Generalaudienz am 25.01.2012
Liebe Brüder und Schwestern!
Wir stehen einer Reihe von Katechesen über das Gebet gegenüber und in Rahmen möchte ich heute auf das Letzte Abendmahl zurückkommen. Der Evangelist Johannes hat uns hier eine Kostbarkeit des Betens Jesu überliefert, das sogenannte „hohepriesterliche Gebet“. Bei seinem Abschiedsmahl betet Jesus stellvertretend für die Jünger, wie die Hohenpriester es nach dem Gesetz des Mose am Versöhnungstag im Tempel für das Volk Israel getan haben. Das Gebet unseres Hohenpriesters Jesus ist nicht von seinem Handeln, von seiner Hingabe, von seinem „Übergang“, Pascha, dem Gehen zum Vater zu trennen, das sich im Kreuz vollzieht. Drei Momente treten beim „hohepriesterlichen Gebet“ Jesu hervor. Zunächst bittet Jesus um Verherrlichung. Es ist der Glanz Gottes, der sich auf seinen Sohn legen soll in der Stunde, in der dieser den Willen des Vaters tut. Die Verherrlichung Jesu wird offenbar im Gehorsam gegenüber dem Willen des Vaters und in seiner Hingabe …Mehr
Ach Gott, ja, warum soll es unserem "Chef" anders ergehen?
ORF und Spiegel freuen sich jedenfalls....
Wirbel um Korruptionsvorwürfe gegen den Vatikan -- geheime Briefe veröffentlicht...
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Gestern erst schrieb
ich über eine außer-
ordentliche Sitzung der römischen Kurie am heutigen Samstag und fragte, ob der Papst wohl ein Machtwort sprechen werde bezüg-
lich der Kommuni-
kationsschwächen im Vatikan. Da ahnte ich noch nicht, wie brisant das Thema werden könnte.
Jetzt wird in den Medien eine neue Peinlichkeit präsentiert: Der für die Verwaltung der vatikanischen Museen, Gärten, Gebäude usw. zu-
ständige Erzbischof Carlo Maria Viganó wurde entgegen seinem ausdrücklichen Wunsch aus Rom weggelobt - 2011 ist er nach nur zwei Jahren und damit drei Jahre vor dem planmäßigen Ende seiner Amtszeit in ein hohes diplomatisches Amt befördert worden: zum Apostolischen Nuntius in den USA. - So möchte der Vatikan das auch verstanden wissen - eine Beförderung und Versetzung als Zeichen besonderer Wertschätzung.
Wäre da nur nicht durch üble Indiskretionen bekanntgeworden, dass Viganó 2011 zwei Briefe direkt an den Papst geschrieben hat, in denen er seine Versetzung als eine Intrige gewisser Seilschaften im Vatikan verstanden wissen will. Darin ist u.a. die Rede von Aufklärung "viele(r) Fälle von Korruption und Machtmissbrauch in der Verwaltung vieler Abteilungen" und von Bankgeschäften, bei denen die Banker "mehr nach ihren als nach unseren Interessen schauen". - Viganó galt jedenfalls als energischer Organisator und Kämpfer gegen Vettern-
wirtschaft usw. So schaffte er es in nur zwei Jahren, die 8 Millionen Euro Schulden der Verwaltung in einen satten Überschuss zu ver-
wandeln. Dabei ging er oft wohl rigoros vor, wenn er den Verdacht hatte, dass überhöhte Preise gezahlt wurden. Den Etat für die Weih-
nachtskrippe auf dem Petersplatz etwa reduzierte er um fast die Hälfte.
Der Vatikan hat die Echtheit der geheimen Briefe ohne weiteren Kommentar bestätigt, kritisiert aber die "oberflächliche und unaus-
gewogene Darstellung" in den Medien. Man prüfe sogar rechtliche Schritte.
So, wie es aussieht, gibt es also mehr als genügend Gesprächsstoff beim heutigen vatikanischen Gipfeltreffen...
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