Papst Franziskus hat am Montag den Rücktritt von Bischof Prasad Gallela (56) von Cuddapah in Südostindien angenommen.
Zwei Katholiken haben Anzeige erstattet und den Prozess am Gericht in Andhra Pradesh losgetreten. Einer der beiden, Mesa Ravi Kumar (40), behauptet, dass Bischof Gallela Spendengelder veruntreut habe. Es handle sich um Zahlungen aus Übersee für das Gemeinwohl, die Gallela für eine mutmaßliche Konkubine und den 20jährigen Sohn bzw. dessen Hochschulausbildung ausgegeben habe.
Kumar stützt sich auf 24 Dokumente. Darunter ist ein zwölfstelliger Prüfcode, der Gallela als Ehemann der angeblichen Frau ausweisen soll.
Laut den Priestern der Diözese verbrachte Gallela weniger als eine Woche im Monat in seinem Bischofshaus. Niemand wusste, wo er den Rest der Zeit war. Gallela sagt, dass die Frau die Witwe seines verstorbenen Bruders sei und deren Sohn sein Neffe.
Im April 2016 wurde Gallela von seinen eigenen Priestern entführt und geschlagen und erst nach einer Lösegeldzahlung freigelassen.
Bild: Prasad Gallela, #newsQooesjnhmc