"Die katholische Wahrheit sagen" darf aber nicht heißen, nur den Katechismus wiederzugeben (das möchte ich Pfr. Pietrek nicht unterstellen, ich hab die Predigt nicht vollständig gehört). Aus einem blanken Dogma kann man nicht leben, wie Vater Johannes Kreier in der Predigt vom selben Tag sagt. Ein Dogma ist ein Eckpfosten des Glaubens, aber keine geistliche Nahrung. Deshalb ist es wichtig, aber lange nicht ausreichend, die "katholische Wahrheit zu sagen".
Liebe Latina, ich gebe dir vollkommen Recht. Mein Anliegen war es auch nie, dieses genannte Thema auszudiskutieren. Vielmehr möchte ich hier dagegen wehren, dass hier Vorträge veröffentlicht und gutgeheißen werden, die auf dreiste, unkirchliche und dumme Art, mit ungenauen, verfälschten oder verfehlten Argumenten die Messe, die der Papst und 99% aller Priester und Bischöfe der Kirche feiern, verunglimpfen. Das hat nichts mit einer Rettung der Kirche zu tun. Sentire cum ecclesia! Dazu empfehle ich einen kurzen Text von P. Gerstle FSSP: petrusbruderschaft.eu/pages/geistliches/kritik.php
Ich sage ja: Wenn man sich als Gläubiger eine Messe sucht, dann sind das echte Argumente, es geht mir ganz ähnlich. Und leider kenne ich nur sehr sehr wenige Priester, die nach dem neuen Messbuch so zelebrieren. Aber das zählt nicht, wenn man einen Vergleich zwischen zwei Messbüchern vornimmt, wie das P. Schmidberger hier versucht.
Nein! Damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben! Denn das ist es, was diese Gemeinschaft kommunikationsunfähig macht. Wenn P. Schmidberger deren Meinung authentisch wiedergegeben hat, kann es keine Einheit mit Rom geben, bevor Rom sich nicht bekehrt und das böse neue Messbuch abgeschafft hat - oder sehe ich da was falsch?
Ich sage doch, dass ich auch für die Zelebration nach Osten bin. Aber! Es ist kein dogmatischer Mangel, den P. Schmidberger unterstellt. Es wird keine Glaubenswahrheit dadurch geleugnet. Er tut gerade so, als wäre das gleichbedeutend mit Glaubensabfall. Es ist liturgisch fragwürdig, mehr aber auch nicht. Außerdem würde ich auch weiterhin Messbuch und Praxis trennen. P. Schmidberger zieht natürlich die schlechte Praxis zum Vergleich heran. Das verstehe ich bei einem einfachen Gläubigen, der überlegt, wohin er zur Messe geht, aber nicht bei ihm an dieser Stelle. Er muss den korrekten und besten Umgang mit dem neuen Messbuch zum Vergleich nehmen, denn die Piusbruderschaft könnte ja genau so die neue Messe zelebrieren (wer sagt denn, dass sie sich den gängigen Gewohnheiten anpassen muss?). Deshalb gilt: Die Zelebration versus orientem ist auch nach dem neuen Messbuch die eigentliche Zelebrationsrichtung, mindestens ist sie möglich! Dieser Kritikpunkt greift deshalb nicht so recht. Einen "Volksaltar" gibt es nach dem neuen Messbuch nicht, das ist eine geläufige, aber inoffizielle Bezeichung. Ein Tisch als Altar ist auch nicht die eigentliche Form des Altares, hat auch nichts mit dem Wesen des neuen Messbuches zu tun. Fazit: Statt zu schimpfen, könnte P. Schmidberger zeigen, wie man besser mit dem neuen Messbuch umgeht. Anständiger Altar, Latein, versus orientem - ich wäre dafür!
