Fahrer von Ars
30:01

Warum lehnen die Piusbrüder die neue Messe kategorisch ab?

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Josef69 Wa teilt das
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Norbert von Xanten

das ist ja URALT, aus Zaitzkofen. Jetzt ist der Herr in Corsier sur Vevey.

Fahrer von Ars

@Norbert von Xanten Und doch gleich wieder so frisch und fromm wie damals. 😉

Mir vsjem

LÜGE! "JEDER PAPST KANN EINE NEUE MESSE EINFÜHREN"

Pretorius

Dafür muss jener jedoch zuerst Papst sein und dies ist bei Bergoglio nicht der Fall @Mir vsjem

Fahrer von Ars

Dem Satz würde ich auch nicht zustimmen, denn Papst Pius V. hat in Quo primum die lat. Messe ein für alle mal kanonisiert.

Mir vsjem

"Warum lehnen die Piusbrüder die neue Messe kategorisch ab?"
Hier ist SOGLEICH zu widersprechen. Es entspricht nicht der Wahrheit, dass die Piusbrüder die Neue Messe kategorisch ablehnen. Im übrigen halten sie sie für gültig, warum also soll eine gültige Messe nicht besucht werden können?
Seit diese Annäherung an Rom wieder neu in Gang gesetzt wurde und die Piusbruderschaft eine kanonische Anerkennung ungeachtet der Erfahrungen ihres Gründers anstrebt, widersetzen sich die Piusbrüder, die NEUE MESSE als mit dem katholischen Glauben unvereinbar zu behaupten. Die NEUE MESSE hat die NEUE Piusbruderschaft unter Bischof Fellay NICHT ABGELEHNT
(als Bastardritus, als Luthermesse - nach Lefebvre -), sondern ANERKANNT und zwar in seiner verdächtigen und anrüchigen DOKTRINELLEN PRÄAMBEL.
Viele der FSSPX-Anhänger kennen die Doktrinelle Präambel und ihren Inhalt nicht. Wird darauf hingewiesen, werden keine Fragen gestellt, wird nicht darauf eingegangen, sondern einfach ignoriert. Das heisst eben, nicht gründlich zu recherchieren und dies auch nicht zu wollen. Und so urteilt man über Dinge, die man nicht kennt.
Was beinhaltet diese Präambel?
Hervorzuheben sie die fünf Teile:
– Versprechen der Treue zur Kirche und zum Papst (I)
– Annahme der Lehren des Lehramtes der Kirche in Fragen des Glaubens und der Moral gemäß der Lehre von Nr. 25 von Lumen gentium (II);
– Erklärung zur Annahme der Konzilslehren (III)
* über den Papst und das Bischofskollegium [Kollegialität]
* über Ökumene und Religionsfreiheit
* über den Begriff der Tradition und ihre Entwicklung.
Annahme der Gültigkeit und Legitimität der Messe
der Sakramente nach der Ausgabe von Paul VI. und Johannes Paul II. (IV)
Annahme des neuen Codex des kanonischen Rechts (1983).

Der Text der Präambel der Lehre wiederholt sich einfach darin, was die Konzilssekte gegenüber der FSSPX immer wieder betonte und diese aufforderte, das Zweite Vatikanische Konzil, die Neue Messe und den neuen Codex des kanonischen Rechts zu akzeptieren.
Die Konzilssekte untermauert ihre Forderung dadurch, dass sie behauptet, das gegenwärtige Lehramt der Kirche zu sein, das entscheidet, was zur Tradition gehört.
Und Bischof Fellay unterwirft sich diesem "Lehramt" der Sekte als wahres Lehramt der Katholischen Kirche.

