Kardinal Müller: „Franziskus sah sich als Pfarrer der gesamten Kirche“
Müller ist einer der 135 Kardinäle mit Wahlrecht und einer von drei deutschen Kardinälen, die ins Konklave einziehen werden. Dabei gehe es vor allem um die Wahl eines neuen Hirten, unabhängig von politischen Erwägungen, unterstrich er:
„Papst Franziskus verstand sich weniger als Lehrer, sondern er hat die Pastoral vorgezogen: Der Papst als Hirte, der sich auch um die Einzelnen kümmert, so hat er sich selbst definiert, ,der Pfarrer von Rom‘ oder der ,Pfarrer der Kirche insgesamt‘“. Dennoch habe er alle Lehren der katholischen Kirche korrekt vorgetragen, selbst wenn dies manchmal von ideologischen Agenden anders dargestellt worden sei, so Müller unter anderem mit Blick auf Äußerungen von Franziskus zur Abtreibung, die er als schwere Sünde benannt hatte. „Ich glaube also, dass er die Aufgabe mit bestem Wissen und Gewissen ausgeführt hat, mit seinem Charakter wie jeder andere Papst auch, mit Schwächen und Stärken, mit …
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