Klaus Elmar Müller

Warum kath.net erneut im Irrtum ist und die FSSPX in der Wahrheit

Der konservative Blog kath.net wird nicht müde, gegen die FSSPX und deren Bischofsweihen Pfeile abzuschießen,
berichtet zuletzt über einen Artikel in der englischsprachigen katholischen Monatsschrift „Catholic Herald“. Der Autor, Wouter J. Suenens, ist ein 29jähriger Belgier, Student des Kirchenrechts und zugleich Finanzverwalter eines konservativen belgischen „Denktanks“ namens „Custodes Institut“.

Suenens wendet sich gegen die geplanten Bischofsweihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. und behauptet:

1. die FSSPX sei trotzig und sei dadurch schuld daran, dass Anhänger des alten Ritus in der Kirche als Schismatiker wahrgenommen würden.
EINWAND: Was ist mit einer Kirche los, in der sich diese Wahrnehmung über Altrituelle verbreiten kann?

2. Der alte Messritus existiere auch ohne die FSSPX weiter.
EINWÄNDE:
a) Ohne Erzbischof Lefebvre und dessen Piusbruderschaft wäre der alte Ritus 1973 erloschen.
b) Wenn es keine FSSPX mehr gibt, geht es den anderen altrituellen Gemeinschaften „an den Kragen“. Siehe „Traditiones Custodes“ von Papst Franziskus. Die FSSPX ist die Überlebensgarantie für Petrusbruderschaft, das Institut Christus König und Hoherpriester sowie andere.
c) Die altrituellen Gemeinschaften außer der FSSPX bekommen den Mund nicht auf, wenn Bischöfe Schwulengottesdienste zelebrieren, Homopaare gesegnet werden und ein Papst nichtchristliche Religionen als gottgewollte Heilswege deklariert.
Es herrscht Angst! Eingezäunte Freiheit zur Verkündigung des Evangeliums!

3. Papst Leo XIV. sei weise. Man dürfe ihm vertrauen. Die FSSPX vertrete nur eine Privatmeinung.
EINWÄNDE:
a) In seiner Enzyklika „Magnifica Humanitas“ macht Leo XIV. aus dem Fleisch gewordenen Gott ein historisches Prinzip ähnlich Teilhard de Chardin. Der Muttergottes sprach er in „Mater populi fidelis“ die Gnadenvermittlung ab, auch ihr Mitwirken bei der Erlösung.
b) Katholische Überzeugungen in Treue zur überlieferten Kirchenlehre sind keine "Meinungen". Das sind sie bloß für den liberalen Staat.

4. Der Autor Wouter J. Suenens bekennt sich aber zum alten Ritus und verteidigt ihn gegen die Vorwürfe, etwas Exzentrisches, Politisches und Nostalgisches zu sein.
EINWÄNDE:
Fällt Suenens nicht auf,
a) wie exzentrisch priesterliche Selbstdarsteller in Novus-Ordo-Messen sein können,
b) wie anbiedernd politisch der Novus Ordo allüberall geworden ist?

c) Und „Nostalgie“ heißt auf Deutsch nur „Heimweh“ - Heimweh nach Geborgenheit, Schönheit und Himmel ist eine der edelsten menschlichen Regungen.

kath.net-Artikel: Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
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Rückkehr-Ökumene

Alle Gemeinschaften, die mit dem modernen Rom verbunden sind und die Erlaubnis zur Zelebration des überlieferten Ritus haben, akzeptieren das Nebeneinander von Wahrheit und Irrtum; sie müssen schweigen zu den Irrtümern des Konzils und der Neuen Messe, ja sie müssen diese Irrtümer akzeptieren. Welch eine elende Position, worüber noch so dicke Weihrauchschwaden nicht hinwegtäuschen können.

Kordula Bayer

Da ist etwas daran ...

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