob man den Heliozentrismus als Hypothese oder als "durchaus wahr" formulieren muss. Und Kardinal Bellarmin lag hier mit "als Hypothese" zu 100% richtig. Eine wissenschaftliche Glanzleistung vor 400 Jahren.
@Eugenia-pia Differenzierungen sind offensichtlich nicht ihre Sache. "Modernisten" (was ist das überhaupt?) sind alle gleich, denken gleich, wollen alle den Glauben vernichten. Aha. Wenn es nicht zu allen Zeiten "Modernisten" gegeben hätte, würde die Kirche heute noch das geozentrische Weltbild postulieren.
Das Himmelreich leidet Gewalt. Und nur wer Gewalt anwendet, reisst es an sich. Die Modernisten sind eine schlimme Sekte, die nichts mehr vom katholischen Glauben übriglassen wollen. Sie stützen sich auf ihre eigene "Erfahrung", auf ihren Verstand und die modernen Philosophien. Das ist alles schon von Päpsten verurteilt worden,insbesondere durch Papst PiusX. in der Enzyklika "Pascendi". Der christliche Glaube ist eine Offenbarungsreligion und keine von Menschen Selbstgemachte.
Die Lehre der Modernisten über Offenbarung und Dogma verurteilte das 1. Vatikanum :" Die Glaubenslehre, wie sie Gott geoffenbart hat, ist nämlich nicht dem menschlichen Geiste als eine Erfindung der Philosophie übergeben, die der Mensch mit seinem Verstande weiter ausbilden soll, sondern als göttlicher Schatz der Braut Christi anvertraut zur treuen Bewahrung und unfehlbaren Erklärung. Deshalb ist auch für die heiligen Dogmen immer der Sinn festzuhalten, den die heilige Mutter, die Kirche, einmal erklärt hat, und niemals darf man unter dem Schein oder dem Vorwand eines tieferen Verständnisses davon abweichen.
erdenpilger86
Zitat 1: "Manchmal denke ich, Luther hatte doch nicht so ganz unrecht..."
Zitat 2: "Wer Petrus nicht als Stellvertreter Christi anerkennt, ist kein Christ und verdammt."
Luther ist kein Christ und in der Hölle! Was wollen Sie denn von dem noch?
„Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen. Schon im ersten Augenblick seines Daseins sind dem menschlichen Wesen die Rechte der Person zuzuerkennen, darunter das unverletzliche Recht jedes unschuldigen Wesens auf das Leben. "Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt" (Jer 1,5) "Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen" (Ps 139,15)“ KKK 2270
Mir wird das nun zu dumm.
Untenstehende Behauptungen von Ihnen sind widerlegt.
Ich habe keine Zeit (zumindest heute) ständige Öffnungen weiterer Fässer zu bearbeiten.
Suchen Sie erst mal das angebliche Dogma über die Abtreibung. Als Zitat des Lehramtes bitte. Danke.
Ich werde dann mal wieder vorbeisehen....
@Dogmatiker Was sagen Sie zum Paradigmenwechsel der Abtreibung? Ist das keine Veränderung eines Dogmas?
@Dogmatiker Im Unterschied zu Ihnen habe ich mit Selbstkorrektur kein Problem. Ja, über das Initiationsritual ist Tertullian schon weit hinaus. Dennoch sieht er (und andere) kein Übel darin, dass Kinder ungetauft sterben. Das ändert sich erst mit Augustinus. Und darum dreht sich die ganze Diskussion.
Außerdem ist Tertullian in gewissen Dingen kein "Mehrheitszeuge" für seine Zeit.
Tertullian irrte z.B. auch in Bezug auf die Gültigkeit der Taufe bei Häretikern. (die er bestritt)
Darum muss er sich in Bezug auf die Kindertaufe auch nicht zwangsläufig im Recht befinden.
Außerdem sieht man in seiner Argumentation (gegen die Kindertaufe) sehr schön, dass er gegen einen BESTEHENDEN BRAUCH argumentiert (!)
Achso?
Weiter unten, am Donnerstag um 22,45h schreiben Sie jedoch noch (gerade eben mit Verweis auf TERTULLIAN und AUGUSTINUS):
"Damit wandelt sich der Charakter des Taufaktes vom Initiationsritual zu einer Heilsnotwendigkeit."
@Dogmatiker Da bin ich doch völlig einverstanden. Selbstverständlich ist die Taufe heilsnotwendig für Tertullian, aber sie wird nicht bei Neugeborenen angewendet, weil Augustinus seine Lehre von der Erbsünde noch nicht formuliert hat. Hier die Quelle: www.unifr.ch/bkv/kapitel89-17.ht…