Wer ist denn hier hochmütig? Ich spreche mich für gegenseitige Toleranz und Achtung der Mitmenschen aus. Und für die Achtung aller leidensfähigen Mitlebewesen. Eine Achtung, um der Achtung Willen. Ethisches Handeln um des ethischen Handelns Willen. Nicht für einen Gott. Und auch nicht, weil man Angst hat, nicht in den Himmel zu gelangen. Es kann gut sein, dass es ein Wesen gibt, das den Namen "Gott" verdient hat. Aber wenn es Gott gibt, dann schaut er ganz bestimmt nicht darauf, ob jemand katholisch ist und ob jemand jedes Dogma der katholischen Kirche annimmt. Es dürfte ihm wohl eher um die Taten gehen. Mir ist ein/e Atheist/in, der oder die in Liebe und gegenseitiger Toleranz handelt lieber, als ein/e fundamentalistische/r Christ/in im Kreuzzug für die angebliche EINZIGE Wahrheit. Die - natürlich und wie könnte es in einer derart arroganten Religionskultur anders sein - unfehlbar ist. Bloss an Taten scheint es zu fehlen. Wer also ist hier hochmütig? Sind es nicht vielmehr die, die sich für die Krönung der Schöpfung halten und jede Verwandtschaft mit anderen Mitlebewesen (Tieren) als Beleidigung und Religionsbeschmutzung abtun? Sind es nicht die, die blind sind für eine annehmbare Ethik, die das Elitäre umstößt und hin zu einem Gemeinsamen strebt, ohne Hochmut, ohne Kreuzzug, das Gegenüber und andere Kulturen tolerierend. Und ja, als Biologe glaube ich, dass Menschenaffen und Menschen einen gemeinsamen Vorfahren haben. Dass wir aus dem Affen entstanden sind, sagt kein Wissenschafter. Dass wir aber gemeinsame Vorfahren haben steht für mich außer Zweifel. Und das tut der Großartigkeit der Schöpfung nichts ab! Ist es nicht wunderbar, wie sich Leben immer weiter entwickelt? Das soll auf keinen Fall ein Argument gegen Gott sein. Auch die Tiere sind meine Brüder und Schwestern. Entweder wir sind alle Kinder Gottes, oder niemand. Eine solche Position ist wohl das Gegenteil von Hochmut.
@Dominikus: Sie irren fatal! In jeder Religion gibt oder gab es einen, der behauptete, Wahrheit zu verkörpern. Und selbst in jeder Sekte der Geschichte und der Gegenwart gibt es immer eine Person, die ähnliches vorgibt. Da unterscheidet sich das Christentum von keiner anderen Religion. Und jede/r Anhänger/in einer Religion behauptet - wie es bei Fundamentalismus immer der Fall ist - über die eigene Religion genau das selbe wie sie über ihre Religion behaupten. Nämlich dass sie die einzig wahre sei. Deswegen bin ich gegen Religion und für einen pragmatischen Ansatz: Nächstenliebe um der Nächstenliebe Willen und um der Mitlebewesen Willen. Und ethisches Handeln einfach um des ethischen Handelns Willen. Und nicht für einen Gott und eine handvoll Dogmen.
@Claudine: Sie irren sich. Ich bin nicht der, der behauptet, irgendetwas besser zu wissen. Hier wird doch behauptet, es gäbe nur die eine Wahrheit. Hier glaubt man doch, unfehlbar zu sein. Was für eine Arroganz! Hier sitzen doch die Besserwisser! Und dann kommen gerade Sie daher und wollen anderen unterstellen, irgendetwas besser wissen zu wollen?
Man hat ja beinahe den Eindruck, dies sei das Video einer Sekte... Ja, es gibt in der Tat nur die eine Kirche. Nur die eine, die gegen Toleranz und Akzeptanz wettert. Und nur die eine, die glaubt, im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein. Nur die eine, die für Hierarchie und Unterdrückung eintritt. Und nur die eine Kirche letztlich, die für sich beansprucht, unfehlbar zu sein. Sollte es ein Wesen geben, das den Namen "Gott" verdient hat, so sind ihm jene Menschen, die sich selbst erheben und sich anmassen, ihn zu kennen und alles über ihn zu wissen, gewiss am fernsten von allen. Dieses fatale Missverständnis war schon die Grundlage der Kreuzzüge. Wie viel Blut klebt an den Händen Eurer ach so unfehlbaren und allwissenden Kirche! Und wie man sieht ist es heute nicht anders - bloss auf anderer Ebene.
Auch der Herr Pfarrer und andere christliche FundamentalistInnen werden mit ihren verzweifelten Kreuzzügen nichts daran ändern können, dass der Großteil der Menschheit die Geschwisterlichkeit und Gleichbehandlung der Individuen als richtig erkannt hat. Viele Fundis reden zwar immer große Worte, aber die Taten fehlen. Ich bin nicht für eine Gesellschaft ohne Werte - im Gegenteil. Ich engagiere mich sehr für eine eine Gesellschaft, die auf gegenseitiger Achtung und der Achtung gegenüber allen fühlenden Lebewesen aufbaut. Wer aber wortwörtlich die christlich-katholische Religion so wie in obigem Video als die einzig wahre bezeichnet und seine ganze Energie in diesen religiös-fanatischen Kreuzzug steckt, der schießt am eigentlichen Ziel vorbei. Ein friedliches Miteinander der Wesen funktioniert eben nur durch gegenseitige Toleranz und Geschwisterlichkeit. Beides Werte, gegen die sich der Herr Pfarrer deutlich ausspricht. Schade.
@Sabrina: Sie haben mich soeben davon überzeugt, dass es entgegen meiner Vermutung doch Zeitmaschinen geben muss. Ihre Aussage ist nämlich nur dadurch zu erklären, dass Sie direkt aus dem Mittelalter ins 21. Jahrhundert gereist sind...
Ja ela, Pfarrer Sterninger ist wirklich super! Nämlich ein Super-Fundi! Verkünden Sie den einzig wahren Glauben, Herr Sterninger. "Sagen" Sie es den jüdischen Menschen, denn die KatholikInnen - und nur diese allein - sind im Besitz der einzigen und ewigen Wahrheit! Bringen Sie durch ihr alleiniges katholisches Allwissen Licht in den dunklen und unwissenden Sumpf der JüdInnen, BuddhistInnen, HinduistInnen, Moslems, Naturvölker, AtheistInnen, AgnostikerInnen und wie sie alle heißen, die sich da in ewiger Unwissenheit tummeln.