So entdeckten manche Wache und Hellhörige seit dieser Zeit eine gravierende Änderung in ihren doktrinellen Positionen.
Trifft also nachfolgende Aussage der FSSPX noch zu:
"Unser Kampf, in den konkreten Umständen, die wir durchleben, erfordert, dass wir zuallererst die Reinheit der Lehre verteidigen, wenn wir treu sein wollen unserer priesterlichen Pflicht und geistige Früchte hervorbringen wollen in den Seelen. Die Verteidigung der Lehre verlangt auch die Widerlegung und Bekämpfung der modernen Irrtümer, welche die Kirche seit mehr als 50 Jahren heimsuchen, widrigenfalls wir durch Unterlassung sündigen würden."
Nein, sie stimmt nicht mehr mit ihren früheren Überzeugungen überein.
Sie bekämpfen die modernen Glaubensirrtümer der Konzilssekte nicht mehr!
__________
Nicht der Wahrheit entspricht auch das Zitat des Veröffentlichers dieses Artikels an anderer Stelle.
Das beweist, dass nicht die katholische Lehre gilt, sondern einfach eigene Meinungen gelten:
"Das unfehlbare Felsensein besitzt der Papst nur per Gnade, die keinen Zwang auf seine Seele ausübt, also nicht per Automatismus. D.h. der Papst hat von Christus die sichere Zusage dieser großen Gnade, aber er kann sie verlieren bzw. sie kommt nicht mehr zur Geltung, wenn er sich selbst nicht vollkommen Christus hingibt."
Das ist eine falsche Aussage.
Damit halten Sie es nicht mit der kirchlichen Lehre. Denn diese UNFEHLBARKEIT des Päpstlichen Pontifikats erhält der Papst für immer, unabhängig seines moralischen Verhaltens und eventuellen Verlierens der Heiligmachenden Gnade. Auch mit einer persönlichen Todsünde verliert er diese UNFEHLBARKEIT nicht. Würde diese Aussage stimmen, würde kein Katholik mehr sicher sein können, wann das Lehramt noch glaubwürdig ist und wann nicht.
Diese Unfehlbarkeit ist jedem rechtmäßig gewählten Papst und der darüber hinaus VOR der Wahl kein Abtrünniger, Häretiker und Ketzer war, für immer unweigerlich und unwiderruflich WESENSEIGEN. Es gehört unentfliehbar zu jedem Papst. Deswegen hat die Kirche auch nichts festgelegt bezüglich "Verlierens" seiner UNFEHLBARKEIT, weil es diese nicht gibt.

