Der Notstand des Lehramtes. Zitate an Kardinal Burke
Dass aber ein eklatanter Notstand des päpstlichen Lehramtes besteht, zeigen folgende Zitate (2):
Papst Franziskus in „Traditionis Custodes“ (2021):
Art. 1. Die von den heiligen Päpsten Paul VI. und Johannes Paul II. in Übereinstimmung mit den Dekreten des Zweiten Vatikanischen Konzils promulgierten liturgischen Bücher sind die einzige Ausdrucksform der Lex orandi des Römischen Ritus.
Art. 3. In den Diözesen, in denen es bisher eine oder mehrere Gruppen gibt, die nach dem Missale vor der Reform von 1970 zelebrieren, hat der Bischof:
§ 1 sicherzustellen, dass diese Gruppen nicht die Gültigkeit und die Legitimität der Liturgiereform, der Bestimmungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und des Lehramtes der Päpste ausschließen;
(…) § 6 dafür Sorge zu tragen, die Bildung neuer Gruppen nicht zu genehmigen. (…)
Demnach darf sich die alte Messe nicht weiter verbreiten.
Es stimmt also nicht, dass die Gläubigen der FSSPX zu neuen, päpstlich erlaubten Messorten gehen könnten.
Und die alte Messe wird überhaupt nur da noch geduldet, wo die Gläubigen bestimmte Überzeugungen haben (Anerkennung des Konzils und der neuen, hier dargestellten päpstlichen Lehren).
Leo XIV. in „Magnifica Humanitas“ (2026):
Wir möchten in Dialog mit allen Männern und Frauen unserer Zeit treten, mit denen wir die Ereignisse, Fragen und Wünsche der Menschheit teilen. (aus Nr. 2)
Der Aufbau einer Welt, in der alle „zur Blüte gelangen“ können, erfordert (…) mutige gemeinsame Verantwortung. (...) Einem jeden seinen Mauerabschnitt: (...) den Volksbewegungen und den Glaubensgemeinschaften. (aus Nr. 13)
So stellt sie (die Kirche) sich an die Seite der Welt, ohne sie zu überlagern, damit sich in jedem menschlichen Geschehen jene Verheißung von Gerechtigkeit und Frieden entfalten kann, die der Heilige Geist beständig im Herzen der Menschheit weckt. (aus Nr. 20)
(…) so drängt sich die Wahrheit des Evangeliums nicht von oben auf, sondern wächst im Laufe der Zeit, im konkreten Geflecht von Leben, Gemeinschaften und Kulturen. (aus Nr. 25)
Der „Geist von Assisi“, den Johannes Paul II. erstehen ließ und der durch das Engagement von Papst Franziskus vertieft wurde – beispielsweise im Dialog mit dem Scheich der Azhar –, zeigt, dass die Gläubigen erneut aus den authentischsten Quellen ihrer geistlichen Traditionen schöpfen können, in denen es keinen Platz für sakralisierten Hass gibt. (aus Nr. 223)
Der Gesang Mariens begleitet unser Tun. (aus Nr, 243)
Demnach handelt Maria nicht für uns, sondern wir betrachten ihren Glauben als Vorbild.
An einer friedlichen und gerechten Welt arbeiten alle Religionen ohne Bekehrung zu Jesus Christus als Mensch gewordenen Gott und Erlöser am Kreuz. Ja, die Menschen anderer Religionen, so versichert ihnen der Stellvertreter des Gekreuzigten, sollen aus ihren eigenen religiösen Quellen schöpfen.
Leo XIV. in „Mater populi fidelis“ (2025):
Angesichts der Notwendigkeit, die Christus gegenüber untergeordnete Rolle Marias im Erlösungswerk darzulegen, ist die Verwendung des Titels der Miterlöserin immer unangebracht, wenn es darum geht, Marias Mitwirkung daran zu definieren. (...) In diesem Fall ist es nicht hilfreich, Maria als erste und größte Mitarbeiterin am Werk der Erlösung und der Gnade hervorzuheben (…) (aus Nr. 22)
Demnach darf ab jetzt der heiligen Maria keine besondere Bedeutung bei der Erlösung mehr zugesprochen werden.
Priester vor den Gläubigen, Professoren vor den Studenten
widersetzten sich dem lehramtlichen Schreiben des Papstes, wollten sie über Maria als Mitwirkende bei der Erlösung sprechen.
