Apostel der Endzeit

Bischof Schneider | Bischofsweihen der FSSPX: Die ZENTRALE FRAGEN

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Weihbischof Schneider:
"(...)Das Problem, vor dem die FSSPX steht, ist nicht schwer zu verstehen. Der Heilige Stuhl verlangt von der FSSPX, bestimmte objektiv mehrdeutige und nicht endgültige Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils, mehrdeutige Aussagen des nachkonziliaren päpstlichen Lehramts und objektive doktrinäre und rituelle Mängel des Novus Ordo ohne wesentliche Einwände anzunehmen. Gott jedoch hat niemals die Annahme von Lehren verlangt, die unklar oder mehrdeutig formuliert sind, und die Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte stets entsprechend gehandelt.

Die FSSPX betrachtet es als einen ihrer wesentlichen Gründe für ihr Bestehen, mit parrhesia(Freimut) zu einer Rückkehr zur absoluten Klarheit und doktrinären Reinheit aufzurufen, die die Kirche im Laufe der Jahrhunderte stets zu bewahren gesucht hat. In der Vergangenheit haben die Römischen Pontifices Verfolgungen, Martyrien und sogar Schismen ertragen, anstatt die geringste Mehrdeutigkeit in der Glaubensverkündigung zu dulden. (...)

Mehrere Päpste verurteilten Honorius I. postum, nicht wegen Häresie, sondern wegen doktrinärer Mehrdeutigkeit und weil er die Verbreitung der Häresie begünstigt hatte. Die Einheit ist nicht an sich das letzte Kriterium der Wahrheit. Die Geschichte der Kirche kennt zahlreiche Situationen, in denen Spannungen zwischen der Tradition und der tatsächlichen Ausübung der kirchlichen Autorität bestanden. Allein die Tatsache, dass bestimmte Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils zusammen mit der liturgischen Reform – sowohl in der Theorie als auch in der Praxis – zu einer Schwächung der doktrinären Klarheit geführt haben und weiterhin führen, verpflichtet den Papst, dem Beispiel vieler seiner heldenhaften Vorgänger folgend, diese Lehren zu klären und gegebenenfalls zu korrigieren. Dies sollte mit erneuerter doktrinärer Präzision und Klarheit geschehen, so dass kein Raum für mehrdeutige oder irrtümliche Interpretationen bleibt. In diesem Zusammenhang bleibt das folgende Prinzip, das lange Zeit die Römischen Pontifices leitete, aktueller denn je:

„Die Mehrdeutigkeit darf in einer Synode (einem Konzil) niemals geduldet werden, deren vornehmster Ruhm vor allem darin besteht, die Wahrheit klar zu lehren und jede Gefahr des Irrtums auszuschließen“ (Pius VI., Auctorem fidei).

Die Tragödie der gegenwärtigen Lage besteht darin, dass der Heilige Stuhl von der FSSPX verlangt, den bestehenden Zustand doktrinärer und liturgischer Mehrdeutigkeit als conditio sine qua non für die volle Gemeinschaft und die kanonische Regularisierung anzunehmen. Während der monotheletischen Kontroverse, als Papst Honorius I. eine mehrdeutige Position einnahm, sandte der heilige Patriarch Sophronius von Jerusalem seinen Suffragan, Stephan, Bischof von Dora, nach Rom mit der Weisung, zur Apostolischen Stätte zu gehen, wo die Grundlagen der orthodoxen Lehre liegen, und nicht aufzuhören zu beten und zu flehen, bis diejenigen, die die Autorität ausübten, den neuen Irrtum prüften und verurteilten. Bischof Stephan blieb zehn Jahre in Rom und setzte diese Mission fort, bis er die Verurteilung der Häresie durch Papst Martin I. auf dem Laterankonzil von 649 erlebte. In gewissem Sinne übt die FSSPX heute eine ähnliche Funktion aus, indem sie unermüdlich den Heiligen Stuhl auffordert, der Situation der doktrinären und liturgischen Mehrdeutigkeit und Unsicherheit ein Ende zu setzen. Die FSSPX hat wiederholt erklärt, dass sie keine andere Absicht habe, als die ihr anvertrauten Seelen zu guten Christen und zu echten Söhnen und Töchtern der Römischen Kirche zu erziehen. Letztlich sollte man der FSSPX für diese Rolle dankbar sein; zukünftige Päpste werden es gewiss sein.

Quelle: Mons. Schneider: Die Wurzel des Konflikts …
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Heribert Nuhn

Sollen die Theologen mit Doppelabitur sich doch um die "doktrinären und liturgischen Mehrdeutigkeiten und Unsicherheiten" kümmern und diesen ein Ende zu setzen. Der einfache Gläubige erwartet doch nur, daß hl. Messen wieder würdig und korrekt, in Wort und Handlung, zelebriert werden.

miracleworker

Auf den Punkt gebracht. Wir bedauern es sehr, dass der flehentliche Bittruf WB Schneiders an Leo so ungehört verklungen ist; wahrhaftig: Leo hat eine ungeheure Chance verpasst. Wer diesen Fernandez als Vorsteher eines Dikasteriums zur Seite hat, zeigt, wer er ist ! ! !