Leo XIV. verschiebt die Kirche in Richtung religiöser Humanismus - Bischof Strickland
Die Kernaussage: "Die größte Sorge ist nicht, dass das Dokument falsche Dinge über die Menschheit sagt, sondern dass es die Hierarchie der Wahrheiten neu ordnet, indem es die Menschheit, das menschliche Gedeihen, die menschliche Würde und die menschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt stellt."
Die Enzyklika spricht wiederholt von "menschlicher Solidarität, menschlicher Brüderlichkeit, menschlicher Gemeinschaft, menschlicher Teilhabe", während die Herrlichkeit Gottes, die Sünde, die Erlösung, das Kreuz und die Rettung der Seelen zweitrangig erscheinen.
Das Dokument spricht "Technokratie, Krieg, wirtschaftliche Ungerechtigkeit, Manipulation, algorithmische Kontrolle, soziale Fragmentierung und Entmenschlichung" an, sagt aber vergleichsweise wenig über "Erbsünde, Konkupiszenz, persönliche Reue, moralische Schuld, Gericht, Hölle, Buße oder das ewige Schicksal der Seele".
Ein zentraler Kritikpunkt ist, dass das Böse in erster Linie als ein soziales und strukturelles Problem behandelt wird.
Strickland stört sich auch an der Christologie. Christus wird hauptsächlich als "die Offenbarung des authentischen Menschseins" und "das Modell der Gemeinschaft" dargestellt und nicht als "der Erlöser, der Retter von der Sünde, das Opferlamm, der König, der Richter der Lebenden und der Toten."
Das Ergebnis, so warnt er, ist, dass "Christus als die Erfüllung der Menschheit fast wichtiger erscheint als als der Erlöser von der Sünde" - eine "anthropozentrische Theologie".
Seine Schlussfolgerung: Das Christentum darf nicht auf "ein rein irdisches Projekt" reduziert werden. Wenn die menschliche Würde von der göttlichen Souveränität losgelöst wird, läuft der Glaube Gefahr, in einen "religiösen Humanismus" zu verfallen.
AI-Übersetzung