de.news
Harte Fakten: Der Katholizismus kollabierte wegen des Zweiten Vatikanums



Der französische Historiker Guillaume Cuchet analysiert in seinem 2018 erschienenen Buch Wie unsere Welt aufhörte, christlich zu sein den Zusammenbruch des westlichen Katholizismus im 20. Jahrhundert (CatholicWorldReport.com, 13. September).

Im Laufe der Jahrhunderte gab es langsame Veränderungen wie Einbrüche (Französische Revolution) und Höhepunkte (Heilige wie Jean-Vianney oder Thérèse von Lisieux). 1965 kam es zu einem plötzlichen, unerwarteten Knick in der Teilnahme an der Messe und - noch dramatischer - bei Beichte und Taufe.

Cuchet korrigiert den Mythos, dass der Einbruch 1968 war (Studentenrevolte, sexuelle Revolution) und zeigt anhand von sieben Gründen, dass 1965 und das Zweite Vatikanische Konzil der Ausgangspunkt waren. In Frankreich ging die Teilnahme an der Messe von 25% auf heute weniger als 2% zurück:

1. Die These der Religionsfreiheit wurde ad intra angewandt und als "Gewissensfreiheit" [Freiheit vom Glauben] dargestellt, um eine andere Doktrin und Disziplin[losigkeit] zu erfinden.

2. Es gab eine Diskrepanz zwischen dem Zweiten Vatikanum und der katholischen Volksfrömmigkeit. In Wallfahrtsorten, wo die Volksfrömmigkeit respektiert wurde, war der Zusammenbruch viel langsamer.

3. Die psychologischen und anthropologischen Determinanten der Liturgie wurden durch die Einführung von Dingen wie der Volkssprache, das Ergreifen der Kommunion und die Hinwendung zum Publikum verändert.

4. Es wurde eine hohe Erwartung an das Engagement der Katholiken gestellt, z.B. wurde der Zugang zur Taufe auf Vorbereitungskurse für die Eltern beschränkt und die Ehe wurde von einer soziologischen Konvention zu einem öffentlichen Glaubensbekenntnis.

5. Die vier letzten Dinge - Jüngstes Gericht, Fegefeuer, Himmel und Hölle - wurden vergessen, was den Eindruck erweckte, dass der Klerus entweder nicht mehr an sie glaubte oder nicht mehr wusste, wie er darüber sprechen sollte.

6. Es gab einen kollektiven Ausstieg aus obligatorischen Praktiken wie dem Einhalten von gebotenen Feiertagen, dem Besuch der Sonntagsmesse, der Beichte, dem Empfang der Osterkommunion und dem Fasten.

7. Unter dem früheren katechetischen System besuchten 80% der französischen Kinder die Sonntagsmesse und die monatliche Beichte. Dies war Teil der Vorbereitung auf die feierliche Erstkommunion, ein auch sozialer Ritus, der ein schickes Essen, Kleider und Geschenke beinhaltete.

#newsGjpsdsuwte

294K
Der Hofrat

@Tradition und Kontinuität Nur der Papst kann eine verbindliche Interpretation eines Konzils vornehmen Sie können als Katholik nicht behaupten, der Papst macht es richtig und der Falsch dann sind Sie nicht anders als irgendwelche Progressisten von Joseph Ratzinger hörten wir nur jammern und gewäsch er hat nichts getan um Fehler zu korrigieren und Johannes Paul II hat aktiv an heidnischen Riten teilgenommen

Der größte Problem der katholischen Kirche ist derzeit die ungenügende Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Bis in die höchsten Sphären wird es bewusst oder unbewusst falsch interpretiert. Die Traditionalisten lehnen es ab und sehen fälschlicherweise einen Bruch mit der Vergangenheit. Die Modernisten haben das Konzil gekapert und sehen in den Beschlüssen einen Freifahrtsschein für alle möglichen und unmöglichen Neuerungen. Wir dürfen aber weiter hoffen: die Vergangenheit hat gezeigt, dass es oft Jahrzehnte bedarf, bevor ein Konzil richtig verstanden und umgesetzt wird. JPII und vor allem BXVI haben gelehrt und vorgelebt, wie es gehen muss.

