Bischof Ackermann ins Amt eingeführt.
Der neue Bischof von Trier, Stephan Ackermann, hat am 25. Mai 2009 sein Amt angetreten. Zu der Amtseinführung kamen tausende Gläubige und viele ranghohe Vertreter aus Kirche und Politik in die älteste deutsche Bischofsstadt.
Dem einen Stephan bleibt der andere Stefan nicht erspart...
Um Mit Lingualpfeife zu sprechen.....uuuuuuuuuuaaaaaaaaaaahhhhggrr..
www.kath.net/detail.php
Priesteramtskandidat...Mann kann sich auch darüber unterhalten...
Ist auch modern, cool, große Chance für irgendwas...blabla...
stephanscom.at/…/a16638
Ich denke, dass Guido Marini sehr wohl auch deshalb Zeremoniär wurde, weil der Papst jemanden an seiner Seite wollte auf den er sich in solchen Fragen verlassen kann und von dem er weiß, dass er die Kaseln nicht kontrollieren muss und trotzdem keine bösen Überraschungen erlebt. Bei Piero Marini konnte er sich dessen nicht sicher sein.Ganz generell sehe ich es aber schon auch so wie Rübezahl, dass der hl. Vater auf seinen Reisen vielfach gute Mine zum bösen Spiel machen muss, wobei es auch hier dezente Veränderungen gibt. Ich denke z.B. an die Messe in Montecassino. So kann ich mich z.B. nicht daran erinnern, dass bei früheren Messen so viele Elemente in Latein dabei waren wie diesmal, genau so übrigens wie während seiner Reise nach Israel.
Im Gegensatz zum Papst ist Bischof Ackermann aber Hausherr in Trier bzw. war dort sogar Weihbischof und daher mit den Gegebenheiten bestens vertraut. Hier hätte er, wenn er denn gewollt hätte, sehr wohl Akzente setzen können.
Gibt es nicht wichtigere Dinge über die Man(n) sich unterhalten kann, außer Paramente?
Lieben Gruß
Der Hl. Vater hat m. E. Wichtigeres zu tun, als an Orten, an denen er zu Gast ist, die Paramente auszuwählen oder auswählen zu lassen.
(Vll. ist er auch "vorsichtiger" für die Zukunft geworden diesbezüglich und ließ den Fokus tatsächlich auch daraufhin lenken)
Wenn er aber irgendwo zu Gast ist - und dort Paramente vorgesetzt bekommt, die ihm persönlich eher nicht gefallen, so hat dies auch etwas mit ANSTAND, DEMUT und INDIFFERENZ zu tun, diese trotzdem zu tragen; und somit keinen der Gastgeber in dieser untergeordneten Frage zu brüskieren.
Dort, wo er selbst Hausherr ist, nämlich in Rom, dort zeigt sich aber deutlich, welche Paramente er zu tragen bevorzugt. Insofern ist allein Rom der Gradmesser für die bevorzugten Paramente des Hl. Vaters.
Wie schätzen Sie denn den Heiligen Vater ein? Das Marini, egal ob I. oder II., im Vatikan macht was er will? Und der Hl. Vater alles anzieht, was ihm die Nonne gerade hinlegt?
Glauben Sie nicht, lieber Rübezahl, daß der Hl. Vater sich viele Gedanken über den Wert der Liturgie macht und gerade deshalb z.B. mit Bedacht seine Caseln und Mitren auswählt? Und halten Sie ihn nicht für so bedacht, daß er explizit Dinge, die ihm nicht gefallen, auch ablehnen würde?
>>der Hl. Vater hätte, wie gesagt, nichts angezogen, was ihm nicht gefallen hätte, dafür hat er einen zu starken Anspruch.<<
Was Sie nicht alles zu wissen vermeinen, Petrus-Paulus ... und es auch noch als Faktum verkaufen ...
Ja ja, ThomasMorus, wir sind uns ja im Wesentlichen einig. Ich mag die Caseln und Mitren, die der Hl. Vater trägt, ja auch, selbst wenn ich oft den Eindruck habe, daß er selbst davon "erdrückt" wird. Natürlich hat er auch den Vorteil, daß in Rom von diesen alten Dingen viel vorhanden ist. Und heutzutage kann sich keine Pfarrei auf der Welt derartiges leisten, erst recht nicht in Afrika etc., von anderen Faktoren ganz zu schweigen (z.B. Hitze etc.).
