Stefan B.

Kommuniqué der Priesterbruderschaft St. Pius X zur Lehrnote "Mater Populi fidelis"

Kommuniqué über die Note des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Mater Populi fidelis, vom 4. November 2025.

Am vergangenen 4. November veröffentlichte das Dikasterium für die Glaubenslehre eine „Note zu einigen marianischen Titeln, die sich auf das Mitwirken Marias am Heilswerk beziehen“.

Dieser Text, der anscheinend besorgt ist, „die einzigartige Heilsvermittlung Christi nicht zu verschleiern“, lehrt, dass „die Verwendung des Titels der Miterlöserin immer unangebracht ist, wenn es darum geht, Marias Mitwirkung zu definieren“ und dass „bei der Anwendung des Titels der Mittlerin auf Maria besondere Vorsicht angezeigt ist“.

Diese „Note“ – sie karikiert die traditionelle Terminologie der Kirchen, um sich leichter von ihnen zu distanzieren und ergeht sich gleichzeitig weitschweifig in schönen Erwägungen über die mütterliche Rolle der Jungfrau Maria – beabsichtigt, die Rolle zu schmälern, die Gott seiner Gefährtin im Werk der Erlösung und des Heils der Seelen anvertraut hat: Einerseits wird behauptet, die Allerseligste Jungfrau Maria sei an der Erwerbung der Gnade nicht beteiligt gewesen; andererseits wird ihre universale und notwendige Rolle bei der Austeilung der Gnaden nahezu bis zur Verneinung verwischt. Man lässt ihr bloß noch eine unbestimmte Rolle als mütterliche Fürsprecherin zukommen.

Durch seine irreführenden Warnungen „verschleiert“ das Dikasterium für die Glaubenslehre die einzigartige Mitwirkung Unserer Lieben Frau am Erlösungswerk. Es entthront die Gottesmutter und schmäht die göttliche Weisheit. Schließlich ist es allen Christen ein Ärgernis, die ob dieses schweren Übergriffs auf die Erhabenheit ihrer Himmelsmutter zutiefst erschüttert sind, und befremdet darüber, dass man die Sendung Mariens an ihren Seelen einzuschränken trachtet.

Tief empört und gewillt, einen solchen Schaden öffentlich zu sühnen, rufen die Priester der Priesterbruderschaft St. Pius X. alle befreundeten Priester und Gläubigen dazu auf, sich ihrem Gebet am Sonntag, dem 16. November, anzuschließen. Allen, an diesem Tag von ihnen zelebrierten öffentlichen Messen, werden sie die Intention zur Wiedergutmachung der begangenen Beleidigung und des verursachten Skandals hinzufügen. Und am Ende jeder Messe soll der Gesang oder die Rezitation der Lauretanischen Litanei sowie des Stabat Mater folgen.

Möge die allerseligste Jungfrau und Miterlöserin durch ihre mächtige Mittlerschaft die gegenwärtige Finsternis erleuchten und den Glauben ihrer Kinder neu beleben!


„Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“.

Menzingen, am 11. November 2025

(Hervorhebungen von mir)

Quelle: Kommuniqué des Generalhauses …
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Immanuel Kant

Die Petrusbrüder leiden an Gehorsamssklerose im Endstadium.

Rückkehr-Ökumene

Von der Petrusbruderschaft wird man keinen Protest gegen diese Note hören, denn sie hat de facto ein Schweigeabkommen mit dem modernen Rom geschlossen. Diagnose: Schimmerndes Elend.

Stefan B.

Die scharfe Diagnose des klugen Milch-Vertrauten Dr. Schüler "Schimmerndes Elend" teile ich nicht, da einzelne FSSP-Priester sehr kritisch sind. Sie haben allerdings den Punkt, dass die Oberen der FSSP sehr diplomatisch agieren und die gegenwärtigen Missstände nicht in Form von offiziellen Verlautbarungen kritisieren sondern sich "stiller" verhalten, um ihre Stellung nicht zu gefährden. Das wirkt natürlich in der Organisation schwach.

Rückkehr-Ökumene

Ich weiß, dass die Petrusbruderschaft gute Priester hat, die waren auch nicht von mir mit "Schimmerndes Elend" gemeint, sondern der Status dieser Bruderschaft, der sie dazu zwingt, Irrtümer des modernen Roms nicht anzugreifen, um, wie Sie richtig sagen, ihre Stellung nicht zu gefährden.

Klaus Elmar Müller

DANKE, PRIESTERBRUDERSCHAFT ST. PIUS X. !!!!!!!

Copertino

Wie sehr weiss ich zu schätzen, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht nur lamentiert, sondern in ihrem Einflussbereich konkrete Schritte zur Wiedergutmachung unternimmt. Da zeigt sie immer wieder vorbildliche Haltung, wie schon in der Corona-Krise weiterhin die Sakramente zu spenden und die Kirchentüren offenzuhalten. In unserer Gemeinde fanden damals einige Gläubige in unsere Herz-Jesu-Gemeinde.