Ich sehe im Bistum St.Gallen weder einen Neuaufbruch noch irgend eine Glaubenserneuerung. Die Kirche im Bistum hat unter Bischof Fürer einen Verfall erfahren der zur Auflösung eines katholischen Lebens führt. Ich selber wurde von ihm zum Priester geweiht. Ich erinnere mich an die peinliche Predigt über das Thema: Brauchen wir überhaupt noch Priester? Ein nichtssagendes Geplänkel führte zu keiner Antwort. Zentralistisch wurde von ihm bestimmt, dass im ganzen Bistum die Firmung NUR ab 18+ gespendet werden darf. Die Frauenklöster im Bistum sind vom Aussterben bedroht und die Konfessionen vermischen sich. Die Laien haben die Pfarreien übernommen und Gläubigen werden irregeleitet. Meine ganze Familie wohnt im Bistum und hat keinen Bezug mehr zu den Pfarreien. Schade um die Schönen Kirchen des Bistums.
Thomas M. Germann: Ich weiss was abgeht im Bistum St.Gallen. Ich werde heute wieder meine Priesterpflichten in der Stadt St.Gallen verrichten. Ob der Bischof fromm ist oder nicht wird wohl sein Beichtvater besser wissen. Dass er aber die Laien besonders in den Pfarreien Rorschach, Goldach, Untereggen im Rheintal einfach Wirken lässt und andere Pfarreien wie Tübach, Steinach und Berg dem Schicksal überlässt kann ich nicht akzeptieren. Die vielen Kapuzinerinnenklöster des Bistums St.Gallen werden alle eingehen, der Bischof besucht sie so gut wie nie. Grimmenstein gehört zu diesen, die den Bischof nur von ferne kennt, obwohl das Bistum klein ist. Bischof Ivo (mein Weihebischof) hat den Niedergang eingeläutet. Kein Wunder, dass die Piusbruderschaft im Bistum St.Gallen so stark ist.
Nach der Aufhebung des Benediktinerklosters St.Gallen wurde das Bistum ab 1823 als Personalunion des Bistums Chur geführt. Erst 1847 wurde Mirer zum Bischof nur für das Bistum St.Gallen geweiht. Heute ist das Bistum reines Missionsgebiet, der Glaube ist weitgehend verschwunden. Missstände sind an der Tagesordnung und der Bischof sitzt im Kloster und kümmert sich nicht um das Glaubensgut.
Man könnte den Vorschlag machen, ein Bistum Zürich zu schaffen aber dann mit Bischof Martin Grichting. Also neues Bistum ja aber nur mit Martin Grichting als Hirten.
Wann werden endlich die Diözeanpriester den Äbten in der Schweiz den Marsch blasen? Leider ist auch Abt Sury lebenslänglich gewählt von seinen Mönchen.
Werden wohl die Kelchworte nun endlich korrekt im Gotteslob erscheinen? Für "viele" anstatt für "alle". Unser Kirchengesangbuch in der Schweiz ist auch schon verbraucht.
Abt Martin beginn bei dir mit den Forderungen des Zeitgeistes. Schaffe den Zölibat ab für die Mönche in Einsiedeln. Verändere den Wahlmodus für 2013, so dass die getauften Einsiedler und Einsiedlerinnen den neuen Abt wählen können. Stelle den Abtsstuhl auch der Äbtissin von Au und der Priorin von Fahr zur Mitbestimmung auf Zeit zur Verfügung.
Das sind unsere Brüder und Schwestern, unsere Martyrer. Die eigene Hilflosigkeit ist das Schlimmste. Diesen Kindern vor Ort nicht helfen zu können, sie nicht zu Beschützen und ihnen Sicherheit, Freude und Liebe schenken zu können, das ist das Schrecklichste.