Der Parusianer
Die Heilige Trinität (Dreieinigkeit) Gottes



Manche glauben, Gott sei nur der Vater. Aber die Dreifaltigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist – ist zentrales Dogma im katholischen Glauben. Jesus wurde nicht erschaffen! Die Kirche bezieht sich auf Jesus Christus als „den eingeborenen Sohn des Vaters vor aller Zeit“ (Katechismus Absatz 465). Das bedeutet, dass Jesus immer schon existierte und nicht geschaffen wurde. Vater und der Sohn sind immer schon in einer ewigen Beziehung zueinander. Aber Gott ist nicht nur Vater und Sohn, sondern auch der Heilige Geist. Er ist dreieinig:

Obiges Diagramm stammt von Wayne Grudem, einem systematischen Theologen. Es veranschaulicht die Heilige Trinität sehr schön. In der Beschreibung der Dreieinigkeit unterscheidet das Neue Testament ganz klar drei Personen – das sind die drei äußeren Kreise –, die alle gleichzeitig aktiv sind:

Gott ist der Vater.
Gott ist der Sohn.
Gott ist der Heilige Geist.

Aber der Sohn ist nicht der Heilige Geist. Sie sind zwei verschiedene Personen.

Der Sohn ist nicht der Vater. Sie sind zwei verschiedene Personen.

Der Vater ist nicht der Heilige Geist. Sie sind zwei verschiedene Personen.

Und dennoch gilt: Gott ist der Sohn. Und Gott ist der Heilige Geist. Und Gott ist der Vater.

Es gibt nicht drei Götter – es gibt nur einen Gott. Doch dieser eine Gott existiert seit Ewigkeit und in Ewigkeit in drei Personen. Alle drei sind zugleich aktiv, sie sind keine bloßen Erscheinungsformen oder Rollen derselben Person. Diese Sichtweise – eine theologische Richtung innerhalb des Christentums namens „Einheitstheologie“ – ist grundlegend falsch. Sie lehrt, dass die göttlichen Personen lediglich Modi seien: ein Gott, der sich mal als Sohn, mal als Geist und mal als Vater zeigt.

Doch Gott ist nicht wie ein Schauspieler, der zwischen Rollen wechselt. Bei der Taufe Jesu – nachzulesen in Matthäus 3 – waren alle drei Personen gleichzeitig gegenwärtig: Der Sohn ließ sich taufen, der Geist kam in Gestalt einer Taube auf ihn herab, und der Vater sprach vom Himmel. Drei göttliche Personen – gleichzeitig (!) am Werk. Und in allen drei offenbart sich Gott in liebevoller Beziehung zu uns.

Gott ist drei unterscheidbare Personen, die nicht dieselben sind – und doch sind sie gleichrangig, ewig und eins. Ein Gott in drei Personen. Der Kirchenvater Augustinus verglich die Dreieinigkeit mit dem Meer: Ein Kind kann am Ufer spielen, im Wasser planschen – doch wer sich zu weit hinauswagt, läuft Gefahr zu ertrinken. Er sagte sinngemäß: „So ist es mit der Lehre der Dreieinigkeit. Sie ist so tief und schwer zu fassen – bleib am Ufer, wo du verstehst, was gesagt wird.“ Die Dreieinigkeit zu leugnen oder falsch zu verstehen, heißt letztlich, Gottes Wesen selbst zu verkennen – denn so hat er sich offenbart.

So lässt sich auch unser Verhältnis zur Heiligen Dreifaltigkeit begreifen:

Auch wenn die Begriffe „Vater“ und „Sohn“ an ein unterschiedliches Alter denken lassen, gilt das für Gott nicht. Er war von Ewigkeit her Vater, Sohn und Heiliger Geist. Alle drei göttlichen Personen sind gleich ewig – denn sie sind ein und derselbe Gott.

Wir Menschen sind Kinder Gottes. Als Vater ist er unsere Autorität, liebevoll, aber auch erhaben. In dieser Rolle bleibt er in einer gewissen Distanz. Als Sohn begegnet er uns wie ein großer Bruder – nahbar, mitfühlend, auf Augenhöhe. Und als Heiliger Geist ist Gott uns am nächsten: Nach der Taufe wohnt er in uns, unser Körper wird zum Tempel des lebendigen Gottes.

NACHTRAG:

Viele denken, die Lehre von der Dreieinigkeit sei erst im Neuen Testament wirklich sichtbar – aber schon im Alten Testament gibt es faszinierende Hinweise darauf. Einer der stärksten findet sich in Jesaja 48,16. Dort heißt es:
„Tretet her zu mir und hört dies! Von Anfang an habe ich nicht im Verborgenen geredet; seit der Zeit, da es geschieht, bin ich da. Und nun hat Gott, der HERR, mich gesandt und seinen Geist.“ (Jes 48,16)

Wer spricht hier? Es ist offensichtlich nicht der Prophet Jesaja, sondern jemand, der „von Anfang an da war“. Das klingt sehr nach Gott selbst – nach dem ewigen Sohn. Und jetzt wird es spannend: Am Ende des Verses heißt es, „Gott, der HERR, hat mich gesandt und seinen Geist.“ Das bedeutet: Der Herr (Gott Vater) sendet „mich“ (Gott Sohn) und seinen Geist (Gott Heiliger Geist).
Alle drei göttlichen Personen sind in diesem einen Vers erwähnt:

Der Vater: „der HERR hat mich gesandt“
Der Sohn: „mich“ – der Sprecher, der von Anfang an da ist
Der Heilige Geist: „und seinen Geist“

Schon Jahrhunderte vor der Geburt Jesu lässt Gott also durch den Propheten Jesaja erkennen, dass er nicht ein einzelner Gott in einer einzigen Person ist, sondern ein Gott in drei Personen – Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese Stelle ist wie ein Fenster in das tiefere Wesen Gottes – geheimnisvoll und doch klar: Ein Gott, drei Personen, ein Wille, eine Liebe.
Die Dreieinigkeit ist kein späterer Zusatz – sie ist Teil von Gottes Selbstoffenbarung von Anfang an. 💡📖

Die apokalyptische Wiederkunft Jesu Christi
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Hierzu lesenswert:
- Trinität ist unbiblisch!
- Die Trinitätslehre - was ist das überhaupt?
- Die Geschichte der Trinitätslehre

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Alois Irlmaier ist der Beweis, dass die katholische Lehre stimmt. Guten Abend.

Aquila

@Erich Christian Fastenmeier, bitte lassen Sie uns mit diesen Irrlehren in Ruhe!