Burke: Franziskus hat keine Autorität, die Römische Messe zu verbieten
Burke verneint, dass Franziskus die Macht hat, die Römische Messe abzuschaffen, weil seine Macht nicht absolut ist. Deshalb könne er die katholische Lehre nicht ändern oder eine liturgische Disziplin auslöschen, die in der Kirche seit der Zeit Gregors des Großen und noch früher lebendig ist.
Dementsprechend kann Artikel 1 von Traditionis Custodes, worin behauptet wird, dass der Novus Ordo "der einzige Ausdruck der lex orandi des Römischen Ritus ist", nicht so verstanden werden, wie er geschrieben steht.
Burke erinnert daran, dass "jede gültige Feier eines Sakramentes, gerade dadurch, dass es ein Sakrament ist, jenseits jeder kirchlichen Gesetzgebung auch ein Akt der Anbetung und damit auch ein Glaubensbekenntnis ist." In diesem Sinne ist es nicht möglich zu leugnen, dass das alte Römische Messbuch ein gültiger Ausdruck der lex orandi der Kirche ist.
Das ist so, erklärt Burke, wegen der objektiven Realität der göttlichen Gnade, die nicht durch einen bloßen Willensakt geändert werden kann, auch nicht durch den Willensakt eines Papst.
Bild: Raymond Burke, © Joseph Shaw CC BY-NC-ND, #newsHoswzhoysb