Franz Graf

Das große Problem beim 2. vatk. Konzil nicht nur eine falsche Interpretation, sondern die Tatsache, das schon beim Konzil starke modernistischen Kräfte zugelassen wurden, die bereits häresienahe Dokumente durchsetzten und selbst bei rechtgläubigen Beschlüssen Hintertüren Einbauten, für die spätere Relativierung dieser Dokumente. Konservative Konzilsväter durchschauten diese Taktik und versuchten gegenzusteuern. Sie wurden jedoch mit Hilfe der Konzilspäpste übergangen. Dieses Konzil hat einen falschen Weg eingeschlagen, andernfalls wäre es für die heutigen Zerstörer überhaupt nicht möglich, irgendetwas falsch zu interpretieren. Ich gebe ihnen insoweit Recht, da dieses Konzil größtenteils, in rechter Weise interpretiert werde kann. Aber erstens wurden ja auch schon vereinzelt Beschlüsse gefasst, die überhaupt nicht in rechter Weise interpretiert werden können, die also eigentlich verurteilt werden müssen und zweitens hatten die Väter wissen müssen, das die Feinde eindringen, sobald sich eine Tür öffnet, wäre es ein gutes Konzil, dürfte es keinen Spielraum geben, für modernistische Interpretationen. Das ganze Konzil muss deswegen verworfen werden. Eigentlich wäre ein Konzil damals nicht von Nöten gewesen. Natürlich zeigte sich damals ein gewisser Reformbedarf, aber gerade in der damaligen Situation, war ein Konzil dafür nicht geeignet, weil zu riskant. Ein guter kluger Papst, hätte die nötigen Reformen auch ohne Konzil erreicht und im großen und ganzen war der Glaube damals im Volk und bei großen Teilen des Klerus damals stark und gesund. An ihren Früchten werdet ihr es erkennen, dieses Herrenwort muss hierbei beachtet werden und dieses Konzil, brachte eigentlich ausschließlich Faule Frucht. Es muss ihnen doch auch klar sein, das ein Konzil, das derart schlechte Frucht bringt, schon in sich falsch war. Was wäre dagegen so schlimm, wenn man einfach zurück zur Lehre der Kirche ginge, wie sie bis zum Konzil gelehrt wurde? Wenn man zu der Tradition zurück gehen würde, die sich mit der Zeit bewährt hat. Behaltet das gute und prüfet das neue, das ist doch eine gesunde Tradition, so einfach wäre es eigentlich.

Ursula Wegmann

Es waren im Konzil falsche Theologen geladen, die mit entsprechenden Bischöfen das Klima zerstörten, Angst erzeugten und eine gesunde Kommunikation erschwerten und so Beschlüsse verhinderten, die auch von der Mehrheit - z. B. das Mariendogma Miterlöserin - gewünscht wurden. Man wollte der Globalisierung Rechnung tragen, alles nur neu aussagen und dabei in keinster Weise mit der Tradition brechen. So hat man mit den Formulierungen gerungen, es aber nicht geschafft, so präzise auszusagen, dass sie nicht abgefälscht werden können und es zu Notlösungen kam. Und das haben die uns bekannten Bischöfe vom Rhein und von Holland sofort nach dem Konzil mit ihrer Falschinterpretation und mit Hilfe ihrer Finanzkraft ausgenutzt und postwendend mit dem Drama begonnen in einer Art, dass Gäubige und Priester vor vollendete Tatsachen gestellt wurden. So habe ich es nicht nur von einem Konzilsbeobachter gehört, sondern das ganze Drama nachher auch selbst erlebt.

