Rosenkranzgebet vor dem Bundeskanzleramt in Berlin für die Ungeborenen
Gestern durfte ich vor dem Bundeskanzleramt den Rosenkranz für die ungeborenen Kinder beten. Ich danke allen von Herzen, die zugehört, mitgebetet oder sich auf dieses starke Gebet eingelassen haben. Im katholischen Katechismus verstehen wir, dass unser Gebet nicht nur eine Bitte ist, sondern ein wirksamer Akt. Durch die Gnade Gottes sind wir berufen, als Werkzeuge in Seinen Händen zu wirken und die Welt im Sinne des göttlichen Willens mitzugestalten.
Gleich zu Beginn hatte ich ein besonderes Erlebnis: Ein Polizist kam auf mich zu, sehr freundlich, schenkte mir ein herzliches Lächeln – ein stiller Herzensgruß. Er interessierte sich sogar für den Kanal, auf dem ich den Livestream übertrage. Für mich war das ein Zeichen der Gnade und der Möglichkeit zur Begegnung, selbst in einem säkularen Kontext.
Während des Livestreams gab es verschiedene Kommentare: Manche freundlich ("Hallo"), andere kritisch oder spöttisch ("Sekte", "Zeit für die Geschlossene", "kranke Story"), wieder andere politisch oder ablenkend. Einige, wie "knaten / knatenwörden", bezogen sich wahrscheinlich auf meine Aussprache beim Gebet – eine indirekte Kritik. Doch gerade diese unterschiedlichen Reaktionen zeigen, wie notwendig es ist, für die Schwächsten einzustehen und für das Leben zu beten, auch wenn es auf Widerstand stößt. Im Vertrauen auf die Kraft des Gebets, die uns durch die Jungfrau Maria geschenkt wird, bleibe ich dabei: "Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade…" – denn in dieser Gnade liegt unsere Hoffnung und unsere Kraft zu handeln.
Zum Abschluss hatte ich noch ein besonderes Erlebnis mit einer Krähe. Ich hatte mein Herz schon geöffnet und wollte sie füttern. Anfangs zeigte sie kein Interesse, doch als ich ein Stückchen Brot hinlegte, kam sie näher. Es entstand eine stille Einheit zwischen uns. Auch die Menschen um mich herum nahmen es wahr und lächelten. Für mich war es ein kleiner, wunderbarer Moment der Verbundenheit mit der Schöpfung, ein Zeichen der göttlichen Vorsehung und der Verantwortung, die wir für alle Geschöpfe tragen.
Ich danke allen fürs Zuhören, Mitbeten und die Offenheit – trotz der unterschiedlichen Reaktionen. Die Kommentare, mögen sie freundlich oder abweisend sein, bestärken mich in der Überzeugung, dass unser Gebet notwendig ist und Früchte tragen wird, auch wenn wir sie nicht sofort sehen. Das Gebet bleibt, und seine Wirkung ist größer, als wir oft sehen. Durch unsere Gebete und Taten wirken wir mit Gottes Gnade an der Erneuerung der Welt. Möge der Rosenkranz die Herzen öffnen und uns alle näher zu Gott führen.
Quellenangaben
Livestream vom 27.08.2025
Rosenkranz für die Ungeborenen vor dem Bundeskanzleramt
youtube.com/live/Y1vn-jD14dQ?cbrd=1&ucbcb=1
Bibelstellen zum Schutz des Lebens und der Schöpfung
Lk 1,28 – "Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade…" (Marienverehrung, Gnade)
Mk 10,14 – "Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht!" (Schutz der Kinder)
Spr 12,10 – "Der Gerechte erbarmt sich auch seines Viehs." (Verantwortung für die Schöpfung)
Jer 1,5 – "Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen." (Heiligkeit des Lebens von Anfang an)
Ps 139,13–14 – "Du hast mein Innerstes geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter." (Göttliche Schöpfung des Menschen)
Katechismus der Katholischen Kirche (KKK)
KKK 2270 – Das menschliche Leben ist von seinem Beginn an zu achten und zu schützen.
KKK 2274 – Das ungeborene Kind ist ebenso eine Person, die verteidigt werden muss.
KKK 2416 – Tiere sind Geschöpfe Gottes; der Mensch schuldet ihnen Wohlwollen.