Mir vsjem

Ganz richtig schreibt ein langer User hier, der übrigens diesen Artikel schwer verständlich wohlwollend angeklickt hat, was wirklich geschah. Wir erlauben uns, kurz einen Abschnitt zu zitieren:
"...Die Bruderschaft verzichtet darauf, die Neue Messe als mit dem katholischen Glauben unvereinbar zu behaupten, sondern stellt ihre Vorbehalte gegen sie nur noch als Ausdruck subjektiver Befindlichkeit dar, was sie z. B. in folgenden Formulierungen zum Ausdruck bringt: Wir sind der Überzeugung, dass die Neue Messe kein würdiger Ritus der Kirche ist, bzw. Wir können mit unserem Gewissen eine Zelebration derselben nicht vereinbaren.
Damit rückt sie von der Position von Erzbischof Lefebvre ab, denn dieser nannte die Neue Messe "Satans Meisterstück". Wie kann sie dann gültig sein? Unter dem Titel „Die Luthermesse“ veröffentlichte die Piusbruderschaft im Jahre 1975 zwei Predigten des Erzbischofs, wobei die erste unter dem Titel steht „Von der Luthermesse zur neuen Messordnung.“ In dieser stellt er: „… eine befremdende Übereinstimmung der gegenwärtigen Messordnung mit der Reform Luthers“ fest und kommt zu dem Ergebnis:
„Es ist für die Katholiken psychologisch, pastoral und theologisch unmöglich, eine Liturgie, die für sie wahrhaft Ausdruck und Stütze ihres Glaubens bedeutet, zu verlassen, um neue, von Irrlehren ausgedachte Riten zu übernehmen, ohne dadurch ihren Glauben in allergrößte Gefahr zu bringen. Man kann nicht auf unbestimmte Zeit die Protestanten nachahmen, ohne nicht am Ende selber protestantisch zu werden.“
Zu 1: Wie gesagt, ist die Piusbruderschaft in den letzten Jahren von dieser Position abgerückt. Sie sagt schon seit langer Zeit nicht mehr „Es ist für die Katholiken […] unmöglich, eine Liturgie, die für sie wahrhaft Ausdruck und Stütze ihres Glaubens bedeutet, zu verlassen, um neue, von Irrlehren ausgedachte Riten zu übernehmen, ohne dadurch ihren Glauben in allergrößte Gefahr zu bringen“, sondern sie sagt nur noch: Wir sind der Überzeugung, …, Wir können es mit unserem Gewissen nicht …, wodurch sie den Kampf gegen die Neue Messe auf der objektiven Ebene aufgegeben hat, und gegen sie nur noch mit ihren als subjektiv deklarierten Ansichten operiert.
Das moderne Rom kann dazu sagen: Nun gut, da ihr nicht mehr, wie früher, den Anspruch erhebt, dass die Neue Messe in sich schlecht ist, sondern euren Einwand als subjektive Befindlichkeit herabstuft, können wir das anerkennen, weil wir auf eure subjektive Befindlichkeit Rücksicht nehmen wollen; ihr seid eben Nostalgiker, denen wir diese Barmherzigkeit erweisen.
Zu 2: Für das moderne Rom war es ausschlaggebend, dass die Bruderschaft die wichtigsten und höchstrangigen Dokumente des Konzils anerkennt und das sind die sogenannten dogmatischen Konstitutionen, insbesondere die Kirchenkonstitution Lumen gentium, die die Grundlage für den pastoralkonziliaren Ökumenismus und die Religionsfreiheit des Konzils bildet.. Wenn ihr, im Gegensatz zu euren früheren Vorbehalten gegen Lumen gentium, z. B. gegen die Kollegialität, die ihr in unseren theologischen Gesprächen vorgebracht habt, nun alle dogmatischen Konstitutionen des Konzils anerkennt, so das moderne Rom, dann gestatten wir euch, Vorbehalte anzumelden bezüglich des Ökumenismus und der Religionsfreiheit. Denn diese Vorbehalte sind dann nur pastoraler Art (wie Erzbischof Pozzo bemerkte). Denn ihr habt ja die Grundlagen des Ökumenismus und der Religionsfreiheit mit der Anerkennung von Lumen gentium einschlussweise anerkannt. Zu diesen Grundlagen gehört insbesondere die Abkehr von dem durch alle christlichen Jahrhunderte bis zum Konzil erhobenen Absolutheitsanspruch der Kirche, den das Konzil mit der subsistit-in-Lehre aufgegeben hat, was für uns, als vom Konzil geprägten Rom, von ausschlaggebender Bedeutung ist.
Beide Parteien sind davon überzeugt, dass sie ihre Positionen in der Substanz aufrechterhalten haben: Die Führung der Piusbruderschaft wird ihren Anhängern sagen: Wir haben weder die Neue Messe uneingeschränkt anerkannt noch das Konzil. Dabei wird sie aber verschweigen, dass sie ihren Kampf gegen die Neue Messe dadurch aufgegeben hat, dass sie die Vorbehalte gegen sie als Ausdruck subjektiver Befindlichkeiten hinstellt, und sie wird auch verschweigen, dass sie die Grundlagen des pastoralkonziliaren Ökumenismus und der Religionsfreiheit anerkennt, und zwar durch ihre Anerkennung von Lumen gentium."

