Wie oft schon in der Geschichte stand es schlechter um das Land? Wie viele Kriege, Krisen, größere wie kleinere Komplikationen musste die Menschen früherer Tage schon erdulden? Und trotzdem: Kinder bekamen sie immer. Anders als heute. Anders als heute glaubten sie aber an etwas, das sie übersteigt. Die Geburtenkrise ist also in Wirklichkeit eine Glaubenskrise. Sie hängt auch zusammen mit dem zweiten großen Problem, das die Geburtenzahlen sinken und die Abtreibungszahlen steigen lässt: mit der Beziehungskrise. Wo keine stabile Liebesbeziehung, da weniger Kinder. Eine ungewollt schwangere Frau, deren Partner nicht für sie, sondern gegen sie arbeitet, wird eher abtreiben als eine, die mit ihrem Anvertrauten sprichwörtlich durch dick und dünn gehen kann. Dafür sind allerdings Selbstlosigkeit und Hingabe nötig.