Liebe evt, schau bitte mal genauer hin! Es beginnt schon hanebüchen. P. Schmidberger macht aus der Frage der Zelebrationsrichtung eine dogmatische Frage! Keine Frage bin ich für die Zelebration versus orientem, aber zu behaupten, Gott sei nur in der einen Ecke der Kirche, ist unglaublich engstirnig - wo er Gott doch direkt davor den Gott des ganzen Alls nennt! Auch die neue Messe wird zum Vater durch Christus im Heiligen Geist gefeiert, egal wie der Priester steht. P. Schmidberger unterstellt die Leugnung mehrerer Dogmen durch das Neue Messbuch! Versteht ihr nicht, was das heißt?! Und wie blödsinnig das ist? Lest doch mal die Grundordnung des Römischen Messbuches, die Einleitung, das erste Kapitel. Das ist mit KEINEM Wort von einem Mahl die Rede, aber ständig vom Opfer. Was Schmidberger da redet, ist heiße Luft. In den Hochgebeten und oft auch in den Dankgebeten ist sehr wohl vom Opfer die Rede. Eine Leugnung des Opfercharakters ist völlig abwegig. Denkt doch an die vielen ehrlichen Priester, die INNERHALB der Kirche ihren Dienst tun, die sich um eine würdige Zelebration so sehr bemühen, was denen hier alles an den Kopf geschmissen wird. Die Neue Messe hat einige Zeichen der alten Messe nicht mehr. Das heißt aber noch lang nicht, dass sie deren Bedeutung verneint. Nach dieser Argumentation könnte auch ein Orthodoxer herkommen und uns unterstellen, wir würden die Dreifaltigkeit und die Zwei-Naturen-Lehre leugnen, weil wir zum Kreuzzeichen nicht Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger zusammenlegen und die anderen beiden Finger in die Handfläche. Fazit: Was P. Schmidberger hier erzählt, ist teils fromm und hilfreich, zumeist aber haltlos, dreist, dümmlich. Und hier geht es mir in keiner Weise um seinen Ausdruck oder seine Redegewandtheit, auf so etwas hacke ich nicht herum, sondern nur um den Inhalt.
Jemand, der schon lange Zeit immer wieder mit der Piusbruderschaft zu tun hatte, sagte mir mal: "Ihr größtes Problem ist, dass sie doof sind." Das bestätigt sich bei diesem Vortrag zu 100%.
Was hier v.a. zu erkennen ist: Das allein macht noch keine Liturgie. Ich kenne Priester, die versus populum zelebrieren und sich ans Messbuch halten und viel ergriffener und ergreifender zelebrieren. Man sollte sich nicht täuschen und meinen, mit solchen schnell geänderten Äußerlichkeiten (über die sicherlich gestritten werden darf!) wäre es getan und die Krise in der Liturgie und der Kirche überwunden. Aber erstaunlich, dass es Protestanten gibt, die so Abendmahl feiern - und das quasi in meiner Nachbarschaft. Der Prior hat übrigens zuletzt mächtig Stress von der EKD bekommen, weil er sich weihen lassen hat - von einer protestantischen Gruppe, die die apostolische Sukzession beibehalten hat.
Verzeihung, liebe evt, aber machen Sie mal die Augen auf! Mixa wurde ungerechtfertigt sexueller Missbrauch vorgeworfen, ja. Aber die explizite Verneinung von jeglicher Gewaltanwendung war kein Schweigen (er hat nicht nur "seine Sünden nicht über die Medien herausposaunt", wie Sie sagen), sondern das war eine glatte Lüge. Zwischen Verschweigen und Leugnung besteht ein Unterschied. Damit hat er sich selbst hier die Schuld zu geben. Sowas geht einfach nicht. Keine Entschuldigung. Sicherlich lief in dieser Causa einiges sehr krumm, aber dafür gibt es keine Entschuldigung. Das war - Verzeihung - eine riesengroße Dummheit, die er sich selbst zuzuschreiben hat.
Jetzt vermutet doch nicht hinter allem die Freimaurer! Die Frage, die Senf letztlich stellt ist eine grundsätzliche: Kann es unendliches Wirtschaftswachstum geben? Denn darauf ist bei uns alles ausgerichtet: Im Schulunterricht wirds so erklärt und die Politik zielt darauf. Stillstand ist Rückschritt durch die Inflation. Aber wohin soll das führen?
Äh ... FDP-Wahlkampfveranstaltung? Die Rechnung stimmt nicht. Die Staatsquote ist definiert als der Quotient aus Konsum des Staates Investitionen des Staates und dem BIP. Es geht also um fließende Gelder. Es wird nicht nur berechnet, was der Staat einkassiert, sondern auch, was er ausgibt, z.B. an Sozialhilfe (Kindergeld z.B.). Die Staatsquote ist nicht ein Maß für Abzocke, sondern für Umverteilung. Damit fliegt das ganze Beispiel als populistischer Schmarn auf. Zudem ist ja nichtmal gesagt, ob Steuernachlassungen auch an den Konsumenten oder Arbeitnehmer weitergegeben werden. Das ist alles ein bisschen zu billig. Und das sage ich, obwohl ich auch für eine kleinere Staatsquote wäre!
Äh .... Also ich bin Laie, ich weiß nicht, obs da ein Missverständnis gibt ... Ich meine, dass Faber eher in die Schublade "liberal" gehört, Mixa in die Schublade "konservativ". Gloria.tv besteht aus eher "konservativeren" Usern. Ich mag diese Schubladen nicht, aber wenn man sie schon gebraucht, würde ich mich auch in diese Schublade stecken. Mixa ist also beliebt, er wird verteidigt. Faber beerdigt einen Atheisten, er ist hier unbeliebt, er wird sofort verurteilt bis in alle Ewigkeit. Gemeinsames Gebet in den Gemeinden mit Blick auf diese schwierigen Zeiten wird praktiziert. Das Gebet zum Erzengel Michael ist mir persönlich sehr lieb, aber ich würde es mit Blick auf den Missbrauchsskandal nicht in der Gemeinde beten, zumindest nicht allein und einfach so. Weil man dann die Gesellschaft und die Medien implizit zu Feinden macht und die Kirche zum eigentlichen Opfer macht. Sicherlich ist die Berichterstattung, der Spott und Hohn in den Medien oftmals einfach nur unfair. Aber nur von einer Medienhetze zu sprechen, ist zu platt. Denken Sie an Vater Johannes Kreier, der uns mehrfach ermahnt hat, zwischen den vielen Ungerechtigkeiten die Stimme Gottes zu suchen. Was will er seiner Kirche in einer solchen Zeit durch solche Ereignisse sagen. Und damit meine ich garantiert nicht "Mehr Christus, weniger Kirche"!
Misericordia, mit ihrer Allwissenheit wär ich gern gesegnet. Vielleicht gibt es Opfer, von denen Sie nichts wissen? Einer, der angeblich das Opfer sei, hat das abgewiesen. Sind damit alle "Hinweise" (was immer das heißen soll) hinfällig? Warten Sie doch lieber die Untersuchungen ab, statt sich vorher so weit aus dem Fenster zu hängen. Ich weiß nicht, ob es Opfer gibt. Ich weiß nicht, ob Mixa Kinder missbraucht hat. Ich habe das auch niemals behauptet. Interessant finde ich übrigens, wie Mixa hier gegen alle Widerstände verteidigt wird - während andere Geistliche, die kirchenpolitisch nicht so richtig beliebt sind auf gloria.tv (da schließe ich mich mit ein!), ziemlich schnell verurteilt wurden. Dompfarrer Faber. Die ganzen linksliberalen Linzer Dechanten. Und so weiter und so fort. So weit scheint die hier so oft beschworene Barmherzigkeit Gottes doch nicht zu reichen.
@Jeremias Sie werden zu persönlich. Natürlich wird Gott Mixa vergeben oder vergeben haben. ICH habe Mixa nichts zu verzeihen, weil er mir nichts getan hat. Und wenn, dann würde ich das tun oder mich von Herzen darum bemühen. Darum geht es hier nicht. Es geht um Glaubwürdigkeit. Es geht um aufrichtigen Umgang mit Schuld. Auch Gott vergibt nicht mal so nebenbei. Wir müssen unsere eigenen Taten ernst nehmen und Konsequenzen daraus ziehen. @Misericordia Ich habs extra fett davor geschrieben: "Vorausgesetzt, die Vorwürfe stimmen" Von den Details dieser Causa weiß ich nichts. Aber die Staatsanwaltschaft ermittelt. Und das ist richtig. Denn die Wahrheit zu suchen, ist immer richtig - und vielleicht - hoffentlich!! - ist dieser Vorwurf nicht gerechtfertigt.