Das Schreiben Iuvenescit Ecclesia an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Beziehung zwischen …
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Das Schreiben Iuvenescit Ecclesia zum Nachlesen
Foto: S.E. Gerhard Card. Müller
Quelle: de.radiovaticana.va/…/1237043
Das Schreiben Iuvenescit Ecclesia zum Nachlesen
Hier lesen Sie das gesamte Schreiben Iuvenescit Ecclesia an die Bischöfe der katholischen Kirche über die Beziehung zwischen hierarchischen und charismatischen Gaben im Leben und in der Sendung der Kirche. (rv)
Einleitung
Gaben des Heiligen Geistes in der missionarischen Kirche
1. Die Kirche wird durch die Kraft des Evangeliums verjüngt, und der Geist erneuert, erbaut und leitet sie allezeit „durch die verschiedenen hierarchischen und charismatischen Gaben”[1]. Immer wieder hat das Zweite Vatikanische Konzil auf das wunderbare Wirken des Heiligen Geistes verwiesen, der das Volk Gottes heiligt, lenkt, mit Kraft erfüllt und mit besonderen Gnaden für seinen Aufbau bereichert. Vielfältig ist die Tätigkeit des göttlichen Beistandes in der Kirche, wie die Väter zu unterstreichen pflegen. Johannes Chrysostomus …Mehr
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"Paulus ist gegen unaufhaltbare prophetische Eingebungen und bekräftigt: „Die Äußerung prophetischer Eingebungen ist nämlich dem Willen der Propheten unterworfen. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens“ (1 Kor 14, 32-33). Er schreibt weiter: „Wenn einer meint, Prophet zu sein oder geisterfüllt, soll er in dem, was ich euch schreibe, ein Gebot des Herrn erkennen. Wer das nicht anerkennt, wird nicht anerkannt” (1 Kor 14, 37-38). Er schließt aber positiv und lädt ein, nach der Prophetengabe zu streben und niemand daran zu hindern, in Zungen zu reden (vgl. 1 Kor 14, 39)." (Zitat oben, Anm. 20).
Das Schreiben Iuvenescit Ecclesia auf der Seite der Kongregation für die Glaubenslehre: www.vatican.va/…/rc_con_cfaith_d…
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Vatikan stellt Schreiben „Iuvenescit Ecclesia” vor
Quelle: de.radiovaticana.va/…/1237097
„Iuvenescit Ecclesia” („die Kirche wird jünger“) das ist der Titel eines Schreibens der Glaubenskongregation an die Bischöfe in der Welt, das an diesem Dienstag im Vatikan vorgestellt wurde. Konkretes Anliegen: Neue geistliche Bewegungen und die Bischöfe sollen enger zusammenarbeiten und das Verhältnis beider genauer geklärt werden. Denn die charismatische Dimension dürfe niemals im kirchlichen Leben und der Verkündigung fehlen. Ein kurzer Überblick zum Inhalt des Schreibens:
Die Einleitung des von Kardinal Gerhard Ludwig Müller unterzeichneten Schreibens verweist auf Papst Johannes Paul II. hin, der den Vertretern der Bewegungen und der neuen Gemeinschaften sagte, dass er in diesen eine „Antwort der Vorsehung“ erkenne, die vom Heiligen Geist erweckt wurde, um das Evangelium in der ganzen Welt weiterzugeben. Derselbe Papst sagte, dass für alle diese kirchlichen Vereinigungen die Zeit der „kirchlichen Reife“ komme, die zu ihrer vollen Wertschätzung und Eingliederung „in die Ortskirchen und in die Pfarreien führt.
Das heutige Schreiben dürfte ein weiterer Schritt in diese Richtung sein. Zunächst gibt es aber Kriterien vor, um die „echte Kirchlichkeit“ der Charismen festzustellen.
Kriterien für die charismatischen Gaben - eine Auswahl
Einsatz für die missionarische Ausbreitung des Evangeliums. Die authentischen Charismen sollen deutlich einen „missionarischen Elan“ bezeugen, „der sie immer mehr zu Subjekten einer neuen Evangelisierung macht“.
Bekenntnis des katholischen Glaubens. Jedes Charisma muss Ort der Erziehung zum Glauben, muss das Lehramt der Kirche beachten und darf keine abseitigen Lehren verbreiten.
Zeugnis einer wirklichen Gemeinschaft mit der Kirche. Dies beinhaltet eine „kindliche Abhängigkeit vom Papst, eine aufrichtige Bereitschaft, ihr Lehramt und ihre pastoralen Richtlinien anzunehmen, sowie sich für die Initiativen der Kirche einzusetzen.
Annahme von Zeiten der Erprobung in der Unterscheidung der Charismen Das Auftreten eventueller Spannungen verlangt von allen Seiten das Üben einer größeren Liebe im Blick auf eine stets tiefere kirchliche Gemeinschaft und Einheit.
Hierarchische und charismatische Gaben gleich wichtig für die Kirche
Zentraler Punkt in dem Schreiben ist die Betonung, dass hierarchische und charismatische Gaben gleichermaßen essenziell sind für das Leben der Kirche. Mit dem Unterschied, dass erstere durch Weihen gegeben seien, letztere vom Heiligen Geist. Charismatische und hierarchische Gaben stehen harmonisch und komplementär zueinander. Die Teilnahme der Charismen an der Gemeinschaft der Kirche sei „fruchtbar und geordnet“, berechtige sie aber nicht, sich der kirchlichen Hierarchie zu entziehen oder zu einem eigenständigen Priesteramt.