Papst Franziskus in der Erklärung von Abu Dhabi mit dem Großimam von Al-Azhar
Ahmad Al-Tayyeb (2019):
Aus diesem brüderlichen und aufrichtigen Austausch, den wir hatten, und aus der Begegnung voller Hoffnung auf eine strahlende Zukunft für alle Menschen, entstand die Idee dieses »Dokuments über die Brüderlichkeit aller Menschen«. (…)
Im Namen Gottes, der alle Menschen (…) berufen hat, (…) die Erde zu bevölkern und auf ihr die Werte des Guten, der Liebe und des Friedens zu verbreiten.(...) Im Namen der »Brüderlichkeit aller Menschen«, die alle umfasst, vereint und gleich macht an Würde. (…) Im Namen aller Menschen guten Willens an allen Orten der Welt. Im Namen Gottes und all dieser erklären Al-Azhar al-Sharif – mit den Muslimen von Ost und West – und die Katholische Kirche – mit den Katholiken von Ost und West – gemeinsam, dass sie die Kultur des Dialogs als Weg, die allgemeine Zusammenarbeit als Verhaltensregel und das gegenseitige Verständnis als Methode und Maßstab annehmen wollen.
(…) Wir bestätigen auch die Wichtigkeit des Wiedererwachens des Sinns für das Religiöse und der Notwendigkeit, ihn in den Herzen der neuen Generationen durch die (…) Annahme (…) der rechten religiösen Lehren wiederzubeleben (…) Das erste und wichtigste Ziel der Religionen ist es, an Gott zu glauben, ihn zu ehren und alle Menschen dazu aufzurufen zu glauben, dass dieses Universum von einem Gott abhängig ist (…) Der Dialog unter den Gläubigen (…) bedeutet auch , die unnützen Diskussionen zu vermeiden.
Demnach blendet die Kirche nunmehr Menschwerdung Gottes und Erlösungstod Jesu Christi als bedeutsame Inhalte von Religion aus und einigt sich mit dem Islam auf den gemeinsamen Nenner des Schöpfungsglaubens. Gespräche darüber hinaus (man denke etwa, christliche Lehren zu erklären) „unnütz“. Dagegen
"Verkündige das Wort, sei es gelegen oder ungelegen!" (2. Tim 4, 2)
Papst Franziskus lässt 2023 in „Fiducia supplicans“ verkünden:
In dem hier umrissenen Horizont liegt die Möglichkeit der Segnung von Paaren in irregulären Situationen und von gleichgeschlechtlichen Paaren, deren Form von den kirchlichen Autoritäten nicht rituell festgelegt werden darf, um keine Verwechslung mit dem dem Ehesakrament eigenen Segen hervorzurufen. (…) Diese Formen des Segens sind Ausdruck der Bitte an Gott, jene Hilfen zu gewähren, die aus den Anregungen seines Geistes hervorgehen – die die klassische Theologie „helfende Gnaden“ nennt –, damit die menschlichen Beziehungen in der Treue zur Botschaft des Evangeliums reifen und wachsen, sich von ihren Unvollkommenheiten und Schwächen befreien und sich in der immer größeren Dimension der göttlichen Liebe ausdrücken können. (Nr. 31)
Demnach können homosexuelle Paare von einem Priester einen besonderen, wenn auch schlichten Segen empfangen, so sie erkennen, dass sie Gottes Segen benötigen, aber ohne zugleich zu erklären, dass sie fortan den homosexuellen Lebensstil aufgeben, sondern als Paar vor den Priester treten.
Papst Franziskus in „Amoris laetitia (2016):
Aufgrund der Bedingtheiten oder mildernder Faktoren ist es möglich, dass man mitten in einer objektiven Situation der Sünde – die nicht subjektiv schuldhaft ist oder es zumindest nicht völlig ist – in der Gnade Gottes leben kann, dass man lieben kann und dass man auch im Leben der Gnade und der Liebe wachsen kann, wenn man dazu die Hilfe der Kirche bekommt.[351] Anmerkung 351: In gewissen Fällen könnte es auch die Hilfe der Sakramente sein. Deshalb » erinnere ich [die Priester] daran, dass der Beichtstuhl keine Folterkammer sein darf, sondern ein Ort der Barmherzigkeit des Herrn « (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium [14. November 2013], 44: AAS 105 [2013], S. 1038). Gleichermaßen betone ich, dass die Eucharistie » nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen « ist ( ebd., 47: AAS 105 [2013], S. 1039).
Demnach muss es eine verlassene Ehefrau hinnehmen, wenn der untreue Mann gemeinsam mit seiner neuen Partnerin die heilige Kommunion im Gemeindegottesdienst empfängt.
ANMERKUNG 1: EXCLUSIVE: Cardinal Burke on the Consistory and …
ANMERKUNGEN 2:
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