Ich gehe davon aus, daß der Papst zwischen der modernistischen und vorherrschenden Strömung und der traditionsbewußten Gläubigen und dem Klerus vermitteln wollte. Er selbst hat ja in jungen Jahren vieles vom dem vertreten, was heute die Krise mitverursacht hat. Diesen eigenen Fehler hat er erkannt und wollte ihn korrigieren. Seine Kontinuität des II Vatkanischen Konzils konnte aber weder die eine noch die andere Seite überzeugen. Eigentlich wäre eine klare Trennung durch Ausschluß einer der beiden Strömungen im deutschsprachigen Raum (nur den kenne ich) nötig. Diesen Schritt konnte der Papst aber nicht gehen. Er hätte es bestimmt als Zerstörung seines Wirkens in der Kirche betrachtet. Und deshalb gibt es dort weiterhin Karneval in der Kirche statt Heiliger Messe, da die FSSPX und integre Personen wie Pater Karl Wallner in der Mitte, sodaß sich jeder das aus der katholischen Kirche aussuchen kann, was ihm gefällt. Die Kirche ist gespalten, gibt es aber nicht zu. Dies sind natürlich nur Vermutungen, ich halte sie aber für in sich schlüssig. Und: Natürlich wird sein Rücktritt mehrere Gründe haben, das oben geschriebene ist nur ein Detail.
Guten Abend, schön, daß Herr Müller die Sache jetzt geklärt hat. Überraschend kam das nicht, nachdem man jetzt ja nur noch mit Zahlung der KiSt und später Reue unter die katholische Erde darf. Nur: was meint eigentlich der Papst zu alldem? Kann er sich gegen die modernistische deutsche Kirche nicht mehr durchsetzen? Oder wollte er von Beginn an keine Einigung? Ich halte den Papst für einen integren und redlichen Menschen. Umso unverständlicher ist mir die jetzige Entwicklung. Meine Zweifel an ihm nehmen jedenfalls immer mehr zu. Und das Denken kann und darf auch Demut nicht verbieten. Schließlich ist Kardinal Ratzinger mit seinen Widersachern auch nicht nur ganz lieb umgegangen. Aus seinen Büchern weiß ich, daß er klare Aussagen schätzt. Da kann es ja wohl nicht sein, daß dieses Theater jetzt hinter seinem Rücken geschieht und er Vorgehensweisen deckt, die er nicht will. EmileL
Entweder nicht beachten oder keine Kirchensteuer mehr zahlen. Angeblich soll es ja möglich sein, in der katholischen Kirche zu bleiben und trotzdem keine KiSt zu zahlen. Im übrigen blamiert der Kardinal sich ja nur selbst.
Ich kann dem Aufruf inhaltlich nur zustimmen. Vielleicht wird die FSSPX jetzt ein wenig Feuerwerk erleben, weil sie den o.a. Aufruf inhaltlich unterstützt. Andererseits sollte die katholische Kirche in Deutschland durch Entzug der Steuern unter Druck gesetzt werden, sich mehr um die Gläubigen zu kümmern. Laut Institut der deutschen Wirtschaft geht es um folgenden Betrag: "...Im Idealfall könnte das Kirchensteueraufkommen in diesem Jahr um knapp 2 Prozent zulegen und 2012 erstmals die Grenze von 5 Milliarden Euro überschreiten." hier der link: www.iwkoeln.de/…/Default.aspx Auf so einem Polster kann man ganz gut ruhen. Hoffentlich bald nicht mehr. Schönen Abend