Kathedrale St.Denis de Paris, alte Grablege und Krönungskirche der französischen Könige
Sie gilt kunsthistorisch als einer der Gründungsbauten der Gotik, da in dem 1140 unter Abt Suger begonnenen Umgangschor die ersten spitzbogigen Kreuzrippengewölbe ausgeführt wurden.
Seit 564 diente sie den fränkischen Königen als Grablege, da nachgewiesenermaßen der Merowinger König Chlothar I seine Gemahlin Arnegunde 565 hier prächtig bestatten ließ, darüber gibt es schriftliche Aufzeichnungen.
Auch Karl Martell (+741), der Großvater von Karl dem Großen, als der erste der Karolinger, ist hier bestattet worden, obwohl erst sein Sohn Pippin dann König wurde (751).
Vom Ende des 10. Jahrhunderts bis 1830 wurden fast alle französischen Könige und viele Königinnen dort beerdigt.
Im Zuge der Französischen Revolution kam es 1793–1794 zur Plünderung der Königsgräber. Dabei wurden auch die Skulpturen der Kirche schwer beschädigt.
Seit 1862 wird Saint-Denis als Monument historique klassifiziert.
Sie wurde 1966 zur Kathedrale des Bistums Saint-Denis erhoben. Seit 1996 steht die Kathedrale von Saint-Denis auf der Vorschlagsliste Frankreichs zum UNESCO-Welterbe.