93
Franz Graf

Es mag schon sein, das auch schon vor d. 2. vatikanischen Konzil Fehler gemacht wurden, von der damaligen verantwortlichen Kirchenführung. Das die Feinde Gottes und seiner hl. Kirche schon immer versuchten, der katholischen Kirche Schaden zuzufügen ist unbestritten und es wurde von Anfang an davor gewarnt, schon vom Herrn selbst. Weil das Böse in der Welt ist, steht die Kirche seit jeher, sozusagen im Abwehrkampf. Natürlich wurden dabei auch falsche Entscheidungen getroffen, auch von den Menschen, die der Kirche mit den besten Absichten dienten. Auch das unvollendete 1. vatikanische Konzil hat möglicherweise nicht die idealen Ergebnisse erarbeitet. Aber in wie weit den damaligen Entscheidungsträgern nun auch Fehler unterliefen, ist für mich hierbei nicht der entscheidende Punkt. Viel wichtiger ist m. E. , die Päpste vor d. V.ll und in aller Regel der höhere Klerus, bzw. eine klare Mehrheit der damaligen Bischöfe und Kardinäle, kämpften für die Rechtgläubigkeit in der Kirche, egal ob es sich nun um bessere, oder auch intelligenter Kirchenfürsten handelte, oder auch nicht. Ich persönlich bin davon überzeugt, das diese Männer der Kirche ihr Bestes gaben, für eine rechtgläubige Kirche und für den Fortbestand dieser, sowie auch für das Selenheil der Gläubigen. Selbstverständlich haben auch damals schon Feinde der Kirche, Feinde Gottes es erreicht, die Kirchenführung zu täuschen und auch haben auch hohe Positionen in der Kirche besetzt. Allerdings mussten diese damals noch äußerst Vorsicht agieren, um den Schein zu wahren und nicht entlarvt zu werden und hier ist schon einmal der große Unterschied zu heute. Heute müssen diese Häretiker nicht mehr im Verborgenen wirken. Sie betreiben ihr Zerstörungswerk, ohne den geringsten Widerspruch der Kirchenführung. Auch wenn nicht alles perfekt war, in der früheren Kirche, so gibt es dennoch klare Hinweise, das die damaligen Päpste vieles, wenn auch vielleicht nicht alles, in einer vernünftigen und rechten Weise tätigten, den es ist doch unbestritten, das die Kirche bis 1958 auf den richtigen Weg war. Die Hinweise sind dabei doch eindeutig. So war das Glaubenswissen bei Laien und Klerus, um Welten den übrig gebliebenen heutigen Katholiken vorraus. Es gab noch eine flächendeckende Volksfrömmigkeit, es gab eben damals noch eine Priesterausbildung, die qualitätsmäßig damals ungleich fundierter war als heute. Man könnte diese Liste noch endlos weiterführen, aber es ist doch eindeutig, das es mit den V.ll rapide bergab ging. Wie kann man das abstreiten. Nein, die Kirche war auch damals nicht in allen Bereichen gesund, es gab auch damals schon berechtigte Kritik. Aber m. E. war damals das Bemühen gegeben, die Kirche zu reformieren und zu heiligen, dagegen wird seit dem Konzil, die Kirche revolutiniert, entsakralisiert und verweltlicht. Das geschieht von der obersten Kirchenführung aus in voller Absicht. Das ist doch eine Tatsache und einfach unbestreitbar.

"den es ist doch unbestritten, das die Kirche bis 1958 auf den richtigen Weg war."
Ich bestreite das! Und behaupte, dass die Kirche seit dem Ersten Vatikanum auf dem falschen Weg war...