Mir vsjem

"..Manche begründen diese Haltung mit folgendem Argument: Der heilige Papst Pius V. hat 1570 diese alte traditionelle Messe endgültig kanonisiert. Daraus folgt, dass kein nachfolgender Papst eine andere Messe machen kann. Dieses Argument ist aber falsch...."
Was grundfalsch ist, ist diese Aussage des FSSPX-Predigers und es ist ungeheuerlich, solches zu behaupten und ebenso unbegreiflich, wie fünf Leser hier mit ihrem Like diese Predigt unterstützen und bejahen.
Auf dem Konzil von Trient in der 7. Sitzung befasste man sich mit den Sakramenten im allgemeinen. Und da heisst es in Kanon 13: "Wenn jemand behauptet, dass die in der feierlichen Sakramentenspendung althergebrachten angewendeten Riten gering geschätzt, abgekürzt ODER VON IRGEND EINEM HIRTEN DER KIRCHE IN NEUE RITEN VERWANDELT WERDEN KÖNNEN: ANATHEMA - der sei ausgeschlossen.
quis cumque heisst: OHNE JEDE AUSNAHME. Es heisst schlicht und einfach "WER AUCH IMMER" Und darum ist es auch der Bischof von Rom, der Patriarch des Westens, der Primas von Italien und der Diener der Diener GOTTES. Mit einem Wort: DER PAPST. Der ist es ja wohl auch! Oder nicht? Eine dogmatische Definition BINDET ALLE NACHFOLGER. Und Pius V. hat dieses Dokument ["Quo primum"] unterschrieben und damit seine Nachfolger gebunden.
Und so heisst es, wer dies auch nur behauptet, von irgend einem Hirten der Kirche, egal wer auch immer, dass Riten geändert werden können: Anathema sit! Wenn also jemand behauptet, Paul VI. (der ja von den Piusbrüdern als rechtmäßiger Papst gehalten wird) kann einen neuen Ritus schreiben: ANATHEMA SIT.
Häresie! Kann er nicht. Kein Papst kann einen neuen Ritus schreiben.
Das ist sicher, dass kein Papst die Riten ändern kann. Und schon gar nicht den Ordo. Daher ist die neue Messe als ein schismatischer Ritus zu sehen.

Das sagt immerhin ein angesehener Kirchenrechtler. Und ohne Zweifel ist es die Lehre der Katholischen Kirche.
(Natürlich kann ein Papst ein neues Fest mit einem neuen Messformular hinzufügen wie z.B. nach der Dogmenerklärung 1854 für den 8. Dezember oder den 15. August. Aber nicht mit einem veränderten Ritus.)
Hier sieht man wieder einmal, wie widersprüchlich sich die FSSPX verhält. Einerseits hält sie an der Rechtmäßigkeit aller Pseudopäpste nach dem Konzil fest. Für sie sind es wahre Päpste, die mit "Seine Heiligkeit", "Heiliger Vater", "Stellvertreter Christi", "Nachfolger des heiligen Petrus" usw. geehrt und angesprochen werden müssen.
Damit behauptet der Prediger andererseits fälschlicherweise zusätzlich, nicht nur wahre Päpste, sondern auch ihre "rechtmäßigen" Konzilspäpste können also "Quo primum" des hl. Papst Pius' V. verwerfen und neue Riten schaffen.
DAS KÖNNEN DIESE SCHON GAR NICHT. UND AUCH EIN RECHTMÄSSIGER PAPST KANN ES NICHT.

Fischl

Erbitte genaue Daten zur Bestellung des in der Predigt empfohlenen Buches

Veronika u teilt das
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Pretorius

Diese Frage stellte ich diesen Brüdern auch schon... @sudetus schönhoff

Fahrer von Ars

Und wie war die Antwort?

Pretorius

leider keine, mir wurde ausgewichen....ob FSSPX oder FSSP beide wollen nicht zugeben dass Bergoglio nicht der Papst ist obwohl beide Bruderschaften es wissen (müssten). Traurig

sudetus schönhoff

Und warum anerkennen sie Bergoglio und Co.??????

Fahrer von Ars

Gute Frage! Vielleicht sollten sie das mal verinnerlichen: Ist jeder Papst der Fels?

Pretorius

Nun ja bei Bergoglio ist nicht einmal der Fels zutreffend...