Als ginge es allein um Liturgie! Der Kurzzschluss des Bischofs Eleganti
Bischof Eleganti: „Der universale Jurisdiktionsprimat des Papstes (ex sese) über die ganze Kirche ist seit dem Ersten Vatikanum eine unfehlbare, dogmatisierte Wahrheit.“
EINWAND: Erstens. Entscheidungen des Papstes aufgrund seines bestehenden universalen Jurisdiktionsprimates sind aber selber nicht unfehlbar. Es ist grundsätzlich nicht schismatisch, bei offensichtlichen Fehlentscheidungen ungehorsam zu sein.
Zweitens. Es geht ja gerade darum, dass der Heilige Vater Papst Leo XIV. seinen Jurisdiktionsprimat nicht wahrnimmt und die Dinge laufen lässt. Darum müssen missionarische Menschen aufstehen und handeln, wenn der Papst die Bitte, seine Vollmachten zu gebrauchen und den Katastrophen entgegenzusteuern, ins Leere laufen lässt (so Bischof Strickland: Bischof Strickland/USA rechtfertigt …).
Bischof Eleganti: „Das Hauptargument der sog. «Piusbruderschaft» eines historisch einmaligen, kirchlichen Notstandes und ihr Hinweis auf das prioritäre Heil der Seelen – vor allem jener, die sich der Priesterbruderschaft Pius X. angeschlossen haben – kann einen so schwerwiegenden Schritt in keiner Weise legitimieren.“
DAGEGEN: Papst und Bischofsmehrheit der Welt akzeptieren die besondere, wenn auch schmucklose Segnung homosexueller Paare, die Kommunion für sexuell zusammenlebende wiederverheiratet Geschiedene, der Papst fordert und die Bischofsmehrheit der Welt akzeptiert das Verschweigen von Mariens Gnadenmittlerschaft.
Dadurch werden die Gläubigen der gesamten Weltkirche in die Irre geführt.
Bischof Elegant vergisst auch Canon 1323 CIC, nach welchem die fälschliche, aber schuldlose Annahme einer Notlage die Exkommunikation und folglich ein Schisma ausschließt.
Bischof Eleganti: „Päpste halten sich an die Tradition und widersprechen nicht ihren Vorgängern auf dem Stuhl Petri.“
DAGEGEN: Paul VI. mit dem vorgeschriebenen Novus Ordo Missae und Papst Franziskus mit „Traditionis Custodes“ widersprachen dem hl. Pius V. hinsichtlich der sogenannten Tridentinischen Messe.
Papst Leo XIV. widerspricht mit „Mater populi fidelis“ mehreren seiner Vorgänger, z.B. dem hl. Papst Johannes-Paul II., indem er die Gnadenmittlerschaft Mariens und den Titel „Miterlöserin“ „für immer unangemessen“ erklärt.
Bischof Eleganti: „Die Verurteilung des Athanasius durch Papst Liberius (352-366) kam nur unter Folter zustande und wurde von Athanasius nicht als rechtmässig eingestuft, weil sie unter Zwang erfolgte.. Deshalb hielt er sich nicht daran. Später revidierte Liberius seine Haltung. Athanasius verteidigte ihn in seinen Schriften!“
FRAGE: Wieso spricht das gegen die FSSPX? „Fiducia supplicans“, die Anmerkung 351 unter „Amoris laetitia“, „Mater populi fidelis“ entstanden nicht unter Folter. Umso erschreckender! Die Piusbruderschaft wird Papst Leo XIV. gegen ungerechte Angriffe jederzeit verteidigen und vor allem, wenn er sich auf die katholische Tradition besinnt.
Bischof Eleganti: „Auch wenn ich der Ansicht bin, dass … 1. Passagen in einigen Konzilsdokumenten (von ganz unterschiedlichem Gewicht) durchaus kritikwürdig sind; 2. man in der Liturgiereform über den Willen und die Vorstellungen der Konzilsväter hinausgeschossen ist und Dinge eingeführt oder abgeschafft hat, die gar nicht im Denk- und Vorstellungshorizont der letzteren lagen und wahrscheinlich auch nicht ihren Absichten entsprachen, … halte ich die Weihe von weiteren Bischöfen durch die Piusbruderschaft ohne ausdrückliche, päpstliche Legitimation (Ernennung), für einen definitiv schismatischen Akt, der nicht durch die genannten Mängel
gerechtfertigt werden kann.
EINWAND: Erstens.Die Notlage beschränkt sich doch gar nicht auf Konzilstexte und Liturgiereform, sondern auf eine neue Morallehre des Papstes Franziskus, die vom jetzigen Papst Leo XIV. beibehalten wird, auch sichtbar durch die neuesten Bischofsernennungen. Zweitens. Darum beschränkt sich die Notlage auch gar nicht auf die Behinderungen des alten, überlieferten Messritus.
Sieht Seine Exzellenz Bischof Eleganti die kirchlich geduldeten und kirchlich geförderten Exzesse von Unglauben und Unmoral nicht?
Bischof Elegant rät eine Auseinandersetzung mit der Liturgiereform an und darum zu einer „Expertise“, auch unter Einbeziehung der „Sitzungsprotokolle der Konzilsjahre“.
DAGEGEN: Die kirchliche Realität hat die Konzilstexte weit überholt und lässt sich nicht durch das wissenschaftliche Studium der Konzilsakten zurückholen. Diese traurige Wirklichkeit hat Bischof Eleganti für einen Moment aus den Augen verloren und meint, es ginge nur um Zweites Vatikanum und Messritus.
Einsichtsvoll hingegen Bischof Joseph E. Strickland, der die katastrophale Notlage der gesamten Weltkirche erkennt::Bischof Strickland/USA rechtfertigt …
Zum kath-net-Artikel von Bischof Eleganti: Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen …