Die Wunder der Muttergottes von Laus
Die Heilige Jungfrau erschien Benôite Rencurel seit 1664. Die Nachricht von den Erscheinungen verbreitete sich schnell unter der örtlichen Bevölkerung. Die durch Mundpropaganda weitergegebenen Geschichten sorgten dafür, dass auch viele Pilger aus den umliegenden Dörfern nach Laus [lies: Lo] kamen. Der Zustrom der Gläubigen vermehrte sich nicht nur durch die Erscheinung Marias bei der jungen Hirtin, sondern auch durch die Wunder, die sich dort ereigneten. Für den Zeitraum der ersten drei Jahre beschreibt der Richter François Grimaud in den
Das erste dieser außergewöhnlichen Ereignisse fand am 28. Juni 1665 statt und betraf den Sohn eines Chirurgen aus der nahe gelegenen Stadt Gap. Pierre de Caseneuve litt an zahlreichen Geschwüren an seinen Beinen. Außerdem kämpfte er seit mehreren Monaten mit einer Augenentzündung, die dazu führte, dass er praktisch nichts mehr sehen konnte. Sein Vater – ein bekannter Arzt – versuchte alles, um seinem Sohn zu heilen. Als alle Möglichkeiten erschöpft …