Franz Graf

Sehr geehrter @Erich Christian Fastenmeier, ich bestreite gar nicht, das schon beim 1. vat. Konzil, problematische Beschlüsse gefasst wurden. Dennoch wurde damals doch von der ganz überwiegenden Mehrheit, um die rechte Weise gerungen, auf die Gefahren für Glaube und Kirche zu antworten, die damals für die katholische Religion gerade entstanden. Ob es alles durch die Freimaurerei entstand, was damals auf die Kirche einstürmte, weiß ich nicht. Tatsache ist jedoch, damals mußte die Kirche sich starken Kräften erwehren, die versuchten die katholische Lehre zu relativieren und auch die katholische Kirche zu protestantisieren. Der damaligen Papst und große Teile der Hierarchie gingen damals davon aus, das eine Konkretisierung des Jurisdiktionsprimates und die Dogmatisierung der päpstlichen Unfehlbarkeit, geeignete Mittel sind, um eine rechtgläubige katholische Kirche zu erhalten und eindringende Häresien abzuwehren, was ja auch zunächst so aussah, solange ein rechtgläubiger Papst auf d. päpstlichen Thron saß. Es gab damals eine starke Opposition, selbstverständlich in ihrer großen Mehrheit ebenfalls rechtgläubig, die es als sehr problematisch sahen, (Unfehlbarkeit Dogma usw), denn sie erkannten die Gefahr, die hier gegeben war, z. B.falls ein Papst der Häresie verfällt, wie es heut ja der Fall ist. Die Befürworter des neuen Dogmas erkannten das nicht. Man konnte sich nicht vorstellen, das Häresie und sogar ein haretischer Papst überhaupt möglich sein könnten, nachdem sie sozusagen geeignete Sicherheiten einbauten, wie es z.b. der Antimodernisteneid war. So gesehen gebe ich ihnen Recht, wo sie sagen, das auch bereits das erste vatik. Konzil einen falschen, weil gefährlichen Weg einschlug, wie es sich ja heute auch erwiesen hat. Der große Unterschied jedoch ist doch ganz klar, das damalige Konzil hatte zum Ziel, den rechtgläubigen Katholizismus zu garantieren und die Häretiker, die Relativisten und Freimaurer abzuwehren und gegebenfalls zu verbannen. Ein zweites Konzil wäre berechtigt gewesen, um die Schwächen des ersten vatikanischen Konzils zu beseitigen, die sich ja erst mit der Zeit zeigten. Stattdessen wurde das zweite Konzil missbraucht, um den Relativismus hoffähig zu machen und die Kirche zu protestantisieren. Da ist auch der große Unterschied zum Vatikanum 1, wo man den rechten glauben verteidigen wollten, wärend das 2. Konzil genau das Gegenteil zum Ziel hatte.

ein zeitzeuge

Dass die Katholizität kollabiert, nimmt nicht wunder, wenn der „Politiker auf dem Stuhl Petri“ im Rahmen eine Pressekonferenz während seiner Antworten, erläutert, dass das von ihm Gesagte vielleicht etwas „chaotisch“, „undurchdringlich“, „durcheinander“, es aber klar sei, was er sagen wolle. Ein Fall für die "Irrenanstalt"?

Das ist natürlich nicht tief genug geschürft. Der Niedergang begann schon viel früher. Der kritische Katholik sollte mal recherchieren, wann es vor dem Zweiten Vatikanum schon einmal einen Priestermangel bzw. starken Rückgang gab....
Die Krise begann nämlich tatsächlich ab dem Ersten Vatikanum, aber das werden die Tradis nie checken. 😎

Wäre das Konzil richtig umgesetzt worden, hätte es der Kirche ein neues Aufblühen gebracht. Aber die Modernisten wollten JPII und BXVI nicht folgen. Zu hoffen bleibt, dass künftige Generationen einsichtiger sind und die Kurve kriegen.

Boni

@Oenipontanus wenn es keine Subversion (z.B. der Freimaurer) gegeben hätte, wozu dann der gesamte Abwehrkampf gegen Liberalismus und Modernismus, den die Päpste des 19. Jh. geführt haben? Wozu der Antimodernisteneid? Wozu die Leoninischen Gebete?

Bethlehem 2014

Die "vier letzten Dinge" sind: Tod, Gericht, Himmel, Hölle.
Das Fegefeuer gehört nicht dazu; der Tod hingegen ist unumgänglich.

Jan Kanty Lipski

Ach nö .... Kommt ihr Töchter Archive - Tradition und Glauben