Ich glaube im übrigen auch, daß das Gewand von Ackermann auch einen künstlerischen und sicher materiellen Wert hat und sich die Nonne, die es gefertigt hat, etwas gedacht hat. Nun, die Zeiten heute sind eben andere. Ganz abgesehen davon, daß ich wichtig fnde, was "drin" steckt und nicht, was "drauf" steht.
Mariazell halte ich auch nicht für einen Ausrutscher; der Hl. Vater hätte, wie gesagt, nichts angezogen, was ihm nicht gefallen hätte, dafür hat er einen zu starken Anspruch. Guido Marini ist sicherlich "konservativer" als sein Vorgänger, aber natürlich auch abhänging vom Hl. Vater. Und morgen kann ein neuer Papst wieder ganz anderer Auffassung sein und den Paramenteur von Mariazell bitten, seine Caseln zu schneidern...
@pedro-y-pablo
"Schön" ist natürlich ein subjektiver Begriff, aber für mich ist bei einem sakralen Gegenstand in erster Linie die künstlerische und vor allem handwerkliche Qualität entscheidend. Ein Messgewand ist nicht automatisch schön, nur weil es mit Edelsteinen besetzt und mit Gold verziert ist, sondern es ist meiner Meinung nach schön und erhaben, wenn es von höchster handwerklicher Qualität ist. Entscheidend ist das Wissen um die Wochen und Monate die jemand an diesem einen Stück gearbeitet hat und das Bewusstsein, dass dieser Handwerker sein Bestes für Gott gegeben hat und seine Gottesfürchtigkeit in seiner Arbeit Ausdruck findet. (Ein übrigens entscheidender Punkt, denn nur weil jemand wochenlang an einem nackten Kruzifix gearbeitet hat, ist das noch lange nicht schön. Hier fehlt dann ganz klar diese Komponente der Gottesfürchtigkeit und die Verherrlichung Gottes in einem Kunstwerk).
Was den hl. Vater in Mariazell betrifft: Tatsache ist, dass es ein einmaliger "Ausrutscher" war und dass Piero Marini relativ bald danach nicht mehr päpstlicher Zeremoniär war, was allerdings wohl kaum etwas mit Mariazell sondern mit ganz allgemeinem Differenzen zwischen ihm und dem Papst zu tun hat. Seit Guido Marini das Amt übernommen hat, zeigt sich jedenfalls eine sehr deutliche Verschiebung in die, wie ich meine, richtige Richtung.
Ich glaube auch nicht, dass der Papst die Kasel in Mariazell angezogen hat um die Einheit zu wahren, sondern ich könnte mir durchaus vorstellen, dass ihm die Idee das Blau der Gottesmutter bei diesem besonderen Gottesdienst zu tragen gefallen hat und er deshalb über die anderen Unzulänglichkeiten seines Messgewands hinweggesehen hat.
@steffisenior
Ja, aber nicht im Dom (dort ist der Heilige Rock). Der Apostel Matthias ist außerhalb der Stadt im Kloster St. Matthias begraben.
Übrigens ist Trier auch die Geburtsstadt des Hl. Ambrosius von Mailand.
In Trier ist doch das Grab des Apostels Matthias - der im Nachrückverfahren aus 2 Kandidaten - anstatt des "Judas des Verräters" von den 11 Aposteln gewählt wurde.
@pyp
Die Einheit wahren zu wollen ist
a) kein fauler Kompromiss,
b) eine weise Entscheidung.
@canti
Habe mich überhaupt nicht zu dieser Casel geäußert ,
was ich hiermit nachhole:
Habe schon schönere gesehen.
@Misericordia
"Unser Heiliger Vater hätte wohl gekonnt, aber er hat nicht gewollt, damit die Einheit gewahrt bleibt."
Sind Sie sicher, dass sich Bischof Ackermann persönlich das Gewand rausgesucht hat, und nicht die Organisatoren in Trier?
Bischof Ackermann hätte wohl gekonnt, aber er hat nicht gewollt, damit die Einheit gewahrt bleibt ...
... Komisch, dass der Papst hier immer bis ins Absurde in Schutz genommen wird, aber ein deutscher Bischof schon am Tag seiner Einführung als vogelfrei gilt ...
Misi, vielleicht hat er es ja auch nicht gewollt, weil ihm die Casel gefallen hat...?!?! Dafür ist er in seinem Tun und Handeln zu stringent, als das er "faule Kompromisse" eingehen würde, oder?