Der Bischof von Sitten, Jean-Marie Lovey, bemühte Worte des Propheten Jesaja, um den Menschen Trost zu spenden: „Die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Liebe zu dir wird nicht weichen und mein Friedensbund mit dir wird nicht wanken (Jes 54,10)“, zitierte er.

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Elista

Nach den Worten des Walliser Staatsrats Christophe Darbellay hätten die Menschen in Blatten dabei alles verloren. »Ihr Zuhause, ihre Souvenirs, ihre Kirche, ihren Friedhof«, sagte er vor Medien am Donnerstag. »Ein Dorf ist von der Landkarte verschwunden.«
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Elista

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„Das Schlimmste wäre, dass sich Wasser aufstaut bis zur Krone des Bergsturzdammes", sagte der Geologe Flavio Anselmetti von der Universität Bern dem Schweizer Radiosender SRF. Der Fluss könne sich dann in das Gestein-Eis-Gemisch einschneiden, der Damm instabil werden und brechen. „Dann könnten sehr starke Flutwellen oder Murgänge von diesem Seeausbruch für die Gemeinden, die im unteren Tal liegen, drohen.“ Die Armee ist bereits mobilisiert. Mit Drohnen und Hubschrauberüberflügen wird die Lage stündlich beurteilt.

Das Tal ist auch eine beliebte Urlaubsdestination, im Sommer mit Wander- und Kletterrouten sowie Bergseen und viel unberührter Natur und mit Blick teils auf 40 Viertausendergipfel, im Winter mit kilometerlangen Skipisten. Es war bis zur Eröffnung des Lötschbergtunnels 1913 und dem Bau einer Straße in den 1950er Jahren nur schwer erreichbar.
Schweizer Dorf Blatten verschüttet: Nach …

Ein weiterer Kommentar von elisabethvonthüringen

Der Bergsturz von Blatten lässt Einheimische und Experten fassungslos zurück. Bilder vermitteln, wie Geröllmassen das Dorf trafen.
Die Zahlen sind schwindelerregend: Bei dem Bergsturz in Blatten (Schweizer Kanton Wallis) sind schätzungsweise drei Millionen Kubikmeter Fels, Geröll und Eis des Birchgletschers ins Tal gedonnert. Die rund 300 Einwohner des Dorfes Blatten haben alles verloren. 90 Prozent des Dorfes, rund 130 Häuser sowie die Kirche, sind unter einer Schuttschicht begraben. Sie ist zwischen 50 und 200 Metern dick.
Aktuelle Bilder aus dem Lötschental vermitteln nur ein vages Bild vom Ausmaß der Katastrophe. Denn die allermeisten Gebäude des Dorfes, das auf etwa 1500 Metern liegt, sind schlichtweg nicht mehr zu sehen. Drohnenaufnahmen zeigen lediglich die braun-graue Geröllwüste.
Die wenigen verbliebenen Häuser sind nach Angaben der Behörden inzwischen durch den wachsenden Wasserstau der Lonza überflutet. Blatten ist das letzte Dorf im 27 Kilometer langen Lötschental. Es liegt auf rund 1500 Metern – und ist nun nahezu ausgelöscht.