Bewegungen brauchen „kirchliche Reife”
Das Schreiben fordert von den Bewegungen eine „kirchliche Reife“, von der auch schon Johannes Paul II. sprach. Sie bestehe in einer vollen Wertschätzung und Eingliederung in das Leben der Kirche, immer in Gemeinschaft mit den Priestern und unter ihrer Weisung stehend. Das Charisma bringe Freude und Dankbarkeit in die Kirche bringe, doch die Bewegungen müssten auch in einem guten Verhältnis zu allen anderen Gaben der Kirche stehen, sofern diese von den Priestern mit Großzügigkeit und wachsamer Väterlichkeit vermittelt wurden.
Rechtliche Anerkennung nach kanonischem Recht
Der geltende Codex des kanonischen Rechtes kennt verschiedene rechtliche Formen der Anerkennung für neue kirchliche Gruppierungen, die aus charismatischen Gaben hervorgehen.
Zwei Grundkriterien sind dabei zu beachten:
Zum einen ist die charismatische Besonderheit der einzelnen kirchlichen Vereinigungen zu respektieren, die rechtliche Einengungen vermeiden hilft, welche die vom spezifischen Charisma gebrachte Neuheit aufgeben würde.
Zum anderen ist die grundlegende kirchliche Ordnung zu berücksichtigen und die echte Einordnung der charismatischen Gaben in das Leben der Gesamt- und Teilkirche zu fördern. Dabei ist sicherzustellen, dass die charismatische Gruppierung sich nicht als Parallelgemeinschaft zum kirchlichen Leben auffasst.
(rv 14.06.2016 cz)
Vielfalt der Charismen
6. In einigen Texten finden wir eine Aufzählung von Charismen, manchmal summarisch (vgl. 1 Petr 4, 10), andere Male mehr detailliert (vgl. 1 Kor 12, 8-10. 28-30; Röm 12, 6-8). Unter den erwähnten Charismen gibt es außergewöhnliche Gaben (der Heilung, der Wunderkräfte, der Zungenrede) und gewöhnliche Gaben (der Lehre, des Dienstes, der Wohltätigkeit), Dienste zur Leitung der Gemeinschaft (vgl. Eph 4, 11) und Gaben, die durch die Auflegung der Hände vermittelt werden (vgl. 1 Tim 4, 14; 2 Tim 1, 6). Es ist nicht immer klar, ob alle diese Gaben als „Charismen“ im eigentlichen Sinn betrachtet werden oder nicht. Von den außergewöhnlichen Gaben, die wiederholt in 1 Kor 12-14 genannt werden, ist nämlich in späteren Texten nicht mehr die Rede. Die Aufzählung von Röm 12, 6-8 beinhaltet nur weniger auffallende Charismen, die einen bleibenden Nutzen für das Leben der christlichen Gemeinschaft haben. Keine dieser Aufzählungen beansprucht Vollständigkeit. An anderer Stelle weist Paulus darauf hin, dass die Wahl der Ehelosigkeit aus Liebe zu Christus – wie auch die Wahl der Ehe – als Frucht eines Charismas zu verstehen ist (vgl. 1 Kor 7, 7 im Kontext des ganzen Kapitels). Diese beispielhaften Aufzählungen hängen vom Stand der Entwicklung ab, den die Kirche in jener Zeit erreicht hatte; ihnen können andere Charismen hinzugefügt werden. Die Kirche wächst nämlich beständig in der Zeit dank des lebenspendenden Wirkens des Geistes.
(Zitat oben, §§ 6).
1. Kardinal Müller als Präfekt gibt hier einige gute Hinweise, eine Gefahr besteht aber darin "es können sich die modernistischen Strömungen im tatsächlich katholischen Bereich noch stärker einbinden und diese umstülpen,
2. Franziskus hat neben der offiziellen Glieder in der römischen Kurie ein Gegengewicht geschaffen das ist die Neuner Gruppe der von ihm ausgewählten Kardinäle, die als eigenes Organ neben den Dikasterien in diese hinein und für diese Wirken,
3. in dieser Gruppe fungiert Schönborn von Wien als der oberste Glaubenshüter und das ist eine große Gefahr für Kardinal Müller und lähmt dessen kirchlichen Auftrag,
4. für mich besteht aber auch die Vermutung, ein Mann wie Kardinal Müller möchte und muss sich, ähnlich wie Papst Benedikt auch rechtfertigen, so kann dies Dokument auch als ein kirchliches Testament von ihm und von seiner Aufgabe als Glaubenshüter verstanden werden.
36.Katholischer Glaube.
In diesem Albunm werden alle Beiträge undAussagen zum Glauben der Kirche eingestellt
@Vered Lavan
Wenn er bleibt! Es gibt Bestrebungen ihn abzusetzen oder seine Zuständigkeit einzuschränken. Er stört Franziskus. Wollen wir hoffen, das er bleibt.
@Gestas -- Kann ich nicht vorhersehen. Wenn S.E. Kardinal Müller, der der Leiter der Glaubenskongregation ist, und eigentlich eher konservativ ist, dann könnte ich mir vorstellen, dass er es im Griff hat.
Bringt eine engere Zusammenarbeit zwischen neuen geistlichen Bewegungen und der katholischen Kirche nicht auch Gefahren für die katholische Kirche?