Die liturgische Bewegung und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die neugotische Strömung des 19. Jahrhunderts durch die frühchristliche Strömung des 20. Jahrhunderts abgelöst – allerdings war diese Strömung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf sklavischer Archäologie fußend. Zwar wurde das authentische Ciborium magnum wiederhergestellt (das nie ganz verschwunden war), doch gab es keinen wirklichen Impuls, die antike Würfelform des Altars wiederherzustellen. Die meisten dieser Altäre behielten die Grabform bei, die im zweiten Jahrtausend zum Standard geworden war. Die Altäre wurden jedoch massiver, meist aus Stein statt aus Holz, breiter (und damit der Kritik entgegengewirkt, dass zu viele Altäre zu überhöhten „Regalen“ verkommen waren) und konnten freistehend sein oder nicht. Manche verwendeten auch ornamentale Paravents oder Textilien dahinter. Das Modell basierte hier eindeutig auf einer Mischung aus frühchristlichem Vorbild, dem mittelalterlichen römischen Basilika-Modell und manchmal auch späteren Einflüssen aus Mittelalter und Renaissance. Es handelte sich um ein Hybridmodell – und zwar um ein recht ansprechendes. ...