Die Szene mit dem Getränk bei 13:30 ist wirklich filmreif: Broder: "Sie hören sich ein bisschen an heute, wie der Thilo Sarrazin der katholischen Kirche." Msgr. Imkamp: *spotz*
Man sollte, liebe Redaktion, endlich diesen unmöglichen Begriff "Amtskirche" meiden, den Karl Rahner erfunden hat und der so viel Schaden und Mißverständnis angerichtet hat. Der Begriff. Obwohl.... Karl Rahner auch. Also beide. Es gibt nur die eine Kirche Jesu Christi mit ihren unterschiedlichen Charismen und Berufungen.
Ein schöner und erfreulicher Beitrag! Wo immer die Kirche dieser Welt ein Ärgernis ist, kann man davon ausgehen, dass sie auf dem richtigen Weg ist. "Fundamentalistisch" und "konservativ" muss die Kirche ihrer Natur gemäß sein. Diese Worte sind ja erst - wie viele andere auch - durch die 68er-Bewegung umgedeutet worden. Merke: der Sieg einer Revolution beginnt mit der Umdeutung der Sprache. Kirche muss der Welt anstössig erscheinen. Nicht, um sich von der Welt zu isolieren, sondern um sie zu heiligen!
Als jemand, der an Zollitsch und Lehmann kein gutes Haar lässt, möchte ich dem Erzbischof Zollitsch hiermit meinen Respekt aussprechen. Vielen Dank für die klaren, profilierten und unzweideutigen Worte! Mögen unsere Hirten häufiger den Mut zu solchen Worten finden. Wir erwarten nämlich, dass sich unsere Hirten von Politikern unterscheiden. Jene verkünden Christus den Herrn, und jene wollen wiedergewählt werden.
@Tilly: Sie haben vollkommen recht. Die Lethargie der deutschen Katholiken ist erschreckend. Vor allem das blinde Vertrauen zu den Bischöfen, dass - Gott sei's geklagt! - nicht mehr zu rechtfertigen ist. Ich werde nicht müde, darauf hinzuweisen, dass die Abbrucherscheinungen der Kirche keineswegs zufällig entstehen oder einfach demographisch bedingt sind. Die Bischöfe organisieren die Zerstörung der Kirche systematisch - getarnt als "Strukturreform", die nichts weiter ist als die Vorbereitung der kirchlichen Selbstabschaffung und die der Einführung einer protestantischen Synodalleitung dient. Ich wollte hier nur darauf hinweisen, dass im Falle P. Hirschs die Sache eben doch etwas komplizierter ist, als viele hier annehmen.
P. Hirsch ist nicht als Petrusbruder in der Wallfahrtskirche eingesetzt und sein Wirken hat mit der Bruderschaft nichts zu tun. Die Gemeinschaft hat ihn schon seit Jahren freigestellt. Eine Diözese zur Inkardination findet er aber nicht. Eigentlich hätte er jetzt in Augsburg inkardiniert werden sollen, aber der Bischof hat auch die Notbremse gezogen. Es sei angemerkt, dass niemand nur wegen einer dummen Aussage rausgeschmissen wird.
Aber ja doch... Und Frauen müssen Priester werden dürfen, wegen der Gleichberechtigung. Die alten Argumente werden durch ständige Wiederholung nicht richtiger.
Erst passt das Ergebnis nicht, dann werden Milliardengeschenke verteilt und weitreichende Privilegien eingeräumt, dann wird nochmal gewählt - und zur Not noch ein drittes, viertes oder fünftes Mal, bis das Ergebnis dann "zufällig" passt. In Deutschland haben wir Gott sei Dank nicht so eine Demokratiekarikatur: die Diener des Volkes fragen es gar nicht erst. Kein Wunder also, dass wir alle einer Meinung sind und verärgert auf die Iren schauen konnten... Es ist schlimm, dass es überhaupt so weit kommen konnte in Europa. Adenauer und de Gaulle würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sehen könnten, was aus der Idee eines Europas starker Vaterländer gemacht wurde. Die Demokratie ist nur noch eine Karikatur ihrer Selbst, die Souveränität der Staates auf dem Wühltisch verramscht, die Politik so käuflich wie nie zuvor. Und dann wundert man sich über desaströse Wahlbeteiligungen.
Anmerkung am Rande: hier wird wieder, wie an vielen anderen Orten, gesagt, dass die Kirche Medjugorje noch anerkennen müsse - womöglich nach Abschluß der Erscheinungen. Das ist sachlich falsch. Der zuständige Bischof hat eine Entscheidung getroffen: non constat de supernaturalite. Sein Nachfolger hat in Einheit mit der zuständigen Bischofskonferenz diese Entscheidung bestätigt. Eine weitere Untersuchung kann stattfinden, muss aber nicht. In vielen Fällen ist keine weitere Untersuchung erfolgt. Offizielle Wallfahrten nach Medjugorje sind untersagt. Diese Entscheidung wurde durch den Heiligen Stuhl bestätigt. Für mich ist das Aussage genug. Man muss Erscheinungen nicht glauben, wie die Kirche sagt. Ich bin für diese Klugheit in diesem Fall sehr dankbar.
Das ist richtig. Nur üben die meisten zu Hause, bevor sie in die Öffentlichkeit treten. Der Gottesdienst ist kein Ort für Fingerübungen. Wer in die Öffentlichkeit geht - nach dazu auf youtube - muss auch Kritik aushalten können.